Eigentlich hätte Peter diesen kleinen Bericht schreiben müssen – schließlich pflegt er eine jahrzehntelange Freundschaft mit dem französischen Modedesigner, der das komplette Innendesign zu verantworten hat. Im Zweifel biete ich die Kommentarfunktion an, um zu ergänzen.
Standort des Hotel du Petit Moulin ist St.Germain – wohl der pulsierendste Stadtteil Paris‘ und Geburtsstätte von zahlreichen Design-Innovationen.
„I immediately fell for the slightly twisted perspectives, the maze-like passageways on the different floors and the new functional areas which have been added in full respect of the „old Paris“ style of the classified parts of the building“, so Lacroix, und weiter: „As for fashion design, where harmony is a jigsaw of inspiration in which today’s influences are fed by pieces from the past, where modernity lives on in the traditions of the present.“
Der Lacroix’s Handschrift ist schon auf den Bildern zu spüren – es umweht den Räumen ein Hauch von Theater…
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Interieur
Meine gute Freundin Irene wohnt seit einigen Jahren in Rom. Sie hat eine so tolle Wohnung mit einer großartigen Dachterrasse mit Blick über die Dächer der ewigen Stadt. Tolle Restaurants, Bars und ein typischer italienischer Wochenmarkt liegen praktisch vor Ihrer Tür. Bei Ihr zu wohnen ist unbeschreiblich. Besser geht es nicht, Basta.
Die einzige Unterkunft die mich für eine Nacht in Rom aus der Casa Irene weglocken könnte ist eine Suite im luxuriösen St.Regis Grand Hotel.
Schweden gilt ja als ein unglaublich fortschrittliches Land. Nun ist es aber die IKEA-Filiale in Sydney, die eine längst überfällige Idee hatte: das Mänland! Analog zum grandiosen Småland, wo genervte Mütter ihre Kinder unter Aufsicht in einer Spiellandschaft aus hauptsächlich Massen an kleinen bunten Bällen abgeben können, kam die Geschäftsleitung in Sydney nun auf die Idee, ein Mänland für die Herren der Schöpfung einzuführen. Wie darf man sich das vorstellen? Männer in Anzügen bewerfen sich mit kleinen bunten Bällen hinter einer Glasscheibe? Ganz so sieht die Spiellandschaft im Mänland nicht aus:
Während ihre Frauen in Ruhe durch die Möbelausstellung spazieren und auch wirklich jedes Sofa Probe sitzen können, ohne dass jemand entnervt auf die Uhr schaut und jammert, dass die Sportschau doch gleich anfange, können ebenjene männlichen Begleiter Xbox oder Tischfußball spielen, Hot Dogs essen und andere wahnsinnig maskuline Dinge tun. Könnte es also bald heißen: „Dr. Paul Meier möchte hat sich mit Ketchup bekleckert und möchte aus dem Mänland abgeholt werden“? Bei uns wohl leider so schnell nicht – und auch die Männer in Sydney müssen erst mal wieder mitshoppen: Das Mänland war (zumindest vorerst) nur ein PR-Gag zum australischen Vatertag am letzten Wochenende. Schade eigentlich.
Fashiondesigner Hotels – Karl Lagerfeld: Schlosshotel Grunewald Berlin
Posted on 13. September 2011
1911 wurde im Grunewald für die Familie von Pannwitz ein Haus im Stil der italienischen Renaissance für die damals aberwitzige Summe von 5 Millionen Goldmark gebaut. Nach wechselvoller Geschichte vom Privathaus über als Botschaft genutztes Haus wurde es schließlich und endlich, nach dem zweiten Weltkrieg, zum Hotel. Gerne wurde es für Filmaufnahmen genutzt und die Westberliner, vor allem die Filmprominenz, traf sich nur zu gerne dort.
Versace hat ein Hotel. Und wie stellt man sich ein Hotel unserer Lieblings-Donatella vor? Richtig: Gold, Kitsch und viele, viele Medusen. Ganz genau so sieht der Palazzo Versace an der australischen Gold Coast aus. Im Jahr 2000, drei Jahre nach Giannis Tod, hat seine Schwester das Hotel eröffnet. Die 200 Zimmer des – im wahrsten Sinne des Wortes – Palastes sind mit verschnörkelten Kissen, riesigen Perserteppichen und barocken Tapeten aus der Versace Home Collection ausgestattet und kosten zwischen etwa 300 und 2.000 Euro die Nacht.

Steph Simon; Bild: City Furniture
Im März 1956 eröffnete Steph Simon am Boulevard Saint-Germain seine Galerie für zeitgenössische Einrichtung – damals eine Neuheit in Paris. Vor ein paar Jahren hat der Pariser Händler François Laffanour das Archiv der Galerie Steph Simon aufgekauft; Der Laden war puristisch eingerichtet und hatte eine geniale Kombination aus Noguchi und Mouille Leuchten gepaart mit Prouvé-Möbeln und Charlotte Perriand Hockern. Keramiken von Jouvet und Capron rundeten das Sortiment ab. Jeder der in Paris auf sich hielt und modern sein wollte, kaufte dort.
In lockerer Reihenfolge stell ich euch bei Horstson die großen Könner der Interior Decorator Szene vor. Nach Chahan Minassian und Alberto Pinto nun den Großmeister François Catroux.
Catroux stattet seit Mitte der sechziger Jahre Wohnungen, Geschäfte, Büros,Yachten und Hotels aus. Die Vielfältigkeit seines Stils hat sich im Laufe der Jahre immer wieder gewandelt und er vereint klassische Elemente mit Zeitgeist Elementen auf spielerische Weise.
Mitte der sechziger Jahre waren seine Appartements eher futuristisch mit Vaserely Mosaiken und Graphiken geschmückt. Sitzbänke im Raumschiff-Enterprise-Look und hohe Velours-Auslegeware gaben den passenden Jet-Set-Style ab.
Uns wird manchmal nachgesagt das wir hier auf Horstson sehr teure Labels mögen und so kann es dann sein, dass ein Lalique Glas 250€ kostet und ein Regencape durchaus auch knapp 1.000€. Das heisst dann aber noch lange nicht das wir unsere Cola aus eben diesen Gläsern trinken und unsere Wohnungen mit Mies van der Rohe-Möbeln vollgestellt sind – nein, nur zum Teil – und so stehen neben irgendwelchen Design-Klassikern auch die 39Cent-Ikea-Gläser und wenn die Cire Trudon-Kerze abgebrannt ist, wird zur Überbrückung „Tindra“ in der Duftrichtung „Vanille“ auf den Eiermann-Tisch gestellt (aber ich muss wirklich sagen das es sich durchaus lohnt etwas mehr für eine Duftkerze auszugeben als 1,79€)
Das wird jetzt meine erste kleine Luxusimmobilienwerbung, liebe Leser: Wolfgang Joop modernisiert die Marke Wunderkind und verkauft die wunderschöne Villa Rumpf am Heiligen See, die er im Jahr 2000 gekauft und dann saniert und stilecht eingerichtet als Firmensitz seines Labels Wunderkind genutzt hatte. Nun wird es Zeit, das architektonische Schmuckstück in der Berliner Vorstadt Potsdams einem neuen Besitzer und Nutzer zu gönnen. Was jetzt schon vom neuen Besitzer bekannt ist: Er oder sie konnte mehr als zwölf Millionen Euro für Villa und Anwesen am See auf den Tisch legen. Ein vorläufig kolportierter Preis, den ich ehrlich gesagt höher geschätzt hätte; schon wegen des romantisch-kitschigen Seeblicks und der guten, frischen Luft, die man dort atmen kann.
Ein wenig habe ich die Bilder aus dem Zusammenhang gerissen – denn es handelt sich nicht um eine klassische Homestory bei Sarah Jessica Parker und ihrem Göttergatten Matthew Broderick in ihrem New Yorker Appartment, sondern um ein Editorial für die U.S. Vogue. Und wie das nun mal so ist, wenn sich die Vogue inklusive Mario Testino anmeldet, um in den eigenen vier Wänden ein paar Bilder zu schiessen – da wird nochmal schnell durchgewischt, sich was hübsches angezogen und ein paar Deko-Kuscheltiere in die Küche gestellt, damit es auch wirklich nicht authentisch, dafür aber sehr chic aussieht.
Eigentlich blöd, dass Parker die gesamte Familie vor den PR-Karren spannt und selbst die knapp 2 jährigen Zwillinge Tabitha und Loretta dafür ablichten lässt. Aber vielleicht tut’s ihrem Image gut…
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