
Zugegeben – die meisten weltberühmten Restaurants oder Cafés sind überlaufen, von Touristen invasiert und halten nicht das, was sie versprechen und sind daher eher zu meiden.
Auf den ersten Blick ist das beim Café de Flore am Boulevard Saint Germain in Paris auch so, zumindest ist das der Eindruck, den man gewinnt wenn man dran vorbei geht oder draußen sitzt. Parvenus, russische Neureiche, Touristen oder Aufschneider en Masse. Also Aussenplätze meiden – aber warum es trotzdem einer meiner Lieblingsplätze in Paris ist? Weil ich immer drinnen sitze!
Allgemein
Hätte mich über Ostern nicht die Pressemitteilung von Kris Van Assche erreicht, wäre die äußerst nette (aber etwas farblose) Capsule Kollektion des belgischen Designers, die in Collaboration mit dem amerikanischen Jeans-Label Lee entstanden ist, völlig an mir vorbei gegangen – dabei wurde Kollektion schon im Januar 2012 während der Männerschauen in Paris gezeigt.
Nach der Kooperation von Lee mit Vivienne Westwood kann etwas Ruhe für’s Auge nicht schaden und so freue ich mich über die Jacken und grusel mich vor den Hosen gleichermaßen – Mein Verhältnis zum Ergebnis aus der Zusammenarbeit ist also ausgeglichen… 🙂
„Zu sehr Oma“ musste Blomquist sich anhören, als er seine neue Tasche von Prada am Wochenende der versammelten Horstson-Leserschaft zeigte… Das ist natürlich ein starkes Stück, auch wenn die Mehrheit sich einig war und die Tasche in den Kommentaren für gut befunden hat.
Damit ihm bei der nächsten „Taschenvorstellung“ noch besser abschneidet, habe ich ihm hier 2 Taschenmodelle von Yves Saint Laurent rausgesucht, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die ihm aber sicher gefallen, oder Blomquist – was denkst Du? Und was sagen die Leser zu den YSL Taschen?
Wenn ich mich entscheiden müsste, dass ich nur noch Schuhe von einer Marke tragen dürfte, dann wüsste ich sofort welche es wäre: Church. Die altehrwürdige Manufaktur im englischen Northampton stellt seit 1879 klassisches Schuhwerk
her, dass, wenn man es einmal angeschafft hat, bei entsprechender Pflege einen das ganze Leben begleiten kann.
Schon als Junge habe ich beim hier in Hamburg damals führenden Schuhhaus Prange ein paar Brogues erworben, die immer noch in meinem Schuhschrank stehen. Church produziert nach wie vor in Handarbeit hergestellte, doppelt-rahmengenähte Schuhe, die von gelernten Meistern des Schuhmacher Handwerks alle in vielen hundert Arbeitsschritten hergestellt werden. Obwohl seit ein paar Jahren zum Diego Della Valle Tod’s Konzern gehörend, hat sich an der Machart der Klassiker nichts geändert. Hinzugekommen ist lediglich eine kleine Kollektion von sportlicheren Schuhen und besonderen Modellen, die aus den Archiven wieder aufgelegt werden – wie dem „Shanghai“ von 1929, den ein Kunde dem Church-Archiv original-gebraucht überließ und den die Handwerker in mühevollen Arbeitsschritten genau wie das Original altern ließen.
Einer muss ja der Erste: David Beckham, seines Zeichens Fussballer und sowas wie ein Unterwäschedesigner, wird das erste männliche Covermodel für die ELLE UK und schreibt damit Geschichte (auch mit diesem Beitrag auf Horstson, der jedem Klatsch & Tratschmagazin jede Ehre machen würde).
„David Beckham is a national hero, so we saw an opportunity to shoot a celebratory cover to support an historical and patriotic year. He is an icon and ELLE is known for featuring icons on its cover. This is a first for us on the newsstand and I believe he is loved by men and women alike. Anyway, who doesn’t want to see a picture of one of the world’s most handsome men on the front cover of a magazine? It will be a collector’s issue“ so die ELLE UK Chefredakteurin.
Oho.
Quelle: Dailymail
Gerade flattert mir ein nagelneuer adidas Originals-Werbespot ins Haus. Dieser charmante Clip läuft zur Zeit in Taiwan im Fernsehen. Im Mittelpunkt eine Designerin für Puppenkleidung namens Bubujojo und einige ihrer Blythe-Dolls. Nun stelle ich mir die Frage, ob ein solcher Spot auch in Deutschland funktionieren würde?
Blythe Puppen wurden ursprünglich in den frühen 70ern in Amerika auf den Markt gebracht, allerdings ganz schnell wieder vom selbigen genommen. Großer Flop –die Kinder hatten Angst, weil die Blythe’ ihre Augenfarbe und die Blickrichtung ändern können.
20 Jahre später bekam eine Stylistin eine solche Puppe von einem Freund geschenkt, der diese auf dem Flohmarkt für ein paar Dollar gekauft hat. Sie zog ihr was lässiges an, machte unzählige Fotos, veröffentlichte diese in einem Bildband, dieses Buch landete beim Marketing der Kaufhauses „Parco“ in Japan – die setzten die Puppen als Testemonial für ihren Weihnachtswerbespot ein und der Bekanntheitsgrad der Puppe wuchs. Irgendwann hat sich sogar die Nippon Vogue diese Puppe gewidmet und von namhaften Designern Klamotten für Blythe schneidern lassen.
Legendär ist die Anzeigenkampagne des britischen Kaufhauses ‚Target‘, die damit die Alexander McQueen Kollektion beworben haben aber auch Sony zeigte sich dem Blythe-Trend offen…
Ich hatte immer das Gefühl, dass man seit dem Weggang von der französischen Vogue im Januar 2011 viel mehr von Carine Roitfeld hört – hier ein Kampagnen-Styling für Riccardo Tisci, da das Styling für „The Little Black Jacket“ – so richtig ruhig wurde es nie um die Moderedakteurin der Moderedakteurinnen. Sollte es vermutlich auch nicht werden, denn im Grunde gibt es für sie nur eine Richtung: Nach vorn – und so verwundert die Namensgebung ihres eigenen Magazines nicht, sondern ist eine logische Konsequenz: CR Fashion Book, wobei ‚Fashion Book‘ eher der Untertitel sein wird, soll das gute Stück heißen.
„Der Name ist keine große Überraschung, aber naja,“ äußerte sich Roitfeld gegenüber der WWD und ergänzt, dass es sich um ein „Fest der Mode und Kreativität“ handeln wird. Das glaube ich ungesehen, auch wenn sich die Redakteurin Problemen ausgesetzt sieht: Sie wird zum Beispiel nicht mit Mario Testino zusammenarbeiten, da dieser vertraglich an andere Magazine gebunden ist … Gut, so schmerzlich finde ich das auch nicht.
Das Magazin erscheint im September in einer Auflage von 50.000 Stück und wird 9,95$ kosten

Raf Simons; fotografiert von Willy Vanderperre für Fantastic Man
Ich habe irgendwann aufgehört, die potenziellen Design-Kandidaten um die Nachfolgeschaft von John Galliano beim LVMH Modehaus DIOR mitzuzählen, kann mich aber noch gut an Marc Jacobs und Alexander Wang erinnern – auch bei den
beiden Designern wurde aus mindestens 90% sicherer Quelle erfahren, dass sie in Zukunft das DIOR-Design zu verantworten haben.
Ab heute dürfte die Gerüchteküche um die Position endlich beendet sein: Der New York Times Redakteurin Cathy Horyn gegenüber äußerte sich Simons, dass er „expressed delight at the appointment,“ und weiter „The first time I heard about the Dior position, I thought, ‚This feels right.'“.
Update: Mittlerweile hat sich Simons via offizieller DIOR-Pressemitteilung zu Wort gemeldet:
“It is with the utmost respect for its tremendous history, its unparalleled knowledge and craftsmanship that I am joining the magnificent house of Dior. Mr Christian Dior has always been for me the most inspiring couturier. Around the globe, the name Dior symbolizes the ultimate in elegance and refinement. I am truly humbled and honored to become Artistic Director of the most celebrated French house in the world.”
Lt. der Pressemitteilung wird die erste Kollektion von Raf Simons für DIOR im Juli im Zuge der Haute Couture Schauen präsentiert.

Es klingt, als hätte die neunte Klasse noch immer nicht verstanden, dass man englische Vokabeln einfach vom deutschen ableiten kann. Optisch ist es eine Herausforderung zum Aussprechen und man fragt sich: Warum ist so ein Wort entstanden und wer war dieser betrunkene Engländer (Amerikaner)? Da man sich Etymologische Abhandlungen aber auf dieser Plattform eh nicht bis ganz unten durchliest, hier nun die ungeschönte Wahrheit: „Concertgoers“.
Es schmerzt. Es tut weh. Der geneigte englische Besucher einer sehr großen Stätte für orchestral-musikalische Darbietungen in der ich dieses Wort fand, mag sich nicht weiter über dieses Wort in der Anrede zum Saisonprogramm wundern. Begrüßungen werden nämlich in Jahresprogrammen eh gern übersprungen. Guten Tag liebe … wir freuen uns … es ist uns eine besondere Ehre … daher erhöhen sich die monatlichen Beiträge um … usw. . Wenn man aber zwischen Rachmaninov und Korsakov eine Minute Hustenpause hat und durch das Programm blättert, fängt man eben beim Vorwort an und kann sich in diesem Fall gar nicht mehr richtig auf „Schéhérazade“ konzentrieren.
Ob sie wohl auch ein Concertgoer war?
‚Frohe Ostern‘ auch von mir an unsere Horstson-Leser. Wir hoffen Eure Eiersuche war erfolgreich. Für alle die von Meister Lampe nur spärlich bedacht wurden haben wir ein Trostpflaster – den Wochenrückblick:
1) In Peter’s Cuttings berichtete Peter letzten Montag über das Model Pat Cleveland. Unsere wandelndes Mode-Lexikon ist seit den 70iger Jahren schwer beeindruckt von dem Charme der Dame.
2) Schock, Schwerenot – unsere Daisydora verlässt uns und Horstson. Ihre Beweggründe schilderte Sie am Montag. Aber keine Panik – Sie kommt in einigen Monaten zurück. Wir drücken Ihr ganz fest die Daumen für die kommenden Wochen!
3) Was eine neue, vom Label Replay entwickelte Technologie in der Jeansverarbeitung mit Horsts Jugend zu tun hat könnt Ihr hier nachlesen. Zum Jeans-Launch st übrigens auch ein hübsches Video veröffentlicht worden…
4) We love Tom Ford! Warum? Das Lookbook erklärt doch eigentlich alles. Einen Einblick gab es am Dienstag.
5) Ordentliche Musik auf die Ohren gab es von Jan Who am Mittwoch.
6) Ende Mai schleppe ich Horst ins Kino. Den Trailer des Films auf den ich mich seit Tagen wie irre freue zeigte ich hier.






