Nein, kein Déjà-vu: Elf Jahre nach der ersten Zusammenarbeit kooperiert Jil Sander erneut mit Uniqlo. Viel bekannt ist allerdings (noch) nicht von der Kooperation – vielseitig und außergewöhnlich seien die Designs. Außergewöhnlich wäre im Falle einer Jil Sander, wenn sie dem Minimalismus in einer Kollektion abschwört. Das wird die Designerin aber ganz sicher nicht machen.
Horst
Louis Vuitton „Heaven ob Earth“-Kampagne, Herbst/Winter 2020/21; Foto: Tim Walker
Ich weiß, ich weiß – Virgil Ablohs Frühling/Sommer-Kollektion für Louis Vuitton erinnert in Teilen an Entwürfe aus vergangenen Saisons von Walter Van Beirendonck. Das ist insofern problematisch, als dass der Artistic Director des französischen Luxushauses auf ein ganzes Netzwerk an Kreativen zurückgreifen kann. Da wirken die Kollektion und der Erklärungsversuch von Abloh dann doch etwas eindimensional. Was aber bleibt (außer ein wenig Ernüchterung), ist der durchaus spannende Gedanke, wenn Louis Vuitton eine Zusammenarbeit mit dem belgischen Mode-Avantgardisten angestrebt hätte.
(Saint Laurent Rive Droite x Pierre Riffaud ; Foto: Saint Laurent)
Pierre Riffaud? Der Name dürfte nicht jedem Leser ein Begriff sein. Wer aber etwas mit ihm anfangen kann, dem läuft sicher Wasser im Mund zusammen: Pierre Riffaud ist bekannt für seine äußerst luxuriösen Plattenspieler, die bei jedem Technik-Connaisseur als Nonplusultra gelten.
Schon seit 1984 entwirft Pierre Riffaud Plattenspieler für die leidenschaftlichsten Musikliebhaber. Die perfekte mechanische Ausgewogenheit, die man den Riffaud-Geräten nachsagt, wird durch jedes der handgefertigten Maschinenteile erreicht, die der Franzose verbaut und wodurch eine seltene Präzision erreicht wird – zumindest dann, wenn man überhaupt noch Schallplatten besitzt (oder wieder besitzt: Vinyl erlebt aktuell eine Renaissance).
Nun kooperiert Saint Laurent Rive Droite, also das Unterlabel des Luxushauses, bei dem man vom Kondom für wenige Euro bis hin zum Baccarat-Kristallbecher alles bekommt, mit Pierre Riffaud.
Levi’s Made & Crafted und White Mountaineering kündigen Kooperation an
Posted on 21. August 2020(Levi’s Made & Crafted x White Mountaineering; Foto: Levi’s)
Die Natur als Quelle der Inspiration – nein, White Mountaineering kann die Nähe zu Outdoor-Kleidung nicht leugnen. Gegründet wurde die Marke von Yosuke Aizawa, der nun schon seit vierzehn Jahren einen guten Mix aus Style und praktischer Funktionskleidung abliefert. Beim Begriff Winterstyles denkt man vermutlich nicht zuerst an funktionale Mountainwear. Wenn es aber nach dem Gusto des japanischen Designers geht, sähe das allerdings anders aus. Aizawas Kollektionen funktionieren gleichermaßen in der freien Natur und auf den Straßen und in den Clubs einer Metropole – der Gorpcore-Trend lässt grüßen.
Nun kündigen Levi’s Made & Crafted, also der Division des Jeanslabels, die sich den historischen Styles verschrieben hat, und White Mountaineering eine Kooperation an.
Diesel erweitert ‚For Responsible Living’-Nachhaltigkeitsstrategie: „Green Label“
Posted on 20. August 2020(Diesel „Green Label“; © Diesel)
Diesel erweitert die „For Responsible Living“-Nachhaltigkeitsstrategie. Für diejenigen unter uns, die nicht genau wissen, was sich dahinter verbirgt, denen sei kurz erklärt: Im Januar startete Diesel mit einer Art Selbstverpflichtung, Maßnahmen zum Wohle heutiger und zukünftiger Generationen zu ergreifen. Die Strategie basiert auf vier Hauptpfeilern: „Be the Alternative“, „Stand for the Planet“, „Celebrate individuality“ und „Promote Integrity“ – also einem ganzheitlichen Konzept, das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Initiativen weiter in alle Geschäftsaktivitäten des Unternehmens integrieren wird. Doch so richtig neu ist das nicht, denn schon für die laufende Saison wurden fünf Denim-Modelle, die mit den hohen Umweltstandards hergestellt wurden, in die reguläre Kollektion eingebettet.
(Uniqlo Alter Wall; Bild: Copyright © gmp)
Wir hatten es schon erwähnt, nun steht auch der Eröffnungstermin fest: Uniqlo eröffnet am 09. Oktober den Store in Hamburg.
Der Hamburger Uniqlo-Shop (bisher gab es nur Stores in Berlin und je eine Filiale in Düsseldorf, Köln und Stuttgart) wird sich in dem imposanten Kontorhaus am Alten Wall über vier Etagen auf insgesamt 1.750 Quadratmetern erstrecken.
MCM Herbst/Winter 2020; Foto: Timothy Schaumburg
War es für die erste MCM-Kollektion unter der Ägide von Dirk Schönberger noch der Mix aus der Hochphase der Münchner Disco-Zeit mit der Berliner Klublandschaft der Gegenwart, die die Inspiration lieferte, ist es für die kommende Herbst/Winter-Saison ein Mix n’Match des Freigeists der Berliner Clubs sowie der DNA der Marke: „Travel & Movement“.
Nun wurde die dazugehörige Kampagne lanciert: „Hypertechnoreality“.
Fresh! Unsere liebsten Männer-Beauty-Produkte
Posted on 14. August 2020Bild: Douglas
Nachdem wir uns erst in den letzten Tagen ausgiebig unseren aktuellen Duft-Favoriten gewidmet haben, ist es jetzt an der Zeit, den Fokus auf die Gesichtspflege zu richten – immerhin sorgt neben ein Lächeln und die passende Wortwahl auch ein gepflegtes Antlitz für einen guten ersten Eindruck.
Dass es neben einer Fettcreme mittlerweile mehr Produkte auf dem Markt gibt, sollte sich ja rumgesprochen haben. Andererseits muss es, zumindest wenn man es nicht will, eben nicht gleich die komplette Make-up-Range sein – also geht’s hier um die Basics, die wir bei Douglas gefunden haben – immerhin sind die Ansprüche an unsere Männerhaut genauso hoch, wie die Auswahl beim Parfümerie-Klassiker riesig ist …
Kathrin Bierling: „Das trägt man jetzt so“; Bild: FYEO, Paul Grabowski
Stolz steht es in der Signatur: „Germany’s First Fashion Blog (since 2007)“. Eben dieses legendäre Blog namens „Modepilot“, das ein ganz neues Zeitalter in Deutschland eingeläutet hat – nämlich das der Modeblogs – erweitert durch die Gründerin sein Spektrum: Kathrin Bierling gibt es zukünftig nicht nur zu lesen, sondern ab dem 21. August in einem FYEO-Podcast zu hören. In „Das trägt man jetzt so“ kommt die Modejournalistin, so ihr ursprüngliches Modepilot.de-Pseudonym und nebenher auch ihr Beruf, den aktuellen Fashion-Trends auf die Spur.
„Hug Me“-Slippers von Vetements; Bild: Ssense
Aktuell haben wir tagsüber ca. 35 °C, abends ca. 27 °C und nachts etwas mehr als 20 °C – unpassender können also Lammfell-Schuhe nicht sein, insbesondere dann, wenn sie in Bärchenform daherkommen. So geschehen mit dem „Hug Me“-Slippers von Vetements, über die ich gerade gestolpert bin.
„Man arbeitet immer damit, etwas zu dekonstruieren, um etwas Neues zu schaffen“, wie Demna Gvasalia mal erklärte. „Das ist meine allgemeine Vorgehensweise. Zerstören, um zu erschaffen. Ich denke, das ist notwendig.“
