Paris 1965, die Moderedakteurinnen haben den Trend der Zeit entdeckt und akzeptieren endlich das Prêt-à-Porter der Couture den Rang ablaufen wird.
„Lagerfeld,“ so jubelt die Zeitung Herald Tribune, die Amerika bis heute (durch Suzy Menkes) über Pariser Modetrends akribisch informiert, „ist ein Jahrhunderttalent“. Seine Kollektionen für Chloé sind in aller Munde und im Ranking der Newcomer landet er das erste Mal unter den Top Ten, zusammen mit dem Japaner Kenzo und der rothaarigen Sonia Rykiel.
„Eine neue Generation tritt an, um den alten Meisterschneidern den Thron zu entreißen“ konstatiert die Herald Tribune. Bei Karl läufts hervorragend – neben Fendi (das macht er bis heute) hat ihm der texanische Millionär Evan Richards engagiert. Richards hat ein neues Modelabel gegründet: Tiziano-Roma. Unter ihm soll das verkauft werden, was man sich unter amerikanischem Esprit der Mode vorstellt. Er braucht nur noch einen Pariser Modeschöpfer der den Geschmack der oberen Zehntausend trifft.
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23. Juli 2012
Allgemein
Peter’s Cuttings Teil 1 – Sommer, Sonne, Karl Lagerfeld und Helmut Newton
Posted on 23. Juli 2012Auch Genies fingen mal klein an. Als Karl Lagerfeld noch Stilist für verschiedene Firmen war (ist er ja heute eigentlich auch noch, nur in anderem Umfang) bekam er von seinen Eltern etwas Geld, weil diese, nachdem sie ihre Villa samt Inhalt versteigert hatten, nach Baden Baden zogen. Er bekam von ihnen das Kapital um einen kleinen Laden aufzumachen. Leerstehende Räume fand er in der Rue de Lille. Dort bot er einen Mix von allem an, was ihm selbst gefiel: Taschen, Gürtel, Handschuhe, Parfüm, Sonnenbrillen – nur keine Kleider, dafür aber die ersten Bücher.

