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Horst

Ausstellung

Ausstellungstipp: Miss You in Berlin, Hamburg und Baden-Baden

(Erika Ratcliffe, Stand-up-Comedian; © Ausstellungsprojekt; www.MISSYOU.BERLIN; Foto: Sebastian Wells/OSTKREUZ)

Die gesamte Kultur steckt in einer Krise: Seit Monaten konnten Kulturschaffende – gleich welcher Couleur – nur in Spurenelementen ihrer Arbeit nachkommen. Wenn überhaupt. Was schmerzlich fehlt, neben Kreativität, Routine und Einnahmen, ist der Dialog mit dem Rezipienten. Wenn also der Zuschauer nicht zur Oper, zum Theater, zum Puppentheater, zum Kino, zum Varieté oder zum Konzert kommen kann, bringt die Ausstellung „Miss You“ die Künstler aller Genres zu den Menschen – zumindest in Berlin, Hamburg und Baden-Baden.

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News

GQ: Neues Konzept, ohne Joko Winterscheidt

(Bild: Condé Nast/GQ)

Nur ein Jahr, nachdem Condé Nast Germany bekannt gab, „Marken und unseren Content künftig anders [zu] denken“, und zur Folge Joko Winterscheidt den eigens geschaffenen Posten des Chief Curiosity Officer (CCO) bei der GQ gab, kommt es zu neuen Veränderungen bei der Print-Ausgabe des Männermagazins: Die GQ Gentlemen’s Quarterly wird ihrem Namen gerecht und erscheint ab sofort quartalsweise. Das redaktionelle Führungsteam bilden weiterhin André Pollmann, Chief Creative Director, Michalis Pantelouris, Co-Chief Creative Director, Jana Meier-Roberts, Art Direktorin, und Johannes Patzig, Executive Director Editorial.

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News

Fred Perry übernimmt George Cox Footwear

(Bild: Fred Perry)

Beide Marken arbeiten seit langem zusammen, beide mit tiefen subkulturellen Wurzeln, nun gab Fred Perry Holdings Ltd. bekannt, das Handelsgeschäft von Geo J Cox Ltd., also der Gesellschaft hinter dem Label George Cox, übernommen zu haben. Der Vorteil liegt auf der Hand: George Cox bekommt durch die Partnerschaft die Möglichkeit, sich als globale Marke weiterzuentwickeln – soll heißen: Mit der digitalen Reichweite wächst der Umsatz.
Mit George Cox und Fred Perry schließen sich zwei Schwergewichte der britischen Alternativszene zusammen. Das Schuhlabel, das seit 1906 in Northampton, England, ansässig ist, startete mit nur zwei klassischen Modellen: dem Derby und dem Oxford, die jeweils in Handarbeit gefertigt wurden.

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Kampagne News

Diesel lanciert neue Brand-Kampagne: „When Together“

(Bild: Cheryl Dunn)

Gründe von zeitweiliger Trennung gibt es verschiedene: Von selbst auferlegten Trennungsphasen oder achtmonatigem Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten physischen Treffen bis zu anhaltenden Fernbeziehungskrisen, Corona-bedingte Unnahbarkeit und ganz alltäglichen Herausforderungen im Leben. Jeder hat seine Trennungsgeschichten, ganz gleich, wie lang der Abstand zum Partner war. Doch egal, wie lang die körperliche Abstinenz zum Partner war, das erste Wiedersehen gestaltet sich um so emotionaler. Ein Moment, den Diesel in der Brand-Kampagne „When Together“ einfängt: echt, ungestellt, intim, wie das Unternehmen betont. Es geht in der Kampagne um die Vorfreude auf eine Welt, in der ein physisches Miteinander wieder möglich ist – ohne Sorgen und Ängste. Und ohne Corona.

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Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

Ein Buch-gewordener Pucci-Entwurf

(Marquis Emilio Pucci und Laudomia im Palazzo Pucci, Florenz, 1986. Foto: © Emilio Pucci Archiv, Florenz)

Denke ich an Pucci, kommt mir Karl Lagerfeld in den Sinn: “I think tattoos are horrible. It’s like living in a Pucci dress full-time!” Zumindest wäre damit das Verhältnis des Designers zu Tätowierungen geklärt. Wie Lagerfeld aber zu den Entwürfen des italienischen Labels stand, dürfte nicht final geklärt werden können.
Der Gründer des Hauses, Emilio Pucci, präsentierte seit Ende der 1940er-Jahren farbenfrohe Musterfantasien und galt spätestens seit den 1960er-Jahren für viele Modefans als stoffgewordenen Inbegriff von Dolce Vita.
Geboren 1914 in Florenz in einer Familie aus altem Adel, dessen Ahnenreihe bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, war Pucci ein begeisterter Skifahrer und sogar Teil des italienischen Skiteams für die Olympischen Winterspiele.
Nach Kriegsende verfolgte Pucci seine Leidenschaft für Modedesign und versuchte sich mit der Kreation von Skibekleidung. In dieser Zeit begann Pucci, Stretch-Stoffe zu verwenden, mit denen in Europa vor dem Krieg zwar experimentiert wurde, die aber nicht weit verbreitet waren. Den Stoff setzte Pucci bei Bademode ein.

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News

H&M kollaboriert mit Héctor Bellerín

(Héctor Bellerín; Bild: H&M)

Fußball zählt sicherlich nicht zu den Kernkompetenzen des Autoren, aber eine Nachricht ist es wert (wurde mir von einem dieser Fußball-verrückten Menschen, derer es viel gibt, erzählt): H&M kollaboriert mit Héctor Bellerín. Wer nun aber denkt, dass der rechte Außenverteidiger des FC Arsenal (musste ich googeln) eine richtige Herrenkollektion entworfen hat, wird enttäuscht sein – Héctor Bellerín „war in jeden Schritt des Designprozesses involviert“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Vermutlich wurden dem Fußballer also die Materialien und die Schnitte der einzelnen Looks immer wieder vorgelegt.
Im Fokus stand bei der Kollektion aber Nachhaltigkeit, was eine Erwähnung auf Horstson rechtfertigt.

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News

C.P. Company feiert 50-jähriges Jubiläum

(Foto: Pietro Cocco)

Ob sich Massimo Osti bewusst war, was für ein Label er ins gerufen hat, als er 1971 die Marke „Chester Perry“ gegründet hat? Der italienische Grafikdesigner begann Anfang der 1970er-Jahre damit, T-Shirts per Siebdruck zu veredeln. Im Jahr 1978 änderte er den Namen in C.P. Company (also die Anfangsbuchstaben von „Chester Perry“) um – reifer sollte es klingen, doch ob es erfolgreich sein würde, stand in den Sternen. Doch Osti lag richtig und machte sich als „Godfather of Sportswear“ einen Namen und sorgte ab den 1980er-Jahren mit der damals neu aufkommenden Sportswear für Furore.

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Damenmode

Geschmacksache: „Very Slimy“-Stiefel von Beate Karlsson für AVAVAV

(„Very Slimy“-Stiefel; Bild: Beata Cervin)

Schuhe wie Kunstwerke: AVAVAV hat Stiefel mit vier Zehen auf den Markt gebracht. Nun ist das italienische Label bisher nicht mit seinen avantgardistischen Entwürfen aufgefallen, sondern eher mit soliden Kollektionen, die sicherlich ungewöhnlich waren, aber eben nicht sehr künstlerisch.
Vielmehr hat sich die AVAVAV einen Namen für eine progressive Produktionskette gemacht. Mit Sitz in Florenz befindet die Marke im Zentrum der weltweit wichtigsten Produktionsstandorte für Luxusmodemarken. Ein Teil der Stoffe wird nicht verwendet, doch der Müll eines Modehauses ist der Schatz von AVAVAV. Jede Woche geht ein Team auf Schnitzeljagd durch Millionen von Metern luxuriöser Deadstock-Stoffe – und kreiert Stücke, die vor Ort in kleinen Mengen eingekauft und produziert werden. Die Kleidungsstücke werden dann mit Elektrofahrzeugen zur AVAVAV-Zentrale transportiert, verarbeitet und mit recycelten Verpackungen verschickt.

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Kampagne News

Kampagne: Louis Vuitton Frühling-Sommer 2021

(Louis Vuitton Frühling-Sommer 2021; Foto: Nicolas Ghesquière)

Kurz notiert: Louis Vuitton zeigt die Frühjahr-Sommer-Kampagne 2021 – unter der kreativen Regie und mit den Aufnahmen von Nicolas Ghesquière. Der künstlerische Leiter der Damenkollektionen des Luxuslabels schlägt mit den Bildern gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn gleichzeitig zum Kampagnenlaunch stellt der Designer eine Reihe von hauseigenen Markenbotschafter vor. Dazu gehören das für den Grammy Award nominierte R&B-Gesangsduo Halle und Chloé Bailey, die Oscar-prämierten Schauspielerinnen Jennifer Connelly und Emma Stone, Tennis-Champion Naomi Osaka sowie Sophie Turner, Cody Fern, Laura Harrier, Carolyn Murphy und Jaden Smith, um nur einige zu nennen.

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