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Jan Who

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Róisín Murphy x „Hairless Toys“

Als ich neulich „Exploitation“ im Büro gespielt habe bemerkte meine Kollegin, dass sich der Song ein wenig nach Kubrick Soundtrack anhören würde. Ich bin musikalisch in Bezug auf Kubrick ein regelrechter Nichtkenner aber hätte Róisín damals schon Musik gemacht, wäre das sicher interessant geworden.
Es ist in der Tat acht Jahre her seitdem „Overpowered“, Róisín Murphys letztes Album, erschienen ist. Auf dem Cover saß Miss Murphy in ein extravagantes Strickoutfit gehüllt mit Bommeln und Latexhandschuhen in einem Diner und schlürfte ganz lässig mit neckischem Blick einen Kaffee. Nun, einige Jahre später, steht Róisín Murphy auf ihrem Cover im roten Mantel und schaut mit einer Mischung aus prüfend bis skeptisch zu uns. Ist aus ihr ein scheues Reh geworden? Keine Sorge. Róisín ist immer noch Róisín. Aber während der Zeit in der sie vergleichsweise abwesend war, hat sie nicht nur ein italienisch sprachiges Album veröffentlicht, sondern auch zwei Kinder bekommen und somit ist jetzt auch mal Schluss mit Bommel auf dem und Flusen im Kopf.

„Hairless Toys“ startet mit „Gone Fishing“ als solider Einstieg mit wabernden und mysteriösen Elektrosounds. Das darauf folgende „Evil Eyes“ führt durch „Hocus Pocus“ zum eingangs erwähnten „Exploitation“, welches man in dieser knapp zehn minütigen Version eigentlich weniger als Song sondern vielmehr als Werk bezeichnen kann. Außerdem erinnert es an „Familiar Feeling“ von Molokos Album „Statues“, welches ein ebenfalls komplexes Intro hat. Dann bei „Exile“, beweist Miss Murphy, dass ihre Stimme auch für bedrückende Retro-Balladen gemacht ist („… Exiled … Banished from your love, I fear it’s a beautiful place, bit cold at night…“), bis dann bei „House of Glass“ wieder die alte Róisín da ist, die mit Bommeln am Tisch sitzt und ihren Kaffee schlürft.

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Er will noch immer – Brandon Flowers x „Still want you“

Wir haben euch ja bereits über die Rückkehr von Herrn Flowers in Kenntnis gesetzt. Dieses Comeback nimmt nun immer mehr Formen an und so hat Brandon bereits seine zweite Single „Still Want You“ vom angekündigten Album „The Desired Effect“ veröffentlicht. Neben einer ordentlichen Portion Saint Laurent bietet das Video außerdem eine Menge Hände, die sich zum Glück nur im Gesicht von Herrn Flowers befinden. Zumindest gehen wir davon aus. Musikalisch bleiben wir bei den 80ern und sind weiterhin auf „The Desired Effect“ (VÖ 15.05.2015) gespannt.

Brandon Flowers auf Tour
Berlin – 31.05.2015 – Huxley’s
Köln – 03.06.2015 – E-Werk

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Jamie XX – „Loud Places (feat. Romy)“

Wir erinnern uns als das Jahr 2009 ganz im Zeichen von The XX stand. Anfangs noch zu viert, sorgten die Mitglieder rund um Jamie XX für eine kleine Revolution in der Musik mit ihrem reduzierten und düsteren Elektrosound. Sechs Jahre und zwei The XX Alben später, steht die Veröffentlichung des zweiten Soloalbums von Jamie Smith alias Jamie XX an und schon vor VÖ wird es als eines der meist erwartetsten Alben 2015 gehandelt. Bis „In Colour“ allerdings erscheint (29.05.2015), müssen wir uns mit den vier bereits veröffentlichten Songs des Albums „Gosh“, „Sleep Sound“, „Girl“ und „Loud Places“ zufrieden geben. Letzterer entstand mit stimmlicher Unterstützung der alten Bandkollegin Romy Madley Croft die im Video zu einer nächtlichen Skateboardtour einlädt.

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Petite Meller x „Baby Love“

Alice im Wunderland? Kunstperformance? Das sind vielleicht so ein paar Fragen, die man sich stellt, wenn man Petite Meller’s Video zur neuen Single „Baby Love“ das erste Mal anschaut. Mit voranschreitender Zeit vermittelt Video wie auch Song dann aber eine über die Maßen große Lust am Aufspringen und Mittanzen dass man die Fragen schnell wieder vergisst und ein wenig neidisch ist nicht selbst mit Giraffen Kaffee trinken zu können.

Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Tochter eines polnischen Vaters und einer französischen Mutter übrigens schon Einiges erlebt. Mit 15 Jahren zog sie nach Tel Aviv und trieb sich auf Jazz Festivals rum, bis sie schließlich als Model entdeckt wurde und ein Jahr in Tokio arbeitete um sich wiederum ihr Philosophiestudium zu finanzieren. Den Weg zum Songwriting und ihrem „Nuovo jazzy-pop“ wie sie ihren Musikstil beschreibt fand sie übrigens über Freud und Kant. Warum? Untern anderem schreibt sie darüber nämlich momentan ihre Masterarbeit in Philosophie. Ihr seht: Don’t judge a book by it’s cover!

„Baby Love“ erscheint als Single am 05.06.2015

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Topmodel meets (Ex) Game of Thrones x Heidi Klum und Pedro Pascal in SIA’s “Fire meets Gasoline”

Der leider viel zu früh bei Game of Thrones ausgeschiedene Oberyn Martell alias Pedro Pascal hat schon in der Fernsehserie nichts anbrennen lassen. Im Video zu SIA‘s Song „Fire meets Gasoline“ allerdings brennt so einiges an bzw. ab. Und wer ist mit dabei? Heidi Klum. Und auch wenn man sonst nicht so wirklich Fan ist, ist das Video dem Songtitel entsprechend schon echt heiß geraten. Ach und wer sich fragt was Heidi trägt, bekommt das auch ganz kurz mit Etikett-Einblendung zu sehen. Weitere gute Nachricht: SIA will angeblich noch dieses Jahr ein neue Album veröffentlichen. Name: THIS IS ACTING. Wir sind gespannt.

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Was sich gehört – Live Edition mit Eels und I am Kloot

I am Kloot – „Hold back the Night – I am Kloot Live“

Wer I am Kloot noch nicht kennt wundert sich sicher warum ganze 26 Songs auf deren neuen Livealbum zu finden sind. Bei einer Bandgeschichte die bis ins Jahr 1999 zurück geht verwundert dies allerdings wenig. Das Livealbum beinhaltet u.a. Songs ihrer Alben „Sky at Night“ (2010) und ihrem letzten Studioalbum „Let It All In“ (2013) …

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Balthazar x „Thin Walls“

Dünne Wände sind prinzipiell nichts Gutes, besonders wenn man laute Nachbarn hat. Wenn diese aber das neue Album von Balthazar spielen, können die Wände nicht dünn genug sein.
Wir stellten euch „Then What“, die erste Single aus dem dritten Album, bereits vor. Vor fast einem Monat ist dieses nun erschienen und es ist unverzeihlich, dass es euch bisher vorenthalten wurde. Dies holen wir nun nach …

Die belgische Band rund um Jinte Deprez und Maaerten Devoldere trat bereits als Vorband für die Editors auf. Das Schönste an den Jungs sind, wie ich finde, die leicht versoffenen Stimmen, die in Songs wie „Nightclub“ tatsächlich den Eindruck vermitteln, dass sie gerade torkelnd aus eben diesem kommen und es noch schaffen, diesen Song zu singen. Just im Anschluss klingt „Bunker“ dann wieder klar und nüchtern. Nach „Dirty Love“ und „Last Call“ fällt einem dann plötzlich auf: Album schon fast durch und man kann sagen: Auf „Thin Walls“ ist für jeden etwas dabei. So eine Albumwertung mögen viele vielleicht für nicht gut erachten, aber andererseits: Then What?

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Kovacs x „Shades of Black“

Bereits im letzten Jahr stellten wir euch Sharon Kovacs, damals noch relativ unbekannt, vor. Nun erscheint am 24.04.2015 ihr Debutalbum „Shades of Black“ und der Name des Albums verwundert nicht, denn die aus Eindhoven stammende Sängerin hat einen Hang zur Tonlage Moll.

„Dieser düstere Sound entsteht durch meine Stimme und die Arrangements, aber auch durch die Tatsache, dass wir alles in Moll komponieren. Ich mag diese Stimmungsschwankungen, meine Musik hat Seele.“

Diese Seele klingt aber nicht immer so düster wie auf ihrer ersten Single „My Love“. So grooved der erste Song „50 Shades of Black“ mit Klatschrhythmus vergleichsweise leicht vor sich hin, im Hintergrund hängen aber stets die dramatischen Geigen in der Luft und man kann sagen: Der Himmel voller Geigen bedeutet bei Kovacs nicht zwangsläufig etwas Gutes …

Beim eher pragmatischen „The Devil You Know“ („ …You made your bed now lie in it …“) ist der Vergleich mit Amy Winehouse dann auch angebracht. „Shirley“ ist herrlich ins Mikro gehaucht und man möchte sich entgegen aller Abstinenz mit einem Whiskey und einer Kippe in die nächste Jazzbar setzen. Ersterem scheint Kovacs übrigens auch selbst nicht abgeneigt zu sein. „ … I do instead of everyone love you … I knew after I gave you some I’m ready for Whiskey and Fun …“, singt sie in „Whiskey and Fun“.
Natürlich hat das Album aufgrund der durchgehenden Tonalität keine größeren Überraschungen zu bieten und an Kovacs Styling müsste man bei Gelegenheit auch nochmal was machen. Dennoch ist Kovacs zumindest für mich seit langem mal wieder ein Name, der den Vergleich mit Amy Winehouse verdient.

„Shades of Black“ erscheint am 24.4.2015

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Was sich gehört x Rihanna, Brandon Flowers und Will Butler

Rihanna – „B**** better have my money“

Sie ist mittlerweile Style Icon 2014 (CFDA), Chefdesignerin bei Puma (wir sind gespannt) und hat mit Kanye West und Sir Paul McCartney einen Song aufgenommen. Letzteres ist sicher nicht einer ihrer stärksten Kooperationen. Daher macht sie jetzt wieder Hip Hop. Und wenn Madonna einen Song namens „B**** I’m Madonna“ auf ihrem neuen Album hat, dann darf Rihanna natürlich keinen Song ohne B**** im Namen droppen wegen Credibility und so.

Brandon Flowers – „Can’t Deny My Love“

Wer würde Brandon Flowers Liebe schon ablehnen? Dieser hat anscheinend SEINE Liebe zu den Achtzigern entdeckt und liefert mit „Can’t Deny My Love“ die erste Single aus seinem bald erscheinenden Album ab.

„The Desired Effect“ erscheint am 15.05.2015

Will Butler – „Anna“

Will Butler ist Mitglied von Arcade Fire und spielt Synthesizer, Bass, Gitarre und Percussion. Jetzt, genauer am 10.3.2015 hat er sein Soloalbum „Policy“ veröffentlicht. Und ist von hinten wie von vorne Anna.