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Laurent Benaïm gibt Signierstunde in Berlin

(Doppelseite aus „Laurent Benaïm“; Bild: Taschen Verlag)

Eins vorweg – die Bildauswahl hat mir bei diesem Beitrag Kopfzerbrechen bereitet. Bei der zur Auswahl stehenden Pressebildern gab es ein Problem: Sie waren explizit. Nun macht es mir nicht sonderlich viel aus, nackte Menschen zu sehen, wie sie Sex haben, Sex hatten oder Sex haben werden, aber nun darf man eben solche Bilder nicht ohne Altersabfrage en détail zeigen. Dabei ist es dann auch egal, ob sie der Kunst zuzuordnen sind, wie in diesem Fall, oder ob sie lediglich die Fantasie und die niederen Instinkte beleidigen und nur plumpen Sex darstellen. Bei Laurent Benaïm ist das anders: „Ich war schon immer von Sex fasziniert, der Vielfältigkeit der Praktiken und dem unbedingten Willen der Menschen, ihre Fantasien zu verwirklichen“, wie der Pariser Fotograf erklärt. „Diese Augenblicke der Lust fesseln mich in all ihren Formen: den schönen, den hässlichen. Ich habe keine Kriterien für eine ästhetische Auswahl, mich interessiert nur der Ausdruck menschlichen Verlangens.“

Das von Laurent Benaïm erwähnte Verlangen zeigt sich in seinem neuen Buch äußerst vielfältig. Was die Bilder aber eint, ist, dass es durch die Reihe weg Amateure sind, die vor der Kamera des Fotografen agieren. Ansonsten dürfen die Akteure jung oder alt sein, hetero-, homo-, bi-, inter- oder transsexuell, gerade, schief, dick und dünn, groß, klein, schön, nicht so schön, haarig oder auch aalglatt.
Seit 1999 strömen die „Models“ in Benaims großes Gewerbeatelier im Pariser Vorort Montreuil, seit sich herumgesprochen hat, dass ihre Neigungen, Schrullen und Obsessionen hier nicht nur akzeptiert, sondern durch eine spezielle Drucktechnik aus dem 19. Jahrhundert sogar zu Kunst verarbeitet werden. Gummibichromatverfahrens, so der Name der Technik, ermöglicht es, durch Gummidruck mehrere Schichten übereinander zu kopieren, wodurch ein breiteres Spektrum an Tonwerten erreicht werden kann, wie ich bei Wikipedia nachlesen konnte.

Cover „Laurent Benaïm“, Herausgeberin: Dian Hanson; Bild: Taschen Verlag

Laurent Benaïm kommt nun nach Berlin und signiert am Donnerstag, den 16. Mai, von 18 bis 19 Uhr im Taschen Store auf der Schlüterstraße 39 sein neues Buch.
Herausgeberin des Bildbandes ist Dian Hanson, die von 1976 bis 2001 verschiedene Herrenmagazine produzierte, darunter Perlen wie das Magazin „Juggs“, das seinen Hauptaugenmerk auf große Brüste hatte oder „Outlaw Biker“ und „Leg Show“, bis sie 2001 schließlich Herausgeberin der „Sexy Books“ bei Taschen wurde.

Signierstunde Laurent Benaïm
Donnerstag, den 16. Mai, von 18 bis 19 Uhr

Taschen Store Berlin
Schlüterstraße 39
10629 Berlin

In dem Bildband von Laurent Benaïm zeigen sich 300 der über 1.000 Aufnahmen des Franzosen – vielleicht bleibt es also nicht beim „One Night Stand“ des Fotografen und es folgen noch weitere Teile …

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