All Posts By

peterkempe

Allgemein

What becomes a legend most – als Pelze noch gesellschaftsfähig waren.


Andre Leon Talley und Lord Snowdon

Heute Morgen habe ich gedacht, natürlich ist es nicht mehr politisch korrekt und ich würds auch nie tun, ich hätte gern nen Pelz, das einzige was wirklich warm ist.
Natürlich müsste er chic sein und so wie ich ihn von dem berühmten Photo kenne, auf dem André Leon Talley und Lord Snowdon in ihren Luchs-Mänteln posieren. Aber gemach – natürlich finde ich, dass Pelze für Männer eigentlich gar nicht gehen.
Aber eine der berühmtesten Werbekampagnen der Welt, die einfach unschlagbar ist und mit die prominentesten Prominenten die es je gab, engagierte … und seit über vierzig Jahren, auch heute noch läuft – ist Die Blackglama-Nerz-Kampagne in den USA.

Continue Reading

Allgemein

Peter’s Cuttings – Patti Smith ist eine Legende

Die 1946 in Amerika geborene Sängerin und Musikerin gilt als „Godmother of Punk“. Sie ist Lyrikerin, Sängerin, Rockmusikerin.
Geboren in Detroit, in eine arme Familie, ging sie mit 16 Jahren in die Fabrik um zu arbeiten. 18jährig schwanger geworden, entscheidet sie sich, ihr Kind zur Adoption frei zu geben.
Mit 19 Jahren zog sie nach New York und lernte den Photographen Robert Mapplethorpe kennen und lebte mit ihm zusammen. Sie gehörte zur Beat-Generation und der 68er Bewegung und nahm ihre erste Platte auf, veröffentlichte ihre Poesie in Zeitungen.

Continue Reading

Allgemein

Objekt der Begierde – Alles im Eimer bei Hermès

Es gibt so Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht .So etwas wird ab März bei Hermès erhältlich sein, nämlich ein wunderschöner traditioneller Eimer – ein sogenannter Zuber, der in bester Fassmacher- und Küfer-Tradition fast wie ein Kunstobjekt oder wie ein Möbelstück ist.
Ursprünglich für die Aufbewahrung von Reitsport-Utensilien oder dem Tränken und Füttern der Pferde gemacht, kann man ihn auch als Sauna-Eimer, Champagnerkühler oder einfach als Allzweckbox benutzen.
Der Holzeimer mit seinen Fassringen erinnert einen an die Märchen der Kindheit und die Eimer in dem wunderbaren Disney-Film „Phantasia“.
Gleichzeitig an den Ursprung des Hauses erinnernd, den Sattel- und Zaumzeughersteller Hermès, ist er ein echtes Handwerksprodukt und transportiert ein bisschen die gute alte Zeit in unsere hektische globalisierte Welt.

Continue Reading

Allgemein

Les Exclusifs de Chanel – der neue Duft Jersey

Als am Ende des ersten Weltkrieges die Stoffe knapp wurden und Coco Chanel in Deauville, wo alle Pariser Frauen vor der Not des Krieges hin geflüchtet waren, das Material ausging, bot ihr der Stoffhersteller Rodier mehrere Ballen eines beigefarbenen Materials an, das er eigentlich ans Militär für die Herstellung von Soldaten-Unterwäsche verkaufen wollte. Das Militär lehnte ab weil es ein neuartiges, gestricktes, feines Gewirke aus Baumwolle war und man es zu dieser Zeit noch nicht kannte. Schwierig zu verarbeiten, dachte Coco, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Rodier nannte den Stoff Jersey, nach der im Ärmelkanal liegenden Insel. Chanel verarbeitete ihn zu langen, gegürteten Jacken und hatte damit erstmals etwas geschaffen, in dem sich die Frauen bewegen konnten und gleichzeitig ihre zukünftige Erfolgsfarbe Beige aus der Taufe gehoben.
Ähnlich dem Woll-Boucle ihrer berühmten Kostüme, sollte sie dieser Stoff ihre ganze Karriere begleiten und wurde zu einer ihrer Stoff-Ikonen.

Continue Reading

Allgemein Interieur

Wie wohnt eigentlich Bunny Mellon in ihrem Gartenhaus?

Bunny Mellon, eigentlich Mrs. Paul Mellon, wie es in Amerika ja offiziell heißt, ist hundert Jahre alt geworden und die Gattin eines reichen amerikanischen Großindustriellen. Die Mellons stifteten unter anderem bedeutende Kunstwerke von Matisse, Picasso oder Cezanne an das Metropolitan Museum in New York.
Sie ist aber auch so etwas wie eine Couture-Legende und war eine der größten Kundinnen des Couturiers Balenciaga, neben Mona Bismarck, die 1963 achtzig Ensembles aus der Kollektion von Balenciaga bestellte und 1964 bereits hundertvierzig Kleider. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lady und unterhält neben wundervollen Park-Avenue-Appartements auch ein wunderschönes Gartenhaus, das 2007 der Vanity Fair in Amerika einen großen Bericht wert war.

Continue Reading

Allgemein

Peter’s Cuttings – Als Audrey Hepburn vor mir bei Givenchy saß


Wenn man sich jahrzehntelang mit Mode beschäftigt, gibt es so einige Momente, die man niemals vergisst. Sind es besondere Kollektionen, einzelne Kleider oder die Begegnung mit Menschen. Nun bin ich gerade dabei, meine Archive auf zu räumen und fand neulich eine Kiste mit Modenschau-Einladungen und da war sie ganz deutlich wieder mir vor Augen, als sei es gestern gewesen, die Geschichte die ich euch heute erzählen möchte.
Givenchy, über 40 Jahre eines der bedeutendsten Couture Häuser von Paris, heute an den Arnault Konzern LVMH verkauft und völlig gewandelt, wurde 1952 von dem aus Nordfrankreich stammenden Hubert de Givenchy gegründet und hat ähnlich wie Balenciaga einen sehr eigenen Stil verfolgt. Als er seine erste Kollektion 1952 zeigte, war das durchschlagend neue das die Couture jung war und zum Beispiel – was bis dahin undenkbar gewesen war – auch Baumwolle verarbeitet wurde. Die Wickelbluse „Bettina“ wurde das meist photographierte Teil der Saison und war benannt nach Bettina Graziani, die zu der Zeit eines der berühmtesten Models war. Als Givenchy sein eigenes Modehaus gründete, wurde sie seine Pressedame. Sie hatte die besten Verbindungen, weil sie die Verlobte von Ali Khan war, dem Sohn des Aga Kahan, dem Oberhaupt der Ismaeliten, der in jedem Jahr in Gold und Edelsteinen aufgewogen wurde.

Continue Reading

Allgemein

New York, Dezember 1953 – Studio Richard Avedon

Mein absoluter Lieblingsphotograph ist Richard Avedon.
Seine Photos sind nicht nur Meisterwerke, sondern Zeitdokumente. Er hat auch eine Reihe von Bildern gemacht, die Gesellschaftsfrauen und Hauptkundinnen der Haute Couture wie Gloria und Dolores Guiness, Jaqueline de Ribes, etc. zeigen. Neben seinen jahrzehntelangen Produktionen für die Vogue war er auch das Vorbild für Stanley Doonens – Modephotograph in „Funny Face“ mit Fred Astaire und Audrey Hepburn … und, er hat die Einstellungen und Stills für den Film konzipiert. Er ist eine Legende und das Buch Richard Avedon, Photographien 1947-1977, ist eines der meistgesuchten Bücher und nicht unter 1500 Dollar in Antiquariaten zu bekommen. Seine Originale erzielen bei Christie’s, Sotheby’s und in Galerien Höchstpreise.

Continue Reading

Allgemein

Sofia Coppola für Louis Vuitton – Hommage an Paris

Angespornt durch den großen Erfolg der Sofia Coppola Taschen für Louis Vuitton vor zwei Jahren, die nach der bekannter weise besten Freundin von Marc Jacobs benannt wurden, kamen Marc und Sofia jetzt gemeinsam auf die Idee, Sofia sollte für die Cruise Collection 2012 eine kleine aber feine Prét à Porter- und Accessoire-Linie konzipieren und entwerfen.
Ich gebe ja zu, dass Frau Coppola einer meiner – unter der Rubrik „natürliche Fashion Ikone“ laufenden – Lieblinge ist, da sie die Lässigkeit ihrer amerikanischen Herkunft und Familie mit der Rive-Gauche-Raffinesse ihres Lebensmittelpunktes Paris und ihres ebenfalls französischen Ehemannes, Thomas Mars von „Phoenix“, gekonnt spielerisch vereint.

Continue Reading

Allgemein

Figures du Style – der ultimative Chanel Bildband

Mehr als 250 Photos vereint das neue Buch „Chanel, Figures du Style“, das jetzt pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft erschienen ist. Auf 293 Seiten werden lückenlos – Chanel wurde seit dem Öffnen des Hauses von Photographen begleitet – wie eine Geschichte der Modephotographie, die Charts des Hauses als Defilée präsentiert. Das kleine Schwarze, die Kamelie, der Jersey, das Tweed-Kostüm, die Perlen, die byzantinischen Broschen, das Weiß und das Schwarz. Wie eine Tour de Force der Photographen und Stile, mutet dieses „Must Have“ der Chanel Bücher an.

Continue Reading

Allgemein

Daligramme von Lancel – Des Meisters Tasche für Gala


 
Im Sommer 1929 fuhr der Surrealist Salvador Dali, ein Genie und Maler nach Calanques, gemeinsam mit Tristan Tzara, Louis Aragon, André Breton und Paul Éluard in den Urlaub. Éluard brachte seine Freundin Gala mit – eine mystische Person, die aus Kazan in Russland stammte und eigentlich Elena Ivanovna Diakonova hieß. Sie war eine Femme fatale und hatte gleichzeitig über viele Jahre ein Verhältnis zu dem Maler Max Ernst.
Dali verliebte sich sofort in sie, heiratete sie später und sie wurde seine Muse und Frau, hatte ständig Affären und er war ihr hörig. Phasenweise unterzeichnete er seine Gemälde mit Dali-Gala oder mit Gali als Zeichen der Zusammenhörigkeit.
1969 entwarf er 8 Symbole – ähnlich einem Alphabet, dass ihre Liebe manifestieren sollte: Die Daligramme

Continue Reading