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Daisydora

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Die ZEIT Lesetipp x The Model Alliance x Sara Ziff initiiert erste Modelgewerkschaft in New York

Der Name Sara Ziff ist einigen unter euch sicher schon ein Begriff. Das Topmodel, Tochter einer Upper-Class Family, hat schon in ihrem viel beachteten Film Picture Me tiefe Einblicke in das angeblich so unglaublich schillernde Leben von Models, den schwächsten Akteuren des Modebusiness, geboten. Ihre Dokumentation der sattsam bekannten Missstände sollte aber kein Strohfeuer zum Thema bleiben. Sara wollte viel weiter gehen, um den heute zu Beginn der Karrieren schon überwiegend sehr jungen und unerfahrenen Models mehr Schutz und geordnete Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Aber eigentlich geht es um alle in den USA arbeitenden Kolleginnen und Kollegen. Zeitgleich mit der Eröffnung der New York Fashion Week wurde nun The Model Alliance, Saras Modelgewerkschaft, der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Ist ja Fasching x Oliver Kalkofe x Das wahre Wulff Interview

Oliver Kalkofe bringt Licht ins Dunkel der Missverständnisse, Irrungen und Wirrungen rund um Christian Wulff’spräsidiale Affären.
Einige von euch kennen die Realsatire sicher schon. Ich habe Teil I am Dienstag im Frühstücksfernsehen gesehen und wollte das Video gleich für euch posten. Es gibt das Interview aber leider weder komplett. Aber heute ist einfach der richtige Tag dafür, Teil I und II als Reminder für das, was noch kommt, zu bringen: Teil III und IV folgen, auch wieder auf der Seite von Sat 1.

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Berlinale x Canned Dreams x Die ganze Wahrheit über Dosen-Ravioli

Wisst ihr auswendig, wie wenig eine Dose Ravioli irgendeines Herstellers bei Aldi kostet?
Irgendwer stellt das alles her, was wir konsumieren. Menschen, die wir normalerweise nie zu Gesicht bekommen. Und, weil die Dinge im Supermarkt akkurat Dose für Dose aufgereiht stehen und ein uns bekanntes Markenlogo eines Multinationalen Konzerns drauf steht und das Produkt in aller Regel billig ist, greifen wir mit gutem Gewissen zu. Gutes Essen kann man den Doseninhalt zwar streng genommen nicht nennen, schon eher Schlangenfraß, aber er macht satt und kostet heute weniger als vor 10, 20 oder 30 Jahren.

Dokumentationen zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Waren liegen im Trend und die finnische Dokumentarfilmerin Katja Gauriloff hat sich das alltäglichste aller Nahrungsmittel herausgesucht. Verfolgt mit der Kamera in ihrer 90 Minütigen Dokumentation die Herstellung einer Dose Ravioli. Vom Erzabbau für die Dose bis hin ins Regal des Supermarktes.
Der Film beginnt mit dem ganz alltäglichen Alptraum, in dem die Menschen, Erwachsene und Kinder, die in einer brasilianischen Mine mit bloßen Händen Erdklumpen aus dem Boden holen, aus denen das Aluminium für die Billigdosen gewonnen wird. Arbeitsschutz und Rechte existieren nicht für diese Menschen. Sie müssen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten und verdienen damit zu wenig, um menschenwürdig leben zu können.

Die Absurdität und Perversion unserer Konsumgewohnheiten, diktiert durch multinationale Food-Konzerne, Discounter und Supermärkte, die den Löwenanteil des Nahrungsmittelabsatzes in Deutschland verantworten, ist stellenweise nicht mehr steigerbar. Wobei ich den Käufern solcher Lebensmittel zubillige, den Überblick verloren zu haben und einfach oft nicht über die Informationen zu verfügen, die man braucht, um sich zu gruseln.
Wer denkt schon an Massentierzucht und Billigfleischgewinnung in Skandinavien, wenn er in seinen butterweichen Raviolo beißt. Wer weiß, wie viele Hände von Mitmenschen in wie vielen Ländern Europas und außerhalb für Micro-Beträge all die Handgriffe tun müssen, damit der Platz der Ravioli-Dosen im Regal nie leer bleibt. Wie es diesen Menschen dabei geht, welche Gedanken, Träume und Nöte die Arbeiter und ihre Familien umtreiben?
Wenn man es ganz knallhart auf den Punkt bringen will, dann haben die Nahrungsmittel-Industrie und die Discounter in den letzten dreißig Jahren ein zum Teil unmenschliches System implementiert, bei dem die Menschen und Unternehmen in der Herstellungskette zu Sponsoren unseres frei verfügbaren Einkommens degeneriert sind. Vor dreißig Jahren haben wir noch vierzig bis sechzig Prozent des Einkommens für’s Essen gebraucht und heute sind es gerade noch vierzehn bis sechzehn. Wir essen aber nicht weniger. Das tun dann schon besser die Leute, die unser Essen herstellen.

Die Dokumentation ist so schlicht wie genial. Danach kann keiner mehr sagen, wir wussten ja nicht. Nicht davon, dass behinderte Menschen, die sich um die Tiere kümmern, davon erzählen, dass ihnen die Schweine lieber sind, als die Menschen. Die Ravioli-Recherche führt noch durch Länder wie Portugal, von wo die Tomaten kommen, zu den Oliven in Italien, einer Großmetzgerei in Polen. Und an jeder Station der 30.000 Kilometer langen Ravioli-Reise durch Europa berichten Arbeiter und Angestellte ihre Lebenswünsche und Erwartungen in die Kamera.
Wenn Dosenfutter sprechen könnte, dann hätte es traurige Geschichten zu erzählen.

Canned Dreams

Die Dokumentation wurde von ARTE Frankreich mit finanziert. Es besteht also die Hoffnung, dass alle unter uns, die sie in Berlin nicht sehen konnten, das noch nachholen können. Ich werde den Sendetermin im Auge behalten und euch dran erinnern.

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The perfect dress – Victoria Beckham Fall/Winter 2012

Ich bin nicht mehr schwanger und das sind die Kleider, die ich jetzt tragen möchte.
So Victoria Beckham zur Intention für diese kleine aber feine Kollektion aus 22 überwiegend knallengen Outfits. Die Kleider sind überknielang und schmal. Sehr schmal. Oder oben schmal und brav und mit kurzen Cheerleader-Röckchen. Die dazu passenden Oberteil im Stile von Polos ….
Traut man Victoria Beckham das zu, diese gute Kollektion weitestgehend in Eigenregie designt zu haben? Ich weiß es nicht. Mit einem guten Geschmack ist vieles möglich und allzu groß ist sie ja nicht. Umso mehr, als bewährte Formen des perfekten Kleides, das Vic selbst so gerne trägt, vielfach durch dekliniert werden. Gut variiert, wohlgemerkt.

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Nicht jede ist wie Mutti

Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein, Jungs und Mädels, Männer und Frauen des Zeitalters, in dem man – für mich etwas irritierender weise – vorgeblich Mutti als beste Freundin hat. Wir halten schon mal Muttis Familienpackungen Taschentücher für euch bereit.
Was jeder weiß: Niemand ist so toll wie Mutti, hat sich als Gastgeberin des Hotel Mama Lorbeeren verdient, hinter euch her geräumt, euch bekocht und immer so lange schlafen lassen, wie ihr wolltet. Mutti ist diese kuschelweiche Überfrau im lose sitzenden Langpulli mit derangierter Frisur, für deren Liebe man sich nicht anstrengen muss, die als guter Geist durch euer Leben geistert, wie der Requisiteur am Theater, den man von der Bühne aus niemals sieht, obwohl er sicherstellt, dass immer alles vorhanden, am Platz und für euch mühelos verfügbar ist. Als Dankeschön für so viel Convenience in eurem Leben, sagt ihr Mutti so oft ihr könnt, wie glücklich ihr darüber seid, soooo eng und befreundet mit ihr zu sein. Zwar nicht so ultracool, wie mit euren sechshundertdreiundneunzig Freunden auf facebook, aber viel nützlicher. Mutti macht alles, worüber facebook Freunde ja doch nur beharrlich verweigernd den Kopf schütteln würden.

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Ist die was oder kann die weg?

Wo tun Jeset-Ladies zwischen Dubai, Monaco und St. Tropez bloß das Allernötigste hinein?
Wer sich das schon immer gefragt hat, dem kann ich mit meinem Fund von heute ein Bild von der idealen Clutch liefern, in der die Centurion und das mit Diamanten besetzte Telefon – hoffentlich halbwegs wasserfest aufbewahrt – Platz finden. Damit deklassiert man mühelos die Konkurrenz am Pool und im Strand-Club, oder?
Das Teil ist aus feinstem PVC, nennt sich Aqua Large Clutch, ist von Christopher Kane und kostet stolze 639 Euro. Dafür hat man dann aber auch die Illusion einer Lavalampe in der Hand, in der sich zehn Prozent reinstes Glyzerin-Gel und neunzig Prozent Pflanzenöl lustig hin und her drücken lassen.

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So trägt man das neue Sakko in Hamburg …

Inspiration zu diesem Bericht mit weiteren modischen Frühlings-Vorboten ist ein Bild von Peter, auf dem er ein ganz ähnliches Sakko trägt, das ihm auch richtig gut steht. Als ich dann den Zwilling von Etro entdeckte, hatte ich gleich ein Bild vor Augen, wie solche Sakkos in Hamburg getragen werden könnten. Ihr wisst ja, hier ist man entweder vollkommen entspannt aber modeaffin wie Horst, ganz abgerockt oder sehr schnieke unterwegs, wenn man etwas auf sich hält.

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Der ganz normale Wahnsinn?

Was ihr schon immer über Bryanboy wissen wolltet … Oder eben nicht, das werden wir jetzt rausfinden.
Wie unfassbar glamourös das Leben eines Front Row Bloggers verläuft, das wisst ihr ja schon. Da kann man sich beim Paketboten mit Bandscheibenvorfall vom Schleppen der Designerpakete nur noch mit Luxusgeschenken und großen Scheinen, am besten in Bündeln, bedanken…. Dass man so etwas aber ohne große Vorbildung und von langer Teenagerhand vorbereitet, werden kann, das war selbst für mich völlig neu.

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Wir lieben Griechenland und seine Farben …

… und fahren diesen Sommer in den Ferien geschlossen dort hin 🙂
Das ist natürlich nur ein unverbindlicher Reisevorschlag aus unserer Ferienabteilung, der mir aus Sympathie zu den Griechen und wegen der schönen Sachen, die ich in den passenden Farben gefunden habe, sehr gelegen kam. Ich selbst war jedenfalls ewig nicht da und werde ganz im Sinne der Wirtschaftsförderung meine Ferien dort verbringen und wenn ich dann schon mal in der Nähe bin, einen weiteren Besuch im wunderschönen Istanbul dranhängen.

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Wird der Kuchen jetzt neu aufgeteilt? – adidas eröffnet die ersten NEO Label Concept Stores

Wenn man sich mal verdeutlicht, wie ungeheuer viel Kaufkraft hinter der Marktgröße von vier Millarden Euro steckt, die Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren in Deutschland Jahr für Jahr für Mode ausgeben können und das auch tun, dann kann man sich ungefähr vorstellen, dass es langsam Zeit wurde, dass jemand von den Großen in den Ring zu H&M und Co. steigt. Einfach wird das nicht und ein KO ist auch nicht drinnen. Die großen Textilketten beackern den lukrativen Markt aber seit langer Zeit mit hunderten Outlets, an denen wirklich kein Teen vorbekommt. Von der massiven und sehr gut gemachten Werbung und dem Propagandamonopol, das H&M bei sehr vielen deutschen Modeblogs innehat, erst gar nicht zu reden. Da muss schon sehr viel Kraft aufgewendet werden, um dem etwas Wirksames entgegen zu setzen.

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