Nachdem ich euch heute morgen schon meinen derzeitigen Lieblingsfloristen vorgestellt habe, nun eine zauberhafte Geschichte, auf die ich am Montag bei der Chanel Schau in Versailles kam.
Mai 2012
Steven Klein, einer der besten Editorial-Fotografen der Welt, überrascht gerne – weniger mit astreinen Fotografien, denn die sind wir von ihm gewohnt.
Vielmehr
überrascht er mit Bildstrecken, die anders sind als andere und die zum Teil auch etwas verstören können: Das Rottweiler/Tisci Editorial für das Interview-Magazine kam da schon vergleichsweise harmlos rüber, Anatomy of a Murder für die Arena Homme+ legte einen Gang zu, die Models hingegen legten im Grunde fast alle Klamotten ab und einige Waffen an – fertig war das Styling.
Im neuen Candy Magazine (mit der fabelhaften Tilda Swinton auf dem Cover) zeigt Steven Klein nun den schwangeren Mann: Chris Fawcett wurde ein Babybauch ran-retuschiert.
Mein Fazit zu Baby Boom: Steven Klein können auf jeden Fall merkwürdige Phantasien und noch mehr Kreativität attestiert werden.
Das gesamte Baby Boom – Editorial gibts bei Models.com zu sehen und ich bin auf eure Meinung gespannt.
In der Avenue Louise 404 in Brüssel hat der Mann sein, einfach ausgedrückt Blumengeschäft, der ein bisschen mit daran Schuld ist, dass Stylisten aus aller
Welt in Rokoko Schlösser und Modemuseen mit Barock – Kostümen Pilgern lässt: Thierry Boutemy.
„Sofia suchte jemanden der mit Blumen Geschichten erzählen kann“ sagte Boutemy auf die Frage, wieso gerade er für den 40 Millionen Dollar teuren, ein Fest fürs Auge bildenden Film „Marie Antoinette“ von Sofia Coppola engagiert wurde. Er hatte einen nicht geringen Anteil daran, dass der opulente Bilderbogen zu einem Feuerwerk aus Farben und Stil wurde .
Coppola schaffte es mit ihrem Film perfekt den Esprit de l’époque nacherlebbar zu machen und Boutemy schuf voller Phantasie ein Dekor, das wie ein einziges Petit Four wirkt.
Es wurde zum Rokoko Rausch: Von pastellfarbenen Gestecken aus Päonien, Lupinen und Hortensien über Blutengirlanden, Dekolleté-Sträußchen und Fruchtarrangements auf kristallglänzenden Hoftafeln bis zur kandierten Kirsche auf rosa Zuckertörtchen.
Da ist noch Luft nach oben: Die erste Preview der Givenchy Resort 2013 Kollektion hauen mich nicht um – alles nur ein dritter bzw. gefühlter vierter Aufguss der Riccardo Tisci Kirmes-Rottweiler-Kollektion vom Winter 2012.
Ich habe sowieso ein gespaltenes Verhältnis zu Männern in Röcken – auch wenn Jean Paul Gaultier und Marc Jacobs in einen beneidenswerten Ehrgeiz versuchen, uns das Beinkleid schmackhaft zu machen: Ich bin Rock-resistent.
Ich bin auf den Rest der Kollektion gespannt…
Bilder via WWD
Karl Lagerfeld hatte mal im Interview mit Markus Lanz gesagt, dass er so viele Kooperationen eingeht, weil es so viele Sachen noch nicht gibt, die er schön findet – also hat er z.B. Gläser designt, die ihm gefallen und Füllfederhalter die nun nach seinem Geschmack sind.
Vielleicht haben ihm die Musikvideos der letzten Zeit auch nicht gefallen und einfach eins mit Snoop Dogg und dem französischen Musiker Jean Roch gedreht – wir wissen es nicht. Was wir aber wissen: Lagerfelds Haus und Hof DJ Michel Gaubert würde ihm den Song sicher nicht auf den iPod spielen…

Tom Cruise – fotografiert von Mario Sorrenti für W Magazine
Vor ein paar Tagen zeigten wir der staunenden Leserschaft das Juni-Cover des W Magazines, auf dem Tom Cruise mit Edita Vilkeviciute und Abbey Lee Kershaw zu sehen ist.
Nun wurden die Bilder des dazugehörenden Editorials veröffentlicht und man staunt: Mit etwas weniger Photoshop und in Schwarz/Weiß sehen die Bilder bzw. Cruise ziemlich gut aus (zumindest obiges Bild).
Cruise macht bekanntlich nichts ohne Grund und aus Langeweile läßt er sich schon lange nicht von Mario Sorrenti fotografieren: Am 14.Juni startet Cruise‘ neuer Film – in „Rock of Ages“ spielt er einen abgehalfterten Rockstar. Passt eigentlich ganz gut, denn Cruise ist in meinen Augen auch eher eine tragische Figur.
Hier noch ein paar Bilder und ich bin auf Eure Meinung gespannt.
Marie Antoinette geht mit Axel von Fersen baden – Chanel Croisière Frühling 2013
Posted on 16. Mai 2012Montag war es soweit: Chanel lud in die königlichen Gärten von Versailles ein, um seine Ressort Croisière Kollektion für das Frühjahr 2013 vorzustellen.
Keine Location hätte für Kaiser Karl standesgemäßer sein können als die Bourbonen-Residenz mit ihrer unendlichen Prachtentfaltung und ihren unzähligen Zimmerfluchten.
Unter blau/weiß gestreiften Zelten, die an die Feste Vatels erinnerten, saß das bunte Modevolk um ein Defilee einer Kollektion zu erleben, die ein bisschen auch an die Werke seiner Zuckerkapriolen für Ludwig XIV. denken ließen.
Machen wir uns nichts vor – die Edwards-Krone von Queen Elisabeth II. ist nicht modern. Das kann sie aber auch nicht sein, denn sie ist das, was in Modeblogger-Kreisen gerne als ‘Vintage’ bezeichnet wird: Alt. Um genau zu sein sogar sehr alt, denn die heutige Krone wurde für die Krönung von Karl II. im Jahr 1661 vom königlichen Goldschmied Sir Robert Vyner hergestellt.
Pünktlich zum 60.Thronjubiläum regte nun das Londoner Nobel-Kaufhaus Harrods bei insgesamt 31 Designern an, der Queen eine neue Krone zu kreieren: Paul Smith, Valentino, Mulberry, Lanvin und noch einige andere Modeschöpfer folgten dem Ruf. Heraus kamen einige Skurrilitäten – wobei obiges Modell von Lanvin mein Favorit ist…
Louis Vuitton Showroom – Women’s & Men’s Prêt-à-Porter Collection FW 2012/2013
Posted on 15. Mai 2012Letzte Woche verschlug es mich in den Süden der Republik. Schuld daran war nicht (nur) meine hohe Affinität zu Leberkäs‘, sondern eine Einladung von Louis Vuitton zur Präsentation der Women’s & Men’s Prêt-a-porter Fall/Winter 2012/2013 Kollektion sowie der Lederwaren & Accessories und der Männer Pre-Collection der kommenden Saison.
Sacha Baron Cohen ist nicht unbedingt bekannt für anspruchsvolles Kino: 2006 kam „Borat“ in Kino, der für sich den Anspruch erhob, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen – so zumindest der Untertitel der US-amerikanischen „Mockumentary“. Es scheint fast so, als wenn dieses Film-Genre speziell für Filme des britischer Komikers erfunden wurde, denn nur 3 Jahre später kam „Brüno“ in die Kinos. Wieder eine Mischung aus Real- und Dokumentarfilm und wieder am Rande des guten Geschmacks und zum Teil auch um einiges darüber.
Am 17.Mai startet nun der nächste Film von Sacha Baron Cohen: „Der Diktator“ heißt das Machwerk, wo der Titelheld (eine optische Mischung aus Muammar al-Gaddafi, Kim Jong Il und Osama bin Laden) laut Presstext sein Volk „liebevoll unterdrückt, um es nicht der Demokratie aussetzen zu müssen“
Nun ist die Idee, sich über Diktatoren lustig zu machen nicht neu – Charlie Chaplin hat das schon in seiner Satire „Der große Diktator“ gemacht. Chaplins Film wurde damals von der New York Times als „vielleicht wichtigsten Film, der je hervorgebracht wurde“ bezeichnet. Das wir Cohens Diktator hingegen nicht schaffen – aber zumindest für einige Diskussionen sorgen, denn die Frage ist, ob er mit diesem Film zu weit gegangen ist oder ob die Satire der richtige Weg ist, Diktatoren zu begegnen…
Was denkst Du?










