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Edith Piaf vs. Grace Jones – La Vie En Rose

Wie vermutlich der ein oder andere Leser auch, habe ich gestern den Tatort ausfallen lassen und Robert Altman’s Komödie ‚Prêt-à-Porter‘ aus dem Jahr 1994 auf Arte geschaut – und wieder habe ich seit gestern Abend einen Ohrwurm: La Vie En Rose von Grace Jones.
Wie jedes Mal, wenn ich die Version von Grace Jones höre, fällt mir das Original aus dem Jahr 1945 von der großartigen Edith Piaf ein, wobei die Jones die Leichtigkeit des Lebens mit der Rosa-Roten-Brille (was in etwa die Übersetzung von „La Vie En Rose“ ist) besser hinbekommen hat – oder?

Ganz großes Kino auch das Make Up von Grace Jones… 🙂

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Der melancholische Alien x Soko – „I thought I was an Alien“

Sokos Album an sonnigen Frühlingstagen zu hören ist vielleicht nicht die beste Idee. Ansonsten sollte man allerdings ein Ohr riskieren und sich das Debut von Stephanie Sokolinski zu Gemüte führend. Und ans Gemüt geht es. Die 26-jährige in Bordeaux geborene und in einer polnischstämmigen Familie aufgewachsene Sängerin, machte im Jahr 2007 mit ihrem Song „I’ll kill her“ auf sich aufmerksam. Bereits damals ging es um eher unschöne Themen des Lebens wie in diesem Fall die neue, natürlich bekloppte, Freundin des Ex-Freundes.
In der neuen Ausgabe des „INTERVIEW“ – Magazins ist es also kein Wunder, wenn sie sagt, ihre Musik klinge so, als würde sie sich auf ihrer Gitarre ausheulen. Denn das tut sie. Über alles eigentlich. Gebrochenes Herz, die erste große Liebe, die niemals zu Ende geht („First love never die“) aber auch Drogen („For Marlon“). Das ist, trotz des zauberhaften französischen Akzents, über ein ganzes Album lang recht schwere Kost. Deshalb empfiehlt es sich an sonnigen Tagen vereinzelte Songs zu hören. Oder eben das komplette Album wenn es mal regnen sollte.

Auch hören:
„First love never die“
„I thought I was an Alien“
„For Marlon“

„I thought I was an Alien“ ist ab sofort erhältlich.

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Neues von meinem Schnulzenheini :-) – Chris Isaak „Beyond The Sun“

Auf langen Autofahrten höre ich immer Chris Isaak. Das hatte ich ja schon mal hier auf Horstson preisgegeben.

Dann gibt es eben zweimal Musik. Weil unser Musiksonderbeauftragter, Jan Who, in letzter Zeit immer bis über beide Ohren in Arbeit steckte und das Musikalische zum Wochenende ausfallen musste, wollte ich heute die günstige Gelegenheit frech nutzen und mich hier an seinem Musiktag mit einem Musiktipp in eigener Sache ausbreiten. Schließlich hat der einzige Schnulzenheini, der mir über die Schwelle meines Waldmännleingrünen Spießerautos kommt, in den berühmten Sun Studios in Memphis, dem „Birthplace of Rock’n’Roll“, neunzehn seiner liebsten Songs der Music-Icons und Helden des Rock’n Roll wie Johny Cash, Elvis, Roy Orbison, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins aufgenommen.

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Vergeben und vergessen x Caligola – „Back to Earth“

Wenn man mit einer Band so ziemlich alles erreicht hat und brav das Best-Of Album auf dem Markt ist, dann kann man auch mal was anderes machen. Warum sollten es also Björn Dixgard und Gustaf Norén, auch als Frontmänner von Mando Diao bekannt, anders machen.
Also schminkten sich wie Skelette, organisierten ein paar Dj`s, peppten das Ganze mit ein bisschen Voodoo auf. Und was kommt raus? Ein ziemlich cooler neuer Sound mit altbekannten Stimmen. Neben der Debutsingle „Forgive/Forget“ bietet das Album guten und tanzbaren Alternativepop mit einem Schuss R&B („Sting of Battle“) aber auch etwas Funk&Soul („Violettas Rap“, „My sister rising“).

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Der Mix machts x Converse/Gorillaz/Andre 3000 und James Murphy

Tja das kommt davon wenn man die beste fiktive Musikkombo in 3D animiert in eine 2D Umgebung setzt und sie dann auch noch von einem der schrägsten Mitglieder einer HipHop Band featuren lässt. Was dann dabei rauskommt ist bunt, tanzbar und ein ganz klein wenig gestört. Nichtsdestotrotz muss an dieser Stelle mal gesagt werden, dass Converse es immer wieder hinbekommt Kooperationen oder Aktionen (man denke an die Nikolaus Initiative über die ich berichtete) zu starten, bei denen man fast vergisst, dass es um die Schuhe geht. Schaut euch das Video mal genau an und zählt die Chucks im Clip. Schätzungen werden in den Kommentaren entgegen genommen. Zu gewinnen gibt es nichts, außer ein geschultes Produktauge.

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Ein musikalischer Blumenstrauß x The Cranberries – „Roses“

Was war ich Fan. Und ich muss gestehen nicht von der ersten Stunde an. „Zombie“ war nicht wirklich mein Song und „Everybody else is doing it, so why can’t we“ (puh) war mir lieber als „No need to argue“. „To the faithful departed“ machte mich endgültig zum Fan und so wurde ein Cranberries-Konzert auch mein allererstes Konzert überhaupt. 2002 war es dann mit einem (mäßigen) Best-of-Album vorbei mit der Band.

Es folgten Soloprojekte von Dolores O’ Riordan, die nicht unbedingt schlecht waren („Ordinary Day“), aber auch nicht wahnsinnig großartig. Dementsprechend aufgeregt war man (ich) nun auf das erste Studioalbum seit 10 Jahren. Die erste Single-Auskopplung „Tomorrow“ lies hoffen.
Und tatsächlich machen die Cranberries auf „Roses“ nichts wirklich Neues, aber eben das, was sie können. Wunderschöne schmachtende Balladen („Roses“), leichte Songs die man gut im Sommer im Cabrio hören kann („Fire&Soul“) und diese ganz spezielle Art von Songs mit diesen ganz speziellen Namen („Schizophrenic Playboy“), dessen bedrohlichen und dennoch hoffnungsvollen Tonfall nur die Cranberries dank der noch immer grandiosen O’Riordan hinbekommen. Fans wissen was ich meine. Die anderen lernen es noch.

„Roses“ ist bei Universal erschienen und ab heute im Handel und als Download erhältlich.

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Die schwarze Robyn x Emeli Sandé

Der Fernseher lief auf lautlos, als ich Emelie Sandé das erste Mal sah. Erster Gedanke: Eine schwarze Robyn. Rasierte Kopfseiten und hochgestellte blondierte Haare. Ton zu spät eingeschaltet, Beitrag zu Ende. Heute also gleich mal gesucht und angehört. Und Überraschung: Musikalisch nix Robyn und auch nicht, wie zweite Vermutung, Hip Hop. Das Debut „Heaven“ erinnert vom Rhythmus her ein bißchen an ein schnelleres „Unfinished Sympathy“ von Massive Attack mit einer beyonceesken Stimme. Ihr richtiger Name „Adele Emeli Sandé“ lässt ohnehin schon auf ein großartiges Stimmenvolumen schließen, wenn auch nicht von Beyonce. Die schottische Sängerin und Songwriterin veröffenlichte „Heaven“ in UK bereits im August. In Deutschland bisher noch eher unbekannt hoffen wir mal dass sie, unter anderem auch hierüber ein bißchen mehr Aufmerksamkeit erlangt. Mit Ivy Quainoo haben wir ja seit Freitag schon eine musikalische Bereicherung 2012. Eine zweite kann zwischen dem ganzen anderen Mist der uns dieses Jahr ereilen wird, sicher nicht schaden.

Emeli Sandés Debut: „Our Version of Events“ erscheint bei uns am 9. März. Die EP- „Heaven“, sowie die Singles „Next to me“ und „Daddy“ sind (inkl. Remixe) bei ITunes erhältlich.

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Der Vollständigkeit halber: Madonna beim Super Bowl

Die letzte Nacht hat vermutlich die gesamte Welt vorm Fernseher verbracht – zumindest wenn man der Timeline bei Facebook trauen durfte. Kaum eine Statusmeldung, die sich nicht mit dem Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga „National Football League“ beschäftigte. Alle aus verschiedenen Gründen: Die Heteros hauptsächlich mit der Frage, ob nun die New York Giants oder die New England Patriots gewinnen werden, die Homos freuten sich auf den Auftritt von Madonna und dem Werbespot von H&M mit dem mehr oder minder bekleideten David Beckham. So war das gestern – nur einer hat alles auf dem heimischen Sofa verschlafen: Ich.

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Desperate Anime – „Give me all your Luvin‘ “ von Madonna

Was waren wir gespannt. Also eigentlich hatte man sie ja vor lauter Gagaismus und ein bisschen vergessen die gute Frau Ciccone. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum sie sich etwas rar gemacht hat. Die Konkurrenz durfte sich erstmal so richtig austoben, damit ihr jetzt im Wettlauf gegen die Popgöttin der Atem ausgeht. Aber anstatt einem Wettrennen gibt es im neuen Video ein Anfeuerungskommitee von Frau Nicki Minaj und überraschenderweise auch von M.I.A.. Für alle die mit letzterer nichts anfangen können: Sie macht hauptberuflich eigentlich eher eine Mischung aus Dancehall und Electro. Jetzt aber grooved sie neben Madonna mit farblich passenden PomPom’s und einem irgendwie genervten Gesichtsausdruck. Nicki allerdings findet es super und stolziert mit gepushten Adidas-Werbebrüsten nebenher. Alles in allem ist das ein Video mit einer Mischung aus Anime, Desperate Housewives Kullise und einem Schuss LaChapelle.
Was kann man aber zum Lied sagen. Eigentlich nicht viel. Es wird sowieso ein Hit werden. Wie eben (fast) alles von Madonna. Eins muss man ihr aber lassen. Man hätte mit viel gerechnet. Elektro, Dancepop und im schlimmsten Fall HipHop. Mit dem Sound aber irgendwie nicht. Und das muss man in dem Alter erstmal noch hinbekommen.

Madonnas Album „MDNA“ erscheint bei Itunes am 26.3.2012. Die Single ab heute bei Itunes

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Die blutbespritzte Braut x Lana del Rey – „Born to die“

„Also wenn Sie mir versprechen nicht die CD in die Luft zu reißen und zu schreien: Ich hab sie, dann gebe ich sie Ihnen heute schon mit“. So oder ähnlich kommt man in Berlin an Cd’s bereits einen Tag vor Veröffentlichung. Arme hochreißen an einer Tram Haltestelle kommt (sogar in Berlin) blöd und so sprang ich mental in die Luft.
Man erwartet viel von dem Debütalbum einer Sängerin, die alle überrascht hat, nachdem Amy Winehouse tot war und man alles was ihrer Stimme nah kam als „Nachfolgerin“ betitelte. Dieser Kelch ist an Lana del Rey glücklicherweise vorbeigegangen. Sie hätte eh nicht draus getrunken. Und wenn sie es getan hätte, wäre es ihr über ihre vollen Lippen gelaufen und … O.K.- Moment wir kommen vom Thema ab. Hier geht es um Musik.

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