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18. Dezember 2010

Allgemein

To John, With Peace And Love x Montblanc

Auch wenn noch so Vieles zu tun wäre, man sollte so kurz vor Weihnachten ganz gemütlich ins Kino gehen, gleich heute oder in den nächsten Tagen … und dort angelangt den anlässlich des dreißigsten Todestages von John Lennon am 08. Dezember angelaufenen Film „Nowhere Boy“ sehen, der vom frühen John Lennon handelt. Einem Künstler, dessen Name jeder kennt, der aber für den Großteil der Leser hier zu früh (und natürlich auch zu kurz) gelebt hat, denn er wäre in diesem Jahr schon Siebzig geworden. So geistert er in den Köpfen nur als kreative Legende, als der Beatle schlechthin, als ein Enfant Terrible und Friedensapostel, um noch ein Stereotyp zu bemühen, herum. Aber um den Film, den ich sehr kurzweilig und schön fand, geht es hier nur am Rande…. Das Jubiläum des Siebzigsten und das seines dreißigsten Todestages hat Montblanc dazu inspiriert, dem Künstler eine Limited Edition zu widmen. Mit einem Rabenschwarzen Kolbenfüllfederhalter mit handgefertigter und speziell entworfener rhodinierter 18 K Goldfeder, Korpus und Kappe aus schwarzem Edelharz mit einer gerillten Oberfläche in Schallplattenoptik und einem Clip in Anlehnung an John Lennons Gitarre mit seinem stilisierten Porträt im Gitarrenloch. Es braucht Einiges an Fantasie, um wirklich John Lennons Gesicht in der Strichzeichnung zu sehen.

Wer lieber mit Kugelschreiber oder Rollerball schreibt, dem kann mit im selben Design gestalteten Schreibgeräten geholfen werden …. Weil Montblanc aber zu den Marken zählt, denen neben dem Geschäft mit Luxusartikeln und Accessoires Nachhaltigkeit und die Förderung des Nachwuchs ein Anliegen sind, wurde rund um die Vorstellung der Limited Edition The John Lennon Educational Tour Bus Tour unterstützt. Im Rahmen der quer durch einige Bundesstaaten gehenden Tourbustour wurden kreative beziehungsweise musikalische Projekte mit jungen Leuten umgesetzt. Den Trailer seht ihr hier:

Auch wenn man damit immer nur wenige Talente von so vielen rund um den Erdball fördern kann, finde ich diese Art von Engagement richtig und auf jeden Fall um Längen besser, als diese unglaublich schmalzige Veranstaltung, den Couple Of The Year Award, einmal jährlich von Montblanc und der Zeitschrift Gala in Deutschland vergeben … Auf der Website www.lennonbus.org steht übrigens Alles über das Projekt, das naturgemäß auch von anderen Bluechips mit Geld, Rat und Tat gefördert wird. Ich schreibe das auch deshalb so gerne, weil Modeblogs sich nicht selten geradezu verfolgt fühlen von den „Begehrlichkeiten“ der Marken, die angeblich Alles für Lau bekommen wollen… Die Realität sieht dann so aus, dass uns der Laden, wie ich unsere Welt gerne salopp nenne, schon dreimal um die Ohren geflogen wäre, würde es das finanzielle Engagement von großen Firmen im Bereich von Kultur, der Bildungs- und Talentförderung und auch in der Wissenschaft, nicht geben. Natürlich redet man dann auch gerne über das Gute, das man getan hat, aber das tun Andere auch dann, wenn sie das Geld vorher bei uns eingesammelt haben …..

Ich war nie Fan der Beatles, aber Lennon fand ich immer gut. Und das nicht nur, weil er ein interessantes Gesicht mit einer tollen Nase hatte. Für mich wies er alle Attribute auf, die ich wahren Künstlern so gerne zumesse. Dazu gehört neben Talent und Genius auch, dass sie nicht zu nahbar sein und sich auf keinen Fall entzaubern sollten… und John Lennon hatte wenig für die Yellow Press übrig, wäre wahrscheinlich nie bei Gottschalk aufgetreten… Das was Montblanc da auf der Website an Informationen zu seinem Schaffen und seiner spannenden Person zusammengetragen hat, zeigt, wie sehr man das Gedenken an den Künstler und sein außerordentliches Talent zelebrieren will.

Im aktuellen Rolling Stone gibt es ein schönes Interview, das drei Tage vor seinem Tod geführt und bisher nicht veröffentlich wurde und viele Informationen, für alle, die das was sie über ihn wissen, gerne noch mal auffrischen wollen. Ist also für Jeden was dabei: Im Kino bei Nowhere Boy, beim Schreiben mit dem John Lennon Füller und beim Lesen im Rolling Stone ….. in alten Zeiten zu schwelgen, die man wie Woodstock nicht live miterleben konnte …

Allgemein Music

Musikalisches zum Wochenende

Ich widme mich diese Woche den Winterliedern. Winterlieder sind Sommerlieder nur für den Winter (es ist so einfach oder?), zu denen man Schneebälle werfen kann, in Gedanken durch einen Winterwald läuft, oder vor dem Kamin (oder dem schicken Heizkörper in offwhite) kuschelt. Und für genau diese speziellen Stunden, habe ich euch meine drei momentanen Favoriten zusammengestellt.
Rein subjektiv natürlich, aber vielleicht ist ja etwas für euch dabei. Auf dass Itunes sich über Einnahmen und Ihr Euch über schönes Liedgut an kalten Tagen freut.
Im Vergleich zum Simian Mobile Disco Album sind die Songs dieses mal recht kurz. Aber dafür kann man sie umso besser in der Dauerschleife hören!

Death Cab for Cutie – You can do better than me

Dieser vom Namen her nicht sehr positiv klingende Song strahlt trotzdem eine unglaublich positive Stimmung aus und trotz des rührenden Refrains, macht es Spaß ihn zu hören.

Man möchte zu diesem Song durch den Schnee jagen und sich mit Schneebällen bewerfen. Zumindest ging es mir neulich auf dem Weg zur Arbeit so. Allerdings war der Schnee vom Auto zu dreckig. Und die Frau an der Bushaltestelle sah nicht nach spontaner Schneeballschlacht aus. Der Song der US-amerikanische Indie Band entstammt ihrem 2008 erschienenen Album „Narrow Stairs“. Auch komplett zu anderen Jahreszeiten gut zu hören!

Björk – Frosti

Zuerst einmal: Dieses Lied ist so wunderschön, aber leider viel zu kurz. Es war Björns Eröffnungssong auf ihrer Vespertine-Tour 2001 und auch auf ihrer Live-DVD vom Konzert im Royal Opera House.
Sie saß in einem weißen Federkleid auf einem Stuhl und der rote, schwere Samtvorhang hob sich. Sie kurbelte eine Maschine an und das Lied erklang. Dabei rieselte weiße Papierschnipsel von der Decke.
Ich hörte es außerdem damals im Harz, als ich mit meiner Familie im Winterurlaub war und alleine durch die verschneiten Wälder rund um unser Haus ging. Immer und immer wieder.
Insgeheim wünsche ich mir bis heute auch so ein Kleid und einen roten Vorhang.

Jeff Alexander – Come wander with me

Diesen Song verbinde ich mit Feuer, Rotwein und Fell. Pornös oder? Er entstammt übrigen, wie ich neulich recherchiert habe, einer Folge von „The twilight Zone“ (nie gesehen, da zu jung).
Jeff Alexander ist der Komponist. Singen tut das ganze Bonnie Beecher (Schauspielerin). Soviel zu den Fakten.
Ich habe den Song von der fantastischen Kompilation „Late Night Tales“, zusammengestellt von AIR. Der Song ist mysteriös, sexy und verräumt. Und nachdem man die Flasche Rotwein geleert hat, schmeißt man sich in den Tom Ford Seidenbademantel und lässt sich ein duftendes Bad zu zweit ein …

Ich würde sagen: Der Winter kann kommen! Schönes Wochenende euch!

Allgemein

Calzedonia Swimwear 2011

Ja, ich gebe es zu: Ich habe schon oft und hier über Video-Lookbooks geschimpft. Meist sind sie so langweilig, dass ich nach ein paar Sekunden gar nicht mehr richtig aufpasse und das Wichtigste verpasse. Das mir bis heute unbekannte Label Calzedonia hat es anders gemacht, und ihre Badehosen in ein ausgesprochen hübsches Video gepackt und mit einem meiner Lieblingssongs von THE XX untermalt. So konnte ich mir die knapp 2 Minuten von Anfang bis Ende anschauen und kann diesmal auch über die Klamotten was sagen: Langweilig. Aber das Video ist schön und vielleicht sollte man sich Noah Mills einfach nackt vorstellen.
Das ausgesprochen schöne Video mit den ausgesprochen langweiligen Badehosen kommt nach dem Klick.

Model: Noah Mills
Regie: Dean Isidro