Niemand hat die Herrenmode so nachhaltig und so dauerhaft beeinflusst wie Hedi Slimane obwohl er ja gar keine Kollektionen mehr entwirft.Trotzdem ist seine revolutionäre Slim-Beatnick Grundlinie die die immer noch in der Mode vorherrscht und zumindest meine Generation und die Generation nach mir grundlegend verändert hat.
Selbst der „Berlin-Stil“ mit schmaler Jeans, T- Shirt und Chelsea Boots ist, wenn auch in vielfach verwässerter Form ein Kind Slimanes.
1996 holte ihn Pierre Bergé von Yves Saint Laurent zu Saint Laurent und bereits in den ersten Kollektionen ‚Rive Gauche‘ für Männer zeichnete sich sein Grundstil und seine Linienführung schon ab. Die Teile wurden von Freaks gehortet und sind wenn man sie sich heute anschaut noch immer Zeichen setzend.
5. August 2011
Transen, Tunten und Trullas. Alle Jahre wieder gibt es den Christopher Street Day in jeder großen deutschen Stadt, die genug Platz für geschätzte 50 Lastwagen mit geschätzten 50 Millionen Unterhöschen und mindestens das doppelte an Körperöl hat. Und nun ist es nach Berlin und Köln auch in Hamburg soweit. Und natürlich wünscht Horstson als auch homosexuell besetzter Modeblog für Männer (was ne Überraschung) einen frohen Feiertag und ich möchte diese Woche ein bißchen Musik zum Feiertag aller Feiertage beitragen. Und dabei haue ich ordentlich auf die Vorurteilspauke! Wumtata!
Marianne Rosenberg – Marleen
Natürlich darf sie nicht fehlen. Beim aufsetzen der Perücke, beim Engtanzkontest oder auf dem Heimweg mit der letzten Flasche Champagner. Marleen ist und bleibt der Klassiker! (neben „Er gehört zu mir“ natürlich).
Madonna – Vogue
Die Göttin. Natürlich. Und jeder hat es mindestens schon einmal versucht zu performen. Hier eine kleine Anleitung. Einfach das eigene Gesicht in einem Bilderrahmen vorstellen und dann mit beiden Handflächen und Unterarmen selbigen nachbilden. Wahlweise mit Schmollmund oder laszivem Augenaufschlag.
Grace Jones – Slave to the rythm
Wenns in der Wunderbar dem Ende zugeht und sich die letzten Paare auf der Tanzfläche befinden, wird dieser Song ertönen und die letzten (mehr oder weniger verzweifelten) werden den Morgen begrüßen.
Gloria Gaynor – I will survive
Diese Frau hat das „gay“ nicht umsonst im Namen. Ich erinnere mich noch daran, dass ich dieses Lied mit meiner besten Freundin mal zusammen beim Karaokesingen performt habe (gleich nach „Without you“ von Mariah Carey). Ich hatte damals weder eine Trennung hinter mir noch sonst was. Braucht man auch gar nicht. Singen kann man das Lied nämlich immer. Und das tolle ist: Das Lied kann man auch im volltrunkenen „lalalala“-Modus mitsingen.
Army of Lovers – Crucified
Was soll man dazu noch sagen: Ne dickbusige Frau die wie eine Transe aussieht, eine rothaarige Eule und ein nicht dickbusiger „Mann“ der auch wie eine Transe aussieht. Zusammen waren sie „Army of Lovers“ und „Crucified“ eines der großartigsten Videos der 90er! Und natürlich ein fantastischer Ideenlieferant fürs CSD-Kostüm.

