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Die Fashionchöre

Kann noch einer von Euch ‚Get Lucky‘ von Daft Punk hören? Nein? Okay, da müssen wir nun aber nochmal alle durch: hier der Beweis, dass Männermodels gut aussehen, aber nicht zwingend gut (Get Lucky) singen können. Models von Thom Browne, Michael Bastian und Duckie Brown, alles Labels, die für den diesjährigen CFDA Award „Menswear Designer of the Year“ nominiert waren, tun einfach so, als könnten sie singen und trällern motiviert Daft Punks Sommerhit. Das Video und das Set erinnern ein wenig an eine merkwürdige Mischung aus den mehr als merkwürdigen Musik-Gewächsen Enigma und Gregorian, hat aber nicht nur Dank der Mode wesentlich mehr Unterhaltungswert …

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Disclosure x „Settle“

Jetzt alle bitte mal festhalten. Es handelt sich um keinen Act aus Schweden, Norwegen oder sonstigen nordischen Ländern. Disclosure kommen aus England. Guy und Howard Lawrence sind gerade mal 18 und 21 Jahre jung, können aber bereits auf 2 Top Ten Songs (in UK) stolz sein. Nachdem sie letztes Jahr mit „Latch“ (feat. Sam Smith) auch in Deutschland bereits Platz 3 der elektronischen Itunes Charts belegten, liegt ihr Debut in UK schon knapp 3 Jahre zurück. „Offline Dexterity“ erschien, als die beiden Brüder gerade mal 15 und 18 Jahre alt waren. Nun stellt sich mir wieder die Frage:

Warum dauert das immer so lange bis wir hier erkennen, dass wir dem heißen Kram wieder einmal hinterher hängen? Mit ihrem Sound, der wie eine Mischung aus Dubstep, House und Dance klingt, werden die Beiden mit Sicherheit bald in allen Ohren sein. Insofern jetzt die Aufforderung: Video zur aktuellen Single „White Noise“ anhören, anschließend „Settle“ schnellstens zulegen und dafür sorgen, dass die Beiden ihren nächsten Nummer 1 Song nicht erst mit Mitte zwanzig haben! Ach ja – zwischendrin könnt ihr natürlich auch ein bisschen in der Wohnung rumhopsen.

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Miles Kane x „Don’t forget who you are“

Kennt ihr Miles Kane? Das ist so ein Typ, der genauso cool aussieht wie man sich typische britische hippe Musiker vorstellt. Außerdem ist er ein leider in Deutschland momentan noch eher wenig beachteter aber großartiger Künstler, der nun bereits sein zweites Album „Don’t forget who you are“ veröffentlicht. Solltet ihr dennoch schon etwas von ihm gehört haben, dann war das wohl der Song „Come Closer“ aus seinem ersten Album „Colour of the Trap“. Ursprünglich kommt Miles übrigens von der Band „The last Shadow Puppets“ und „The Rascals“, wo er als Co-Frontmann bzw. Frontmann fungierte.

Nach dem Motto „Never change a winning team“ bleibt Miles Kane seiner Linie vom ersten Album treu. Dabei hatte er aber klare Vorstellungen. „Die generelle Vorgabe war – bevor ich mich überhaupt für diesen Rock’n’Roll- und Glamrock-Vibe entschied – dass die Platte unglaublich ‚direkt‘ klingen soll.“ Den 60`s Vibe, kombiniert mit modernem Pop (und seine Frisur), hat er sich auch auf seinem neuen Werk beibehalten, was besonders gut auf der Debutsingle zu hören ist. Generell ist das Album natürlich eher zum Aufdrehen als zum Schwelgen gedacht (You’re gonna get it“, „Tonight“, Bombshells“), hat aber mit den wundervollen Stücken „Fire in my heart“ und „Out of control“ auch seine ruhigen Momente. So oder so definitiv hörenswert und Pflichtlektüre in jeder Musikbibliothek.

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SAINT LAURENT Herbst/Winter 2013 Part 1 x DIIV x Cara x Cole

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Bild: Hedi Slimane für Saint Laurent

Für den ersten Teil der Herbst/Winter Kampagne 2013 von SAINT LAURENT hat Hedi Slimane „New Kate Moss“ Cara Delevigne und DIIV Musiker Zachary Cole Smith verpflichtet. Aufgenommen, so scheint es, wurden die Fotos in einem alten Strandhaus in L.A. Vielleicht ist es auch zeitgleich Hedis Haus in L.A. Das werden wir wohl nicht so schnell erfahren. Jedenfalls hat die Kampagne im Vergleich zur der aus dem Sommer nun auch ein wenig Farbe bekommen und die Kollektion wirkt hier nicht mehr so hart wie sie es noch auf dem Laufsteg tat sondern erstaunlich kommerziell.

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In The Valley Below

Da gibt es einen Mann und eine Frau. Er aufgewachsen im musikalischen Memphis sie verließ Michigan für ein Leben an der See wo sie auf einem kleinen Boot wohnte. Beide lernten sich in den Künstlerkreisen von L.A. kennen und ziehen ihre musikalischen Inspirationen aus ihrer Herkunft. Wie sowas klingt? Das zeigen uns Angela Gail und Jeffrey Jacob, beide Gründer von „In The Valley Below“, mit ihrer Musik recht deutlich. Das Ergebnis: Sphärischer Synthie- Romantikpop. Klingt soweit ganz gut. Schauen wir mal wie es weitergeht.

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Lou Doillon x „Places“

So I drag myself to the corner cafe,
And for a second I see you there,
Like in the good old days,

And I wonder what you’re doing?
What are you up to these days?
I sometimes wish you would call me,
But then I wouldn’t know what to say

And I see you, in every cab that goes by, in the strangers,
At every cross road, in every bar.
I see you in every cab that goes by, in the strangers,
At every cross road, in every bar.

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Arbeitsspeicher x Daft Punk – „Random Access Memories“

Acht Jahre ist es her, da flimmerte ein unglaublich unheimlicher Humanoid mit rot leuchtenden Augen und ebenso rotem rohem Zahnfleisch über den Bildschirm und wiederholte gebetsartig was so alles „Technologic“ ist. Wer 2010 „TRON – Legacy “ –geschaut und gehört hat konnte sich noch ein bisschen Daft Punk zu Gemüte führen, bevor es dann ruhig wurde um die beiden Glitzerhelmchen. Bis da auf einmal dieser SNL-Spot auftauchte. Und was sahen wir da? Guy Manuel de Homem-Christo &Thomas Bangalter (aka Daft Punk), Pharell Williams und Nile Rodgers gehüllt in Paillettensakkos von SAINT LAURENT. Die Jungs glitzerten und funkelten nur so vor sich hin. Hätte man das Video nicht gesehen, wäre man wohl niemals darauf gekommen, dass der Song von Daft Punk ist. Einen Tag später überschlugen sich die Postings auf Facebook und Blogs regelrecht. Das klang in etwa wie: „Mein Sommersong“, „Immer und immer wieder“ oder einfach nur „Yeah – „Herzchen“. Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Warum diese überschwängliche Hysterie?

Nun ist „Random Access Memories“ erschienen. Eine Mischung aus dem Computerfachbegriff für den Arbeitsspeicher RAM und den menschlichen Erinnerungen. Haben Daft Punk bereits im Vorfeld ne Menge Arbeit geleistet, diese gespeichert und veröffentlichen sie nun einfach? Oder besteht ihr Album aus musikalischen Erinnerungen? Nein. Denn wäre dies der Fall gewesen würden sie mit Sicherheit nicht so klingen wie sie nun klingen: Absolut nicht mehr nach Daft Punk wie wir sie kannten. Vielmehr erinnert mich das Album an Mylo’s „Destroy Rock’n’Roll“ oder wie ein Musikredakteur bereits anmerkte: AIR.
Ein Freund von mir meinte sogar neulich zu mir: „Früher konnte man Daft Punk im Club hören und jetzt beim Putzen.“ Fakt ist jedenfalls: Was Daft Punk hier abliefern ist Funk und Disco aber mit Sicherheit keine Clubmusik, wie zum Beispiel auf „Discovery“ oder „Human after all“. Dennoch wurde nur die Creme de la Creme mit ins Studio geholt. So leihen den beiden Glanzhelmen Größen wie Julian Casablancas, Produzentenlegende Giorgio Moroder oder eben eingangs erwähnter Pharell Williams ihre (durch Synthesizer verzerrten) Stimmen. Das ist im Falle von „Giorgio by Moroder“, „Instant Crush“ oder „Touch“ sogar richtig gut geworden. Bei Stücken wie „Within“ oder „The Game of Love“, welche ein wenig nach Softpornomusik der 70er klingen, kann das auch unfreiwillig komisch wirken. Stücke wie „Contact“ klingen allerdings wie zu sehr gewollte Songs, die einem schlechten Gewissen der Fans gegenüber entsprungen sind, die sich ein bisschen mehr House und Wums von „Random Access Memories“ erhofft hatten.

Vielleicht ist es wirklich die Musik oder einfach die vollkommene unerwartete musikalische Kehrtwende von Daft Punk welche die Geister scheidet. Ich jedenfalls werde das Album dennoch diesen Sommer rauf und runter hören („Get Lucky“ mal ausgenommen). Danach wird es aber im Gegensatz zu meinem „Musique Vol 1. 1993-2005“ – Album eher schnell in meiner Itunes Bibliothek verschwinden.

Hörtipps:
Giorgio by Moroder
Instant Crush
Motherboard
Fragments of time

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TEXAS x The Conversation

Sharleen Spiteri bringt es auf den Punkt. Wir müssen reden! Es kann nicht wahr sein, dass man nun knapp acht (!!) Jahre nichts von Texas gehört hat.
Im März 1988 begann die Erfolgsgeschichte der Band, die mit Songs wie „I don’t want a lover“, „Inner Smile“ oder „Summer Son“ für lange Zeit aus Charts und Radio nicht wegzudenken war. Damals stand ein Quartett auf der Bühne einer Studentenparty im amerikanischen Dundee und keiner wusste so recht wo das hinführen wird. Doch schon von Beginn an fiel Spiteri mit ihrem recht burschikosen Auftreten und der markanten Stimme auf. Heute, 25 Jahre später, ist das mittlerweile achte Album somit eigentlich ein Jubiläum. Alt fühlt sich Spiteri noch längst nicht, wundert sich aber über die vielen jungen Fans. „Worüber wir aber kaum hinwegkamen, das waren all diese 19, 20-jährigen Kids, die jetzt unsere alten Hits mitsangen. Und ich dachte so: Wie könnt IHR die kennen? Aber das sind wohl einfach die Kids, die damals hinten im Auto auf dem Weg zur Schule saßen, als man das Radio nicht anmachen konnte ohne irgendwann Texas zu hören.“

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MASSE = Berghain + Bisky + Ballett – Drogen

Jetzt hat man endlich einmal einen kulturellen Grund ins Berghain zu gehen. Noch bis zum 25.5.2013 wird dort nämlich „MASSE“ aufgeführt. Um genau zu sein ist es nicht direkt im Berghain sondern vielmehr in der „Halle am Berghain“. Diese wurde ursprünglich 1954/55 als Heizkraftwerk errichtet. Nachdem es in den 60er Jahren vom Netz genommen wurde stand es lange Zeit leer und wurde nun im Rahmen dieser Kooperation zwischen Berghain und Staatsballett Berlin der Öffentlichkeit zum ersten Mal zugänglich gemacht. Ursprünglich sollte diese Halle übrigens regelmäßig bespielt werden. Auf Grund von „zu großen Planungsunsicherheiten“ (GEMA Gebühren, Mehrwertsteuerkonditionen auf den Ticketpreis und sowie laut Tagesspiegel auch zu hoher Stahlpreise) konnte dies aber leider nicht umgesetzt werden. Aber zurück zum Thema. Was ist „MASSE“ ?

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Voll Laser! x Pet Shop Boys „Axis“

Das kam überraschend. Nachdem erst Ende letzten Jahres „Elysium“ veröffentlicht wurde, haben die beiden Urgesteine der Pop/Elektromusik schon wieder was Neues. „Axis“ heißt die erste Single aus dem kommenden Album „Electric“ und klingt zu meiner Freude endlich wieder wesentlich tanzbarer als „Elysium“. Aber schaut selbst. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

„Electric“ erscheint am 12.7.2013.