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Horst

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“Drawings: Men and Style” – Ausstellung über Menswear Illustrationen bei Paul Smith in Hamburg

Menswear Illustration - Jean-Philippe Delhomme
7-Fin Man Biting His Nails, Jean-Philippe Delhomme, 2014; Produced for GQ France, Gouache on paper; Bild: Courtesy of Paul Smith

Über den Store von Paul Smith in Hamburg hatten wir an anderer Stelle schon mal berichtet. Wer es nun aber immer noch nicht geschafft hat, bei Paul Smith in den Hohen Bleichen vorbeizuschauen, für denjenigen habe ich einen Lastminute-Tipp: parallel zum normalen Geschäftsbetrieb präsentiert der Store Originalzeichnungen aus dem neuen Buch „Menswear Illustration“ von Richard Kilroy …

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Sneakers

Eine Chance für die Liebe?

Es ist mit der Liebe zu einem Designer ähnlich wie mit einer realen Liebe: man hält die Treue, trotz kleiner Fehltritte.
So verhielt es sich bei dieser Tasche von Jeremy Scott. Und bei dieser Kollektion. Bei dieser sowieso und selbst hier war ich immer noch verzückt – alte Liebe rostet eben nicht. Aber obigen JS Wings 3.0 „Gold“ für adidas Originals hält die größte Liebe nicht mehr aus, oder?
Ich frage mal in die Runde, ob ich meine Liebe zu Jeremy Scott ad acta legen, oder ihr einfach noch eine letzte Chance geben soll?

Pride

Das weltweit erste und einzige schwule Objekt: #TheGaySweater

https://www.youtube.com/watch?v=DFTIeEUcRo4

Limonade trinken? Schwul! Eine Brille tragen? Schwul! Den falschen Rucksack haben? Schwul! – auf deutschen Schulhöfen scheint alles und jeder schwul zu sein. Machen wir uns nichts vor: die Wörter „schwul“ oder „Schwuchtel“ gehören zu den beliebtesten Schimpfwörtern – nicht nur auf deutschen Schulhöfen. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, reicht ein Blick auf einige Facebook-Seiten oder ein Spaziergang mit offenen Ohren und Augen durch eine beliebige Fußgängerzone. Fragt man bei denjenigen dann nach, was gerade damit gemeint war, eine Situation oder ein Objekt als „schwul“ zu bezeichnen, war das natürlich überhaupt nicht böse gemeint – wie kommt man auch nur auf so eine Idee? Homophob sind schließlich immer die anderen!

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Allgemein

COS Fall 2015

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Bilder: COS

COS ist offiziell irgendwo zwischen Couture und High Street angesiedelt. Gut, Couture konnte ich im neuen Lookbook für den kommenden Herbst nicht finden, dafür aber einen schönen Mix aus Zitaten an Calvin Klein, Jil Sander, Raf Simons und Balenciaga. Auch fällt mir auf, das COS eine gewisse Zeitlosigkeit anhaftet: würde man die Entwürfe der letzten acht Jahre – so lange gibt es nun schon COS – miteinander vergleichen, würde es auch dem größten Kenner schwerfallen, die Stücke den einzelnen Kollektionen zuzuordnen.
Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, gefällt COS jede Saison aufs Neue, oder?
Hier das Lookbook der Fall-Kollektion:

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Allgemein

Marc by Marc Jacobs: Zweitlinie wird eingestellt

Miley Cyrus nackt naked

Gerüchte gab es schon etwas länger, nun wurde es via WWD bestätigt: Marc by Marc Jacobs, die günstige Zweitlinie von Marc Jacobs wird eingestellt.
Ein Ende der beliebten Nackidei-T-Shirts der Charity-Reihe ‘Protect your largest Organ’ bei Männern, bzw. ‚Protect your Skin you’re in‘ bei den Frauen, bei der sich Prominente zu Gunsten des „NYU Skin Cancer Institute“ nackt ablichten lassen, wird es aber vermutlich nicht bedeuten: Sämtliche Preisklassen werden nun unter „Marc Jacobs“ verkauft.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die 2€-Ringe, Bleistifte, Kugelschreiber und Co., die sich in den eigenen „Marc by Marc Jacobs“-Stores sicherlich größter Beliebtheit erfreuen, aus dem Sortiment fliegen werden – eine Produktrange, die von zwei Euro bis einigen Tausend wirkt reicht, ist unglaubwürdig.
Was mit den Stores passiert, ist indes noch nicht bekannt.

Allgemein

Die Woche auf Horstson – KW 12/2015

modeblogger horstson

Hallo aus Hamburg! Es ist wieder, bevor wir in die neue Woche starten, an der Zeit, einen Blick auf die vergangenen Tage zu werfen. Voilà – hier die Woche auf Horstson …
1) Jan sorgte diese Woche für die musikalische Unterhaltung. Mein Favorit war Hannah Cohens neues Album „Pleasure Boy“!
2) Die Designer-Neuigkeiten der Woche in einem Satz? Kein Problem: Peter Dundas ist von Emilio Pucci zu Roberto Cavalli gegangen, wohingegen Massimo Giorgetti zu Pucci gibt, aber weiterhin bei MSGM arbeitet. Etwas ausführlicher gibt es die Infos hier und hier.
3) Der (zumindest damals) skandalösen „Liberation“-Kollektion von Yves Saint Laurent widmet die Fondation Pierre Bergé-Yves Saint Laurent eine eigene Ausstellung: „La Collection du Scandale – Yves Saint Laurent 1971
4) Giorgio Armani öffnet für uns sein Familienalbum: #Atribute Armani.

News

Massimo Giorgetti ist der neue Designer bei Emilio Pucci

Das ging schnell: Emilio Pucci gab gestern den Nachfolger von Peter Dundas, der zu Roberto Cavalli gegangen ist, bekannt: „Massimo Giorgetti verkörpert den Unternehmergeist und Einfallsreichtum einer neuen Generation von Designern“, hieß es in der Pressemitteilung.
Massimo Giorgetti ist kein Unbekannter, auch wenn man den Namen vielleicht nicht sofort einem Label zuordnen kann: 2009 gründete der Italiener „MSGM“, für das er auch in Zukunft weiterhin arbeiten wird.
Wir sind gespannt und wünschen Giorgetti viel Erfolg!

Allgemein

Peter Dundas wechselt von Emilio Pucci zu Roberto Cavalli

„To new magical journeys“ – die Worte, mit denen die Pressemitteilung zur Fall-Winter 2015/16 Kollektion endete, sollten für Peter Dundas wahr werden: nach knapp sieben Jahren verlässt der Designer das Label Emilio Pucci und wechselt nun zu Roberto Cavalli. Für Dundas wird es eine Art Heimkehr: von 2002 bis 2005 arbeitete er bereits als Chefdesigner bei Cavalli: „This is a homecoming for me. It is an honor for me to continue to evolve the wonderful world of Roberto Cavalli and I am very excited by the possibilities and potential of this unique brand. I cannot wait to get started.“
2005 wechselte Dundas dann aber zu Emanuel Ungaro, bis er 2008 bei Emilio Pucci startete und sich dort erst vor wenigen Tagen den Traum einer Männerkollektion erfüllte – wenn auch nur eine sehr kleine in Form einer Kooperation mit Orlebar Brown.

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Allgemein

Was verdienen Modeblogger?

Modeblogger Verdienst
Grafik: styleranking media GmbH

Was verdienen Modeblogger? Spötter würden jetzt sagen, dass sie in erster Linie eine gehörige Tracht Prügel verdienen, so locker, wie sie mit der Kennzeichnungspflicht von Werbung umgehen. Die Kollegen von Styleranking gingen aber nicht der moralischen Frage nach dem Verdienst nach, sondern der rein monetären und starteten bei 115 Modebloggern eine Umfrage zum Thema „Monetarisierung von Blogs“. Das Ergebnis verwundert zumindest diejenigen unter uns nicht, die sich ein wenig mit Blogs beschäftigen: Der Rubel rollt im Modebloggerland, aber bei Weitem nicht so, wie sich so mancher erhofft. Lt. der Umfrage, die sicher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat, kommen nur magere 2 % der Blogger zu Einnahmen, mit denen man nach Steuern, Kranken- und Rentenversicherung und Co. über die Runden kommt – große Sprünge kann man davon aber noch nicht machen. Der ambitionierte Modeblogger weiß sich da natürlich zu helfen und nennt sich fortan „Berater“ und berät so vor sich hin – vorzugsweise Firmen im Social Media Bereich. Da kommt dann also doch ein hübsches Sümmchen zusammen, was aber insofern Augenwischerei ist, da der Modeblogger eben nicht nur Modeblogger ist – Tausende Mädchen und Jungs müssen also ihren Wunschberuf „Modeblogger“ an den Nagel hängen, wenn sie denn davon leben wollen. Kommen wir also zu den einzelnen Verdienstmöglichkeiten durch den Modeblog:

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News

Nur noch Haut und Knochen: Frankreich plant Gesetz gegen „Magermodels“

Olivier Véran; Bild: Boblem27; CC BY-SA 3.0

Spätestens, seitdem Heidi Klum den Großteil von Germany’s Next Topmodel den Großteil der Sendezeit damit verbringt, entweder zu essen oder zumindest über Essen zu reden, wissen wir: Bei einer Castingshow haben es „Magermodels“ schwer. Nur hat die Pro7-Show eben nicht wirklich viel mit der Lebensrealität eines „echten“ Models zu tun. Schaut man sich aber während der Pariser Fashionweek – also an einem Ort, den GNTM-Teilnehmer mangels Buchung meiden, wie der Teufel das Weihwasser – um, fällt auf, dass einige der „Mädchen“, um im Heidi-Slang zu bleiben, augenscheinlich zu dünn sind und ihre bleistiftdünnen Beinchen von Hosen umspielt werden, die eigentlich eng anliegen sollten.

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