Mein Dank geht heute an meinen werten Kollegen Jan: Weil er vor knapp zwei Wochen das neue Album von Róisín Murphy in den Himmel gelobt hat, haben wir uns gestern zur Großen Freiheit 36 aufgemacht, um uns das Konzert der irischen Musikerin anzuschauen. Angekommen auf der Großen Freiheit fragte man sich zuerst, warum sich schon um 18:45 Uhr (!) eine Schlange vor der Olivia Jones Bar bildet?! Nicht-Hamburgern sei erklärt, dass wir Frau Jones zwar sehr mögen und sicher schon seit 20 Jahren kennen, nur verschlägt es einen Hamburger im Normalfall eher selten in Hamburgs Antwort auf den Ballermann.
Allgemein
Nachdem wir uns erst letzte Woche über die Zusammenarbeit von H&M mit Balmain – nun ja – gewundert haben, ist es spätestens jetzt an der Zeit, einen Blick auf die reguläre Kollektion des Labels zu werfen. Aus verständlichen Gründen hatten wir die Entwürfe von Olivier Rousteing bisher gar nicht erst vorgestellt, geschweige denn besprochen.
Kris Van Assche legt vorläufige Pause bei seinem eigenen Label „KRISVANASSCHE“ ein
Posted on 28. Mai 2015Kris Van Assche legt eine kreative Pause bei seinem eigenen Label „KRISVANASSCHE“ ein: „Die Zeiten sind hart für Independent-Labels,“ so Van Assche ggü. der Women’s Wear Daily. „Das wunderbare Abenteuer von KRISVANASSCHE hat einen Punkt erreicht, wo ich das Bedürfnis habe, eine Pause einzulegen um etwas Abstand zu gewinnen und zu schauen, wie man mein Label zukunftsfähig machen kann. Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt für KRISVANASSCHE und konzentriere mich erstmal auf meine Arbeit als Künstlerischer Leiter von DIOR.“
Das klingt auf den ersten Blick nur halb so wild, bekommt allerdings einen etwas bösen Beigeschmack, wenn man bedenkt, welche Labels in den letzten Monaten ihre Kollektionen eingestellt haben … Um es mit den Worten von Lidewij Edelkoort zu sagen: Die Mode ist tot!

Richard Prince; Untitled (portrait), 2014; Inkjet on canvas; 65 3/4 x 48 3/4 inches (167 x 123.8 centimeters); ©Richard Prince; Courtesy of the artist and Blum & Poe
Eins vorweg: Fotos bei Instagram sind keine Kunst, meist sind sie noch nicht einmal sonderlich ästhetisch. Die Werke von Richard Prince, bei denen er scheinbar willkürlich ausgewählte Instagram-Bilder auf eine Leinwand zieht und diese mit einem sinnentleerten Kommentar versieht, sind hingegen Kunst und durch die Ergänzung äußerst spannend. Hätte ich gerne eins. Oder zehn. Leisten werde ich mir keines können: Während die Instagram-App kostenlos downloadbar ist, wurde vor einigen Tagen ein Werk aus der „New Portraits“-Reihe des amerikanischen Künstlers für 90.000 Dollar verkauft.
Ich kann meine Begeisterung kaum verbergen und eigentlich sagt ein Satz zu PRADAs neuen Backpacks, Shopping Bags und „B.Y.O.“-Bags („Bring your own Bags“) alles: „Mehr PRADA geht nicht!“
Dass Rucksäcke schon seit Längerem unter dem Motto „Urban Nomads“ ein Comeback feiern, ist kein Geheimnis. Ihren letzten Höhepunkt hatten Rucksäcke in den Neunziger Jahren, als alle am liebsten nach New York wollten, wo es zu der Zeit Trend war, sie zu formeller Kleidung und Sneaker zu kombinieren. Dass an diesem Revival auch die Firma beteiligt ist, die damals durch ihre Nylonrucksäcke nicht nur noch berühmter wurde, sondern diese auch hundertausendfach verkauft hat, verwundert nicht. Wohl dem, der seinen aufbewahrt hat!
Hinzu gekommen ist die Tote Bag, die vom Einkaufsbeutel inspiriert wurde, sowie eine ähnliche Tasche, die man als Allrounder verwenden kann und farbige Henkel hat: die „B.Y.O.“-Bag von PRADA. Eine Tasche, die ich mir gut bei einem Besuch des von Wes Anderson gestalteten Cafés in der Fondazione PRADA (wir berichteten) vorstellen kann.

Bild: David Sims für Marc Jacobs; via themarcjacobs/ Instagram
Stylistin Katie Grand plauderte es heute Mittag aus und postete kurze Zeit später ein erstes Bild – abfotografiert von der WWD: Cher ist das neue „Gesicht“ für die Herbst/Winter Kampagne von Marc Jacobs. Also zog der Designer vor wenigen Stunden nach und machte es dann offiziell, dass die 69-Jährige für sein Label von David Sims fotografiert wurde.
Die Inspiration für die Bilder lieferte übrigens das Apartment von Diana Vreeland – was die Spannung auf weitere Bilder noch steigen lässt …
Germany – no points! Zurecht, wen man mich fragt. Ob wiederum Måns Zelmerlöw zurecht gewonnen hat, wage ich zu bezweifeln. Zumindest optisch – schließlich sind wir hier ein Modeblog – hätten „The Makemakes“ aus Österreich den Eurovision Song Contest gewinnen müssen. Allen anderen können wir hier ein äußerst schlechtes Styling bescheinigen …
Kommen wir zu unserem Wochenrückblick:
1) Was soll man denn dazu anziehen?, fragte Blomquist und zeigte seine Stylingideen zur West von Saint Laurent Paris.
2) Die Haute Couture-Kampagne von CHANEL aus dem Winter 1983 gilt als Achillesferse des Hauses. Peter klärt auf.
3) Balmain kooperiert mit dem Textildiscounter „H&M“. Unseren fast schon traditionellen Verriss gibt es hier zu lesen.
4) MYKITA arbeiten nun schon einige Saisons mit Maison Martin Margiela zusammen. Julian stellt die neueste Kollektion vor.
Wir wünschen einen schönen Pfingstsonntag!
Das Eine kommt, das Andere geht: Erst im Dezember letzten Jahres wurde als Zeichen gegen die Gentrifizierung und den Umgang Berlins mit der Kunst, die Cuvry-Graffitis in Berlin im Einvernehmen mit dem italienischen Street-Art-Künstler Blu mit schwarzer Farbe übermalt – Blu soll Bedenken geäußert haben, mit seinen Murals dazu beigetragen haben, die Immobilienpreise nach oben schießen zu lassen. Ein Blick auf Streetart scheint ziemlich reizvoll zu sein …
Die Spekulanten rund um den Berliner Moritzplatz dürften sich jetzt freuen, denn in wenigen Tagen kann man dort einen Entwurf des italienischen Streetart-Künstlers Agostino Iacurci bewundern. Nur wenige Meter vom ehemaligen Mauerstreifen entfernt, blickt man vom Kunstwerk aus von „West“ (Kreuzberg) nach „Ost“ (Mitte). Das Kunstwerk ist als Geschenk der italienischen Region Puglia an die Berlinerinnen und Berliner gedacht. 25 Jahre nach dem Mauerfall soll es helfen, die einst geteilte Stadt weiter zu einen und ihr etwas von ihrer kreativen Vielfalt zurückzugeben, die so viele Menschen auf der ganzen Welt inspiriert.
Die Ausstellung „Karl Lagerfeld – Modemethode“, die noch bis September in Bonn läuft, haben wir euch ja schon ausgiebig zur Eröffnung vorgestellt. Letzte Woche hatte ich nun Zeit, der Ausstellung einen Besuch abzustatten. Die Exponate erklären nicht nur auf großartige Weise den Kosmos von Karl Lagerfeld mit den Kreationen für Fendi, Chloé und Chanel. Sie zeigt auch das „Drumherum“, wie Pressemappen, Filme und Einladungen bis hin zu den Knöpfen und Zeichnungen der einzelnen Modelle Lagerfelds ganzheitlichen Arbeitsmethode.
Zac Posen ist der neue Schirmherr des Nachwuchsawards „Designer for Tomorrow“
Posted on 21. Mai 2015„Den Modenachwuchs aktiv zu unterstützen und meine Erfahrungen und Perspektiven weiterzugeben, ist eine tolle Aufgabe“, so Zac Posen über seine neue Aufgabe, der Schirmherrschaft des Nachwuchsawards „Designer for Tomorrow“.
Posen wird zusammen mit der Jury die Top 5 aus allen eingegangenen Bewerbern wählen und kürt am 9. Juli im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin den „Designer for Tomorrow 2015“.







