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Kopenhagen

Damenmode Gesellschaft

Leyla zeigt auf

(Bild: Courtesy of Lala Berlin)

Keine 24 Stunden ist es her, dass ich hier auf Horstson einen Artikel über die politische Lage in den USA veröffentlicht habe. Über Trumps Einwanderungsstopp habe ich nachgedacht, den ein oder anderen Gedanken versuchte ich festzuhalten. Schlag auf Schlag werden unsere Normen und Werten infrage gestellt – 2017, hello? Mit Familie, Freunden und Bekannten habe ich über das Thema gesprochen, habe diskutiert und immer wieder ans „Wachsam bleiben“ appelliert. Zwischendurch kamen bzw. kommen wir darauf zu sprechen, dass viele von uns auch einen Fluchthintergrund haben. Ein paar sind nicht mal hier geboren, können sich noch an nervenaufreibende Zeiten der Unsicherheit erinnern. Continue Reading

Allgemein

Ausstellungstipp: „Fur – An Issue of Life and Death“ in Kopenhagen

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Von links nach rechts: Kleid aus Nerz und Chiffon von Jean Paul Gaultier (1999), Kleid aus Nerz von Dennis Lyngsø, Denmark, für Kopenhagen Fur (2010), Jacke aus Nerz von Jean Paul Gaultier (2010), Overall aus Nerz und Mütze aus Fuchs von Luise Fenger Hvilsted und Alexander Sehested, Denmark für Kopenhagen Für (2009); Bild: John Lee / The National Museum of Denmark

Bei kaum einem Thema kochen die Emotionen so hoch wie beim Pelz: „darf“ man Pelz tragen oder sollte man ihn strikt meiden? Okay – Pelzbommel wird spätestens seit unserer verbindlichen Out-Liste kein Mensch mehr tragen, aber wie ist es mit den allgegenwärtigen Pelzkrägen an den Winterjacken? Wo zieht man die Grenze: Polarfuchs am Mantel von Woolrich geht klar, Nerz in Form eines Mantels hingegen unter keinen Umständen? Nicht sehr konsequent. Warum fällt es eigentlich viel leichter, Dinge anzuklagen, die man sich nicht leisten möchte oder die man sich nicht leisten kann? Wesentlich entspannter wird hingegen der Konsum von Fast-Fashion gesehen, wo die Herstellungsmethoden zwar genauso zweifelhaft sind, aber die Lust nach dem schnell gekauften Stück ungleich höher ist? Dass im schlimmsten alle Fälle Blut am T-Shirt klebt und Menschen dafür ausgebeutet wurden, wird durch Lippenbekenntnisse relativiert: „Irgendwo muss ich ja meine Kleidung kaufen.“ Wirklich? Continue Reading