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Jan Who

Music

Desperate Anime – „Give me all your Luvin‘ “ von Madonna

Was waren wir gespannt. Also eigentlich hatte man sie ja vor lauter Gagaismus und ein bisschen vergessen die gute Frau Ciccone. Wahrscheinlich ist das auch der Grund warum sie sich etwas rar gemacht hat. Die Konkurrenz durfte sich erstmal so richtig austoben, damit ihr jetzt im Wettlauf gegen die Popgöttin der Atem ausgeht. Aber anstatt einem Wettrennen gibt es im neuen Video ein Anfeuerungskommitee von Frau Nicki Minaj und überraschenderweise auch von M.I.A.. Für alle die mit letzterer nichts anfangen können: Sie macht hauptberuflich eigentlich eher eine Mischung aus Dancehall und Electro. Jetzt aber grooved sie neben Madonna mit farblich passenden PomPom’s und einem irgendwie genervten Gesichtsausdruck. Nicki allerdings findet es super und stolziert mit gepushten Adidas-Werbebrüsten nebenher. Alles in allem ist das ein Video mit einer Mischung aus Anime, Desperate Housewives Kullise und einem Schuss LaChapelle.
Was kann man aber zum Lied sagen. Eigentlich nicht viel. Es wird sowieso ein Hit werden. Wie eben (fast) alles von Madonna. Eins muss man ihr aber lassen. Man hätte mit viel gerechnet. Elektro, Dancepop und im schlimmsten Fall HipHop. Mit dem Sound aber irgendwie nicht. Und das muss man in dem Alter erstmal noch hinbekommen.

Madonnas Album „MDNA“ erscheint bei Itunes am 26.3.2012. Die Single ab heute bei Itunes

Music

Die blutbespritzte Braut x Lana del Rey – „Born to die“

„Also wenn Sie mir versprechen nicht die CD in die Luft zu reißen und zu schreien: Ich hab sie, dann gebe ich sie Ihnen heute schon mit“. So oder ähnlich kommt man in Berlin an Cd’s bereits einen Tag vor Veröffentlichung. Arme hochreißen an einer Tram Haltestelle kommt (sogar in Berlin) blöd und so sprang ich mental in die Luft.
Man erwartet viel von dem Debütalbum einer Sängerin, die alle überrascht hat, nachdem Amy Winehouse tot war und man alles was ihrer Stimme nah kam als „Nachfolgerin“ betitelte. Dieser Kelch ist an Lana del Rey glücklicherweise vorbeigegangen. Sie hätte eh nicht draus getrunken. Und wenn sie es getan hätte, wäre es ihr über ihre vollen Lippen gelaufen und … O.K.- Moment wir kommen vom Thema ab. Hier geht es um Musik.

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Milan Fashion Week

Dandysofas x GUCCI Men Fall/Winter 2012

Glenchek, Lederjacken mit Pelz/Fell , florale Teppichmuster auf schmalen Sakkos und grober Strick zu schmalen, teilweise glänzenden Hosen kombiniert mit Oversize-Mänteln. Frida Giannini nennt es „Visconti-Grundge“, ich nenne es „typisch Gucci“. Gut. Man muss dem italienischen Traditionsunternehmen lassen, dass sie es jede Saison aufs neue hinbekommen, Männer zwar sehr dünn, aber auch sexy aussehen zu lassen.

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Milan Fashion Week

Weltschmerz x Vivienne Westwood AW 2012

Die Vivienne mag die Erde. Und die Probleme die sie gerade hat bewegen sie natürlich. Und alles, was einen bewegt, dass inspiriert natürlich auch. In diesem Fall war es die globale Erwärmung bzw. das Klima. Also schnell den Models ein bisschen Schnee in Haar und Bart appliziert, die Bäckchen ein bisschen angerötet und die Lippen blau geschminkt. Schon ist der Klimawandel auf dem Laufsteg.

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Allgemein

Reifes Obst x Iris Apfel für MAC

Viel hat Frau Apfel mit ihrem Nachnamen gemeinsam. Die Haut ist schrumpelig geworden und hier und da gibt es sicher auch die ein oder andere Delle. Was Frau Apfel nicht mit ihrem Namensobst gemeinsam hat? Ganz einfach. Überreife Äpfel fallen auf den Boden und bleiben dort liegen bis sie verfault sind. Frau Apfel allerdings setzt sich mit einer Selbstverständlichkeit wie immer fantastisch gekleidet und die Brille etwas verrückt (im doppelten Sinne) hin und macht Werbung für sündhaft rote Lippenstiftfarben der Firma MAC. Das ist super und lässt hoffen, dass sie noch lange fest zubeißen wird.

Bild: MAC

Allgemein Music

Der Ohrenschmaus ist angerichtet x Das Jahr 2011 in Tönen

Vieles wird in diesen Tagen zusammengefasst. Menschen, Bilder und Emotionen zum Beispiel. Oder, wie gerade in diesem Moment des Schreibens, die Ereignisse 2011 als „lustiges“ Quiz auf der ARD. Zusammengefasst sind ja auch Musikalben. Das aufgenommene Werk eines Künstlers auf einer CD gepresst. Sehr selten finde ich zumindest sind diese musikalischen Ansammlungen durchgehend hörenswert. Nur sehr wenige Alben, wie zum Beispiel „Mirrorwriting“ von Jamie Woon schaffen es mich von Anfang bis Ende zu begeistern. Was also tun um das Jahr musikalisch zusammenzufassen und sich nicht den von mir überaus geschätzten Magazinen wie „Musikexpress“ oder „Rolling Stone“ anzuschließen und „Die besten Alben“ küren? Erstmal die Technik nutzen und die ITunes-Bibliothek nach Anzahl der Wiedergaben sortieren um so zu schauen, was man am häufigsten gehört hat. Ergebnis: Ich habe tatsächlich „Get together“ von Madonna ganze (Achtung!) 425 mal gehört. Gefolgt wird dieser Titel übrigens u.a. von Lady Gagas „Alejandro“ mit 206 Wiedergaben. Ist auf 365 Tage verteilt schon eher häufig. Keine Ahnung allerdings ob sich das nur auf dieses Jahr bezieht. Ich hoffe nicht. Wer jetzt dennoch denkt: „Du liebe Güte na das wird ja eine Jahreszusammenfassung“, der darf beruhigt sein. Ich habe es dann doch nach Jahreszahl sortiert und hier kommen nun die Highlights 2011. Aus den Alben gerissen und aufgetischt. Guten Appetit!

Jamie Woon – „Night Air“

Fangen wir doch gleich bei dem Interpreten an, der Eingangs erwähnt wurde. Jamie Woon hat es geschafft, dass sich ein ganzes Auto voller Kollegen eine komplette Rückfahrt musikalisch unterhalten gefühlt hat ohne zu sagen: „Mach mal was anderes!“. „Mirrorwriting“ lief auf dem Hinweg zur Arbeit, auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause, beim Training, beim Putzen und überhaupt immer rauf und runter. Und das von Track eins bis Track zwölf.

Washed Out – „Eyes be closed“

Washed out klingen wie ein ziemlich cooler Sommerabend mit Bier in der Hand auf einer Wiese. Aber auch wie zärtlicher Sex im Bett während es draußen regnet. Das erklärt vielleicht auch das Cover ihres Albums „Within and Without“, auf dem ein nacktes Pärchen zu sehen ist. Auf jeden Fall eine Synthie-Pop Entdeckung des Jahres.

Telonius – „Now I do“

Ich würde gerne an dieser Stelle über das sicher fabelhafte Album von Telonius schreiben. Das Problem: Es gibt keins. Ich weiß nicht warum. Wissen tue ich aber, dass sich das hoffentlich kommendes Jahr ändert. Fabelhaft unangestrengter Partysong jedenfalls.

Selah Sue – „This World“

Cooler Name oder? Besser als Sanne Putseys jedenfalls. So heißt Selah Sue nämlich mit bürgerlichem Namen. Die belgische Sängerin und Songwriterin hat uns mit ihrem Album „Selah Sue“ ein wirklich beeindruckendes (sie ist 22 Jahre jung) Soulalbum mit fantastischer Stimme hingelegt, dass in Deutschland leider irgendwie nicht so einschlug, wie man das beim Hören erwarten würde. Dafür war es in Belgien und den Niederlanden auf Platz eins bzw. zwei. Ist doch auch was. Und kaufen kann man es ja in Deutschland trotzdem.

Oh Land – „Sun of a gun“

Wenn Models anfangen zu singen ist das oftmals ein schlechtes Zeichen. Im Fall von „Oh Land“ oder auch Nanna Øland Fabricius (ihr merkt dass die meisten Interpreten wirklich gute Gründe für Synonyme haben) ist das anders. Nicht nur hat sie mit dem gleichnamigen Album „Oh Land“ ein unterhaltsames Popalbum mit Höhen („Helicopter“) und Tiefen („Human“). aufgenommen. Nein. Sie hat ihre Modelkentnisse auch einfach in ein kunterbuntes Video eingebracht und tänzelt grazil und top gekleidet im Video zu „Sun of a gun“ durch eine Fantasielandschaft. Toll.

Lady Gaga – „Americano“

Jaaaaaaa. Ich habe euch genervt und mit Countdowns in den Wahnsinn getrieben, aber es tut mir Leid. „Born this Way“ ist und bleibt die Poptrashperle des Jahres. Zu „Edge of Glory“ bin ich durch die Wohnung gerockt und als im Film „Der gestiefelte Kater“ Kater und Katze zusammen mit einer plüschigen Katzenmeute zu „Americano“ performten, war es um mich geschehen!

SBTRKT – „Pharaohs“

Hinter diesem Namen (ausgesprochen: „subtract“) steckt ein Londoner Musiker und Producer namens Aaron Jerome. Hinter dem Cover mit der lustigen Maske stecken großartige Songs mit fabelhaften Support-Sängerinnen wie zum Beispiel Rose Gabor bei „Pharaohs“. Auch Live sehr zu empfehlen.

Martin and James – „Wrong Directions“

Und zum Schluss noch was für Freunde der gepflegten Gitarrenmusik. Martin und James wurden mir empfohlen. Beim ersten Hören noch relativ unbegeistert entwickelte ich nach mehrmaligem nach und nach immer mehr Begeisterung für Martin Kelly und James O’Neill. Die beiden Schotten kommen auf „Martin and James“ mit rauher Stimme und melancholischen Melodien daher, wie sie dem Soundtrack von Twilight entspringen könnten. Und zur Verteidigung: Die Soundtracks sind gut!

Das war natürlich noch längst nicht alles! Florence Welch aka Florence and the Machine hat mit ihrem neuen Album „Ceremonials“ wieder einmal bewiesen, dass sie die beste Rothaarige auf dem Planeten ist, Lana del Rey, die singende Superlippe veröffentlicht im Januar ihr Debutalbum und kommt mit Sicherheit nächstes Jahr in den Rückblibk. Aber auch ein James Blake, der mit sehr, nunja sagen wir minimierter Musik, seinen Herzschmerz ausgedrückt hat, sollte erwähnt werden. Viel musste hier unter den Tisch fallen, aber das tolle an Musik ist ja, dass es sich bei den persönlichen Lieblingsliedern oder situationsbedingten Songs immer so anfühlt, als seien sie ganz aktuell.

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Dramatische Karosserie x Lana del Rey – „Born to die“

Ihr Künstlername setzt sich aus dem Namen der Schauspielerin Lana Turner und dem Automodell Ford del Rey zusammen. Einer heißen Blondine und einem heißen Fahrgestell also. Und so sitzt sie da diese Kreuzung aus heißem Motor und großen Lippen. In sakralen Bauten, zwei Königstiger links und rechts neben ihr platziert. Am Kleid brustgeschlitzt und mit einem grünen Blütenkranz auf dem Kopf. Alles ein bißchen zu schön für das Lied, möchte man meinen. Aber seien wir ehrlich: Geboren um zu sterben sind wir ja, betrachtet man das Leben mal realistisch, alle. Wenige haben allerdings die Stimme, noch das nötige Setup um den Abgang aus dem Leben so wunderschön, dramatisch und stimmlich bombastisch zu verpacken wie Lana del Rey. Und so stirbt sie letztendlich in den Armen der tätowierten Liebe ihres Lebens vor einem Szenario was ein bisschen so wirkt, als hätte Steven Klein sich an dem Video beteiligt. „Choose your last words, this is the last time, cause you and I we were born to die.“ Zum Sterben schön.

Lana del Reys Debütalbum erscheint Ende Januar.

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Do not break in case of Emergency x Die Converse Nikolaus- Schuhoffensive in Berlin

Gut. Mit Converse verbindet man jetzt in erster Linie nicht unbedingt warmes Schuhwerk. Aber das wird sich in den kommenden Tagen zumindest in Berlin verstärkt ändern. Da hat man nämlich ab dem Nikolaus-Tag die Möglichkeit an insgesamt 10 Plätzen in Mitte und Kreuzberg (und ich frage euch: WO AUCH SONST?) in eigens aufgehängten Emergency Kästen einzelne Schuhe des Converse „Outsider Boots“ zu finden.

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Music

Zeremonienmeisterin x Florence and the machine – “Ceremonials”

Toll, dachte ich mir, als ich damals Florence Welch’s Version von „You got the love” das erste Mal hörte. Wie für alle Sex and the City Gestörten war es (im Nachhinein glücklicherweise) nicht dasselbe. Nach und nach und mit Sichten des Videos wurde es jedoch immer mehr zum Lieblingslied. So ging es vielen mit „Florence and the machine“. Erst natürlich als „Geheimtipp“ und Neuentdeckung gehandelt, wurden schnell alle auf die rothaarige in Südlondonerin (aufgewachsen in Camberwell) aufmerksam und spätestens seit „Dog days are over“ und ihrem Debutalbum „Lungs“ ist sie aus der Musikwelt nicht mehr weg zu denken. Jetzt hat sie mit „Ceremonials“ ihr zweites Album veröffentlicht.

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Musikalisches am Montag ? x Hä? Wasn da los

Hä was? Wasn da los? So oder ähnlich wird es in den Köpfen vorgehen, wenn man die Überschrift liest. Das kann der Jan doch nicht machen, einfach so alte und feste Abläufe durchbrechen. Das ist ja so wie „Schwiegertochter gesucht“ am Mittwoch um 18 Uhr, oder „Wer wird Millionär“ Sonntag Nachmittag.
Aber es hat Vorteile. Man ist Montags ja immer etwas schlechter drauf als Freitag. Insofern kommt der Wochenstart-Motivationsfaktor viel besser zur Geltung als am Freitag, wo man so oder so meistens gute Laune hat. Außerdem ist mir das auch lieber so, weil mir Sonntags ja eh manchmal langweilig ist. Warum? Keine Ahnung. Aber so lange es euch zu Gute kommt kann euch das ja auch egal sein.

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