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Fair since 1978

(Closed-Partner Näherei Paul SPA; Bild: Closed)

Langsam hat fast jeder kapiert, dass Nachhaltigkeit keine Phrase mehr in der Textilindustrie ist. Besonders die hochwertigen Firmen, Designer und das Luxus-Pret-à-Porter erkennen, dass sie ihre Produktionsbedingungen und die Herkunft ihrer Rohstoffe nicht nur als Verkaufsargument erklären müssen.
Dass man dazu auf den Weg von spektakulären Aktionen setzt, ist typisch für unsere Mediengesellschaft – warum Gutes tun und darüber nicht reden, sagen sich die meisten Brands. Eine solide Firma, die eher auf leises kontinuierliches Business setzt, ist die Hamburger Firma Closed, die 1978 von Marithé und François Girbaud, zwei der wichtigsten Denimpioniere überhaupt, gegründet wurde. Für die Betreiber von Closed ist Nachhaltigkeit kein neues Thema, vielleicht auch, weil jeder Kinder hat und wahrscheinlich nicht eines Tages vor der Frage stehen möchten, warum die Welt durch ihre Mithilfe vor dem ökologischen Aus steht. Continue Reading

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Zurück zur Klassik: Sir Anthony Hopkins für Brioni

(Foto: Gregory Harris)

Dass Brioni sicherlich alles dafür tun würde, die Fehlentscheidung des Designkonzeptes von Ex-Einkäufer Justin O’Shea, das an eine Mischung aus Billionaires Club und schlechter Tom-Ford-Kopie erinnerte, zu revidieren, liegt auf der Hand. Nicht zuletzt war es unglaubwürdig für ein Traditionslabel, das seit jeher auf sartoriale Formalwear setzt, mit einer Heavy-Metal-Band wie Metallica Werbung zu machen. Continue Reading

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Mariacarla, Grace, Eva und Simon (nicht) allein im Lee House 2

Das Tolle an Kampagnen, Lookbooks und Modenschauen ist, dass man nicht nur die entsprechenden Kollektionen sieht, sondern gleichzeitig ferne Länder und Klassiker der Architektur frei Haus geliefert bekommt. So konnten wir, Dior sei Dank, schon einen Blick ins legendäre Bubble-House von Pierre Cardin werfen, Louis Vuitton gab einen Einblick ins Niteroi-Museum, während man bei Chanel über den Paseo del Prado schlendern konnte. Der Boulevard war menschenleer – ein Anblick, der sicher selbst für die heimischen Kubaner ungewohnt war.

Einer, durch den man auch immer wieder Land und Leute kennenlernt, ist Tomas Maier: „Ich liebe Architektur, deshalb nehmen wir unsere Kampagnen immer in weltbekannten Gebäuden auf,“ wie der Bottega-Veneta-Designer erklärt. „Da die Frühjahr/Sommer-Kampagne 2017 im Paul Rudolph House in einem städtischen Setting aufgenommen wurde, mussten wir eine Location finden, die das gleiche Niveau aufweist, und ich wusste, dass das Lee House 2 das Richtige war. Der Umstand, dass es schneite, gab den Models, den Kleidungsstücken und der Architektur eine zusätzliche Dimension.“ Gut, der Schnee kam insofern sicher auch sehr gelegen, als dass es um die Herbst/Winter-Kampagne geht. Sommer, Sonne, Sonnenschein wäre da auch unpassend.

Tomas Maier wählte für die Bilder wieder den Fotografen Todd Hido, der schon für die Frühjahr/Sommer-Kampagne 2017 verantwortlich war. „Todd ist bekannt für seine stimmungsvollen Innenaufnahmen, doch seine persönliche Bildersprache ist einzigartig,“ sagt Maier. „Er setzt das Licht so ein, dass er sowohl eine Verbindung als auch einen Abstand zu seinem Subjekt herstellt. Beide Kampagnen, die er aufgenommen hat, umfassen Männer und Frauen aller Altersgruppen und zelebrieren deren Stil.“

Hinter der Idee des Films steht eine neue Plattform von Bottega Veneta: „The Art of Collaboration Film“. Das Projekt „Art of Collaboration“ wurde 2001 von Tomas Maier kurz nach seinem Eintritt in das Unternehmen ins Leben gerufen. Das fortlaufende Projekt lädt renommierte Fotografen und zeitgenössische Künstler ein, zusammen mit Maier an der Werbekampagne der Marke für jeweils eine Saison zu arbeiten.
Im Einklang mit der Bildsprache von Hido entwickelte Maier nun also das Kampagnenkonzept mit „Mixed Messages“ weiter. Das Video folgt den Models bei provokatorischen Handlungen, verzichtet aber auf ein eigentliches Ende: „Der Film fordert dazu auf, sich selbst eine Ende auszudenken“, wie Tomas Maier erklärt.
Ideen, wie der Film enden könnte, nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen …

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Guccilla

Lustig, erst vorgestern fanden wir Gucci schon ein wenig eintönig – ein Wort, was bei den Entwürfen von Alessandro Michele verwundert – überrascht das Label mit einer überaus spannenden Kampagne und insbesondere mit einem dazugehörigen Film, den man unter keinen Umständen verpassen darf: “Gucci and Beyond”. Doch gucken wir uns das 1:14 Minuten lange Werk erst mal im Director’s Cut an …

Gedreht wurde “Gucci and Beyond” von Glen Luchford, der ja schon in der Vergangenheit für den ein oder anderen Gucci-Kampagnenfilm verantwortlich war. Inspirieren lassen hat sich der Fotograf und Regisseur von einer skurrilen Mischung aus Star Trek und japanischen Science-Fiction-Filmen der 60er- und 70er-Jahren.
Ergänzt wird “Gucci and Beyond” durch Kampagnenmotive, die sicher auch für Gesprächsstoff sorgen werden. Ob sie auch für rege Umsätze sorgen werden, bleibt abzuwarten.

Hier die Bilder der “Gucci and Beyond”-Kampagne:

“Gucci and Beyond”;  Courtesy of Universal Studios Licensing LLC ; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford


“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; TM & © 2017 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are properties owned by CBS Studios Inc. All Rights Reserved; Bild: Glen Luchford

“Gucci and Beyond”; Bild: Glen Luchford

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Calvin Klein präsentiert Kampagne zur „205W39NYC“-Kollektion

(Calvin Klein 205W39NYC; Bild: © 2017 Willy Vanderperre)

Calvin Klein präsentiert die Kampagne zur „205W39NYC“-Kollektion. „205W39NYC“? Das, was sich anfangs etwas kryptisch anhört, ist im Grunde genommen nur die Adresse des Calvin Klein in New York: 205 West 39th Street. Was die Kampagne aber besonders interessant macht, ist, dass sie die gleichnamige Debütkollektion von Raf Simons für Calvin Klein vorstellt.
Fotografiert wurden die eindrucksvollen Bilder von Willy Vanderperre. Zu sehen sind insgesamt 22 Models, wie sie in der kalifornischen Wüste vor Billboards stehen, die Bilder der „American Classics“-Kampagne der letzten Saison zeigen. Continue Reading

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Karl Lagerfeld shootet Robert Pattinson für Dior Homme

(Foto: Karl Lagerfeld für Dior Homme)

Ménage-à-trois: Karl Lagerfeld shootet ein weiteres Mal Robert Pattinson für Dior Homme. Schaue ich mir die Bilder der Kampagne, die Lagerfeld in Paris inszeniert hat, an, sehe ich Schwarz – im besten Sinne, denn zu sehen ist die Black Carpet Linie des Modehauses. Continue Reading

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Pharrell Williams für Chanel

(Bild: Karl Lagerfeld)

Das Wichtigste zuerst: Karl Lagerfeld hat, um die neue Chanel-Tasche (Peter stellte vor einigen Tagen schon die „Gabrielle“ vor) der potentiellen Kundschaft vorzustellen, eine Kampagne in vier Teilen konzipiert. Inspirieren lassen hierfür hat sich Lagerfeld von vier seiner Musen. Gott sei Dank, und das muss ich sagen, nicht von Baptiste Giabiconi sondern von Kristen Stewart, Cara Delevingne, Caroline de Maigret und – das sind die eigentlichen News – Pharrell Williams, der der erste Mann ist, der eine Tasche für Chanel in einer Kampagne vorstellen darf. Continue Reading

Accessories

Durch die rosarote Brille sehen: Petra Collins für Gucci

(Bild: Courtesy of Gucci)

Erinnerungen und Orte ihrer Kindheit, schöne ländliche Landschaften und Interieurs ihrer Heimat Ungarn stehen im Mittelpunkt eines, nun ja, „surrealen“ Kampagnenfilms, den Petra Collins der Gucci Frühling/Sommer 2017 Brillenkollektion gewidmet hat.
Warum es mir etwas schwer fällt, den 1:39 Minuten dauernden Spot zu beschreiben, wird klar, wenn man ihn sich angeschaut hat. Collins schafft sozusagen eine Welt, in der alles nicht ganz so ist, wie es scheint. Was als ein Fenster auf das ländliche Familienleben beginnt, weicht bald einem Traum, in dem im Hintergrund „Eyes without a Face“ spielt – wohlgemerkt in einer sphärischen Version, die ich noch nicht kannte. Continue Reading

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Diesel: Make Love, not Walls

Wie sich die Zeiten doch (nicht) ändern: Seit 1995, als Diesel mit obigem David LaChapelle-Kampagnenfoto von zwei sich küssenden Matrosen für Empörung sorgte, hat sich nicht viel getan. Zumindest wenn man einen Blick auf die Facebook-Seite von „Demo für alle“ wagt, fühlt man sich in die 60er-Jahre katapultiert. Aufgebrachter Gegner der „Ehe für alle“ schaukeln sich dort hoch, als sei nicht nur das Abendland, sondern die gesamte Menschheit in Gefahr – und das nur, weil Bildungspläne in Baden-Württemberg vorsehen, die Akzeptanz von Vielfalt zu fördern. Ja, wo kommen wir denn dahin, wenn heranwachsende Generationen tolerant werden?!
Was genau der Auslöser dieser Angst ist, den die „Demo für alle“-Anhänger da verspüren, vermag ich nicht zu analysieren, glaube aber, dass sie auch auf die neueste Kampagne von Diesel mit Empörung reagieren – darin sind sie ja schließlich geübt …

Die #makelovenotwalls-Kampagne von Diesel hat sich das Ziel gesetzt, ein Zeichen gegen „die mentalen und physischen Mauern“ zu setzen. Das finde ich insofern passend, da Donald Trump ja eben eine solche Mauer aufzubauen plant – und das nicht „nur“ an der Grenze zu Mexiko, sondern auch in den Köpfen einiger Menschen.
„Wir bei Diesel wenden uns mit Entschiedenheit gegen das Säen von Hass und wollen das die Welt mehr denn je wissen lassen“, wie Diesel-Artistic Director Nicola Formichetti erklärt. „Liebe und Zusammenhalt sind für eine lebenswerte Gesellschaft und eine Zukunft, wie wir sie uns alle wünschen, essenziell.“

Die Bilder der #makelovenotwalls-Kampagne mögen auf den ersten Blick etwas ‚bunt geraten‘ wirken, passen aber insofern ganz gut, weil sie eine positive Botschaft transportieren und der ursprüngliche Slogan, „Make love, not war“, in die Zeit der Antivietnamkriegsbewegung zu datieren ist.
Hinzu kommt, dass die Fotos ebenso von David LaChapelle aufgenommen wurden, der ja auch nicht für eine traurige Bildsprache bekannt ist.
Diesel nimmt sich nun also die Mauer vor – das Symbol der Trennung und Teilung schlechthin – und reißt sie nieder, um darum herum eine Geschichte zu erzählen: Der „Love-Panzer“ bricht ein Herzsymbol in die sich vor ihm auftürmende Mauer und verwandelt das Bollwerk in einen Ort der Freude und Blumen, an dem Freiheit und Liebe gefeiert werden. Friede, Freude, Eierkuchen sozusagen. Wenn es doch so einfach wäre …

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Sprunghaft ausgestattet

(Bild: Hackett)

Manchmal sehne ich mich nach einem Fallschirmsprung, kennt ihr das? Dann ist mir nach Aus’m-Alltag-Aufwachen und ordentlich Durchgeschüttelt-Werden! Dann will ich kurzfristig aufspringen, los, los und endlich allen Mut zusammen nehmen. Hui, das wäre mal was. Ihr merkt schon: Bislang ist es bei dem Vorhaben geblieben (alleine der Gedanke lässt meinen Adrenalinpegel gen Horizont schießen). Das Traditionsunternehmen Hackett hat es hingegen getan. Hat allen Mut zusammengenommen und mit „Landing in Style“ den Sprung ins Ungewisse gewagt. Continue Reading