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Horst

Allgemein

Es braucht die Nacht, um die Sterne zu sehen – Life Ball 2013

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UNAIDS – Roberto Cavalli, Karolina Kurkova und Gery Keszler bei der Pressekonferenz zum diesjährigen Life Ball; Bild: Horstson

Welches Bild nimmt man bei einem Bericht zum Life Ball als Header? Eine Dragqueen? Ein Foto von einem bunten Kostüm? Ich hab mich für ein Bild entschieden, welches auf der Pressekonferenz zum Life Ball im Hotel Imperial in Wien am Samstag entstanden ist. Es war einer der Momente, an denen das zentrale Anliegen des Life Balls, die mediale Aufmerksamkeit auf das Thema HIV und AIDS zu lenken und dieses im Rahmen eines Großevents in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, etwas in den Hintergrund geriet und er eben nicht mehr schrill, laut, bunt wirkte, sondern ernst und nachdenklich. UNAIDS ist die Organisation der vereinten Nationen, die Aktivitäten einzelner Ländern im Kampf gegen Aids koordiniert und eben die Organisation, die sich für die über 34 Millionen Menschen, die mit dem HI Virus leben, einsetzt.

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Styling

Horstson fragt nach: Wie findet Ihr eigentlich die Outfits von Ingo Nahrwold und Christian Kölling, Dean und Dan Caten?

Faaaaaaaaaaaaabulous!!, fanden die Dsquared2 Designer die Outfits von Ingo Nahrwold (2.v.l.) und Christian Kölling. Das lag vermutlich auch daran, dass die Jacke von Kölling von den Zwillingen designt wurde.
Nahrwold hingegen trug ein Outfit von Monika Kulihova und wurde 3 Stunden von Patrick Glatthaar (Baalsaal) zu einem Evil-Flaschengeist geschminkt. Die Mühe hat sich gelohnt – Das Kostüm des Stylisten (Nena, TUSH, GQ etc.) wurde als eines der zehntbesten des Life Balls gekürt …

Allgemein

Mini MINI x Roberto Cavalli Preview

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Bild: Horstson

Wie an der ein oder anderen Stelle schon bemerkt, war ich die letzten 3 Tage in Wien. Der Grund war nicht ein Wiener Schnitzel oder die ganz fabelhaften Wiener Kaffeehäuser, sondern der Life Ball. Zum 13. Mal in Folge hat MINI wieder ein Modell für den guten Zweck zur Verfügung gestellt – dieses Mal designt von Roberto Cavalli.
„Ich hatte die Möglichkeit, kreativ zu sein und etwas ganz Besonderes, das ich selbst entwickelt habe und schon seit Jahren bei meinen eigenen Fahrzeugen verwende, einzusetzen: eine einzigartige, irisierende Farbe, die ihren Ton ändert, je nachdem, wie das Licht auf die Pigmente trifft,“ verriet Cavalli im Interview, wo ich mich später geärgert habe zu fragen, wozu man denn einen Parfum-Halter im Auto braucht …
In Serie wird der Roberto Cavalli x MINI übrigens nicht hergestellt – er wurde versteigert.

Allgemein

Sandalenwoche! Heute: Versace

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Bilder: Versace

Nachdem gestern in einem Kommentar angemerkt wurde, dass die Versace Medusen-Sandalen von unserer letzten Sandalenwoche schwer zu toppen sind, schicke ich heute mit der Startnummer 3 wieder Sandalen von Versace ins Rennen um die schönste Sommersandale für den Mann. Ich bin mir eigentlich sicher, dass sie auf Ablehnung stoßen – zu Recht. Ben Hur würde sie allerdings lieben, auf dem Life Ball würde ich mit ihnen glänzen und die etwas dezentere Ausführung in schwarz (unten) ist doch gar nicht so schlecht, oder?

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Allgemein

Sandalenwoche! Heute: Lanvin

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Bilder: Lanvin

Gestern habt ihr es entschieden – diese Woche zeigen wir euch täglich zumindest ein Paar Männer-Sandalen. Nachdem das Modell von Viktor&Rolf auf eher wenig Begeisterung gestoßen ist, werfe ich heute welche von Lanvin ins Rennen. Sie erinnern ein wenig an eine noble Version der klassischen Birkenstocks und erobern so zumindest die Herzen vieler Touristen auf Mallorca, die sie dann mit weißen Socken kombinieren würden. Ich empfehle lediglich eine Pediküre und keine Socken …
Ich bin auf eure Meinung gespannt!

Allgemein

Der Spielplatz für Erwachsene – Olympus Playground

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Shan Blume – OT_L_Space_01; Bild: Olympus

Als es mich das letzte Mal in die Opernwerkstätten Berlin verirrte, war es während der Fashionweek Anfang diesen Jahres. Hugo präsentierte seine Fall/Winter 2013 Kollektionen. Ich saß zufällig gerade nicht Frontrow und konnte keine guten Fotos machen.
Nun habe ich wieder den Opernwerkstätten Berlin einen Besuch abgestattet – diesmal ging es nicht um Mode, sondern um Kunst und Fotografie und diesmal war nicht Hugo der Gastgeber sondern Olympus. Die dargstellte Installationskunst war auch nicht meterweit entfernt, sondern sehr nahbar, d.h. man konnte sie nicht nur aus nächster Nähe sehen sondern auch fotografieren. Was ich auch aus allernächste Nähe gemacht habe:

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Allgemein

Horst P. Horstson

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Bild: Horstson

„Wir schießen ein gutes Modefoto,“ versprach mir vor ein paar Tagen Joachim Baldauf. Nunja – bei Eva Padberg als Model, Baldauf als Anleiter und einer Olympus Kamera ist es eigentlich auch kein Wunder, ein einigermaßen gutes Bild zu knipsen.
Das Ergebnis seht ihr oben. Wo sich Eva letzte Woche auf den Boden der Tatsachen setzte und ich sie auch noch dabei fotografieren durfte, gibts morgen auf Horstson zu lesen …

Allgemein

Die Woche auf Horstson

deutscher modeblog horstson

Wir müssen reden: hat zufällig einer von Euch gestern Abend den Eurovision Song Contest im Fernsehen verfolgt? Okay – Cascada’s „Glorious“ war im Grunde genommen nur ein lahmer Aufguss vom Siegertitel des letzten Jahres und die sagenhaften 18 Punkte waren mehr als verdient (Natalie Horlers Kleid hätte eigentlich den letzten Platz verdient), aber wie in allen Herrgottsnamen hat es Dänemark geschafft, so abzuräumen? Bei unserer Abstimmung im heimischen Wohnzimmer hätte übrigens Robin Sternberg aus Schweden gewonnen, aber uns fragt ja keiner. Daher frage ich Euch: Wer hätte Eurer Meinung nach den ESC 2013 gewinnen sollen?
Und für alle, denen der Eurovision Song Contest egal ist, für die habe ich noch einen kleinen Wochenrückblick vorbereitet:

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Kultur

As Seen in BLITZ

Wo wir doch neulich so nett über Punk geplaudert haben … Punk hat natürlich nicht nur die klassische Mode beeinflusst bzw. macht dieses auch noch heute, ­sondern auch den Streetstyle, bevor es ihn überhaupt richtig gab. Nun war es schon damals nicht unmöglich, aber ungleich schwerer, sich an anderen zu orientieren, denn es war eine Zeit, in der ein vermeintlich neuer Look nicht in ein paar Sekunden seinen digitalen Weg um die Welt gemacht hat und nicht von Millionen Teenagern kopiert werden konnte. In eben dieser Zeit trugen drei britische Magazine maßgeblich dazu bei, den Magazin-Markt in England durcheinanderzuwirbeln, den Stil der 80er aufzuzeichnen und die im Gegensatz zu den klassischen Modemagazinen auch Streetstyle zum Inhalt hatten: The Face, i-D und das Magazin, um das es heute geht: BLITZ.

Ende der 70er war der Punk im Grunde genommen tot, die neue Clubszene war vom Hedonismus geprägt und von Großbritannien ging eine neue Modewelle aus – die New Romantics. Was beim Punk der New Yorker Club CBGB war, ist für die New Romantics der Londoner BLITZ Club. Im BLITZ lief musikalisch ein Mix aus Punk, New Wave, Synth-Pop und Glam Rock und das Publikum, sorgsam von Steve Strange, der später die Band Visage gründete, an der Tür ausselektiert, war das, was man schon damals als sehr aufwendig gestylt beschreiben konnte. Um die BLITZ-Besucher bzw. deren Styling wuchs ein eigener Kult, man nannte sich selbstbewusst Blitz-Kids und die ersten ‚Blitz-Kids‘ erlangten zu einer Berühmtheit, weit über die Tür des Clubs hinaus – Leigh Bowery, Sigue Sigue Sputnik, Culture Club, Adam & The Ants (die nach der Trennung der Sex Pistols von Vivienne Westwood den Piraten-Look verpasst bekamen) und Duran Duran konnten sich allesamt in den Charts platzieren.

Aus diesem Umfeld kamen auch die beiden Studenten Carey Labovitch und Simon Tesler, die 1980 das BLITZ-Magazin gründeten um Anfangs die Szene des BLITZ Clubs zu portraitieren und sich später auf dem Modemagazin-Markt zu positionieren. Einer der Redakteure, der das Bild des BLITZ maßgeblich geprägt hat, war Iain R. Webb, der nun unter dem Titel „BLITZ – As Seen in BLITZ Fashioning ’80s Style“ auf 272 Seiten die Geschichte des Magazins portraitiert hat – was ich ganz großartig finde, da ich bisher Stunden meines Lebens auf der Blitz Kids Seite verbracht habe und mich über die Bilder der ersten Galliano Kollektion freute oder Looks des jungen Boy Georges bestaunen durfte. Die Blitz Kids haben zwar nur indirekt etwas mit dem BLITZ Magazine zu tun, allerdings ist der Spirit ähnlich – zumindest wenn man sich einige Bilder aus „BLITZ – As Seen in BLITZ Fashioning ’80s Style“ anschaut:

„BLITZ – As Seen in BLITZ Fashioning ’80s Style“ ist im ACC Editions Verlag in englischer Sprache erschienen. Der Preis liegt bei ca. 50€.
Neben den erwähnten Personen finden Amanda Cazalet, Prinzessin Julia, Nick Knight, David LaChapelle, Paul Morley, Anna Piaggi. Ausgewählte Designer gehören Bodymap, Judy Blame, Dean Heller, Jasper Conran, John Galliano, Jean Paul Gaultier, Katharine Hamnett, Pam Hogg, Marc Jacobs, Stephen Jones, Calvin Klein, Andrew Logan, Issey Miyake, Franco Moschino, Vivienne Westwood und viele mehr in dem Buch Erwähnung.

Bleibt nur eine Frage offen – gibt es zur Zeit ein ähnliches Magazin?