Ich lebe in einer Stadt (Berlin), in der man grundsätzlich zwar viel Fahrrad fährt, aber immer damit rechnen muss, dass der geliebte Drahtesel morgens nicht mehr angebunden vor der Tür steht. Oder nur noch der Rahmen.
Und da Fahrradfahren längst nicht mehr nur bloße Fortbewegung ist, sondern ein Sehen und gesehen werden, ist der Klau umso schmerzhafter. Nichtsdestotrotz ist das Aussehen der Zweiräder mittlerweile so wichtig wie die Sonnenbrille die man sich zum Fahren aufsetzt. Daher liebe Horstson – Leser hier nun eine Auswahl nicht ganz billiger aber traumhafter Räder für den Frühling/Sommer 2012!
Jan Who
Pre-listenings sind ja in etwa so wie sich den Beginn eines Madonnakonzertes vor Besuch der Show im Internet anzuschauen. In diesem Fall sei aber dringendst zum Pre-listening des neuen Gossip-Albums geraten. Man darf sich auf „Get a job“ und „Move in the right direction“ ganz besonders freuen wie ich finde. Bis zum 11.5.2012 müssen wir uns allerdings noch gedulden.
Gerade postete eine Bekannte von mir auf Facebook, dass sie auf dem Crosstrainer angefangen hat zu heulen während auf dem Bildschirm an der Decke „Notting Hill“ lief. Während ich das las, lief bei mir gerade “In your own time“ von Keane. Und der Song passt perfekt in den Film. Überhaupt ist die neue LP der für „Hopes&Fears“ im Jahr 2004 neunfach mit Platin ausgezeichneten Briten zwar schön aber irgendwie weichgespült. Nach Alben wie „Under the Iron Sea“ (2006) oder „Perfect Symmetry“ (2008) ist dies das vierte Album der englischen Band rund um Frontmann Tom Chaplin.

Princess Cheesecake – Bilder: Katy Otto
Kleine süße Cafés die selbstgemachte Backwaren in niedlichen kleinen Läden verkaufen und Kuchenmanufakturen, die ausschließlich Bio- oder Fair-Trade Produkte verwenden gibt es in Berlin zu Genüge. All das zusammen bietet „Princess Cheesecake“.
Andreas Borcholte endete auf Spiegel Online mit „Little broken hearts“ allein in seinem Zimmer. Und das obwohl er sich selbst gegenüber Norah Jones als bisher eher abgeneigt bezeichnete. Sein Urteil: Mit dem richtigen Produzenten (Dangermouse), kann auch Frau Jones cool sein. Dem schließe ich mich an. Bei uns konnte man nähere Informationen zu Produzent und Album ja bereits im Artikel über die erste Singleauskopplung „Happy Pills“ lesen.
Damals platzierte ich die früher eher für Musik für Frauen und sensible Männer bekannte Sängerin aus Brooklyn in einer alten Bar auf einer knarzenden Bühne mit einem Hocker. Hier kann man sie nach hören des Albums auch getrost sitzen lassen. Das Konzert könnte mitten in der Nacht stattfinden und die Zuschauer eine Mixtur aus durchfeierten Clubheimkehrern oder durch Herzschmerz bedingte Schlafgestörte sein. Oder aber eben ein Spiegel-Online Redakteur im Zimmer oder ein Blogautor am Sonntag im Bett. Wenn ihr euch das nicht vorstellen wollt beschwert euch bitte beim Produzenten.
Hörenswert:
4 broken hearts
After the fall
Miriam
Say Goodbye
Altes Kloster, neue Kopfbedeckung x The Gossip’s Video zu „Perfect World“
Posted on 5. Mai 2012Beth Ditto ist jetzt langhaarig oder hat eine Langhaarperücke auf dem Kopf. In ebendieser röhrt, wippt und läuft sie geheimnisvoll durch das Video zur ersten Single „Perfect World“. Dabei wirbelt sie in einem Kloster ganz schön viel Staub auf und zwar erst in Sepia und am Schluss in Farbe. Das macht nicht wirklich Sinn, was aber egal ist, denn Gossip sind wieder da und das reicht ja schließlich. Viel Spaß beim Schauen und ein schönes Wochenende!
„A joyful noise“ erscheint am 11.5.2012
Nein dies ist kein Happening im Nachthaus des Berliner Zoos. Hier geht es um die Helden der Kindheit. Superhelden um genau zu sein. Batman „Autor“ Grant Morrison sagte nun in einem Interview mit dem Playboy, dass Batman selbstverständlich schwul sei. „Das Schwulsein ist ihm zu eigen. Ich meine das nicht abschätzend, aber Batman ist sehr, sehr schwul. Es ist einfach nicht zu leugnen. (…) Das ganze Konzept ist vollkommen schwul.“* Wir gähnen und sagen: Ach ne! Vielleicht kommt ja demnächst auch noch ans Tageslicht, dass Ernie und Bert eigentlich gar nicht in getrennten Betten schlafen …
*Zitat: Welt-Online
Was auch immer Garbage uns mit „Blood for Poppies“ oder auch wörtlich übersetzt „Blut für Mohnblumen“ sagen wollen ist unklar. Das Video zur ersten Singleauskopplung aus ihrem neuen Album ist jedenfalls alles andere als rot sondern kommt dadaistisch angehaucht in schwarz/weiß daher.
Sieben Jahre hat es gedauert, bevor die Band rund um die schottisch-rothaarige Frontfrau Shirley Manson nun mit „Not your kind of people“ zu uns zurückkehrt. Nach „Garbage“, „Version 2.0.“, „Beautifulgarbage“ und „Bleed like me“, ist dies bereits das fünfte Album. Bisher konnte man in den neuen Streich Album noch nicht reinhören, aber nach „Blood for Poppies“ bin ich davon überzeugt: Das Comeback trägt dieses Jahr Rot!
„Not your kind of people“ erscheint am 11.5.2012
Spezielle Musik für spezielle Menschen – Karl Lagerfeld empfiehlt Django Django
Posted on 24. April 2012Karl Lagerfeld vergisst ja manchmal für was er alles designt (Breuninger). Und wer soviele Ipods besitzt wie er, der verliert sicher auch mal den Überblick darüber, was er gut findet und was nicht. Anders kann man sich nach erstmaligem hören von Django Django die Empfehlung dieser Band nicht erklären. Aber der Meister sprach während des Interviews bei Markus Lanz in der letzten Woche über das britische Psychedelic Quartett Django Django als seine Lieblingsband. Sie würden ihn ein wenig an die Beach Boys erinnern. Also haben wir mal reingehört, denn nach Bands wie Cat Power und Devendra Banhart weiß man des Meisters (bzw. Michel Gauberts) Musikgeschmack zu schätzen.
Drei Songs von Django Django sind Online anzuhören. Lagerfelds Lieblingssong „Default“, die gleichzeitig auch die erste käufliche Single ist, hat mit Sicherheit Fashionshowpotential. Zum Hören nebenbei ist sie aber weniger geeignet. Zuviel verzerrte Stimmen im Hintergrund, zuviel Tasten auf dem Keyboard gleichzeitig gedrückt. „Storm“ und „Waveforms“ sind da schon eher etwas für das von „Default“ geplagte Gehör. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Ritterschlag von Karl Lagerfeld als Lieblingsact empfohlen zu werden. Warten wir also das ganze Album ab und fällen dann unser endgültiges Urteil über Karls Musikgeschmack und Django Django’s Album.
Dior’s Roben sind seit jeher in großen Hollywoodfilmen und auf den Red Carpets sämtlicher internationaler Film-Events vertreten. Soweit nichts Neues. Aber schon gewusst, dass Christian Dior durch seine Begeisterung für Filme bereits Kostümdesigner war, bevor das Couturehaus 1946 gegründet wurde? Aus diesem Grund (und weil es einfach wundervoll anzuschauen ist) gibt es nun den Bildband „Stars in Dior“. Dort findet man auf 250 Seiten Fotografien und Aufnahmen von Schauspielerinnen aus Filmen, Filmsets und Werbespots (zum Beispiel „J’adore“ mit Charlize Theron).


