Horstson Leser erfuhren es im letzten Jahr als erstes: Die wunderbare Teppichmanufaktur Cogolin in der Nähe von St.Tropez ist aus dem Dornröschen-
Schlaf erwacht. Jean-Pierre Tortil, der neue Direktor, der bereits gemeinsam mit Andrée Putmann die weltberühmte Firma Ecart betreut hatte,(Ecart legte die Möbel von Robert Mallet-Stevens zu einer Zeit wieder auf, als diese fast vergessen waren) hat ein Jahr daran gearbeitet dem Traditionsunternehmen neues Leben einzuhauchen.
Wie ein Rohdiamant lag die Manufaktur vor ihm, die mit seinen phantasievollen Teppichen bereits in den zwanziger Jahren die weltberühmten Entwürfe des Art Déco von Silva da Bruhns realisiert hatte, in den sechziger Jahren dann für David Hicks oder die Lalannes arbeitete. Nun ist eine Kollektion entstanden, die vor Farbenfreude nur so strotzt und die alten Handwerkstechniken perfekt mit neuen Einrichtungs-Gewohnheiten und einer frappanten Modernität vereinigt.
Allgemein
…denn ab dem heutigen Tag kann sich der geneigte Journalist, Einkäufer, Stylist oder Blogger auf der Mercedes Benz Fashion Week Seite akkredetieren. Nun hält sich die Begeisterung darüber bei vielen Journalisten in Grenzen, denn das modische Epizentrum ist Berlin seit ein paar Jahrzehnten schon nicht mehr und Partys mit GSZS Schauspielern sind zwar feucht, aber in den seltensten Fällen fröhlich.
Warum die mittlerweile dritte Capsule Kollektion von Kris van Assche für das amerikanische Label nun gerade „Work“ heißt, erschließt sich mir nicht. Na gut – schon die im Januar in Paris präsentierte Männerkollektion des belgischen Designern hatte ein paar Adaptionen aus dem Workwear-Bereich (zum Beispiel Schürzen oder Nagelaufdruck bei den Hemden) aber einen direkten Zusammenhang zur Arbeit konnte ich zumindest bei den Taschen und Rucksäcken von Eastpak beim besten Willen nicht entdecken.
In keiner Generation wurde soviel Schmuck vererbt wie in der jetzigen. Außer so spektakulären Kollektionen, wie zum Beispiel der von Liz Taylor, werden im
Verborgenen viele Schätze gehütet. So wurde gerade bei Christie’s in New York ein Nachlass einer 104 jährigen Milliardärin versteigert, der zwar nur 17 Stücke enthielt, aber von solch einer Brillianz, dass das Ergebnis das Doppelte dessen war, was die Klunker der Hollywood Diva erreichten.
Besonders gefragt sind natürlich auffallend große Steine, Stücke mit Provenienz von Berühmtheiten und natürlich aus den bekannten Häusern wie Cartier, van Cleef, Boucheron oder auch Harry Winston. Der Run auf die Kreationen aus den goldenen Jahren dieser Häuser ist grenzenlos. Das liegt zum einen daran, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten Edelmetalle und Juwelen als sicherer Hort für das Großkapital gelten. Zum anderen sind gerade die Stücke von van Cleef und Cartier aus den zwanziger bis siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts Kunstwerke und Meilensteine der Handwerkskunst.
Ich kann es nicht fassen – es ist schon wieder Sonntag. Das bedeutet, ich darf Euch hier und jetzt durch die Highlights der vergangenen Horstson-Woche führen. Bitte schön!
1) Am Freitag stand Horst, dem Schelm, der Sinn nach einem kleinen Ratespiel. Hättet Ihr den kleinen Hosenscheisser vom Foto erkannt? Ich nicht.
2) Ich stehe auf Punkte. Und so war der Artikel am Freitag über die Kooperation zwischen Louis Vuitton und der Künstlerin Yayoi Kusama ganz nach meinem Geschmack. Ich fange schonmal an zu sparen…
3) Horst hat sich am Mittwoch die Mühe gemacht und einige Designerstücke und deren Kopien von Zara gesucht.
4) „Wie wohnt eigentlich Tom Ford?“ war die Frage am Donnerstag. Ich finde er wohnt ganz furchtbar. Sehr kalt und ungemütlich. Aber seht hier selbst.
5) Am Mittwoch konnte man das neuste Google Doodle bestaunen – was ein Geburtstagskuchen damit zu tun hat, sehr ihr hier
6) In Peter’s Cuttings ging es um das Thron-Jubiläum der Queen. Die Gute übt das Amt der Königin von England bereits seit 60 Jahren aus. Glückwunsch!
…und gleichzeitig ist es auch die Auflösung, was aus dem Wonneproppen aus unserer Rate-Runde geworden ist (Boris hatte es richtig geraten): River Viiperi präsentiert im adidas Originals ObyO Lookbook, was Jeremy Scott verbrochen designt hat.
Seit ein paar Saisons geht es geschmacklich bei dem Amerikaner bergab, obwohl ich tatsächlich in der Preview etwas gefunden habe, was ab Herbst in meinem Kleiderschrank hängen wird: Obiger Trainingsanzug.
Was mich allerdings etwas wundert ist, dass Scott mittlerweile labelübergreifend arbeitet, denn das „Pantone“-Muster der Trainingshose taucht auch auf den Taschen von Longchamp auf…
Rate-Runde: Welches Männer-Model haben wir denn hier in jungen Jahren?
Posted on 1. Juni 2012Es ist die erste Setcard des Männer-Models, der sicher so manch einem Mann und so manch einer Frau schlaflose Nächte bereitet hat…
Jemand eine Idee, um wen es sich hier handeln könnte? Zu gewinnen gibt es immerhin Ruhm und Ehre…
Edit: Es wurde tatsächlich erraten – war ja auch nicht sooo schwer. Hier die komplette Setcard:

Portrait of Yayoi Kusama (2008) © Yayoi Kusama
Marc Jacobs mag, wie jeder besser verdienende Homosexuelle, sehr gerne Kunst. Nicht zuletzt deswegen wurde die Verbindung zwischen Kunst und Louis Vuitton in den letzten Jahren unter ihm als künstlerischer Leiter ausgebaut. Wir erinnern uns an Kollektionen mit Takashi Murakami und seinen Kirschen oder dem leider mittlerweile verstorbenen Stephen Sprouse mit seinen Graffiti-Prints. Nun hat sich Louis Vuitton mit der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama zusammengetan.
Wir sind zwar ein Männermodeblog haben aber erstens auch weibliche Leserinnen und zweitens möchten auch wir auf Aktionen und Kampagnen hinweisen, die sich mit Krankheiten beschäftigen, die jeden einzelnen von uns betreffen können.
Brustkrebs ist eine davon. Auf Grund zahlreicher prominenter Fälle wie Anastacia, Kylie Minogue, Cynthia Nixon, Christina Applegate oder jünst Sylvie van der Vaart, ist diese Krankheit in den Medien omnipräsent. Ihre Schicksale und ihre Kommunikation in den Medien haben dazu beigetragen, dass immer mehr Frauen regelmäßiger zur Brustkrebsvorsorge gehen und auf regelmäßige Kontrolle achten.
Allerdings wird in den Medien zu wenig auf die Ursachen hingewiesen bzw. darauf, wie man einer Erkrankung vorbeugen kann.
Das Projekt „Non Toxic Revolution“ soll das nun ändern. Die Kampagne ist aus der gemeinnützigen Organisation „Keep A Breast“ entstanden und klärt über den Einfluss von Giftstoffen im alltäglichen Leben auf, die eine Brustkrebserkrankung fördern bzw. begünstigen.
Erschreckend dabei: Gerade einmal 10 % der Brustkrebserkrankungen sind auf erbliche Veranlagungen zurückzuführen. Der Rest der Erkrankungen kann auf Umwelteinflüsse sowie Lebensgewohnheiten zurückgeführt werden. Soviel zu den Fakten.
Kein geringerer als der Streetart-Künstler Shepard Fairey hat sich dieser Umwelteinflüsse nun künstlerisch angenommen. Der durch sein „HOPE“-Obama Poster weltweit bekannt gewordene Künstler hat insgesamt sechs Plakate entworfen, die ab dem 2. Juli 2012 in ganz Berlin großflächig zu sehen sein werden. Außerdem wird es eine Vernissage zur „Non Toxic Revolution“ im Rahmen der Mercedes Benz Fashionweek in der Berliner Strychnin Gallery geben. Dort werden neben Fairey auch zahlreiche Berliner Künstler ihre Werke zum Thema präsentieren. Mehr Infos bekommt ihr natürlich bald bei uns und vorab zum Thema schon einmal in diesem Video zur Kampagne. Mehr Kampagnenmotive seht ihr außerdem hier. Join the revolution!
So, dass ist jetzt das Ende unserer kleinen Beckham x Elle Trilogie: nach der Ankündigung, dass der englische Vorzeige-Fussballer & -Gatte das erste männliche Cover-Model auf der Elle wird und der Cover Preview, folgt nun das komplette Editorial.
Fotografiert wurde Beckham von Doug Inglish und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Fussballstar eine schlechte Figur vor der Kamera macht – daher spreche ich Fotograf, Model und Retusche neidlos mein Lob aus!








