Was war ich traurig als sich die Sugababes (zumindest in meiner Lieblingskonstellation) auflösten und ich es niemals hinbekommen habe ein Konzert von den Mädels zu besuchen. Ein Glück gibt es ja Kathleen Brien alias Katy B. Diese bekommt es solo hin, zu klingen wie Heidi, Keisha, Mutya, Siobhan und wie sie alle heißen, zusammen. Am meisten erinnert ihre Stimme dabei an eine Mischung aus Heidi und Keisha. Aber Schluss mit den Vergleichen denn natürlich ist sie nicht bloß der Abklatsch einer englischen Popband …
Jan Who
Das Wort ‚Scheiße‘ in Bezug auf Elektronik wird ja gern bei Smartphones, Laptops oder sonstigen Geräten verwendet, die nicht so wollen wie man selbst. Bei Shit Robot allerdings kann man gar nicht groß meckern, auch wenn man das wollte …
Mir fällt zu My Sad Captains tatsächlich nix Schmissiges an Überschrift ein. Aber das Tolle an den vier Jungs Ed Wallis (Gesang, Gitarre), Nick Goss (Gitarre, Sonics), Jim Wallis (Schlagzeug, Keyboard, Gesang) und Dan Davis (Bass) ist, dass man auch gar nichts Schmissiges braucht, damit man ihre Musik versteht …
„Best of Times“ vereint wie der Albumtitel schon sagt nicht nur Songwriting von heute mit Sounds aus den 80ern, sondern ist ein großartiges Album für einen Sonntagmorgen, Samstagabend oder auch Montagmittag. Neben „All Times Into One“ und „Hardly There“ fängt die erste Single „Goodbye“ ganz gut die Tonalität des bereits dritten Albums der Londoner Band ein, die mich vor Allem auch mit ihrem expressionistisch angehauchten Artwork überzeugt hat, das Mitglied Nick Goss und sein Bruder gestaltet haben …
„Best of Times“ erscheint am 14.3.2014
Factory Girl x SAINT LAURENT Women Autumn/Winter 2014
Posted on 7. März 2014Es war ein winterliches Flanieren, was uns Hedi Slimane zwischen goldverchromten Säulen links und rechts vom Runway zeigte. Zum Intro des eigens für die Show aufgenommenen Songs „Had ten Dollaz“ von Cherry Glazerr richteten sich die Säulen, in denen sich das sepiafarbene Licht brach, im Pariser „Carrée du Temple“ zu einer Allee auf. Kennern des Brands war klar, dass es wieder ein modisches Jahrzehnt sein wird dass Monsieur Slimane mit seiner ganz eigenen Handschrift, nennen wir es „Rock’n’Tailoring“, versehen und in die aktuelle Zeit übertragen wird. Dieses Mal waren es die späten sechziger Jahre welche als Inspiration dienten. Edie Sedgwick hätte es genauso geliebt wie es Alex Turner und Miles Kane taten, die aus einer Flasche Champagner trinkend, laut eigener Aussage, mit jedem der Girls ausgegangen wären. Ob das an der Mode oder dem Alkohol lag, bleibt offen …
Diese Girls präsentierten mit „Mascara drenched Eyes“, wie Suzy Menkes es passend formulierte, viele zauber- und mädchenhafte Kleider mit viel Pailletten und Stickereien. Diese variierten zwischen Pistolen Pop-Art Print a la Warhol und grafischen Kompositionen wie sie der Künstler John Baldessari, Slimanes Inspiration für diese Kollektion, selbst hätte schaffen können. Kombiniert mit der für Saint Laurent typischen Bikerjacke oder Strick- bzw. Karocapes erinnerten die Mädchen an London in den Sechzigern. Kleider und Röcke schlossen meist mit den großartigen Mänteln bzw. eben erwähnten Capes (wahlweise bestickt oder mit Pelz) ab und zeigten nur die (arg dürren) Beine der Mädchen.
Überhaupt gab es im Vergleich zum letzten Winter mehr Pelz zu sehen, sei es im Streifen-Patchwork-Look, voluminös mit Punkten oder im Spiel mit Leder. Die hohen Stiefel welche in silber förmlich „Barbarella“ schrien, wechselten sich mit Glitter oder klassischen Mary Janes in rot, schwarz oder metallic ab. Die Attitüde war gewohnt rotzig, aber alles in allem eleganter und irgendwie verträumter und angenehmer als sonst.
Überhaupt zieht sich momentan eine neue, weniger schockierende Attitüde durch Saint Laurent und zeigt zeitgleich dass es eben doch wichtig ist, konsumnah zu designen. Und dann wäre da noch immer der Vorwurf Herr Slimane würde High Street Fashion zu absurden Preisen zeigen. Sicher werden wir (wie bei jeder Kollektion von Saint Laurent) massenhaft Kopien bei den Vertikalen finden und ja, den Look den wir gesehen haben finden wir schon jetzt auf der Straße. Letztendlich ist aber die Straße der Ort wo die Mode (meistens) passiert und es ist und bleibt letztendlich ein Unterschied, ob ich Seidengeorgette oder Viskose trage, n’est- ce pas?
(…)But I am the greatest motherfucker
That you’re ever gonna meet
From the top of my head
Down to the tips of the toes on my feet.
So go ahead and love me while it’s still a crime,
And don’t forget you could be laughing
65 percent more of the time.
You could be laughing
65 percent more of the time.(…)
Der in Buchanan (Michigan) geborene John William Grant hat ein Jahr in Heidelberg gelebt und anschließend in Mainz Deutsch und Russisch studiert. Wir können aber froh sein, dass es ihn dann doch wieder zurück in die USA gezogen hat, wo ihn die Band Midlake 2008 in ihr Studio einlud und Grant mit ihrer Unterstützung sein Debutalbum „Queen of Denmark“ aufnahm …
„Get lucky“ läuft immer noch rauf und runter und „Happy“ hat gerade erst angefangen das musikalische Jahr 2014 zu prägen, da legt Mr. Williams schon wieder nach. Man hört seinen Namen ständig in einem Atemzug mit Namen wie Cyrus, Snoop Dogg, Spears, Jay-Z, sodass man denken mag: Mensch, schon wieder n Album? Aber um genau zu sein, ist „Girl“ sein erst zweites eigenes Album denn bisher machte er eher als Produzent für oben genannte Namen überaus erfolgreich von sich reden. Solo landete er zwar den ein oder anderen Kracher (z.B. „Can I have it like that“ mit Gwen Stefani), aber der richtig große (Solo)Erfolg blieb bisher aus. Aber keine Sorge, denn wir können uns sicher sein: Dieses Jahr wird sein Jahr. Nach vier Grammys (u.a. Produzent des Jahres) war „Happy“ auch bei den diesjährigen Oscars in der Kategorie Bester Filmsong für „Despicable Me 2“ nominiert. Und dann ist da ja auch noch „Girl“.
Christine and the Queens hat im wirklichen Leben einen noch viel schöneren Namen nämlich Heloïse Letissier. Diese zauberhafte Dame nennt Drag Queens als ihre Inspiration (daher vielleicht auch der Name) und spielte bereits als Vorband bei Woodkid oder Lykke Li. Ihre erste EP „Miséricorde“ erschien 2011. Die aktuelle EP „Nuit 17 à 52“ aus dem Jahr 2013, verbindet Elektropop, Piano und ihre zauberhafte Stimme, sodass man nur sagen kann: oh, là là!
Truls – „Out of Yourself“
Hohe Töne Spucken bekommt bei diesem Herrn eine ganz neue Bedeutung. Truls Heggero
(ja der heißt wirklich so) ist eigentlich ein norwegischer Rockmusiker, der nach der Auflösung seiner Band „Lukestar“ und „Truls & The Trees“ beschloss solo weiter zu machen. Von Rock ist beim Sound von Truls nicht mehr viel zu hören dafür aber umso mehr von seiner sehr hohen Stimme mit ebenso hohem Wiedererkennungswert …
Kafka Tamura – „Somewhere Else“
Zwei Jungs aus Deutschland und eine Sängerin aus England, die ein bisschen aussieht wie Carey Mulligan. Nachdem Patrick Bongers und Gabriel Häuser 2012 auf Songskizzen von Emma Dawkins stoßen, dauert es eine Weile (Anfang 2013) bis man sich trifft und beschließt zusammen Musik zu machen. Wie das klingt? Hört selbst!
Naomi Pilgrim
Der Vater aus Barbados, die Mutter aus Schweden. Das allein ist schonmal eine interessante Mischung. Auch Naomi Pilgrim’s Musikmischung aus R&B, Soul und Pop ist neben Angel Haze momentan der (entschuldigt die Wortwahl) heißestes Scheiß, den man sich anhören kann und sollte. Die EP der ehemaligen Backround Sängerin von Lykke Li „Naomi Pilgrim“ ist bei Itunes erhältlich.
Snowbird
Bisher war „Vespertine“ von Björk immer unangefochten mein Lieblingsalbum zu dieser Jahreszeit. Snowbird haben mit ihrem Album „Moon“ nun gute Chancen sich dort einzureihen. Ähnlich wie bei Björk wird ins Mikro gehaucht, bis das Klavier Akkord für Akkord eingeschneit ist und der Schneevogel in den Winterschlaf fällt. Dabei klingt es ab und an nicht nur nach Björk sondern auch ein wenig nach „Tales of Us“, dem jüngsten Werk von Goldfrapp.
Idiot Glee
Wie James Friley, bekennender Mormone aus Kentucky, auf seinen Künstlernamen kam, ist mir schleierhaft. Sein Mix aus Orgel, Jazz, Elektro, Lo-Fi und was weiß ich noch sonst ist aber so harmonisch, creepy und melodisch zugleich, dass man ein Idiot wäre das überhaupt zu hinterfragen.
The Jezabels
„The Brink“ ist das neueste Werk der aus Sydney stammenden Band rund um Frontfrau Hayley Mary. Die Band existiert bereits seit 2007 und bewies bereits mit ihrem ersten Album „Prisoner“(2011), dass Australien mehr als nur Koalas und Neujahrsfeuerwerke zu bieten hat. „The Brink“ überzeugt nicht nur durch ein fabelhaft gestaltetes Cover, sondern auch durch melodische Alternative Musik vom Feinsten die auch, ohne den Jezabels zu nahe treten zu wollen, von Chris Martin gesungen werden könnte. Aber das ist ja irgendwie auch ein Kompliment. Oder?
„The Brink“ erscheint am 14.2.2014
Während es bei uns noch nicht ganz so klar ist ob es Winter oder doch schon Frühling sein will, ist bei SAINT LAURENT im Kampagnenvideo zur Männerkollektion Spring/Summer 2014 schon Beachfeeling angesagt.
Im Gegensatz zum Kampagnenvideo der Frauen, geht es hier ein bisschen sommerlicher zu. Schwarze Palmen vor sommerlich buntem Hintergrund mischen sich zwischen die von den 80ern inspirierten Teile der Männerkollektion. Palmenprints, Bandanas, Duckies a la „Pretty in Pink“, Westerngürtel und natürlich der „Blood Luster“ Print von Luke Thompson dessen herzförmige rote Tropfen uns verraten: Der Sommer kann kommen! Models dieses Mal: Rexx Osterkamp (Sänger der Band REXX), Ethyn und Kevin. Musik von „Hunx and his Punx“ mit „You don’t like Rock’n’Roll“. Und nun die Frage: Do you?

