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Daisydora

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Wie viele Klamotten braucht der Mann?

Ihr wisst es: Bis zu den nächsten Prêt à porter Schauen und einem herbstlichen Temperaturabfall haben wir uns noch einige Wochen mit unseren Kleiderschränken in Jetztzustand um die Ohren zu hauen. Bis dann ausgelöst vom Spontankaufimpuls wieder alle in irgendwelche Läden rennen, um neue Klamotten zu kaufen, obwohl man eigentlich schon alles im Schrank hat. Da bietet es sich für mich an, mal in die Runde zu fragen: Liebe Leser, wie viele Klamotten braucht der Mann wirklich?

Doofe Frage, könnte man auch sagen. Das hängt ja auch vom Beruf und den damit verbundenen offiziellen und inoffiziellen Anlässen ab….und noch so einigen Faktoren, die da hinzu kommen. Ich muss zwar im Beruf zum Glück keine Business-Suits und Kostüme tragen, schlage mich aber bei jedem zweiten Einkauf mit der Gewissens-Frage rum: Brauchst du das wirklich, oder hilfst du mit deinem Einkauf nur mit, irgendwo Menschen unter unwürdigen Bedingungen sechzehn Stunden am Tag schwere Arbeit machen zu lassen und Gewässer zu vergiften…..und noch ungefähr sechzehn Fragen, die ich mir dann stelle. Trotzdem ist mein Schrank nicht leer.

Als ich dann vor ein paar Tagen Monki TV aus dem Kleiderzimmer von Jessie erleben durfte und sie von ihren hundert Blusen erzählte, war es so weit und ich wollte sofort losschreiben. Braucht man wirklich hundert Blusen? Macht das schöner und ist man dann endlich immer richtig angezogen? Und weil Horstson ein Männerblog ist geht es hier eben um Hemden und so weiter. Wer von euch hat hundert Oberhemden und trägt die auch? Wie ist das mit Jeans und T-Shirts, mit Mänteln, Jacken und Pullis? Einzig bei Anzügen scheint das etwas einfacher zu sein, zumindest aus meiner Sicht. Wer jeden Tag im Beruf mit einem Anzug auflaufen muss, kann auch gut mehr als fünf gute Anzüge vertragen. Aber wo liegt da die Obergrenze, ab der es nur noch Kaufrausch und Eitelkeiten sind, die uns alles zusammenramschen lassen, das uns in die Finger kommt und wir bezahlen können.

Interessant finde ich, dass heute wesentlich mehr Menschen denken, durch bestimmte Klamotten-Codizes ihr Sozialprestige zurecht rütteln zu können beziehungsweise zu müssen, als in der jüngeren und früheren Vergangenheit. Man erfindet sich nicht nur in Sozialen Netzwerken von Kopf bis Fuß neu. Mit ganz bestimmten Klamotten sollen Mangelerscheinungen camoufliert werden. Ich finde das ja eher nicht so wirksam. Als ob es Gucci-Suits gäbe, mit denen man dann im Liveauftritt weniger franjopoothisch rüberkommt, weil man so fesch und teuer raus geputzt ist.

Aber wie viele und welche Klamotten sind genau richtig für jeden von uns? Alles da draußen und online schreit doch danach, dass wir kaufen sollen. Da sind uns Bilder der Wohnzimmer großen Ankleidezimmer von Anna Dello Russo bei dieser Frage nicht unbedingt eine Hilfe.
Ich habe meine Klamotten dadurch in den Griff bekommen, dass ich ganz strikt nach dem Lieblingsklamotten-Prinzip verfahre. Ich habe nur noch Lieblingsklamotten im Schrank. Das sind immer noch mehr, als ich in überschaubarer Zeit tragen kann. Welche und wie viel, das erfahrt ich vielleicht auch mal. Aber nun frage ich euch, liebe Leser, lieber Horst und liebe Schreiberkollegen, muss man sich den Kopf überhaupt mit so einer Frage schwer machen? Habt ihr den Dreh schon besonders gut raus? Oder will sich einer von euch als Brian Boy unter den Horstsonians outen? Wird man von zu viel Klamotten doch nur total gaga? Wie macht ihr das, auch mal zu widerstehen, obwohl ihr kaufen könntet? Sagt es mir bitte.

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Daisy’s Evergreens und Schnulzen für exralange Staus und Autofahrten

Heute ist Pfingstmontag und der Rückreiseverkehr von hier nach da ist in vollem Gange. Da sitzt so mancher nicht ganz freiwillig etwas länger am Steuer und wünscht sich nach mehreren Stunden Charts in Heavy Rotation ganz andere Musik auf die Ohren. Für solche Anlässe habe ich meine eigene Roadmovie-Musik, die aus Soundtracks, Chris Isaak-Schnulzen, Chart-Evergreens und sonstigen Raritäten besteht. Auf jeden Fall aus Musik, die von angenehmen Stimmen gesungen wird, oder solchen, die wie die Stimme von Jim Carrey einfach lustig sind, denn das schlägt sich bei mir ganz positiv auf das vegetative Nervensystem, wirkt ähnlich einer einstündigen Tai Chi Behandlung oder Streichmassage. Genau richtig für dreißig Kilometer Stau auf der A 1.

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Big Brother für drei exhibitionistische Akademiker und einen Tätowierer– die #hh_wg sucht dich

Heute ist ja Daisytag und da genieße ich ein Quäntchen Narrenfreiheit, kann euch also auf horstson auch mal ein innovatives Social-Media-Stadtmarketingprojekt mit all seinen Facetten und Haken näher bringen. Darum geht es: Unsere schöne HorstsonHansestadtHamburg ist anscheinend hungrig nach noch mehr Frischfleisch von jungen Leuten und wirbt zusammen mit den drei Sponsoren – beziehungsweise besser gesagt Werbepartnern – Sparda-Bank, Otto und Radio Hamburg um deren Gunst. Wenn man sich mit erwünschtem Verhalten, dem Upload eines Bewerbungs-Videos auf YT und der Verlinkung zum eigenen facebook-Network positiv hervorgetan hat und dann mindestens 100 Votes ernten kann, ist man in der Runde, aus der die vier Gewinner hervorgehen werden, die dann ein Jahr lang k o s t e n l o s in der schönsten WG der Stadt auf 200 Quadratmetern wohnen werden und naturgemäß darüber zu berichten haben.

Dazu der O-Ton:
1. Dreh ein Video von Dir und sag uns, warum gerade Du in die #hh_wg musst.
2. Lade Dein Video bei YT hoch und schick uns den Link.
3. Aktiviere Dein Netzwerk und wirb für Deine Bewerbung.
4. Schaff 100 Votes und werde einer der vier #hh_wg Bewohner.
# Zieh ein! Yeah.

Bis hierher mag sich das ja noch ganz nett lesen lassen, wären da nicht einige Haken an dieser Offerte. Drei der vier WG-Bewohner stehen in dem Jahr als Trainees bei jeweils einem der Werbepartner in Lohn und Brot. Allerdings ist in den Stellenanzeigen von wirklich allem die Rede, nur nicht von dem, wofür der Mensch eigentlich arbeiten geht: Von Geld. Das ist für mich der Webfehler Nummer eins, dieser Stadtmarketing und Imagepflege-Kampagne der drei Werbepartner. Seriöse Stellenangebote enthalten immer einen Hinweis auf die zu erwartende Entlohnung. Warum schreibt ihr nichts dazu rein, obwohl es ansonsten vor Wörtern nur so wimmelt auf der Site?

Otto sucht als seinen WG-Bewohner einen möglichst fertig studierten und klarerweise medienaffinen aber auch schon erfahrenen Junior-Social-Media-Manager; die Sparda-Bank einen Trainee-Unternehmenskommunikation Marketing & Event und Radio Hamburg vergibt ein Volontariat an einen Social-Media-Redakteur. Der oder die Vierte im Bunde hat es gut: Denn, der Joker ist die Wildcard für den beruflich ungebundenen Einzug eines Tätowierers oder Autotuners in die WG. Allerdings lasten auch auf den Schultern des glücklichen Gewinners der Wildcard Erwartungen wie diese hier:

Du willst nach Hamburg! Ob wegen eines Studiums, Jobs, einer Liebe, um einen Lehrmeister zu finden, oder sonstwas. Du bist entschlossen für Deinen Traum alles zu geben. Entsprechend Deiner Träume und Fähigkeiten tun wir für Dich als Wildcard alles, um die richtigen Kontakte, Gelegenheiten und eine Bühne zu schaffen, damit Du in HH durchstarten kannst. Das solltest Du in etwa sein: In jedem Fall talentiert. Ob Du männlich oder weiblich, Musiker, Model, Tätowierer, Schauspieler, Künstler, Koch, Hacker, Autotuner oder was ganz anderes bist, ist nicht wichtig. Du begeisterst, Du bringst zum Lachen oder beeindruckst uns und das Web mit Deiner Art und Deinen Fähigkeiten. Du bist zwar extrovertiert, aber auch ein umgänglicher netter Mitbewohner. Für Egotrips ist in der #hh_wg kein Platz. Du hast tierisch Bock! Und stellst Dich zur Not in deiner Heimat schreiend auf den Marktplatz, um Dein Video zu promoten!
Hallooooooooo, liebe völlig haltlos enthusiasmierte Stadtmarketingleute und Werber der Werbepartner: Was ihr hier im Text und zwischen den Zeilen anklingen lasst, ist nicht weniger als das, dass die Bewohner zum Preis eines mietfreien WG-Platz an einem schönen Ort in der schönen HansestadtHamburg, alle Rechte an ihrer Privatheit an euch abtreten, um kostenlos bei YT, facebook und twitter die Werbetrommel für euch zu rühren, in dem sie sich – möglicherweise auch lange über den Zeitraum des ausgelobten Jahres hinaus – im Internet zu Hofnarren eurer Interessen machen… ohne, für diesen Promotion-Knochenjob wie Testimonials, Werbeagenturen, PR-Leute, etc. ganz normal nach Tabelle entlohnt zu werden.

Gehen wir davon aus, dass ihr richtig gute Leute sucht, die was draufhaben. OK. Warum sollte jemand, der auch ohne euer Projekt für gutes Geld beruflich durchstarten und seinen WG-Mietanteil auf einem Bein vom selbstverdienten Geld bezahlen könnte, sich ein Jahr lang kostenlos in den Dienst eurer Promotion stellen und sich dafür in Sozialen Netzwerken halbnackt ausziehen, damit andere junge Leute euch alle cool finden und Social-Media-affin erleben können?

Ich gebe zu, ich bin immer extrem sauer, wenn ich mitbekomme, dass gut im Markt stehende Unternehmen versuchen, gut ausgebildeten jungen Leuten bei deren ersten Jobs das Geld aus der Tasche zu ziehen, das die noch gar nicht verdient haben. Da macht auch der coole WG-Platz das Kraut nicht fett. Und noch viel saurer werde ich, wenn ich im Impressum der Website der Initiatorin der Aktion, der Hamburg Marketing Gesellschaft, als Vorsitzenden des Aufsichtsrates ausgerechnet den SPD-Mann und Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, finde. Sowas, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sollten Sie als Sozialdemokrat besser nicht abnicken. Denn, eigentlich sollten sich alle, die noch alle auf‘m Christbaum haben, im Interesse der Innovationskraft Deutschlands dafür einsetzen, dass junge Leute einen guten Start in den Beruf bekommen und dabei von Beginn an genauso fair und gut bezahlt werden, wie das bei uns der Fall war. Wir reden hier noch immer von dem Deutschland, in dem man mal mit einer einfachen Banklehre Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank werden konnte.
Wie heißt es auf der Seite so schön: Hab den Spaß deines Lebens … und sprich drüber. Live. Share. Yeah.
Wenn irgendwas doch nicht so ganz wunschtraumgemäß hinhauen sollte, liebe #hh_wg-Bewohner, könnt ihr ja immer noch in Richtung Horstson-Mansion um Hilfe twittern…

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SommerSonneSonnenbrand

Ab und an muss sich die innere Kosmetiktante in mir auch um eure junge und schöne Haut kümmern. Außerdem: Viel hat nicht gefehlt und ich wäre Hautarzt geworden. Ich bin also eher streng bei meinen Empfehlungen für jedes Sonnenbad. Belohnt wird guter Sonnenschutz nicht nur mit einem niedrigeren Hautkrebsrisiko und länger anhaltender, schönerer Bräune: Man verhindert damit, mehr Falten als unbedingt nötig abzubekommen und eine ledern wirkende Hauttextur, die immer alt macht. Wenn es nach mir geht, dann macht ein jugendlicher und schöner Teint wesentlich schöner, als High-Heels von Christian Louboutin oder Designerjeans für 1.500 Euro…

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Angela, Lehrjahre einer Kanzlerin

Was haben wir schon alles Schönes erleben dürfen mit unserer Kanzlerin in Ausbildung. Man hat das ja verdrängt, aber so lange liegt es gar nicht zurück, da hat sich die Bundeskanzlerin im Sommerurlaub unter einem provisorischen Frottierhandtuchumhängezelt noch coram publico den nassen Badeanzug ausgezogen und den guten Trockenen angezogen. Was danach kam war bis in diese Woche hinein modisch gesehen auch sehr durchwachsen. Den absoluten Tiefpunkt der stilistisch indifferenten und im Sinne der Anlässe unpassend gekleideten öffentlichen Auftritte der ersten Frau im Staate stellte das provokante Oktoberfest-Dekolleté des Abendkleides in der Oslo’er Oper dar. Tiefer konnte uns Dr. Angela Merkel nicht mehr blicken lassen. So ein Dekolleté möchte ich nicht mal von Heidi Klum sehen.

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Die tun nichts, die wollen nur spielen x Donatella und Ricardo reden in Interview

Steven Klein, einer der fünf besten Editorial-Fotografen der Welt, hat Ricardo Tiscis Rottweiler-Fantasien, deren modische Ausgaben euch Horst schon mal anhand der einschlägigen Modelle aus der Givenchy Kollektion gezeigt hatte, nun endlich auch in einem Editorial festgehalten. Wer sich wie Daisy schon vor harmloseren Hunden fürchtet, kann sich gemeinsam mit mir gruseln beim Anblick der Doppelseite mit zwei Models, einer ganzen Reihe verschrotteter Autos als Kulisse und nicht weniger als sechs ausgewachsenen und zähnefletschenden Rottweilern in Aktion.

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Zwischen Topmodel-Tingeltangel und Tussi-Terror? – GNTM: Das Finale

Wer sich von mir erwartet, dass ich hier schon im zweiten Satz auf die kleinen und größeren Mängel der Kandidatinnen im Finale hin dresche, liegt falsch. Es stimmt schon, dass ganz augenfällig wieder keine neue Gisele Bundchen, Kate Moss oder Natalia Vodianova darunter ist, das wäre mir aber dennoch zu einfach und irgendwie ungerecht.
Heutige Topmodels oder besser gesagt die künstlich gehypeden Runway-Queens, die man seit einigen Jahren darunter versteht, weil sie die meisten Schauen pro Saison laufen, müssen auch nur hauchdünn sein, um möglichst artifiziell zu wirken, sehen oftmals ziemlich durchschnittlich aus und waren einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Freya Beha Erichsen wäre nie ein Topmodel geworden, hätte es Karl Lagerfeld nicht amüsiert, ein ultradünnes und schamloses Model zu pushen, das wie ein Junge aussieht. Und mittlerweile laufen viele Karrieren so. Was will man den Schützlingen von Heidi also noch vorwerfen?

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Jo is‘ denn scho wieder d‘ Wies’n? x BOSS Black „Wies‘n & Wasen Kollektion“ Herbst / Winter 2011

Zwar liegt zwischen uns der der Wies’n zum Glück noch ein ganzer langer Sommer, aber man will ja gut vorbereitet das größte Volksfest der westlichen Welt erleben. Wenn es danach geht, dass die Maß zum ersten Mal über neun Euro kosten wird, braucht man als Gast der Wies’n auf jeden Fall ein strapazierfähiges Portemonnaie bei dem total g‘spinnerten Bierpreis…

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Warum auch Bloggerkrokodile gerne mit Wattebäuschchen auf Kolleginnen werfen…

Da kommt jetzt eine Art Daisy-Geständnis auf euch zu: Mein Ruf unter den BloggerInnen könnte besser sein. Allerdings nur um den hohen Preis, nicht ausschließlich für die Leser von Horstson zu schreiben. Man braucht meiner Meinung nach schon einen sehr robusten Magen, wenn man sich erfolgreich an all die Branchengrößen ran schmeißen wollte, um deren Gunst zu erlangen. All die kleinen Netzwerktricks zu nutzen, die bei den kleinen Indianerinnen in den PR-Abteilungen und –Agenturen so gut ziehen, weil man da in vielerlei Hinsicht gerne unter sich bleibt. Und da verrate ich jetzt kein facebook-Gruppengeheimnis: Das ist in unserer charmanten, von Frauen mit E-Gehirn-Stärke regierten Branche Gang und Gäbe, nach diesen ungeschriebenen Branchegesetzten zu spielen oder den eisigen Wind der Verachtung der sich selbst so nennenden Fashionistas in Gesicht und Nacken zu spüren. So werde ich wohl oder übel in Würde altern müssen, ohne je von all den Svedas, Annas, Katjas, Janas und so weiter anerkannt und oder gar gemocht zu werden. Das trifft sich aber ohnehin gut, da ich weder Zeit noch Lust habe, mich mit all den kalkulierten und selbst lancierten Erfolgsgeschichten zu befassen.

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Happy Eastcoast Holidays

Ihr seht es schon am Header – für meinen fünften und vorerst letzten Ferienkoffer greife ich tief in die Schnulzenkiste und statte euch für Ferien aus, wie sie der politische und der Geldadel in den USA in der Vergangenheit so gerne verbrachte. Obwohl, etwas davon schwebt auch heute noch Sommer für Sommer über den Hamptons mit all den schönen Anwesen, den Preppy People darin und der tiefenentspannten Hollywood Prominenz in blendender Sommerfrischelaune. Auch wenn es euch dann regelmäßig zurück nach New York ziehen sollte, weil man das nun mal nützt, so in der Nähe zu sein, tun wir so, als würdet ihr eure Ferien hauptsächlich in diesem Naherholungsgebiet der betuchten New Yorker verbringen.
Die Streifenphobiker unter unseren geschätzten Lesern müssen jetzt noch einmal ganz tapfer sein – diesen fabelhaften Anlass zu maximaler Ringelstreifendichte konnte ich nicht streifenfrei verstreichen lassen… Als echter Hamptonian läuft man ohnehin nicht mit Scull-T-Shirts von Alexander Mc Queen durch die Dünen, das gehört sich nicht.
Aber lasst uns doch am besten gleich mit dem Kofferpacken beginnen: Los geht es mit schicken schwarzen Shorts von Jil Sander (links oben); zu denen endlich das tolle Hype Means Nothing Tee (rechts oben) mit dem Liz Taylor Print passt, das ich euch schon so lange zeigen will. Für drüber gibt es den geringelten Cardigan von Jil Sander (mittlere Reihe links); oder einen Roten Cashemere Pulli von Hemisphere (mittlere Reihe rechts). Allesamt keine aufregend modischen Teile, aber als entspannt eleganter Look genau richtig für diese Ferien. An den Füßen trägt man dazu am besten Rote oder Tiefdunkelblaue Chucks von Converse (untere Reihe links)…. oder die dezent karierten Searsucker Tennisschuhe (untere Reihe rechts), die sich Jack Purcell Plaid Sneakers nennen.

Bevor ich euch in einem Schwung die Auswahl von fünf kurzen Hosen zeige, bekommt ihr die karierte Schirmkappe von Moncler Gamme Bleue (erste Reihe links)auf den Kopf gesetzt. Die beiden eleganteren Shorts sind von Alfred Dunhill (erste Reihe rechts), mit dezentem Fischprint und von MR by Roland Mouret (mittlere Reihe links) in einem Offwhiteton mit Bundfalten und Umschlägen an den Hosenkanten. Die legeren Shorts sind von Rag & Bone (mittlere Reihe rechts) in Jeansform geschnitten und aus einem leichten Blau-Weiß melierten Stoff; von Ralph Lauren (unterste Reihe links) in Dunkelblau mit Nadelstreifen und einer kleinen Uhrentasche unter dem Bund; und von Viktor & Rolf in Weiß mit Dunkelblauen Karos (unterste Reihe rechts).

Dazu passen natürlich alle möglichen T-Shirts vom schlichten Weißen, das ich hier nicht zu zeigen brauche, bis hin zu Ringel-Sweatern und geringelten T-Shirts. Meine Wahl fiel auf den langärmeligen Mc Gregor Sweater von John Smedley (obere Reihe links), das ebenfalls langärmelige T-Shirt von A. P.C (obere Reihe rechts), ein ganz leichtes T-Shirt von Golden Goose (untere Reihe links) und das unregelmäßig gestreifte Dunkelblaue T-Shirt von Marc by Marc Jacobs (untere Reihe rechts).

Weil ohne Pullis auch an der zugigen Ostküste gar nichts geht, habe ich euch gleich einen ganzen Schwung schicker Feinstrickteile herausgesucht, damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist. Von dem Navy-Grey Striped Back Pulli von John Smedley zeigen wir die Vorderansicht (obere Reihe links), stilecht mit Anker gestaltet – und den Rücken (obere Reihe rechts), der von der auf einer Seite geknöpften Schulter bis zum Bündchen durchgehend gestreift ist und daher auch stilecht in der HorstsonHansestadtHamburg ausgeführt werden könnte… Der sieht schon neu so aus, wie ein typischer Lieblingspulli, von dem man sich auch nach einem Jahrzehnt nicht trennen will. Immer passend zu den kurzen Hosen und Jeans sind der mit feinem Zopfmuster gestrickte Cable Knit Cashemere Sweater (mittlere Reihe links), von Polo Ralph Lauren und der Dark-Navy Sweater von Neil Barrett (mittlere Reihe rechts), dessen Ärmellochkanten und Halsausschnitt mit gestrickten Paspeln abgesetzt wurden. Noch etwas feiner kommen der Wool-Zip-Cardigan von Bottega Veneta (untere Reihe links) und der Ribbed Silk Sweater von Gucci (untere Reihe rechts) daher, den ich in Sandfarbe schon in den Trekkingkoffer gepackt habe. Seidenstrick von Gucci war schon zu Tom Fords Zeiten einer meiner Favoriten, weil sich diese Teile so toll auf der Haut anfühlen und federleicht sind.

Nun geht mein Koffer für die Ostküste schon längst nicht mehr zu und ich muss langsam zum Ende kommen, obwohl ich noch ziemlich viele schicke Teile für das Nachtleben und Dinner-Einladungen auf Halde habe, die ich euch aber auch in einen Barfly-Bericht packen kann. Aber ohne Hemden und eine tolle Cabanjacke sind meine Vorschläge für eine Urlaubsgarderobe nicht komplett: Daher kommen hier noch das feine Hellblaue Check Cotton Shirt (obere Reihe links) von Margaret Howell, das ganz blass Puderroséfarbene in sich gemusterte Hemd von Simon Spurr (obere Reihe rechts) und das Kreidefarbene Slim Fit Garbadine Shirt von Incotex (untere Reihe links) …. und bevor wird den Koffer nun endgültig schließen, liegt ganz obenauf die Navyblaue Cabanjacke von Burberry (untere Reihe rechts); die sieht schön aus, ist aber auch entsprechend wind- und wetterfest. Ich verspreche euch, nun ist es aber erst mal gut mit Preppy-Chic, Navyblau und Ringelstreifen und wir gehen ein paar Mausgrauen und Schwarzen-Daisy-Modeberichten mit einer Prise Punck entgegen.
Lasst mich bitte wissen, ob in diesem letzten Ferienkoffer auch etwas für euch dabei ist …….
Und, wir haben schnulzig losgelegt und enden ausnahmsweise schnulzig, weil der Preppy-Eastcoast-Chic selten besser gezeigt wurde als hier: