Warum, um alles in der Welt, müssen wir uns im Jahr 2012 des 21. Jahrhunderts noch mit den moralinsauren Reden und Phobien der Kirche beschäftigen? Diesmal wieder zum Thema Homosexuellen-Ehen, angezettelt von Papst Benedikt XVI.. Von dem man annehmen könnte, er würde die kostbare Zeit seiner Wirkungsperiode dafür verwenden, auf Seiten der Kirche einen vollkommen reinen Tisch zu schaffen und die Wiedergutmachung an vielen tausend mittelbaren Opfern der Kirche weltweit, Kindern und Jugendlichen, die Pfarrern, Pastoren, Priestern, Klosterbrüdern und anderen mehr in die Hände gerieten und sexuell missbraucht wurden, eilends vorantreiben. Da gibt es zwar Wortspenden des Heiligen Vaters, die mir persönlich aber viel zu dürr sind.
Daisydora
Wahrscheinlich hat mich die Information zur neuen Burberry Show in wenigen Tagen dazu inspiriert, einen ersten Bericht zu den in diesen Tagen im Mode- und Onlinehandel eintreffenden, Trenchcoats aus den aktuellen Kollektionen, für euch zusammenzustellen. Voila, hier kommen sie. Nicht alle im Geiste Inspektor Colombos, dem wohl zurecht besten Role Model für die total zerknautschte Ausgabe des praktischen Wind- und Wetter-Mantels.
Ich habe in einigen Kollektionen Trenchcoats in starken Farben gefunden und auch solche, die weniger am Original angelehnt wurden und mehr modische Attitüde zeigen. Aber schaut einfach selbst. Der leger-knautschige Trench neben dem Inspektor kommt von Lanvin und ist für 700 Euro zu haben.
Schon sein ganzes Fotografenleben lang sieht sich der französische Fotograf Patrick Demarchelier in den Bann der Haute Couture aus dem Haus Dior gezogen. Nun gibt es den Fotoband, der diese Begeisterung für einige der schönsten Couture-Kreationen, die jemals geschaffen wurden, auf 120 Schwarz-Weiß und Farbfotografien gebannt, dokumentiert.
Auf 240 Seiten kann man sich satt sehen an den Couture-Kunstwerken von Dior zwischen 1947 und heute. Der Fotoband ist eine Retrospektive und auch ein Fest für die Kunst des französischen Handwerks, bei der Herstellung der feinsten Kleider der Welt.
Und wieder grüßt das Murmeltier, so könnte man den klitzekleinen Aufreger betiteln, der monatlich für ein Raunen unter den Modebloggern sorgt, zumindest unter denen, die nachweislich noch alle Latten auf’m Zaun haben. Manche schweigen aber auch einfach nur vornehm drüber. Schuld an der Verwunderung, dem inneren Kopfschütteln und dem großen Staunen ist das Ranking der Modeblogs, das seit einigen Monaten völlig aus dem Ruder gelaufen ist …. und, die Tatsache, dass einige der sehr gut platzierten Blogs gar keine Modeblogs sind.
Ist das Kunst oder pure Verzweiflung im Rennen um die besten Editorials?
Posted on 7. Januar 2012Jeder Editor in Chief will und muss der oder die Beste sein. Höher, schneller, weiter, das ist die Devise, auch und erst recht bei den Ideen für die Bildergeschichten, in die man all die schönen Kleider packt, die wir kaufen sollen. Das Rennen wurde in diesem Jahr von der Italienischen VOGUE eröffnet, die ihren Haus- und Leibfotograf, Steven Meisel, für das größte Editorial im Magazin die Key Pieces aus den Kollektionen der großen Luxuslabels inszenieren ließ.
Und zwar im Stile von Home Order Television Channels. Da staksen und stehen Meisel Lieblingsmodels wie Natasha Poly und andere in sündteuren Kreationen von Gucci, Louis Vuitton und Kollegen in einem gleißend hell ausgeleuchteten Studio rum, dessen Ambiente man nur als desillusionierend bezeichnen kann.
Ich will mich hier gar nicht lange darüber ausbreiten, wie gut oder weniger originell ich die Umsetzung der um Schrillheit bemühten Idee finde … Viel interessanter ist die Frage, wie gut kommen die Luxusklamotten dabei zur Geltung, die ja zumindest zum Teil auch von Steven Meisel für die Anzeigen-Kampagnen der Labels abgelichtet wurden. Und das naturgemäß ganz anders.
Wie genau kann man sich das schlüssig machen, wenn die Darstellungsformen der Labels und die Präsentationen in Editorials für Hochglanzmagazine meilenweit auseinander driften. Louis Vuitton hätte Meisel wohl kaum eine Kampagne mit Shopping Channel Ambiente abgekauft. Aber vergleicht einfach mal, wie sublime die feinen Sonntagskleidchen, wie ich sie im Kollektionsbericht nannte, von Meisel für den Kunden Louis Vuitton in Szene gesetzt wurden. Man möchte meinen, hier geht es um Zartheit und einfach alles, inklusive der artifiziell wirkenden Models und der pastellfarbenen Lichtstimmung sollte den Stil der feinen Kleider subtil visualisieren. Was auch gelang. Für die Italienische VOGUE scheint das weniger relevant zu sein, wie man sich als Frau fühlen will, die beim Blättern durch das Heft von unbändiger Sehnsucht erfüllt werden soll, schon bald in diesem oder jenem Kleid zu stecken und sich darin wunderschön zu fühlen.
Da driften doch zwei Welten, die untrennbar miteinander verbunden sind, da sich Hochglanzmagazine durch die Anzeigen und PR-Obolusse genau dieser Marken finanzieren, leicht auseinander. Chefredakteure kämpfen Seite an Seite mit ihren Hoffotografen darum, das Heft mit den spektakulärsten Fotogeschichten in den Markt setzen zu können …. was auch von Teilen der Öffentlichkeit der Insider goutiert oder besser gesagt akklamiert wird. Aber die Identität der großen Labels, deren Klamotten darin gezeigt werden, findet heute fast nur noch in sehr guten Studio-Editorials Raum.
Steven Meisel hin oder her, er ist einer der fünf Besten, aber ich glaube nicht daran, dass diese Home Order Television Idee irgendjemand rund um den Erdball, der exklusive Kleider weit jenseits der zwei- oder dreitausend Euro mit Begeisterung kaufen soll, hinter dem Ofen hervorlockt.
So bleibt bei mir am Ende der Eindruck hängen, dass es bei manchen Editorials heute ein wenig zu sehr um den Ruf von Wildheit und Avantgarde-Mut des Fotografen und der Chefredakteurin geht …. aber was sagt ihr denn dazu?
Ist das Naivität, ist es sowas unschönes wie Gier oder einfach nur der Verlust jedweden Realitätssinnes?
Man hat noch nicht verdaut, was der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland da an halbgaren Ausflüchten und beherzten Einsichten von sich gab, von der zusammenfassenden Antwort seiner Anwälte auf über vierhundert Fragen, ganz zu schweigen … und nun geht es plötzlich um die Garderobe von Frau Wulff. Wer jetzt denkt, das sensible Thema hatten wir hier doch schon: Stimmt. Aber diesmal geriet die Herkunft der Garderobe der Präsidenten-Gattin in den Fokus des Focus, wie Spiegel online berichtet.
… und zwar genau genommen gleich von heute weg bis zum 14. Januar, da findet dann in Mailand die Burberry Prorsum MW AW12 Show statt und ihr seid wieder mit dabei. Doch dazu wird euch Horst noch rechtzeitig berichten.
Ich habe mir anlässlich der Vorfreude auf die neuen Schauen alle Kampagnen angesehen und einige davon werde ich hier in Berichten vorstellen und natürlich auch zur Diskussion stellen. Los geht es mit Burberry Prorsum. Fotografiert hat wie schon so oft und auch die letzten Male: Mario Testino. Früher gab es auch grafisch aufbereitete Anzeigen-Kampagnen von Burberry, seit einigen Saisons sprechen nur gut ausgeleuchtete Fotos und das Logo für die aufwändig verarbeiteten Modelle der Luxusmarke …. und diese nicht besonders inszenierten Fotos macht Testino sehr gut.

Schuld war die Schockstarre: Ich habe mittwochs eine halbe Stunde der neuen Staffel des Bachelor auf RTL ertragen und muss nun einiges an Psychogram hier los werden.
Warum, um alles in der Welt, hat RTL das Format nach acht Jahren Mottenkiste wieder aus dieser hervorgekramt? Reichten die unrühmlichen Beispiele der in der ersten Staffel der Öffentlichkeit zugemuteten Akteure denn noch nicht aus? Könnt ihr euch noch an Marcel erinnern, der mich danach auch noch in einem L’Oreal Deutschland Spot neben Maria Furtwängler erschreckt hat. Der Gute hatte schon vorher die passende Frau, hieß es gerüchteweise, und wollte auch nur in die Medien. Das traf sich aber ohnehin gut, denn seine Auserwählte, Juliane Ziegler, wollte ohnehin lieber Moderatorin als Braut werden.
Das ist der Preis für Katja Schweitzberger’s Outfit, der Chefredakteurin des vielleicht bald nicht mehr meistgelesenen Modeblogs Deutschlands: LesMads.
Nun habe ich diese frohe Kunde nicht aus irgendeinem Schmuddelblatt, sondern frisch von einem Modeblog, der, diese Bemerkung sei erlaubt, manchmal einem Schmuddelblatt um nichts nachsteht (und auch nicht nachstehen möchte). Das Angebot: Für 1.000€ bekommt der Sponsor die Möglichkeit, die Chefredactrice für die Berliner Party des Jahres neu einzukleiden und sie trägt dieses sicher bildhübsche Ensemble dann zur LesMads x Dandy Diary Party, die anlässlich der Eröffnung der MBFWB am 17. Januar stattfindet.
Schon bald geht sie los, die MercedesBenzFashionWeekBerlin!!!!
Eigentlich müsste ich auch schon ganz aufgeregt wie viele Modeblogger herumflattern und alles ungefiltert raus blubbern, das man mit immer höherer Schlagzahl zu dem Event aller Events im Halbjahr erfahren durfte. Aber wenn man den Modezirkus schon eine Zeit lang kennt, kann man echtes Business von Impression Management unterscheiden. Und für mich ist Berlin neben tatsächlich vorhandenem Talent der Ort, an dem tonnenweise Designer und auch solche, die sich hartnäckig dran klammern, sich für solche zu halten, täglich ums Überleben kämpfen, weil man selbst designte Klamotten ja schließlich erst mal an die Frau oder den Mann bringen muss.
Und wenn man ehrlich ist, tut sich bei den Verkaufszahlen und dem Ausbau der Distribution der Designer leider nicht viel. Was ich hier ohne jede Häme feststellen möchte, da auch internationale Designer schon zuhauf gestrauchelt sind. Auch solche, die gewaltig was auf dem Kasten haben. Über die Schwierigkeiten und Fallstricke der nationalen und internationalen Modebranche gab es hier schon den ein oder anderen Bericht.







