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„Queen of less“ for less: Uniqlo Best-of +J

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Ein Best-of Jil Sander ist unmöglich. Ein Best-of +J, der Capsule Collection für Uniqlo, fällt da vermutlich etwas leichter aber immer noch schwer. Es waren die glorreichen Jahre der Demokratisierung der Mode, als 2009 die Zusammenarbeit von Jil Sander mit Uniqlo bekannt wurde – ein Schritt, der damals noch verwunderte, da „Unique Clothing“, wofür das Wort „Uniqlo“ steht, nicht gerade dafür bekannt war, wofür Jil Sander stand: Exklusivität. Heute wundert man sich hingegen eher, wenn ein Designer noch keine Kooperation mit einem Label eingegangen ist, das nicht den Massenmarkt bedient …

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Die Woche auf Horstson – KW 09/2015

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Jennifer Lopez und Luciana Duvall im selben Kleid von Elie Saab bei den Oscars, Madonna stürzt bei den Brit Awards wegen eines Umhangs von Armani und #Dressgate sei dank, wissen wir immer noch nicht zweifelsfrei, ob #TheDress von Roman Originals blau-schwarz oder weiß-gold ist …
Nunja, kommen wir zu den wichtigen Themen der Woche – zusammengefasst in unserem Rückblick:
1) Was soll man denn dazu anziehen, fragte Blomquist und zeigte seine Stylings zur Patchwork-Jeans von Junya Watanabe & Levis.
2) Jan traf sich auf ein Wort mit Joseph Lyons alias Eaves.
3) Peter erzählte uns ein weiteres Kapitel seiner Carré-Geschichten: Bateau Fleuri.
4) Last, but not least überraschte Valentino mit einer Camupsychedelic-Capsule-Kollektion – we love!
Wir wünschen einen schönen Sonntag!

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Patchwork, Pattern and Prints – Burberry Prorsum Winter 2015

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Bild: Burberry; PR

Auf Christopher Bailey ist Verlass: Für Burberry Prorsum kreieren Bailey und sein Team in jeder Saison das, was den traditionellen Erfinder des Trenchcoats eben nicht nur zu einem Hersteller von Klassikern macht, sondern in der ersten Reihe der Designer-Defilees erscheinen lässt. Den Trenchcoat gibt es natürlich auch in der Winterkollektion, diesmal aber mit knallbunten Patches. Die strenge Form verschwindet fast unter der Romantik, die Bailey dem nächsten Winter verpasst.

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Hermès Carré-Geschichten – Bateau Fleuri

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Bild: Hermès

Wenn es mich zusammen mit einem Kind auf eine einsame Insel verschlagen würde, hätte ich auf jeden Fall einen Stapel Hermès-Tücher dabei, denn daran kann man einem Kind fast die ganze Welt erklären.
Unsere Carré-Geschichten, die wir für dieses Frühjahr mit dem abstrakten „Squeeze“ eröffneten, gehen mit einer Dosis Romantik weiter. Moderne und klassische Muster sind in jeder Saison vertreten. Wer es aber etwas blumiger mag, ist in unserer heutigen Geschichte genau richtig aufgehoben.

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Peter’s Cutting – Making-of Chanel Couture

Von der im Januar im Grand Palais vorgestellten Haute Couture Kollektion von Karl Lagerfeld für Chanel waren alle begeistert. In einer Art Blütenrausch begrüßte sie in einem Gewächshaus voll mit exotischen Papierblüten und Pflanzen den Frühling. Während jetzt in der Rue Cambon und auf einigen exklusiven Terminen, zu denen Direktricen mit der Kollektion rund um den Globus reisen, die Kundinnen bestellen und dann die Bestellungen in den Couture Ateliers ausgeführt werden, laufen parallel die Entwicklungen der nächsten Prêt-à-porter auf Hochtouren.

Aber nicht nur die Kollektionen müssen entwickelt werden – die Ateliers arbeiten daneben noch an Sonderprojekten, wie zum Beispiel dem Oscar-Kleid für Julienne Moore, das Karl Lagerfeld speziell für diesen einen Auftritt entworfen hat. Oder es wird an Brautkleidern gearbeitet, die immer wieder von den Töchtern der Society bestellt werden. Dies sind meist auch extra entworfene Modelle, die sich an die Couture anlehnen.
Die vielen Direktricen und die Schneiderinnen in den Ateliers „Tailleurs“ und „Flou“ – das eine ist zuständig für Kleider, Kostüme und Mäntel, das andere für die fließenden Materialien – sind nicht ganz allein mit ihrer vielen Arbeit, denn es gibt ja die Paraffections Ateliers, die der Rue Cambon zuarbeiten.

Chanel hat es erfunden, viele Häuser tun es Ihnen jetzt nach: durch Making-of-Filme und Dokumentationen gibt es die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Die Schwerpunkte bei den einzelnen Kollektionen liegen oft auf verschiedenen Techniken und so gibt es auch in diesem Frühjahr viel Neues zu sehen. Haute Couture basiert auf uraltem Handwerk und, wie unser Aufmacherbild aus dem Jahr 1932 zeigt, hat sich die Arbeit im Kern nicht verändert. Natürlich gibt es neue Materialien und neue Techniken, wie Lasercut, mit dem es heute einfacher ist, Tausende von Blüten auszuschneiden. Auch sind neue Materialien hinzugekommen, wie Glasfasern und Silikon (im Métiers d’Art Video sieht man, wie die Blütenblätter gegossen werden). In der letzten Haute Couture wurde zum Beispiel auch Beton und Zement für Schmuckelemente und Stickereien verwandt.
Vor Karl Lagerfeld ist fast kein Material sicher und entdeckt er ein neues Verfahren, wird in den einzelnen Betrieben so lange experimentiert und geforscht, bis es perfekt verarbeitet werden kann. Während Lesage den Fokus auf traditionelle Materialien und Stickereien hat, ist Montex auf moderne Stickereien, Applikationen und das Arbeiten mit Hightech-Materialien spezialisiert. Die Motive für die „Paris-Salzburg“-Kollektion wurden hier in wochenlanger Arbeit hergestellt.

Gérard Lognon, ein Atelier, das 2013 dazugekommen ist, kann komplizierte Plissee-Faltungen und Plissees, die an Origami erinnern, herstellen. Nicht nur dass das Handwerk durch den Erwerb erhalten wird, sondern auch die Materialien, die zum Teil in den Lägern schlummern, werden genutzt oder in der Herstellung rekonstruiert, sodass auch andere Firmen die Betriebe gerne buchen. Obwohl Lognon zu Chanel gehört, hat beispielsweise Raf Simons seine Bänderröcke der letzten DIOR-Couture dort herstellen lassen.

Das älteste Atelier, das die Idee auslöste, solche Betriebe zu kaufen, zu nutzen und zu unterhalten war Desrues – Chanels Knopf- und Broschenmacher. Karl Lagerfeld entdeckte schnell nach seinem Eintritt in das Haus, welche Perlen an Zulieferern den Vorsprung und die Spezialität des Hauses ausmachte. Nur waren viele der Firmen sehr klein und die Inhaber sehr alt. In den Achtziger und Neunzigern fast aus der Mode gekommen, wollte niemand diese Firmen, die meist in Hinterhöfen wie am Beginn der industriellen Revolution saßen, übernehmen. Durch den Kauf wurde nicht nur die Existenz gesichert. Parallel wurden Programme gestartet, Berufe wie den Textilblumen-Macher bei Lemarié oder Guillet wieder attraktiv zu machen. Geht man heute durch die Ateliers, sieht man fast nur junge Leute neben den erfahrenden Meistern agieren.Die Paraffections Ateliers und auch die Haute Couture Werkstätten sind begehrte Arbeitsplätze. Viele Leute, auch die mit „Bac“, dem französischen Abitur, entscheiden sich heute wieder für ein Handwerk. Robert Goossens macht den aufwendigen Schmuck in Bronzeguss-Technik und Feuer-Vergoldung. Causse ist für die Handschuhe zuständig und Michel für die Hüte. Die Couture-Schuhe werden mitten in Paris gegenüber von Cartier an der prächtigen Rue de la Paix bei Massaro hergestellt. Nebenbei machen die meisten Ateliers auch ihre eigenen Kollektionen, so kann man sich bei Massaro auch Maßschuhe anfertigen lassen und Michel hat in der Rue Cambon, direkt neben Chanel, einen eigenen Hut-Laden. Über die Paraffections Ateliers hinaus kooperiert Chanel auch mit anderen Betrieben in Frankreich wie zum Beispiel dem Stickerei-Konservatorium in Luneville (Lothringen), wo Sticktechniken gelehrt und ausgeführt werden. Hier wurde zum Beispiel das Oscar-Kleid von Julienne Moore bestickt, wo sechs Stickerinnen 150 Stunden die Vorarbeit dafür geliefert haben, damit Montex dann in weiteren 600 Stunden die Blüten daraufsetzen konnten.

Schaut man sich das Behind-the-Scenes-Video an, sieht man, wie sich bei den Fittings das zusammenfügt, was einmal in einer Skizze entstand. Was alles nötig ist und wie mühsam jeder einzelne Arbeitsschritt ist, fasziniert in jeder Saison. Jede Phase muss mit Erfahrung, Akribie und Fingerspitzengefühl gemacht werden. Kein Schritt darf danebengehen und man muss bedenken, dass die Uhr den einzelnen Handwerkern im Nacken sitzt. Karl Lagerfeld fordert jedem einzelnen Mitarbeiter Höchstleistungen ab und entwickelt so die Couture immer weiter.

Es heißt, Handwerk habe goldenen Boden. Bei den Ateliers der Haute Couture von Chanel scheinen es nicht nur doppelte, sondern dreifache Böden zu sein, denn das meiste sieht man ersten auf den zweiten Blick: Couture-Kleider sind für die Ewigkeit geschaffen. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man einmal so ein Atelier besucht hat. Wie schön, dass es in einer schnelllebigen Welt so etwas noch gibt. Die Frage der Nachhaltigkeit stellt sich in den Ateliers hingegen nie – Träume sind das Nachhaltigste der Welt. Träume sind ewig …

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New York, New York: The Victoria Beckham Secrets

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Bild: Victoria Beckham, PR

Man kann zu ihr stehen wie man will, ein Klischee bedient Victoria Beckham, einst „Spice Girl“ und Ehefrau und Mutter des Beckham Clans, überhaupt nicht, das der modemachenden Promi-Frau.
Kaum gegründet und natürlich von so manchem mit Häme erwartet wurde die Kollektion, die von der Britin auf der New York Fashion Week vorgestellt wird bereits 2011 mit dem British Fashion Awards ausgezeichnet. Schon die ersten beiden Kollektionen ließen auch die kritischsten Stimmen und heftigsten Neider verstummen und mittlerweile gehört ihr Defilee zu den Highlights des Schauenkalenders im Big Apple.

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Knallbunt + Valentino + Camouflage = Camupsychedelic

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Bild: Valentino

Dass wir große Fans von Valentino sind, hatten wir an der ein oder anderen Stelle schon erwähnt. Dass wir mindestens ebenso große Fans vom Camouflage-Muster sind, hatten wir zwar noch nie erwähnt, aber es lässt sich erahnen: Camouflage ist halt schon ein klassisches Muster. Knallfarben hatten wir hingegen bisher aus guten Gründen missachtet – zumindest meistens: Die Achtziger Jahre haben einen bleibenden Schaden hinterlassen. Vielleicht wollte uns Valentinos Design-Duo Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli mit der Camupsychedelic-Capsule-Kollektion auf die Probe stellen, was aber nicht geklappt hat: die finden wir nämlich großartig …

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New York, New York: Ralph Lauren Purple Label 2015/16

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Bild: Ralph Lauren; PR

Niemand verkörpert so perfekt die Welt des „All American Dreams“ wie die 1967 gegründete Marke Polo Ralph Lauren. Der kleine schüchterne Ralph aus dem New Yorker Stadtteil Queens träumte schon in der Schule von der Welt der Vanderbilts und der idealisierten Vorstellung, die mehr Hamptons waren als die echten: Amerikanische Opulenz gepaart mit Sportswear, Cricket Teams, Familien durch alle Generationen und der Mythos von Harvard waren seine Idee. Und er träumte, vom großen Selfmade Reichtum. Ein Traum, den sich Ralph Lauren erfüllen sollte …
Ralph Lauren war der erste Modeschöpfer, der es durch seinen Perfektionismus schaffte, eine komplett in sich geschlossene Welt zu produzieren: Von der Tapete und Wandfarbe über Geschirr und Gläser bis zum letzten Etui in der Tasche wurde alles von Ralph Lauren designt. Als in den Achtziger Jahren die Rhinelander Mansion, sein Flahshipstore, in New York eröffnete, gab es niemanden, der nicht nach New York wollte, um wenigstens ein kleines Teil dort zu erhaschen. Polo Ralph Lauren wird durch alle Schichten und Generationen getragen: es passt eigentlich zu allen Anlässen und mit jedem Teil ist man stilvoll angezogen – selbst der verwöhnteste Kunde hat was von ihm im Schrank.

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Die Woche auf Horstson – KW 08/2015

Fashionblogs Germany

Es ist schon wieder Sonntag. Bevor wir uns jetzt zum Sport, Spaziergang oder einfach wieder auf das Sofa begeben, schauen wir kurz, was die vergangene Horstson-Woche zu bieten hatte.
1) Die Geschmacksnerven kamen am Montag bei der Versace Collection Spring-Summer 2015 voll auf ihre Kosten! Für die einen (Horst & die meisten Kommentatoren) ein wahrer Hochgenuss, für die anderen (Monsieur Didier) eher eine Geschmacksverirrung … 🙂
2) Kollege Julian bot am Freitag Spiel, Spaß und Spannung mit dem Bericht über seinen Cadillac-Autotest in Gstaad. Und mir persönlich verschaffte er ein gutes Gewissen. Denn es scheint als wären wir fahrstundentechnisch auf einen ganz ähnlichen Niveau. Unterwegs mit … Cadillac!
3) Objekt der Begierde: Die Prada Patch Brocade Tote DER Handtaschen-Klassiker von Prada, jetzt in aktuellem Kollektionsgewand, gezeigt von Peter am Donnerstag.
4) Horst ließ Fans vom Label Lacoste spätestens am Montag komplett durchdrehen! Die Royal Tenenbaums: Lacoste Fall-Winter 2015/16!
Wir wünschen einen schönen Sonntag!

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Maskulines mit Mario Testino

Taber Schroeder, Paris, Visionaire, 1996
Taber Schroeder, Paris, Visionaire, 1996; Copyright © Mario Testino

Der Mann. Die Krone der Schöpfung … Es liegt nahe, Männern einen ganzen Bildband zu widmen. Wer schon keinen schönen Mann neben sich im Bett liegen hat, kann sich halt eine ganze Ansammlung schöner Männer in gebundener Form auf den Coffee Table legen. Das ist dann auch ungleich dekorativer, wenn die Bilder von einem der bekanntesten Fotografen der Welt stammen: Mario Testino.

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