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Daisydora

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Versace Twins x ein Zwilling kann singen x Lady Gaga für Versace

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Bild: Terry Richardson

Das nennt man einen perfekten Cast … ganz sicher eine Idee zum Schmunzeln, wenn der Presenter, ein Popstar der Überüberüber-Kategorie, zumindest im Look der Designerin ähnelt. Was hatte Picasso mal zu Getrude Stein gesagt, als sie sich auf seinem Bild nicht gefiel und meinte, „So sehe ich doch nicht aus“: „So werden sie aber in zwanzig Jahren aussehen …“

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A PAINTERLY JOURNEY – BURBERRY Menswear Autumn/Winter 2014

So sehen sie also aus, die Bohemian Boys, als modische Pioniere des kommenden Winters, mit ihren chic kurz verknoteten Seiden-Foulards über dem Trenchcoat oder dem Pulli … oder gleich über dem weit offen getragenen Seidenhemd, das mit Londoner Straßenkarten-Prints sehr effektvoll dekoriert wurde. Langeweile sieht anders aus, obwohl unter den 46 Looks eine sehr große Zahl an für Burberry typischen Klassikern wie Trenchcoats, wärmeren Mänteln mit und ohne Dessins und an nicht mehr eng sondern mäßig weit geschnittenen und mit Bundfalten versehenen Hosen, gezeigt wurden.
Bei den Preisen für die Mäntel und Jacken darf man sich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber da folgte ein Bestseller auf den anderen. Dass sich selbst meine traditionelle Best-Of-Auswahl aus der Runway Show auf nicht weniger als 26 Looks summierte, seht ihr ja. Und das liegt an der guten Arbeit, auch wenn mancher sich Burberry Prorsum viel wilder und stilistisch gewagter wünschen mag …
Schon in der Intro oder Overtüre zum Livestream konnte man an den Impressionen des Handwerks beim Malen auf Leder und dem Entwurf des Key Visuals, einem Eichenblatt, sehen, dass es Bailey um eine junge und originelle Variante der traditionellen Burberry Klassiker geht. Denn, man will und muss bei Luxuslabels dieser Größenordnung, in jeder Saison gut verkaufen.
Und das geht eben nur dann, wenn Männer gut in den Sachen aussehen und ihre Prorsum-Teile länger als eine Saison Freude machen … so wie die von mir höchstpersönlich gezählten 20 relativ klassischen Burberry Trenchs und Burberry Wintermäntel, in Petrol, Braun, Königsblau, Flaschengrün, Grau, Preussischblau, Schwarz, Beige und so weiter, die durch das frische Styling, die Tücher und Blankets, die tollen langen Schals, die innen getragen wurden und leger-elegant unten aus dem Mantelsaum hervorlugen, die aktuelle Saison zu erkennen geben.

Aber auch für Liebhaber ganz besonderer Mäntel mit viel Allure ist einiges dabei: die längsgestreiften seidenen Mäntel, deren breite Streifen in so dunklen Beeren- und Blautönen gehalten sind, dass man schon wieder von Klassik reden kann. Ganz fabelhaft auch, die schwarzen Blenden und Kragen. Man muss nicht als bunter Hund durch die Straßen laufen, um mit seiner Kleidung bewundernde Blicke auf sich zu ziehen und Christopherr Bailey ist nun mal niemand, der in absurde Ideen flüchten muss … man präsentierte die Prorsum Winterkollektion zwar wieder in Londons Kensington Garden’s, ist aber nicht Teil des aufgesetzt kreativen und hippen Fashion-Showbusiness, das sich während der drei Tage der London Fashion Week in einigen der über fünfzig Kollektions-Schauen von seiner buntesten und schwer verkäuflichsten Seite gezeigt hat. Eine Kollektion wie Burberry Prorsum ist keine Spielwiese für verrückte Ideen, die mit dem Weg der Magazine zum Altpapier wieder verglimmen …

Die Highlights, wo soll ich da beginnen: ganz sicher der rote Trench mit weiß-schwarzen Motiven, gleich auf dem ersten Bild … sehr schön gestylt, übrigens – das muss man erst mal bringen, eine relativ klassische, auf jeden Fall sehr solide und hochwertige Winterkollektion mit Netztanks ohne Pullis oder unter den Hemden zu zeigen. Alleine darin liegt so viel Esprit und Witz, ich würde wetten, so was fällt einem eben nur dann ein, wenn man nicht qualvoll um Originalität bemüht sein muss.

Das Motto der Kollektion, A PAINTERLY JOURNEY, Christopher Baileysw Entdeckungsreise in den künstlerischen Kosmos von Ben Nicholson, Christopher Wood, Lucian Freud und Duncan Grant, schlägt sich immer wieder in Details und wertigen Elementen, wie den bemalten großen Taschen, einem Mantel mit abstrakter Kunst Print und mehr nieder. Das Ergebnis sieht bei aller Farbigkeit so selbstsicher männlich, so frisch, sexy und elegant aus, dass man jedem netten Mann so ein Outfit wünscht.
Zum Beispiel den Mantel, ein Hemd und einen Schal mit stilisierten Anemonen, in Petrol, Blau, Grau und irgendwas, da könnte ich mich als Mann mal wieder nicht entscheiden, so viele Optionen bietet diese Kollektion. Und naturgemäß ist es unübersehbar, dass auch die Marketingcracks wieder ihre ambitioniertenj Fantasien für hinzuzugewinnende Marktanteile eingebracht haben: die luxuriösen Blankets, die seidenen Foulards, die vielen langen Schals, immer mehr wunderbare Taschen, da klingelt die Kasse in hellsten Glockentönen in jedem Flagshipstore.

Und die Hemden dürften bei Burberry Fans im kommenden Winter auch wieder stärker ins Geld gehen – ich rechne da fest damit. Die wunderbaren Muster und Farbkombinationen der Eichblatt-Reihe und dann dieses Seidenhemd mit Stadtplan-Print, da greift man gerne zu, wenn das Geld für das Herzchenshirt der vorigen Saison letztlich doch im Portemonnaie geblieben sein sollte ….
A pro pos Details und Materialien: federleichte Seidenstoffe, handbemaltes Leder und Rauleder, darauf die London Map, Kaschmir-Fisherman’s-Pullis, Lammfell- und Rauleder-Kombinationen, auch in Patchwork-Verarbeitung, gebürstetes Langhaar-Mohair, Doubleface-Kaschmir, Microtweeds, gute britische Wolle, Woll- und Kaschmir-Blankets, Schottische Jacquards …. und natürlich die längsgestreifte Mantelseide … alles in den wohltemperierten und optimistischen Farben Charcoal-Grau, Steingrau, Tintenblau, Flaschengrün, Bitterschokolade (für diese Farbbezievhung alleine gibt es eine 1+!!), Camel, Schwarz, Dark Plum, ein leuchtendes Navy, Honiggelb, Bordeaux, Kornblume in Gelb und ein dunkles Mandarinenorange. Allesamt sehr eloquent kombiniert, wie man das von Bailey und seinem Team kennt.

Auch die Accessoires werden es dem einen oder anderen unter uns schwer machen, nicht zuzugreifen … so ein bemaltes Foulard oder gleich die St Ives Bag, mit ihrem abstrakten, von Hand gemalten Dessins oder sagt man da besser schon – Bildern? Und ganz sicher habt ihr schon alle bemerkt, dass die ethnisch inspirierten (insgesamt 31 Modelle) Taschen, die Schals und die Decken, die im Finale der Schau noch mal in den Fokus gerückt wurden, es auch jedem Burberry-Mann schwer machen dürften, den nächsten Winter ohne Bailey-Tote und -Decke zu bleiben ….

Nachdem auch diesmal wieder direkt nach der Schau geordert werden durfte, geliefert wird innerhalb von zirka 9 Wochen, es gibt fast alles auch personalisiert … und Orders können noch bis insgesamt 22. Januar erfolgen, ist da wahrscheinlich schon einiges auf dem Weg.
Aber bevor ihr bestellt, schaut lieber noch mal hier rein. Ich habe die Schau mittlerweile sechsmal gesehen und weiß nun gar nicht mehr, wofür ich mich entscheiden würde, so viel gefällt mir da, aber ich bin ja kein Mann …

Guckt einfach mal oder noch mal, wenn ihr mögt …

Darauf, dass Burberry auch digital ganz vorne in der ersten Reihe und absolut innovativ agiert, hatten wir schon mal hingewiesen … aber der geschätzte Kollege, Jerôme, bei Modepilot, hat sich des Themas „Burberry, ein digitaler Pionier“, sehr ausführlich angenommen.

Mir bleibt dann nur noch das Fazit: Gelungen wie immer, das wollen Kunden kaufen und ich bin jetzt schon ganz sicher, dass auch nach dem Abgang von Angela Ahrendts und der Übernahme des Vorstands durch Christopher Bailey, die Konzernbilanz solide weiter Richtung aufwärts zeigt. Bailey hat eben Burberry im Blut und beleibt auch als CEO-CCO einer unserer großen Horstson-Lieblinge!

Well done!, oder, was sagt ihr zur Kollektion, liebe LeserInnen?

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Schöne Sachen, M28 … modisch glänzen in Gletscherblau

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Links: Jacke von Loro Piana; rechts: Sonnebrille von L.G.R.

Wir sind mitten im Winter … also gibt es irgendwo da draußen auch Eis und Schnee, beides irgendwie weiß aber irgendwie auch in den schönsten Blautönen zu bestaunen, sobald man in Patagonien, Alaska, am Südpol oder sonst wo im ewigen Eis Ferien macht. Und diesen Bericht widme ich dem Perito Moreno Blau und all seinen verwandten Nuancen. Weil euch diese Farben einfach gut stehen, auch ohne die beeindruckende Gletscherkulisse dahinter …

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Ein kleines Fundstück zum Schmunzeln: LOLMythesis von Angela Frankel

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Bild: stern.de

Einige oder vielleicht auch viele von euch, haben die lustigen Kurztexte, in denen die Essenz von Abschlussarbeiten, wie zum Beispiel Dissertationen, in einem Satz auf den nicht immer ganz ernst gemeinten Punkt gebracht wurde, vielleicht schon entdeckt. Für die, die LOLMythesis noch nicht kennen, hier die Links und ein paar Kostproben.

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Alles schön hinstellen zum Klassenfoto x PRADA Sommer 2014 x Steven Meisel

Lauter hübscher Kinder und alle in ihren besten Kleidern, an einer reinen Mädchenschule …
Miuccia Prada und ihr Haus- und Leibfotograf, Steven Meisel, sind immer für Überraschungen gut. Da gab es schon Gemälde nach Art der Alten Meister und selbstverständlich auch moderne Kunst und all solches. Und nun war den beiden nach einer Kollektionsübersicht zumute. Sehr gute Entscheidung, wie ich finde … je mehr Models mit den Modellen im Bild sind, desto eher entsteht beim Betrachter der Gusto, sich das auch mal aus der Nähe anzusehen.

Die Botschaft der United Colors Of Miuccia ist klar: Wir sind moderne Amazonen … gemeinsam sind wir stärker als alleine und in diesen fantastischen Kleidern sowieso 🙂

Nein, ganz im Ernst: Wie gefallen euch die beiden Sujets, liebe LeserInnen? Ich will nicht schon zu Jahresbeginn in die Angewohnheit verfallen, jede Kampagne nach Strich und Faden zu analysieren … und ihr habt ja bemerkt, nach Gesichtspunkten des Absatzes, den man mit Werbung ja schließlich bezweckt, ist das vielleicht nicht unbedingt die künstlerisch ästhetischste Kampagne der beiden, aber ganz sicher die pragmatischste, die ich kenne.

Sobald der Film dazu auf www.prada.com verfügbar ist, gibt es ein Edit.

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Zukunftsmusik!

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Leonard Bernstein, 1968 © Arnold Newman

Ein Wort, das ich immer mochte. Auch wenn damit das Vage und noch nicht hundertprozentig sichere umrissen wird. Man kann ja was dafür tun, die Zukunftsmusik erlebbar zu machen. Jahresrückblicke, erst recht solche auf Modeblogs, sind ohnehin hoffnungslos démodé … ganz im Geiste Karl Lagerfelds, den das Vergangene aus nachvollziehbaren Gründen nicht länger interessiert: Besser machen kann man etwas nur in der Zukunft; aus der Vergangenheit und dem, was da vielleicht gerade mal so lala war, oder schlichtweg gar nichts, hat man still zu lernen, um es dann besser zu machen. Es geht immer noch besser …

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Schöne Sachen, F28 … das erste „Gelb ist meine Lieblingsfarbe-Special“

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Links: Rock von Burberry Prorsum; rechts: Pullover von Cedric Charlier

Gelb wie reife Zitronen mussten die Wände meines Zimmers schon zu Kinderzeiten sein … da wusste ich noch nichts von Pantone 100 Yellow, aber ein anderes als dieses klare Gelb kam einfach nicht infrage … das ist eben meine Lieblingsfarbe, auch wenn ich die nur sehr selten trage … Aber das überdenke ich gerade, nachdem unter den Vorboten der neuen Kollektionen viel schönes in Gelb zu finden ist. Grund genug, auch euch liebe LeserInnen, daran zu erinnern, dass einer der besten unter den guten Vorsätzen, rein modisch gesehen, der ist, 2014 mal wieder echte Farben zu tragen.

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Parlez Vous Haute Couture? – Do You Speak High Fashion?

Deutschlands Modeblogs –  ein Wachkomapatient mit Spaß am Leben!

Nun auch noch das … dies war mein erster Gedanke, als ich bei den Modepilotinnen davon las, dass Barbara Markert, für mich immer noch Parisoffice, nun projektbedingt eine Zeitlang nicht mehr regelmäßig auf dem Blog erscheint. Dann fragte ich Horst, ob er näheres wüsste und flüchtete in die Hoffnung, dass der Grund für den Zeitmangel zumindest ein Buch über Mode sein könnte ….

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Schöne Sachen, M27 … der Ratpack-Stil oder die kleine Eleganzoffensive

Man könnte einen Bericht über chice Smokings und andere elegante Teile für Männer auch einfach Smokings für alle … nennen. Aber mit „Vorbildern“ oder passenden Role-Models bekommt man von Beginn an die richtigen Bilder vor Augen. Und damals, als man Whiskey noch „Gasoline“ nannte und die Fluppe im Mund praktisch zum guten Ton gehörte, gab es das weltbekannte Ratpack, dessen harter Kern aus den Entertainern Frank Sinatra, Sammy Davis jr. Und Dean Martin bestand …. und, das am Ort des Ratpack-Geschehens, im Sand’s in Las Vegas, vermutlich manchmal sogar in Smokings schlief. Das würden wir euch natürlich nicht unbedingt empfehlen, obwohl die Segnungen der modernen Textilveredelung uns schöne, feine und gleichzeitig knitterarme Stoffe bescherten …

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