Die Stimmung in der Soho-House Suite in Berlin ist angespannt. Auf einem LED-Fernseher läuft in der Dauerschleife der „Encounter“ – Werbefilm mit Lara Stone und Alexander Skarsgård. Der schwedische Schauspieler, welcher durch seine Rolle als Vampir in der Serie „True Blood“ weltbekannt wurde, ist Kampagnen – und Aushängeschild für den neuen Duft „Encounter“ (auf Deutsch: Begegnung) von Calvin Klein. Der Flakon, in dunkelblau und silber gehalten, ist auf dem schweren Holztisch in der Mitte des Zimmers platziert. An den Duft ist aber gerade (noch) nicht zu denken. Zu groß ist die Aufregung.
Allgemein
Was soll man dazu denn anziehen? Heute: der gemusterte Mantel von Prada
Posted on 5. Oktober 2012
Styling Herausforderung: Der Prada Mantel. Bild via style.com
Ich bin ein Fan von Mänteln und Trenchcoats und möchte mir auch in dieser Saison ein neues Modell zulegen.
Die gemusterten Teile von Prada sind ja sehr hübsch und durch die kleinen Muster auch sehr besonders. Extrem angetan bin ich von diesem dunklen Mantel mit Gürtel, aber ziehe ich den länger als eine Saison an? Hat er das Zeug zum Klassiker? Oder warte ich bis zum Sale?
Mal sehen womit ich ihn kombinieren würde. Was meint ihr?
Das es sich bei der kommenden Kooperation zwischen dem im Mainstream angekommenden Avantgarde-Label Margiela mit der schwedischen Bekleidungskette H&M um Re-Editionen handelt, erwähnte ich bereits an der ein oder anderen Stelle.
Wie das nun bei bei der Männer-Kollektion aussieht, verrät uns die britische GQ. Die auf links gekrempelten Jeans-Klamotten sind also mit dabei und anscheinend auch bemalte Schuhe und Hosen – zumindest wirkt das Weiß auf den Bildern nicht so gleichmäßig.
Schon vor den Männerschauen in Paris kann man sich auf der Saint Laurent Homepage die Männerkollektion im Onlineshop anschauen bzw. teilweise erwerben. Während Slimane sich bei den Frauen mit seinem eigenen Stil noch ein wenig zurückgehalten hat ist seine Handschrift bei den Männern eindeutig zu erkennen.
Saint Laurent wird rockiger und sagen wir mal wesentlich schmaler als noch unter Stefano Pilati. Die Models werden deutlich jünger (15?) und androgyner.
Ich frag‘ mal kurz in die Runde was ihr von meinem derzeitigen Objekt der Begierde haltet – das sind nämlich die vollgekleckerten Margiela Schuhe für schlappe 390€.
Bei H&M wird es das Modell sicher nicht geben – ich gehe davon aus, dass es bei der schwedischen Bekleidungskette eine schlichte Version des Margiela Sneakers geben wird…
Also los: ich bin auf eure Meinungen gespannt!

Bild: Screenshot Facebook-Seite stern
Unter Kondolenz versteht man die Bekundung der mitmenschlichen Anteilnahme – zumindest wird es so auf Wikipedia erklärt. Paradoxer Weise bekunden einige tausend Menschen durch das Klicken des Like-Buttons auf Facebook ihr Mitgefühl gegenüber dessen Verwandten, Freunden oder anderen Nahestehenden. So gesehen heute Abend auf zwei Fan-Seiten zweier Zeitungen, die sich heute Abend mangels Niveau unheimlich nah standen:
Als ich „The 2nd Law“ das erste Mal im CD-Player des VW Tiguan einer ehemaligen Kollegin eingelegt und extra ein wenig lauter gedreht hatte um auch alles gut hören zu können wünschte ich mir ich hätte in einem Aston Martin gesessen. Warum? Wäre „Supremacy“ der Name des nächsten Bondfilms, Muse hätten den perfekten Song dazu geschrieben.
Überhaupt haben Muse mit „The 2nd Law“ ein ziemlich perfektes Album abgeliefert. Benannt nach dem zweiten Gesetz der Thermodynamik (die unvermeidliche Verschwendung von Energie innerhalb eines geschlossenen Systems) verschwenden Muse auf diesem Album gar nichts. Bereits der zweite Song auf dem Album und erste Singleauskopplung „Madness“ (ich berichtete) geht mit ihrem Finale und der noch immer grandiosen Stimme Matthew Bellamys durch Mark und Bein. Bellamy sagt über „Madness“: „(…)Es ist vielleicht der beste Song den ich jemals geschrieben habe (…) Es geht um diesen Moment in dem man Streit mit seiner Freundin hat. Sie verlässt das Haus und du wirst zurückgeworfen auf dich selbst um über dein Verhalten nachzudenken. Und plötzlich weißt du: „Verdammt! Sie hat Recht! (…)“. Der beste Muse-Song aller Zeiten wurde „Madness“ übrigens auch von Coldplay genannt, deren Vorband (!) Muse im Jahr 2000 einmal war.
Aber halten wir uns nicht nur an diesem Song auf. „Follow me“ lässt einen erst schwelgen und mündet nach 1:40 in ein Dubstep-Finale welches zur Belastungsprobe meines Trommelfells im Tiguan wurde. Das darauffolgende „Animals“ wendet sich „an die Fred Goodwins“* der Welt, so Matthew Bellamy. („Business suits, dressed to the nines .They flaunt their fat wallets and I wish it were mine“). Es endet mit brüllenden Wertpapierhändlern. Selten wurde Finanzkrise und Investmentbankerhass besser musikalisch verpackt. „Explorers“ ist eine Kritik an der Ausbeutung von Energien und Ressourcen unseres Planeten – getarnt als wunderschöne Ballade („Free me free me free me from this world. I don’t belong here I was a mistake emprisonning my soul. Can you free me free me from this world?“). Nein können wir nicht. Und wer will schon Muse von dieser Welt befreien?
*(Anm.: Fred Goodwin ist ein relativ unbeliebter und in Ungnade gefallener britischer Banker: http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Goodwin)
Foto: Steven Meisel für miu miu
… nur ist die Frage ob das Bein von Caroline Trentini (rechts) leider der Photoshop-Arbeit zum Opfer gefallen ist, oder ob sich ihr Bein hinter dem anderen versteckt?!
Also los: Fehlt nun das Bein von Caroline Trentini oder ist es hinter dem anderen Bein versteckt? Zur besseren Recherche obiges Bild anklicken…
Peter’s Cuttings – Giorgio Armani, der Mann hinter der Weltmarke
Posted on 1. Oktober 2012Einer der schillerndsten und gleichzeitig mystischsten Persönlichkeiten der Mode ist der berühmteste italienische Modeschöpfer Giorgio Armani. Wenig in der Öffentlichkeit, 1934 geboren, ist seine Marke in den letzten Jahren vor allem auf den neuen Märkten wie Russland oder China in unvorstellbarem Ausmaß expandiert. Dabei ist Armani ein echter Könner und Revolutionär der Damen- sowie der Herrenmode gewesen und hat unsere Zeit und vor allem das italienische Modedesign geprägt wie kein Zweiter. Wie kam es dazu und vor allem was war die Antriebsfeder von Giorgio Armani? Der Mensch hinter der Weltmarke und seine Entwicklungsgeschichte sind super spannend und ich möchte euch ein bisschen was darüber in einem zweiteiligen Cutting berichten.
Schon klar, das Ding heißt noch nicht mal Handy sondern Mobile Phone, auch mir rutscht der umgangssprachliche Begriff für das transportable Telefon immer wieder raus. Ist doch egal: Anlässlich von nicht weniger als 5 Millionen iPhone5, die in den ersten drei Tagen in den Apple Stores rund um den Erdball verkauft wurden und dem Umstand, dass diese Zahlen für die Wall Street dennoch enttäuschend Waren, worauf die Aktie auf 690 Dollar fiel, die am Freitag davor noch bei 700, 09 Dollar lag, fraqe ich mich, ob wir hinsichtlich des Stellenwertes, den Mobiltelefone heute haben, noch alle Latten auf dem Zaun haben. Wall Street Analysten hatten mit mindestens 6 Millionen, besser 10 Millionen verkauften iPhones am Launch-Wochenede gerechnet. So eine Frechheit auch, dass nicht schon nach gefühlten drei Tagen jeder von uns mit diesem Ding telefoniert…
Die erste Charge ist quasi verdunstet, so Spiegel-Online. Dabei gibt es noch nicht mal modisch vertretbare iPhone Cases für das iPhone5, wie meine Nachschau im gehobenen Mode- und Accessoire-Onlinehandel und bei Colette ergab. Aber dazu ein Andermal mehr. Ich bin mir nämlich noch nicht sicher, ob ich diese Dinger in der Luxusversion nicht doch etwas zu spießig finde. Naturgemäß muss ich dazu aber erst mal Peter fragen, ob es – wenn schon Noblesse, dann aber richtig – etwas Standesgemäßes von Hermès für das bis zu 900 Euro teure Mobile Phone aus dem Hause Apple geben wird.
Was mich an diesem Ding so interessiert, ist der Magnetismus der Marke Apple und die über eine schlichte Zahl hinter dem Marken-Gerätenamen anlaufende Hysterie, die ansonsten ganz normale Menschen dazu bringt, ihre Lieben und Familien tagelang zu verlassen, um vor einem der Stores bei jedem Wetter tagelang zu kampieren, um auch ja eines der ersten verkauften Handies zu ergattern. Zwei meiner Freunde, wie ich auch bei der guten alten Telekom Mobilfunkkunden, haben ihr iPhone5 schon und schlafen glaube ich seither nicht mehr, puzzeln ständig an dem Ding rum. Wundern sich, dass eben nicht alle Lebewesen in der Umgebung permanent verzückt sind, ob dieser Innovation, da es am Ende doch nur ein neues Mobiltelefon ist – und vom Telefonieren alleine wird der Mensch weder schlauer noch schöner und glücklicher, oder?
Ich möchte gar nicht zu all den Wesen gehören, die in der Bahn und mitten auf dem Fußgängerübergang und einfach überall nur noch sind, da sie mit eingestöpseltem Standby-Mobile-Phone unterwegs sind. Davon, permanent auf Anrufe zu warten und den Rest der kostbaren Lebenszeit auf Du und Du mit WhatsApp & Co. zu vergeuden, kann man glaube ich ziemlich verrückt werden. Unlängst hatte ich beim Anblick einiger Leute in der Bahn die Fantasie, was wohl auf Höhlenmalereien zu unserem Mobile-Phone-Zeitalter zu sehen wäre, wenn unsere späten Nachfahren welche entdecken könnten: Möglicherweise ziemlich gelangweilt aussehende Leute mit so einer Art Handy-Hospitalismus. Monotone Bewegungen. Dröge Gesichtsausdrücke, geringe Wahrnehmung der Umwelt. Ferngesteuert von den genialen Ideen der Marketingleute von Apple, die uns nächstens noch beibringen werden, während des Schlafens im AppStore nach Traumdeutungs-Apps zu suchen …. Auch der Umgang mit den Segnungen gekonnten Engeneerings und den Ergebnissen der Arbeit von findigen Verbraucher-Zufriedenheits-Beauftragten bei Apple & Co., will erst mal gelernt sein.
Mir reicht immer jeweils das Handy, das es noch tut. Klar ist das ein SmartPhone, auch schon mal eines von Apple, aber ich mache mich bestimmt nicht damit verrückt, ob ich nun mit einem Galaxy S3 oder einem iPhone 4S oder dem iPhone5 trendiger rüber komme. Mein Sozialprestige definiert sich nicht über technischen Krempel und mich macht das einfach nicht glücklich, mir von Analysten und Legionen von Marketingspezialisten und Management Consultants von BCG und Kollegen vorschreiben zu lassen, mit welcher Seriennummer ich gerade so schön dazugehören könnte …. Zu vielen Menschen, die anscheinend keinen anderen Halt finden können, als ein Mobile Phone, das auch wieder so seine Macken hat, erste Lackschäden zeigt und das Ärgernis mit Maps und kennt ja auch schon jeder von euch …..
Klar, ich gehöre technisch gesehen mal wieder zu einer Minderheit, alleine in Hamburg sollen in der Nacht zum Freitag vor dem Verkaufsstart 2.500 Menschen ausgeharrt haben, um am Morgen eines der bis zu 900 EURO teuren Telefone zu kaufen (Quelle: Spiegel-Online).
Aber wie denkt ihr darüber, liebe Leser?
Wie viele iPhone5 haben echte Horstsonians sich schon in die Taschen packen lassen? Gebt euch ruhig als Fans zu erkennen, ich verstehe ja nicht wirklich was von den Innovationen, die den hohen Preis hoffentlich rechtfertigen. Kurz: Welches Handy ist euer liebstes technisches Accessoire?
Hier noch der Testbericht zum iPhone5
Und verratet mir bitte, ob ihr eure Mobile Phones ordentlich in Lederhüllen oder in irgendwelche aus anderen Materialien packt, denn dann blüht euch demnächst ein Modebericht über diese teuren Dinger. So, und nun frage ich erst mal Peter, ob man als Mann oder Frau von Welt zu dem Telefon ein iPhone5 Case bei Hermès als Sonderanfertigung in Auftrag geben sollte …






