Bei Brillen registriere ich mit großer Genugtuung, dass sich die Tendenz von der brutal um sich greifenden Kastenbrille Typ „Alain Mikli; 25 Jahre verspätet“ glücklicherweise in großen Schritten weg bewegt. Die fernsehförmigen Brillen in schwarz und kecker-weise auch gern in rot sind ja auch nicht zu ertragen und ich frage mich immer, wie kommt man mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Herr Mikli dies als Avantgarde zeigte, darauf, sich so eine Brille anzuschaffen???
Nach dem fulminanten Ray-Ban Comeback ist nun die Lieblingsmarke von Steve McQueen und Marcello Mastroianni allover: Persol. Ich gebe es ja zu – ich hab auch eine in honigfarbenem Horn und liebe sie sehr.
Allgemein

Ida Keeling – 96 und Shelly Keeling – 60
Die August – Ausgabe der amerikanischen VOGUE, ab heute käuflich zu erwerben, widmet sich unter anderem dem Thema des Alters. Soweit nicht neu. Dennoch wollen wir an dieser Stelle auf diese tolle Strecke hinweisen, die Frauen in verschiedenen Altersstufen aus verschiedenen Berufsfeldern zeigt. Mit dabei unter anderem Mary Soames, 89, Tochter von Winston Churchill oder auch Katie Ford, ehemals CEO von Ford-Models. Anschauen lohnt sich!
Eine Auswahl der Bilder gibts nach dem Klick, die gesamte Strecke gibts bei der U.S. Vogue
Bei der letzten Haute Couture Kollektion von Chanel stand eindeutig ein Mädchen im Vordergrund, die sicherlich noch häufiger bei Karl Lagerfeld auftauchen wird. Sie ist „very different“ und lenkt wohltuend, wenn auch nicht ganz unumstritten, vom allgemeinen Einheitsbrei der Models ab. Sicherlich ist es mal wieder an der Zeit das es „Typen“ gibt, die zeitlos und vor allem selbständig wirken. Nicht jeden Tag wird eine Stella Tennant, Kate Moss oder Linda Evangelista entdeckt und wenn man ehrlich ist, sind die großen der Laufstege ja jetzt auch fast alle schon im „best ager“ Alter. Eine klassische Schönheit kann man die 1983 geborene Jamie Bochert nicht nennen, aber ein spezieller Typ ist sie auf jeden Fall.
Paris 1965, die Moderedakteurinnen haben den Trend der Zeit entdeckt und akzeptieren endlich das Prêt-à-Porter der Couture den Rang ablaufen wird.
„Lagerfeld,“ so jubelt die Zeitung Herald Tribune, die Amerika bis heute (durch Suzy Menkes) über Pariser Modetrends akribisch informiert, „ist ein Jahrhunderttalent“. Seine Kollektionen für Chloé sind in aller Munde und im Ranking der Newcomer landet er das erste Mal unter den Top Ten, zusammen mit dem Japaner Kenzo und der rothaarigen Sonia Rykiel.
„Eine neue Generation tritt an, um den alten Meisterschneidern den Thron zu entreißen“ konstatiert die Herald Tribune. Bei Karl läufts hervorragend – neben Fendi (das macht er bis heute) hat ihm der texanische Millionär Evan Richards engagiert. Richards hat ein neues Modelabel gegründet: Tiziano-Roma. Unter ihm soll das verkauft werden, was man sich unter amerikanischem Esprit der Mode vorstellt. Er braucht nur noch einen Pariser Modeschöpfer der den Geschmack der oberen Zehntausend trifft.
Peter’s Cuttings Teil 1 – Sommer, Sonne, Karl Lagerfeld und Helmut Newton
Posted on 23. Juli 2012Auch Genies fingen mal klein an. Als Karl Lagerfeld noch Stilist für verschiedene Firmen war (ist er ja heute eigentlich auch noch, nur in anderem Umfang) bekam er von seinen Eltern etwas Geld, weil diese, nachdem sie ihre Villa samt Inhalt versteigert hatten, nach Baden Baden zogen. Er bekam von ihnen das Kapital um einen kleinen Laden aufzumachen. Leerstehende Räume fand er in der Rue de Lille. Dort bot er einen Mix von allem an, was ihm selbst gefiel: Taschen, Gürtel, Handschuhe, Parfüm, Sonnenbrillen – nur keine Kleider, dafür aber die ersten Bücher.
Ich will hier gar keine Zeit verlieren und Euch mit überflüssigen Plattitüden nerven. Hier kommt er, der sonntägliche Wochenrückblick!
1) Danke Peter! Denn Dank Deines Berichts vom Freitag liegt mir Horst nun in den Ohren. Er will unbedingt die Marc Jacobs Puppe im Southpark Stil.
2) Unser Schreiber Peter hat für das neue Fairy Tale Magazine ein grandioses Interview gegeben.
Schwerpunkt: der Designer Patrick Kelly. Hier könnt ihr es lesen.
3) Memo an mich selbst: unbedingt ins neue Album von No Doubt reinhören. Denn Jan Who, der eindeutig einen guten Musikgeschmack hat, hat am Dienstag behauptet das sich das lohnt. Ich bin gespannt.
4) Die beliebte Rubrik „Meine Designerfreunde“ ist um einen beantworteten Fragebogen reicher. Hier gehts lang, und ihr erfahrt privates über Markus Brunner vom Label Baldessarini.
5) Über die Manufaktur von Louis Vuitton im Pariser Stadtteil Asnieres, in der die Sonderanfertigungen von Kunden entstehen, berichtete Peter am Donnerstag.
6) Es wird Zeit das sich Jeremy Scott anderen Aufgaben zuwendet. Denn die Kollektionen für Adidas Originals werden immer schlimmer. Ein Blick ins Winter-Lookbook gibt es hier.
Da sitz ich im zitronengelben Jogging-Anzug irgendwann Ende der 80er in der Aula einer Realschule einer mittelgroßen Kleinstadt zwischen Hamburg und Hannover. Was springt uns beim Betrachten des Bildes sofort ins Auge? Der Schulfotograf hatte sich ausgerechnet den Tag in der Woche ausgesucht, an dem der Sport-Unterricht stattfand – Erkennbar am hohen Trainingsanzug-Aufkommen. Das war praktisch und man mußte sich nicht großartig in der Sammelumkleide bei diesem ganz typischen Geruch, einem Mix aus Schweiss, Füßen und Pickelcreme vergangener Schulsportstunden umziehen und der Look war damals eh‘ egal: Keiner von uns hatte einen Blog, in dem er sich täglich in H&M Klamotten ablichtete. Wir hatten noch nicht einmal einen H&M. Wir hatten BOSS, Marc O’Polo und, wie auf dem Bild zu sehen, adidas – damals noch Original Originals. Aber eigentlich war es uns egal, denn wir hatten uns und manchmal auch nur sich selbst, schließlich steckten wir alle in der Pupertät.
Zum Wochenende jetzt mal ein Tipp aus Hamburg. Dort habt ihr noch bis zum 31.7.2012 die Möglichkeit ein T-Shirt Unikat des Labels „Frisur Clothing“ zu erwerben. Diese haben in ihrem temporären „15×7 Pigment Store“ eine eigens entwickelte Dip-Dye Maschine entwickelt die mit täglich ausgewechselten Farben in 15 Tagen in 15 Farben sieben Shirts pro Farbe färbt. Heißt also insgesamt 105 Shirt-Unikate für euch. Noch bis zum 31.7.2012 kann man die Maschine sowie die Shirts in der Schanzenstraße 43 bewundern und natürlich kaufen.
Mehr Infos gibt auf der Facebookseite: frisurclothingofficial
“I was interested to bring these clothes back to the street somehow, and seeing how they look on different ages, different sizes,” so Alber Elbaz gegenüber der WWD. “It felt like a crazy family, and I like that.”
Dank Stella Rose, einer weiblichen Drag Queen, wissen wir nun auch, dass sie quasi von der Straße weggecastet wurde: „Yes, I was street cast for this. If anyone is trying to make you feel bad for looking different I am telling you now that this is where being yourself will get you,“ verriet sie auf ihrem Blog.
Insgesamt wurden 13 ‚Real People‘ von Steven Meisel für die Herbst/Winter Kampagne abgelichtet, von denen wir hier noch eine kleine Auswahl rausgesucht haben…
Wem es nicht reicht seinen Kleiderschrank zu füllen, die Designer lieber leibhaftig in der Wohnung hat oder mit ihnen verreisen möchte, hatte bis jetzt ja nur die Möglichkeit, Karl Lagerfeld als Hampelmann in verschiedenen Größen zu drapieren. Nachdem Chanel, Anna Wintour, Grace Coddington und Alber Elbaz mitsamt Marc Jacobs simpsonized wurden, stand nun noch ins Haus, dass auch in Southpark die Mode einzog.
Und Schwupps – nicht nur das Marc Jacobs einen Gastauftritt in der U.S. Serie hatte, nein – nun gibt’s ihn auch in limitierter Auflage für Zuhause – zum Knuddeln, Liebhaben und als Reisekissen verwendbar. Wer also nicht nur T-Shirts, Herzen-Spiegel oder Tote-Bags von dem Designer spazieren führen möchte, hat jetzt die Möglichkeit, ihn online zu bestellen bzw. die Marc Jacobs Boutiquen aufzusuchen: dort gibt es für 113 Euro die Muscle Man Marc Puppe.







