Nur noch fünfmal schlafen, dann ist Weihnachten! Wer nicht zugibt, dass er jedes Jahr aufs Neue kolossale Nervenzusammenbrüche und darauf folgende Fluchtreflexe bekommt, sobald zum ersten Mal die vollständig versammelte Familie mit erwartungsfrohen Weihnachtsmann-Gesichtsausdrücken vor dem geistigen Auge auftaucht, der ist nur zu feige dazu, sich der Wahrheit zu stellen. Weihnachten kann sehr schön sein, zumindest, solange wir Kinder sind und sich sowieso Alles und Alle um uns drehen …. später brauchen wir Glück und Disziplin, um uns vor den Fallstricken des Festes alles Feste zu schützen…. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das haben Freuds Enkel festgestellt, denen schon rein beruflich gesehen, nichts Menschliches fremd ist. Sie fangen die per kollektiver Weihnachtsstimmungs-Erwartung mit letzter Kraft zum zerbersten glücklichen Menschen auf, wenn denen dann auffällt, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt, weil sie ……. Ach ja, alle haben das Fest der Liebe als eine Zeit puren Glücks auf dem Wunschzettel, aber, es kommt dann eben öfter als man das verdient und ertragen kann ganz anders. Außer, ihr seid diesmal streng, zweitens egoistisch und eben nicht gut vorbereitet; und ihr glaubt auf keinen Fall an die Ratschläge, die man in Lifestylemagazinen und auf Websites für Frauen findet:
19. Dezember 2010
Gestern bekam ich ein Päckchen aus Paris mit diversen Vogue Weihnachtsausgaben aus den achtziger und frühen neunziger Jahren von meiner Freundin Brigitte Bury, die zwanzig Jahr lang Commercial-Director bei der französischen Vogue war. Es war eine Zeit, aus der ich gerne Geschichten von ihr höre.
Vogue war so etwas wie ein Gesetzbuch der Mode und die Japaner investierten in den wirtschaftlich goldenen Achtzigern in Paris und kauften was das Zeug hielt – Louis Vuitton und Chanel hatten ihre Taschen reglementiert und die Asiaten durften nur eine Tasche pro Person am Tag kaufen, was dazu führte das sie Europäer auf der Strasse ansprachen, damit diese für sie Dinge kaufen gingen – natürlich gegen Provision. So manches Taschengeld hab ich mir damit verdient.
Eine Frage plagt mich die letzten Tage, und ich könnte wetten, dass Ihr Euch da auch schon einen Kopf drum macht: Was ziehe ich zu Silvester an? Ich bin mir nicht so sicher, aber ich muss selber aussehen wie ein Chinaböller Klasse A. Während ich mir Gedanken um mein Silvester-Outfit mache, könnt Ihr nochmal die Woche auf Horstson revue passieren lassen. Et Volià: Die Highlights der Woche auf Horstson:
1) Skandal: Im U.S. Playboy konnte man nackte Brüste sehen! Scherz beiseite – Das Playboy Editorial „Game On“ wurde von TRON: Legacy inspiriert und war sogar sexy, oder?
2) Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Früher hatten sogar die Koffer eine Geschichte zu erzählen, heute leider nicht mehr. Eine hübsche Hommage an die Hotelaufkleber von früher hat Louis Vuitton auf den Markt gebracht: Die Postkarten-Box
3) Jan würde gerne mal wieder eine Schneeballschlacht machen. Oder romantisch vor der heizung in off-white kuscheln. Die Musik für den wohl romantischsten Augenblick auf diesem Blog hat er uns auch gleich rausgesucht: Musikalisches zum Wochenende
4) Comme des Garçons Kuscheltiere sind mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, und warum gerade ein Schwein dabei ist, konnte bis heute nicht geklärt werden. Sachdienliche Hinweise gerne als Kommentar!
5) Ich hatte bis vor kurzem weder gewusst, dass es Hermès Tücher in Baumwolle gibt, noch das diese so einen unschlagbaren Preis haben. Wie hoch? Peter weiß den Preis und die Geschichte der Tücher von Hermès für Liberty
6) Daisydora möchte uns Männern auch mal was schönes gönnen, und getreu dem Motto: „Wenn schon – Denn schon“ schlägt sie ein Tasche für 17.000€ vor. Die wär uns zu teuer – aber mit den anderen Taschen hat sie sowohl unseren Geschmack als auch unsere finanziellen Möglichkeiten auf der Suche nach der besten Tasche gut getroffen



