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Jan Who

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Was sich gehört – Heute: Albumedition mit Rhonda, Alvvays und Mystic Braves

Rhonda x „Raw Love“

Roh klingt die Stimme dieses blonden Gesangswunders allemal. Wir haben euch die Kombo rund um Milo Milone bereits kurz vorgestellt. Nun hat die Band ihr Debüt „Raw Love“ veröffentlicht und macht darauf weiter wie sie mit „Camera“ angefangen haben. Mit Songs wie „My Thing“ oder „Thats how I roll“, servieren sie uns feinsten Neo Soul Made in Germany mit einem Schuss Duffy …

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La Roux x „Trouble In Paradise“

Es gibt Ärger im Paradies wenn es nach Elly Jackson geht. Die Haare hochgestylt, bunt gekleidet und mit allerlei quietschig geometrischem Kram behängt. So kannten wir sie noch bei „Bullettproof“ oder „I’m not your Toy“. Im Vergleich zum nach ihr benannten Debutalbum klingt „Trouble In Paradise“ weniger laut und bunt, wobei das Albumcover ohne weiteres ein Blousonprint aus der PRADA Sommerkollektion 2014 hätte sein können. Bunt und sommerlich, so kommt La Roux da rüber. Und genauso ist auch das Album …

Songs wie „Cruel Sexuality“ oder „Sexotheque“ (Ein Puff?) klingen nach Verdeck auf und mit coolen Sonnenbrillen durch LA (oder dem jeweiligen Wohnort) fahren. Der Einfluss der 80er Jahre ist auch bei Stücken wie „Silent Partner“ zu hören dass ein bisschen an „Jump (for my love)“ erinnert. Überraschenderweise klingt das Album insgesamt besser als vermutet, denn die ersten Songs die vorab veröffentlicht wurden („Let me down Gently“ und „Tropical Chancer“) ließen zumindest mich nicht aus dem Sessel springen. Und das tut „Trouble in Paradise“ auch nicht. Es ist warm, sonnig und macht Spaß. Wie der Sommer halt. Aber Sommer sind auch irgendwann mal vorbei.

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SIA x „1000 Forms of Fear“

SIA ist die bekannteste unbekannte Künstlerin. Viele kennen vielleicht „Breathe Me“, den Song aus „Six feet Under“ oder „Clap Your Hands“, das aber auch nur dann wenn sie die Songs hören oder man anfängt zu summen. „Diamonds“ von Rihanna hingegen kennen alle sofort beim Namen. Und auch hier war es SIA die eben diesen Song in weniger als 40 Minuten schrieb. Das Schreiben lag ihr nämlich schon immer mehr als die eigene Selbstvermarktung bzw. die große Show. Das hat Vor- und Nachteile. Sehen, wie Dinge aus der eigenen Feder zu Welthits werden und mehr oder weniger im Hintergrund bleiben aber auch wissen: Ich hab’s drauf. Jetzt hat Sia Furler mit „1000 Forms of Fear“ wieder ein eigenes Album veröffentlicht. Eines vorweg: Die Welt, in der SIA Furler zumindest auf diesem Album lebt, ist nicht unbedingt eine glückliche …

Ihre Debutsingle „Chandelier“ beschäftigte sich mit der ewigen Partyqueen die irgendwann betrunken am Kronleuchter hängt, „Big Girls Cry“ könnte eine (anspruchsvolle) Zusammenfassung von Bridget Jones Gemütszustand sein („I don’t care if I look pretty, big girls cry when their hearts are breaking…“) und „Straight for the Knife“ („You went straight fort he knife and I prepared to die, your blade it shines … you wonder why you make girls cry…“) ist die vielleicht am besten vertonte Metapher für das Schlussmachen seit langem. Auf der anderen Seite ist SIA auch optimistisch, verbannt das ganze fucked up Yesterday auf Papier und verbrennt es einfach („Burn the Pages“). Und manchmal genießt sie die emotionale Abhängigkeit auch die sie noch vorher verteufelt („…I’m held hostage by your love…“). Eine emotionale Achterbahn an deren Ende letztendlich natürlich wie immer die Frage steht: Wieviel eigenes Leben steckt in diesem Album? Das wird SIA wohl weiterhin unter den blonden Bobperücken unterschiedlicher Personen oder gelegentlich einer Papiertüte verstecken. Während Perücke und Tüte jedoch recyclebar sind, ist dieses Album einmalig.

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Kovacs x „My Love“

Wenn Frida Gold noch immer coole Musik machen würde, wäre ihr Name Kovacs. Äußerlich haut das ganz gut hin nur eben musikalisch nicht, denn da ist Kovacs um Längen interessanter. Zumindest bekommt man nach dem Anschauen ihres Videos und Hören ihrer Single „My Love“ den Eindruck. Das Video erinnert ein bisschen an „Fighter“ (Christina Aguilera) meets „American Horror Story“ (Staffel 1). Das passt auch stimmungsmäßig ganz gut, denn die 24-jährige Niederländerin liebt es ihre Songs in Moll zu komponieren. Das Ergebnis ist ein Moll-Tango. Aber hört selbst:

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Christine and the Queens x „Chaleur Humaine“

Wem Héloïse Letissier, Frontfrau und Sängerin von Christine and the Queens, ihre Blumen schenken will bleibt wohl ungeklärt. Vielleicht wurde sie auch einfach sitzen gelassen in ihrer bereits leergeräumten Wohnung auf ihrem Sitzwürfel? Man weiß es nicht. Das ist in Anbetracht der Tatsache dass die Band nun endlich ihr Debütalbum fertig hat auch herzlich egal. Wir berichteten bereits über ihre EP „Nuit 17 á 52“ …
Die gut 45 Minuten lange Debütscheibe enthält neben der gleichnamigen Single allerlei englisch/französisch gesungenes Liedgut, das man auf Grund der gesungenen Sprachen als „Nouveau Frenchpop“ bezeichnen darf. „Cause I’ve got it I’m a man now“ beginnt das Album mit „iT“ und macht klar: Sie hat nicht nur im nach ihr benannten Song „Christine“ das Zepter in der Hand, das sie auch bei eher ruhigen Songs wie „Paradis Perdu“ nicht weggibt. Bei schnelleren Stücken wie „Ugly – Pretty“ schwingt sie dies auch mal schneller, sodass ordentlich menschliche Hitze aufkommt, was sie in ihrem Albumtitel auch verspricht. Fest steht: Von Héloise und den Königinnen wird man noch viel hören. Hoffentlich auch bald in Deutschland.

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Spanische Ameisen x ANTS – The Mix 2014

Wenn man auf Ibiza Urlaub macht, muss bzw. sollte man sich mit elektronischer Musik anfreunden. Von morgens im Radio bis Abends in einem der zahlreichen Clubs wie Space, Amnesia oder Ushuaia kommt um elektronische Musik nicht herum. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht nur den oben genannten Sender als Livestream empfehlen, sondern auch auf den diesjährigen Mix der Partyreihe „ANTS“ im Ushuaia Beach Club hinweisen und Euch ans Herz legen. Das DJ Kollektiv legt zwar nicht nur dort auf, ist aber diese Saison jeden Samstag ebenda zu hören.
Und für alle die sich jetzt wundern: Wie? Wo? Was? Der berichtet doch sonst nur über so Sachen mit Gesang und Text. Alles schön und Gut, aber tanzen kann man eben doch am besten mit Wumms …

Allgemein

Double J x SAINT LAURENT Men’s Campaign Autumn-Winter 2014

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Bild: Hedi Slimane; SAINT LAURENT

Für Slimane Fans, die seine Ausstellung „Sonic“ in der Fondation Pierre Bergé nicht abwarten können (und alle anderen natürlich auch), hat Monsieur nun die Kampagnenfotos der kommenden SAINT LAURENT Paris Männerkollektion Autumn-Winter 2014 veröffentlicht. In LA fotografiert (bien sur) sind die Hauptdarsteller dieses Mal Jake (Smallwood) und Jack (Dalby) …

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July Talk x „Paper Girl“

Mann und Frau, beide in einer Band und beide singen. Kennen wir zum Beispiel von den Subways. Wenn Mann und Frau allerdings stimmlich so unterschiedlich sind wie es bei July Talk der Fall ist, dann kann man das schon als abwechslungsreich bezeichnen. Die „räudige“ (diese Bezeichnung habe ich der PM entnommen) Stimme von Peter Dreimanis singt sich abwechselnd mit der wesentlich lieblicheren Stimme von Leah Fay durch die nun erschienene EP „Paper Girl“ der Band aus Toronto. Fays Stimme erinnert dabei ein wenig an Nanna Bryndis Hilmarsdottir oder auch einfach Frontfrau von „Of Monsters and Men“. Ich weiß zwar nicht, wie Peter Dreimanis seine Stimme kultiviert (Kippen und Alkohol?), bin aber sicher, dass „Paper Girl“ musikalisch nicht das Rad neu erfindet, aber selten ein „Summer Dress“ beim Singen so dreckig wurde. Anhören!

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Was sich gehört – German Edition

Michel van Dyke – „Bestimmt was vergessen“

Michel van Dyke hat ein Kopf wie ein Sieb. Der deutsche Produzent und Songwriter mit niederländischen Wurzeln (wer hätte das gedacht?) hat zumindest in seinem Song irgendwie immer den Anschluss verpasst. Hoffen wir, dass es ihm mit der Single besser ergeht …

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