Ein Künstler, der in Deutschland nicht so bekannt ist und mich seit jeher faszinierte, ist der 1944 in Paris geborene Installationskünstler Christian Boltanski.
Boltanski lebt und arbeitet in Malakoff bei Paris und ist ein sogenannter Vertreter der Spurensicherung, der sich in seinen Werken mit der Dokumentation, mit den Lebenslinien und Wegen eigener oder fremder Identitäten beschäftigt. Geprägt durch seine jüdischen Verwandten und die Geschichte des Holocausts hat er stets fast aberwitzige und phantastische Projekte und Installationen geschaffen.
So denkt er sich 100 Sätze aus, die seine Freunde über ihn sagen könnten, wenn er gestorben wäre. Sammelt in großen Installationen hunderte Telefonbücher, um die Namen derer, die einst gelebt haben, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
peterkempe
Zu meinen Lieblings-Basic Designern neben A.P.C gehört eindeutig das Maison Kitsuné in der Rue de Richelieu in Paris, gleich hinter dem Palais Royal.
Da ich auch bei Sweatshirts, T-Shirts und Jogging Gear auf Qualität und Langlebigkeit achte, denke ich mir, lohnt es sich auch ein-zwei Euro mehr auszugeben und etwas anständiges zu kaufen.
Als typisches Kind der siebziger und achtziger Jahre – ganz dem New York Style verfallen – liebe ich naturgemäß Sweatshirts. Bin groß geworden in einer Zeit als Boss oder Marc O’Polo etwa doppelt so groß auf den Sweats stand, wie der Träger es war. Also eindeutig ein Kind der ersten Popper Generation und sowas prägt…
Der berühmte Architekt Le Corbusier (1887-1965) war nicht nur ein genialer Häuserplaner sondern auch ein begnadeter Möbeldesigner. Vor allem zusammen
mit Charlotte Perriand schuf er viele der bedeutendsten modernen Möbelklassiker.
Die italienische Möbelfirma Cassina, die auf die Werkgetreue Reedition von vielen Designstücken wie dem berühmten Le Corbusier Sofa LC2 oder auch den Rietveld Klassikern spezialisiert ist, hat jetzt die super simplen – aber wie ich finde genialen – Holzkasten Stühle wieder aufgelegt – in nummerierter Edition. Der Meister entwarf von 1957-1959 für die Maison de Brésil, ein viel umjubeltes, damals höchst avantgardistisches Studentenheim auf dem Campus der Cité Universitaire Paris, die ultramodernen Sitzgelegenheiten.
Heute ist Balenciaga eine Modemarke in Paris, die von Nicolas Ghesquiere entworfen wird und einen seit 2000 avantgardistischen und sehr chicen Ruf hat. Die Wurzeln dieses Hauses, das 1968 offiziell von seinem Schöpfer Cristóbal
Balenciaga mit dem Ausspruch „Ich ziehe mich zurück weil die Eleganz der Frauen in der heutigen Welt keine Bedeutung mehr hat“ geschlossen wurde, war einmal eines der eigenwilligsten und einflussreichsten Couture Häuser der Welt.
Balenciaga machte keine Kollektionen die immer etwas neues boten, sondern er war sozusagen wie ein Architekt in der Mode: Er hatte seinen Stil, der auf die Einflüsse seiner baskischen Heimat fußte und den großen spanischen Malern wie Goya und Velasquez verhaftet war. Er perfektionierte von Saison zu Saison seinen Stil und seine Schnitte sind bis heute unnachahmlich.
Ein bis heute unerreichter, stilprägender Interieur Ausstatter des internationalen Jet Sets der sechziger und siebziger Jahre ist der britische Kultdesigner David Hicks. Niemand konnte so stylish psychodelische Muster und Harlekinaden mit englischen Stilmöbeln und traditionellen iberischen Wohnaccessoires mischen. Seine Wurzeln hatte der Sohn von Lady Pamela Hicks, die aus dem
Hause Mountbatten stammte, in der Stilistik der britischen Landsitze und den königlichen Schlössern der Windsors.
Als sogenanntes Enfant Terrible der Familie, bewegte er sich früh in Künstlerkreisen und war einer der Begründer Anfang der sechziger Jahre des ‚Roaring London Style‘.
Mit dem exzentrischen Baron Albrizzi entwickelte er damals die mega-avantgardistischen bunten Plexiglas-Möbel und Accessoires, die in Schockfarben die Appartements sämtlicher Hollywoodstars und der Wohnungen von Warhol, Saint Laurent und Co. zierten.
Zwar steht der Herbst vor der Tür und alle sind eher mit der Beschaffung von wärmeren Jacken oder der Auswahl aus der Horstson Mantelparade beschäftigt, aber die Herrenmodenschauen für das nächste Frühjahr liegen nun auch schon ein paar Monate zurück und ich habe mir mal vorgestellt, was denn eigentlich für mich so die „Must Haves“ sind, wenn ich ein Wochenende mit möglichst wenig Gepäck und meinen absoluten Traumkombinationen im nächsten Frühling in Villefranche-sur-Mer an der Côte d’Azur verbringen würde.
Sicherlich gibt es viele beeindruckende Teile und absolute „Trafalgars“, wie es in der Modesprache heißt, die Aufsehen erregend und fulminat sind. Meine Wahl fiel aber auf zwei Outfits von Hermès, die alles andere machen, als sich dominant in den Vordergrund schieben.
Ihr habt so lange so wenig von mir gelesen weil ich einige Tage auf der weltgrößten Messe für Interieur, Wohnen und Dekoration, der Maison et Objet, in Paris war. Diese Messe findet zweimal im Jahr statt und ist vergleichbar mit den Prêt-à-porter Schauen der Mode.
Im Januar und September versammeln sich sämtliche Aussteller und Einkäufer der namhaften Firmen dieser Branche und tauschen alle Neuigkeiten auf diesem Gebiet aus. Ich habe diesmal wieder einige wunderbare Dinge auf der Messe entdeckt die ich euch in lockerer Reihenfolge vorstellen werde.
Eine der schönsten und phantasievollsten Schöpfungen dieser Saison kam von meinem langjährigen Freund Christian Haas.
Der Siebenunddreißigjährige Designer hat sein Studio seit mehreren Jahren in Paris. Der gebürtige Bayer vereint neues Design stets mit einem Augenzwinkern und ganz viel Phantasie. Er machte sich vor allem einen Namen mit Porzellan- und Glaskreationen für Villeroy und Boch und dem Glashersteller Nachtmann, deren Creative Director er mehrere Jahre war.
Bis zum 15.Oktober ist im Le Bon Marché (wir haben es euch letzte Woche hier vorgestellt) eine umwerfend schöne Ausstellung auf über 1.000 Quadratmetern – quer durch das Haupthaus und die Grand Épicerie.
So London – die englische Lebensart. Designer, von Vievienne Westwood über Jade Jagger, Olympia Le-Tan und extra angefertigte Taschen und Produkte von Paul Smith geben sich die Klinke in die Hand und alles ist so, wie es sich Franzosen in London vorstellen.
Zusammengestellt hat das alles ein Idol meiner Jugend und einer der coolsten Sänger die London je hervorgebracht hat: Bryan Ferry.
Im Untergeschoss ist eine ganze Ausstellung Roxy Music (der Gruppe von Bryan Ferry) und ihm selbst gewidmet. Man sieht Installationen mit Filmen über die Swinging Londoner City in den Siebzigern und frühe Sessions und Musicvideos von Bryan Ferry. Seine wunderbaren Kate Moss Photos für die neue CD „Olympia“ runden die in einem Dekor aus psychedelischen Farben gestaltete Ausstellung ab.
Daneben gibt es ein London Cafe und allerlei Extra Produkte die von typischen britischen Lifestyle Labels gemacht sind wie Fred Perry, Schlafmasken und Flugkissen in Nadelstreifen und Tweed, Sherlock Holmes Mützen und Melonen von Lock Hatter‘, Winke Queens, rote Doppeldeckerbus-Modelle von Corgi Toys – London pur – ein Eldorado der Souvenirs. Natürlich gibt’s auch T-Shirts mit dem Konterfei des Meisters Mister Ferry.
Im zweiten Stock, dann alles rund um die britische Wohnung und das Women’s Department von So London: Schmuck von Jade Jagger, eine kleine aber feine Auswahl der weltberühmten Jugendstil und Mille Fleur Stoffe von Liberty’s, Teapots von Wedgwood und Kissen mit Corgi’s drauf. Eine große Auswahl von Stationery von Smython’s in Schockfarben sind ebenso zu finden, wie Bücher über Mary Quant oder Linda McCartney’s Photobände. Stella McCartney hat extra Kleider entworfen und alles ist wie in einer riesenhaften Bibliothek dekoriert.
Die Ausstellung lässt einen total vergessen, dass man direkt in Paris ist und alles kommt einem ebenso vertraut wie skurril vor. Wir fanden die Ausstellung und die Dekorationen sehr sehr sehenswert und ich kann nur jedem, der bis zum 15.Oktober nach Paris kommt, dringend empfehlen sie zu besuchen.
Liebevoll und voller Niveau hat Bryan Ferry eine wunderbare Auswahl getroffen und seinen Ruf als der Rocksänger im Saint Laurent Anzug mal wieder einmal untermauert.
So London- Le Bon Marché, 24 Rue de Sevres, Paris – steigt ein zum Ausflug nach London. Und dreimal dürft ihr raten was sich gerade auf meinem Plattenteller dreht…. The Best of Roxy Music.
Fashiondesigner Hotels – Karl Lagerfeld: Schlosshotel Grunewald Berlin
Posted on 13. September 2011
1911 wurde im Grunewald für die Familie von Pannwitz ein Haus im Stil der italienischen Renaissance für die damals aberwitzige Summe von 5 Millionen Goldmark gebaut. Nach wechselvoller Geschichte vom Privathaus über als Botschaft genutztes Haus wurde es schließlich und endlich, nach dem zweiten Weltkrieg, zum Hotel. Gerne wurde es für Filmaufnahmen genutzt und die Westberliner, vor allem die Filmprominenz, traf sich nur zu gerne dort.
Diese Woche bin ich in Paris um an der größten Messe für Interieur, der Maison & Objet, teilzunehmen. Sie ist die größte und schönste Fachmesse für Dekorationen, Accessoires, Möbel, Wohnen und allerlei Dinge die das Leben noch schöner machen.
Ich werde euch im Anschluss darüber berichten was es Neues gibt…
Immer wenn wir in Paris sind wohnen wir in einer gemütlichen Wohnung in der Rue du Bac, im 7. Arrondissement,
gelegen zwischen dem Boulevard Saint Germain und der Rue de Sevres wo sich auch eines der wunderbarsten Kaufhäuser als Nahversorger anbietet die es auf der Welt gibt.
Mein persönliches Lieblings-Kaufhaus das „Le bon Marché“.









