Paris Fashion Week

Schichtweise: Dries Van Noten

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Bilder: Dries Van Noten

Antwerpen, Paris? Paris, Antwerpen! – Ihr ahnt es sicherlich schon, von keinem Geringeren als Dries Van Noten ist die Rede. Belgiens everlasting Wunderkind (Obacht: Ich bin immer begeistert von seinen Kollektionen und gewähre keinerlei Objektivitätsgarantie.) hat diese Saison den Lagenlook perfektioniert.

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Bilder: Dries Van Noten

Mantel zu Mantel, Kilt zur Hose und immer mit dabei: Van Notens unnachahmlicher Material- und Mustermix. Wobei, die ersten Outfits wirken, trotz Streifenoptik, ungewohnt zurückhaltend. Detailverliebtheiten lassen sich höchstens an abgesetzten Kragen, Verschlüssen und Schmuck erkennen. Apropos, Schmuck: Was haltet ihr von den Ketten?
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Bilder: Dries Van Noten

Der eigentliche Lagenlook wird mir erst beim zweiten Durchklicken der Kollektion bewusst. Gerade bei den Mänteln wirkt der Effekt wunderbar elegant und ergänzend, ich fühle mich an ein zurückliegendes Seminar erinnert: Das moderne Nomadentum. Kurze Zusammenfassung in einem Satz: Wir, die Jäger und Sammler der Großstädte, vereinen immer mehr Aufgabenbereiche und „wandern“ auf diese Weise in unserem Alltag umher.
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Bilder: Dries Van Noten

Auch Dries Van Noten scheint diesen Gedanken in seiner aktuellen Kollektion aufzugreifen und präsentiert durchgehend alltagstaugliche Looks: Egal ob Beruf, Dinner oder Freizeit, der Noten-Nomade kann alles tragen. Wo wir schon bei dem entscheidenden Thema sind, denn ich bin der Meinung: Jedes, wirklich jedes Teil der Kollektion „kann alles, muss aber nichts“.
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Bilder: Dries Van Noten

Van Notens Material- und Mustermix auf Hemd und Hose? Kann wunderbar gemeinsam getragen werden, funktioniert jedoch auch als Einzelstück zur Aufwertung von schlichteren Outfits! Bestickte Oberbekleidung und Seiden-Shirts? Ebenfalls! Die Farbauswahl? Burgunder, Camel, Indigo und Schwarz, zusätzlich rote Akzente. Kann als Kombination harmonieren, muss aber nicht zwangsläufig im All-Over-Look getragen werden.
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Bilder: Dries Van Noten

Mantel über Mantel? Kann funktionieren, muss es aber nicht! Womit wir wieder beim Hauptaugenmerk der Kollektion angelangt sind, das Layering. Ich war bislang nur halbwegs begeistert von dem allgegenwärtigen Trend, habe dank Van Noten jedoch einen neuen Anreiz verspürt, selbst Hand anzulegen. Mein Maximum lag bislang bei der Standardkombination, leichte Daunenjacke plus Wollmantel. Definitiv ausbaufähig…
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Bilder: Dries Van Noten

Was haltet ihr von der Kollektion? Seid ihr bereits Layering-Experten?

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  • vk
    28. Januar 2015 at 21:43

    classic dries. alles wie auf dem schoensten dachboden gefunden. in seinen typischsten kollektionen gibt es immer diese eigenartige intimitaet. so als kleide man sich nur fuer sich selbst. man schaut in den halbblinden spiegel und geht auf reisen. oder man setzt sich ins fenster und liest tintin oder cees noteboom.

  • PeterKempe
    29. Januar 2015 at 01:20

    @vk genau so empfinde ich das auch

  • blomquist
    29. Januar 2015 at 07:25

    Wunderbar!

  • Siegmar
    29. Januar 2015 at 09:50

    Julian, toller Artikel und Dries van Noten ist, denke ich, der Liebling von allen hier.

    @ vk sehr gut beschreiben 🙂

  • Philipp
    29. Januar 2015 at 15:35

    Mit einem Wort: Sexy.

  • Stephan Berlin
    30. Januar 2015 at 00:11

    @VK: was für ein wahnsinniger Kommentar, ich bin total begeistert über deine Beschreibung, wäre aber selbst nicht drauf gekommen, es so zu sagen! Die Kollektion wird mir dadurch NOCH sympathischer!

  • Monsieur_Didier
    1. Februar 2015 at 13:28

    …ich finde ja, Dries van Noten hat immer ein bisschen was von Kostümfundus, und das meine ich gar nicht despektierlich, ganz im Gegenteil…
    wie schon beschrieben hat das ein bisschen was vom Schrank, den man fast verbotenermaßen öffnet und wo die ganzen Prachtstücke der Vergangenheit drin hängen und bei denen es ein Fest ist, wenn man sie wieder ans Tageslicht holt und sich zu eigen macht…
    ein bisschen Flohmarkt, wo man früher unter viel Aufwand hinfuhr (z.B. nach Amsterdam oder nach London) und wo man dann Dinge erwerben konnte, mit denen man dann überglücklich nach Hause fuhr und alle schauten einem hinterher, warum auch immer, aber man war stolzer Besitzer von etwas ganz besonderem…

    …eine wirklich gelungene Kollektion von Dries von Noten, bei der mir besonders die Mäntel gefallen (vielleicht bis auf den Trenchartigen Mantel, ich mags ja lieber volumig)
    und viele Teile erinnern mich ein wenig an Romeo Gigli…