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Riccardo Tisci, 24 Stunden lang

(Burberry Flagshipstore in der 121 Regent Street, London; Bild: Burberry)

Ein Großteil der Horstson-Leser hat den Termin sicher schon rot im Kalender angestrichen: Riccardo Tisci wird seine erste Kollektion für Burberry am 17. September 2018 um 17 Uhr im Rahmen der London Fashion Week präsentieren. Wer in London dabei ist oder die Schau per Live Stream verfolgt, sollte auf jeden Fall sein Handy griffbereit haben, denn gleich im Anschluss, also ab 17:30 Uhr, wird es für 24 Stunden eine limitierte Auswahl der Produkte über die Instagram- und WeChat-Accounts von Burberry zu kaufen geben.
Das ist dann eine doppelte Premiere: Neben Riccardo Tiscis Debüt ist es auch das erste Mal, dass das 162-jährige Label in dieser Form den Verkauf einer Kollektion ankurbelt. Zukünftig soll es regelmäßig solche „24-Stunden-Podukt-Releases“ geben.

Neben dem Kauf über die Instagram- und WeChat-Accounts gibt es allerdings noch eine andere Möglichkeit, um vorab an die Kollektion zu kommen: Parallel wird die Debüt-Laufstegkollektion nämlich in Burberrys Londoner Flagshipstore in der 121 Regent Street, der übrigens aktuell komplett umgestaltet wird, erhältlich sein – allerdings ebenso lediglich für 24 Stunden.

Warum Burberry diesen 24-Stunden-Verkauf startet und dafür ausgerechnet Instagram- und WeChat wählt, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Klar, Fans von Riccardo Tisci werden sich freuen und wir werden auf zahllosen Instagram-Accounts und auf den Streetstyle-Seiten vieler Modemagazine die Kollektion sehen können, aber verfliegt dann nicht schon ein wenig der Begehrlichkeit für den „regulären“ Kunden? Wie auch immer – ich freue mich über Ideen in den Kommentaren, warum Burberry diesen Schritt macht …

1 Comment

  • JayKay
    11. September 2018 at 15:42

    Die 24 Stunden Product-Releases sind – wie die Tage schon erwähnt – das Modell der künstlichen Verknappung. Dann bleibt auch zum Glück nicht mehr viel über, um es zu vernichten. Ob die Fans auch wirklich alle 24 Stunden neue Artikel kaufen werden, bleibt abzuwarten. Ob das „See now – buy now“ Prinzip wirklich bei solch einem Label dauerhaft funktioniert, werden wir auch sehen. Wie ich meine, sind die Modekollektionen auch mit den Stoffmessen eng verkettet, so dass der bisherige Rythmus schon sinnvoll war.

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