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COS Fall 2015

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Bilder: COS

COS ist offiziell irgendwo zwischen Couture und High Street angesiedelt. Gut, Couture konnte ich im neuen Lookbook für den kommenden Herbst nicht finden, dafür aber einen schönen Mix aus Zitaten an Calvin Klein, Jil Sander, Raf Simons und Balenciaga. Auch fällt mir auf, das COS eine gewisse Zeitlosigkeit anhaftet: würde man die Entwürfe der letzten acht Jahre – so lange gibt es nun schon COS – miteinander vergleichen, würde es auch dem größten Kenner schwerfallen, die Stücke den einzelnen Kollektionen zuzuordnen.
Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, gefällt COS jede Saison aufs Neue, oder?
Hier das Lookbook der Fall-Kollektion:

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Objekt der Begierde – Das Fieldjacket von Saint Laurent

Saint Laurent Jacket Men
Bild: Mr.Porter

Eigentlich ist es beim Fieldjacket von Hedi Slimane für Saint Laurent fast nebensächlich, dass das Camouflage Muster auf der Jacke ist. Durch die Goldlitze erinnert die Jacke an die Zeit, als die Hippies als Protest gegen den Vietnamkrieg alte Militärparkas getragen haben und diese mit Patches, Peace-Aufnähern und Badges zu friedlichen Kleidungsstücken verwandelten.
Die Models, die damit im letzten Herbst über den Runway geschickt wurden, ahnten vermutlich noch nicht mal etwas von dieser Zeit. Theoretisch könnten die Models die Enkel der Männer sein, die einen solchen Look eher als Statement verstanden, statt als Modeerscheinung. Trotzdem schafft es Slimane, auch mich damit zu faszinierend – nicht zuletzt, weil sich das Fieldjacket eignet, genau wie eine Jeansjacke, über jede Art von Hose und Shirt geworfen zu werden …

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Marc by Marc Jacobs: Zweitlinie wird eingestellt

Miley Cyrus nackt naked

Gerüchte gab es schon etwas länger, nun wurde es via WWD bestätigt: Marc by Marc Jacobs, die günstige Zweitlinie von Marc Jacobs wird eingestellt.
Ein Ende der beliebten Nackidei-T-Shirts der Charity-Reihe ‘Protect your largest Organ’ bei Männern, bzw. ‚Protect your Skin you’re in‘ bei den Frauen, bei der sich Prominente zu Gunsten des „NYU Skin Cancer Institute“ nackt ablichten lassen, wird es aber vermutlich nicht bedeuten: Sämtliche Preisklassen werden nun unter „Marc Jacobs“ verkauft.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die 2€-Ringe, Bleistifte, Kugelschreiber und Co., die sich in den eigenen „Marc by Marc Jacobs“-Stores sicherlich größter Beliebtheit erfreuen, aus dem Sortiment fliegen werden – eine Produktrange, die von zwei Euro bis einigen Tausend wirkt reicht, ist unglaubwürdig.
Was mit den Stores passiert, ist indes noch nicht bekannt.

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Feel Vree(land)

Diana Vreeland Parfum
Diana Vreeland in ihrem Apartment; Bild: PR

Wie nähert man sich einer Ikone an, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu „fassen“ ist? Wie verschafft man sich Zugang zu einer Person, die vor mehr als einem Vierteljahrhundert verstorben ist und doch bis heute mit ihren Visionen die Modewelt prägt? Im besten Fall verfasst man eine Hommage, ein ehrfurchtserfülltes Kompliment mit Pointe und Hintergrundwissen. So geschehen bei unserem Peter, der bereits mehrfach und äußerst bedacht über die Modeikone Diana Vreeland berichtet hat (meinen Lieblingsbeitrag gibt es hier zum Nachlesen).

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Die Woche auf Horstson – KW 12/2015

modeblogger horstson

Hallo aus Hamburg! Es ist wieder, bevor wir in die neue Woche starten, an der Zeit, einen Blick auf die vergangenen Tage zu werfen. Voilà – hier die Woche auf Horstson …
1) Jan sorgte diese Woche für die musikalische Unterhaltung. Mein Favorit war Hannah Cohens neues Album „Pleasure Boy“!
2) Die Designer-Neuigkeiten der Woche in einem Satz? Kein Problem: Peter Dundas ist von Emilio Pucci zu Roberto Cavalli gegangen, wohingegen Massimo Giorgetti zu Pucci gibt, aber weiterhin bei MSGM arbeitet. Etwas ausführlicher gibt es die Infos hier und hier.
3) Der (zumindest damals) skandalösen „Liberation“-Kollektion von Yves Saint Laurent widmet die Fondation Pierre Bergé-Yves Saint Laurent eine eigene Ausstellung: „La Collection du Scandale – Yves Saint Laurent 1971
4) Giorgio Armani öffnet für uns sein Familienalbum: #Atribute Armani.

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Peter Dundas wechselt von Emilio Pucci zu Roberto Cavalli

„To new magical journeys“ – die Worte, mit denen die Pressemitteilung zur Fall-Winter 2015/16 Kollektion endete, sollten für Peter Dundas wahr werden: nach knapp sieben Jahren verlässt der Designer das Label Emilio Pucci und wechselt nun zu Roberto Cavalli. Für Dundas wird es eine Art Heimkehr: von 2002 bis 2005 arbeitete er bereits als Chefdesigner bei Cavalli: „This is a homecoming for me. It is an honor for me to continue to evolve the wonderful world of Roberto Cavalli and I am very excited by the possibilities and potential of this unique brand. I cannot wait to get started.“
2005 wechselte Dundas dann aber zu Emanuel Ungaro, bis er 2008 bei Emilio Pucci startete und sich dort erst vor wenigen Tagen den Traum einer Männerkollektion erfüllte – wenn auch nur eine sehr kleine in Form einer Kooperation mit Orlebar Brown.

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Neustart mit Nadège – Hermès Herbst-Winter 2015/16

Hermes Fall Winter Womens Wear 2015 2016Hermes Fall Winter Womens Wear 2015 2016
Bilder: Hermès

Nadège Vanhee-Cybulski zeigte jüngst ihre erste, mit Spannung erwartete Prêt-à-porter Kollektion für Hermès. Die Plätze waren heiß umkämpft und für Hermès Begriffe war es dann sogar ein großes Defilee: Das Haus zieht es normalerweise vor, seine Kollektionen im intimen Rahmen zu zeigen. Gekaufte Promis oder Front Row Exhibitionisten mögen die dezenten Unternehmer nicht. Sympathisches Understatement der alten Schule – eine Tugend, die im Hause nicht nur eine Floskel oder Marketing ist, sondern konsequent gelebt wird. Die Marke ‚Hermès‘ und ihre Dauerhaftigkeit für die nächsten Generationen stehen im Vordergrund …

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Was verdienen Modeblogger?

Modeblogger Verdienst
Grafik: styleranking media GmbH

Was verdienen Modeblogger? Spötter würden jetzt sagen, dass sie in erster Linie eine gehörige Tracht Prügel verdienen, so locker, wie sie mit der Kennzeichnungspflicht von Werbung umgehen. Die Kollegen von Styleranking gingen aber nicht der moralischen Frage nach dem Verdienst nach, sondern der rein monetären und starteten bei 115 Modebloggern eine Umfrage zum Thema „Monetarisierung von Blogs“. Das Ergebnis verwundert zumindest diejenigen unter uns nicht, die sich ein wenig mit Blogs beschäftigen: Der Rubel rollt im Modebloggerland, aber bei Weitem nicht so, wie sich so mancher erhofft. Lt. der Umfrage, die sicher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat, kommen nur magere 2 % der Blogger zu Einnahmen, mit denen man nach Steuern, Kranken- und Rentenversicherung und Co. über die Runden kommt – große Sprünge kann man davon aber noch nicht machen. Der ambitionierte Modeblogger weiß sich da natürlich zu helfen und nennt sich fortan „Berater“ und berät so vor sich hin – vorzugsweise Firmen im Social Media Bereich. Da kommt dann also doch ein hübsches Sümmchen zusammen, was aber insofern Augenwischerei ist, da der Modeblogger eben nicht nur Modeblogger ist – Tausende Mädchen und Jungs müssen also ihren Wunschberuf „Modeblogger“ an den Nagel hängen, wenn sie denn davon leben wollen. Kommen wir also zu den einzelnen Verdienstmöglichkeiten durch den Modeblog:

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Familienalbum – #Atribute Armani

< Seit über 40 Jahren ist Giorgio Armani einer der Großen im Fashion Business. Seit er in Milano in der Via Borgonuovo sein Modehaus öffnete, eroberten seine Damen- und Herrenkollektionen, nicht zuletzt auch wegen Hollywood, peu à peu die Welt. Neben seinen Unterlinien Emporio Armani und diversen Jeans- und Casuallabel entwickelt er bis heute kontinuierlich seinen ureigenen Stil fort und gehört - zusammen mit Valentino Garavani - zu den Grandseigneuren der italienischen Mode. In den letzten Jahren erweiterte Armani sein weltweites Boutiquennetz und es scheint, ähnlich wie bei Karl Lagerfeld, das er, der "ewige Junge", trotz seiner achtzig Jahre, große Zukunftspläne hat. Familienmitglieder und die Kinder seiner Schwester sind mit im Unternehmen - das Fortleben der Armani-Dynastie ist also gesichert. Armanis Stil bescherte vor allem den Herren der Schöpfung einen neuen Kleidungsstil - aber nicht nur das: Giorgio Armani löste durch die Verarbeitung seiner typischen offenen Materialien, seiner weichen Linienführung und seiner Anzüge in der Herrenmode Revolutionen aus. Die Verbindung von Männermode der 40er mit einer neuen Linie prägten die 80er und den Beginn der 90er Jahre stark. Durch Armani bekam Mailand einen wahnsinnigen Schub als Modemetropole und bildete den Nährboden für die gesamte italienische Modeindustrie. Jetzt öffnete Giorgio Armani sein privates Fotoalbum. Da wir sehr an der Geschichte der Mode und den Hintergründen interessiert sind, teilen wir diesen Modeschatz, der unter dem Namen "#Atribute Armani" nicht nur Bilder aus dem Unternehmen und der Geschichte des Labels zeigt, sondern auch "klein Giorgio" mit seinen Geschwistern. Wenn man sich das Bild mit Armanis Mutter, Maria Raimondi, anschaut, dann fällt einem sofort auf, was das Modegenie sicherlich zu mancher Linienführung inspirierte: Armanis Abendkleider sind bis heute häufig im fließenden Stil der 40er Jahre entworfen. Auf den Bildern wirkt es so, als ob Giorgio Armani ein sorgenfreies Leben führte und so posiert er stolz vor seinem Käfer Cabrio oder man sieht in beim Spielen mit seinem Hund. Eigentlich alles wie im richtigen Leben und auch ein wenig wie bei uns. Sicherlich gibt es in den heimischen Familienalben ähnliche Bilder zu entdecken. Aber genau das macht Armani besonders sympathisch und es scheint ihn auch zu motivieren, denn wir wissen ja, dass "La Famiglia" neben guter Pasta das Wichtigste für Italiener ist. Wer mehr über Armani und die Geschichte der Marke, die die letzten vier Jahrzehnte der Mode mit prägte, wissen möchte, kann gut auf atribute.armani.com stöbern und die ein oder andere lesenswerte Geschichte entdecken. Mir gefällt besonders das Bild mit dem Fahrrad, das aussieht, als wären die Kinder für einen neorealistischen Film von Vittorio De Sica oder Roberto Rossellini gecastet worden. Da liegen die Jahre noch fern, dass Giorgio Armani als Stylist und Dekorateur für "La Rinascente" arbeiten würde. La Rinascente ist bis heute eines der führenden Kaufhäuser in Mailand und gleichzeitig der Ort, an dem Armani entdeckt wurde. Ein Ort, an dem er durch die Liebe seines Lebens, der Mode, ermutigt wird, sich selbstständig zu machen. Aber das ist eine andere Geschichte, die wir sicherlich noch erzählen werden.

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„Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode“ Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Piles of Mutilated Hosiery, Haryana, India
Tim Mitchell, Clothing Recycled, 2005, © Tim Mitchell

Vielleicht ist es einfach ein Generationsproblem: „Früher“ gab es keine Fast Fashion. Es gab natürlich günstige Kleidung, aber man mochte nicht von „Fashion“ sprechen – Jeans von Jinglers waren alles andere als modisch – Glöckchen am Reißverschluss hin oder her. Dafür waren die Jeans zweckmäßig.
Während die privaten Konsumausgaben für Bekleidung und Schuhe im Jahr 1970 in Deutschland bei 18,58 Milliarden Euro lagen, hatten sie sich bis zum Jahr 1980 bereits fast verdoppelt. 2013 lagen dann die Ausgaben bei unglaublichen 73,5 Milliarden Euro*. Eine Entwicklung, die sich auf zwei Arten bemerkbar macht: Schaut man sich heute auf Blogs oder auf irgendeiner Fußgängerzone um, fällt auf, dass „H&M“, „Mango“, „ZARA“ und Co. maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Menschen zumindest auf den ersten flüchtigen Blick „besser“ gekleidet sind, als noch Jahrzehnte zuvor. Nie war es so einfach, sich modisch anzuziehen, wie heute. Auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass die Individualität auf der Strecke geblieben ist. Mode mag vielleicht demokratisch sein, kreativ aber nicht unbedingt – Fast Fashion sei dank …

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