Das ist ja eine schöne Uhr, aber wie kann man die Zeit ablesen? Magie? Nein, dies ist keine Uhr und man kann auch keine Zeit ablesen. Das ist Schmuck. Zugegeben: Nicht für jedermann geeignet, aber bist Du Jedermann? Die Nicht-Uhr designt von Shayan Afshar für Levi Maestro, seines Zeichens Juwelier aus Los Angeles, wird es auch nicht lange geben: Nur 12 Stück wurden davon hergestellt und der Verkaufsstartschuss ist morgen. Die Uhr Das Schmuckstück ist mit 18K Gold veredelt, kostet 350$ und wer noch einen genaueren Blick darauf werfen möchte, kann dies gerne nach dem Klick tuen.
September 2010
Punks mag ich. Die sehen lustig aus, tuen keiner Fliege was und der Look Inspiriert. In meiner Kindheit bin ich mal mit meiner Mutter durch die damals noch besetzte Hafenstrasse in Hamburg spaziert, und die Punks sahen noch so aus, wie der Punk im allgemeinen von den Medien wahrgenommen wird: Bunter Irokesenschnitt, Ratte auf der Schulter und eine Lederjacke die durch Dreck und Nieten stehen konnte. Das war in den 80ern. Und heute? Heute lassen sie sich für die Vogue Hommes Japan fotografieren. Wie die Zeit doch vergeht. Mehr Bilder von Punks, die gar nicht mehr nach Punk aussehen, kommen nach dem Klick.
Manchmal bin ich echt gemein: Beim Givenchy Lookbook 2011 suche ich zielsicher die Accessoires raus, die nicht zwingend durch tolles Design auffallen. Die Ledermasken waren auch so eine Sache und auch die Ketten mit dem tollen Namen „Bones“. Wenn man die sich genau anschaut, erinnert das Design an eine Wirbelsäule, die man sich um den Hals legt. Die Ketten gibt es in schwarz und beige, wobei gerade letzteres sehr „natürlich“ aussieht. Und weil ich Givenchy an sich sehr gerne mag, habe ich dann doch noch was gefunden, und ich bin wieder milde gestimmt und hoffe, dass einige Stücke der Kollektion nur als Eyecatcher gedacht sin. Mein Givenchy – Liebling kommt nach dem Sprung.
Lange wurde gerätselt, wer der neue Kreativdirektor und somit Nachfolger von Rosemary Rodriguez beim französischen Modehause Thierry Mugler wird, jetzt ist es raus: Der Mann, der auch für Lady GaGa’s Fleischkleid verantworlich ist: Nicola Formichetti. Und er bekommt tatkräftige Unterstützung von Romain Kremer (von dem ich bisher fast alles gruselig fand) für die Männerkollektion und von Sébastien Peigné (Ex Balenciaga) für die Damenkollektion.
Und wer ist Formichetti? Der 33 jährige ist in Japan geboren; ist Kreativdirektor und Stylist von Dazed & Confused, Fashion Director der VOGUE Hommes Japan, er schreibt für das V Magazine, stylt Stars wie Ashton Kutcher und Justin Timberlake und berät Firmen wie zum Beispiel PRADA, Alexander McQueen und Armani um nur einige zu nennen.
Die erste Kollektion von Nicola Formichetti für Thierry Mugler wird im Herbst 2011 präsentiert.
Bild: Nicola Formichetti
Manchmal wunder ich mich selber, was so alles spurlos an mir vorbei geht: So habe ich die Mercedes Benz Fashion Week in New York bisher mit keiner Silbe erwähnt, und wenn ich mir die Bilder der Schauen anschaue, weiß ich auch warum. Mein persönliches Highlight war wie immer die Schau von Richie Rich, wo bei der letzten Schau noch Pamela Anderson und Gina Lisa mitliefen, diesmal (warum auch immer) Ellen DeGeneres über den Laufsteg schlenderte. Und sonst? Nichts Neues, daher konnte ich mein Augenmerk mal auf den adidas Ableger Y-3 richten, und was muss ich sagen? Geht doch! Ein Paar Looks habe ich rausgesucht, die gibt es nach dem Klick.
O.k. – Wir wissen es: Mad Men hat die Mode im Griff, und so ziemlich jedes Modehaus springt auf den Zug auf und verwurschtelt ihr Design in 60er Jahre Bürolook. Und wenn das design nicht so richtig dazu passt, müssen die Stylisten sich halt was einfallen lassen, der Videoregisseur in die Klischeekiste greifen und das Ganze muss dann mit einem Song im 60er Sound gekrönt werden. So geschehen bei dem neuen Video der GANT by Michael Bastian – Spring/ Summer 2011 Kollektion. Ich mag die Klamotten wirklich, aber diese Überdosis an Klischee 60s tut in meinen Augen und Ohren weh. Sehr weh. Augen und Ohren zu und durch.
Ich hatte schon befürchtet das mich in dieser Saison gar kein Kleidungsstück mehr richtig vom Hocker haut.
Aber jetzt habe ich mich verliebt. Total und bis über beide Ohren.
In ein Sakko. Von Neil Barrett. Eine Hälfte ist grau, eine schwarz. Schlicht, schön und besonders.
Natürlich gibt es einen Haken. Denn in meiner Heimatstadt führt meines Wissens nur ein Shop Neil Barrett. Aber die haben das Sakko leider nicht geordert. In den diversen Online-Läden konnte ich es bisher auch nicht finden.
Falls es jemandem irgendwo begegnet würde ich mich über Infos freuen!
Bild: Style.com
Wenn ich ehrlich sein soll (und das bin ich immer): Ich kannte das Label N.Hoolywood bis ich dieses Lookbook gesehen habe nicht, und ich hatte als ich den Namen ‚N.Hoolywood‘ gehört habe, sofort gedacht, dass es sich um eine amerikanische Firma handelt. Falsch gedacht, musste ich dann auf der Homepage feststellen – N.Hoolywood ist ein japanisches Label, und wenn ich weiter ehrlich sein soll: Die Klamotten sind doch etwas langweilig geraten. Und der Grund, warum ich Euch dieses Lookbook trotzdem nicht vorenthalten möchte ist vermutlich der, dass ihr das Gleiche bei dem ersten Bild gedacht habt wie ich: „Was haben Verbrecherportraits mit Mode zu tun?“. Das Lookbook kommt nach dem Klick.
Hausfrauenmagazin-Maz ab – His Royal Highness Mario Max und andere seltsame TV-Gewächse
Posted on 12. September 2010Hat irgendjemand von euch schon sein eigenes Parfum oder gleich mehrere davon? Nicht! Aha. Horst und seine Schreiber auch nicht. Prinz Mario Max zu Schaumburg Lippe hat gleich fünf davon in Auftrag gegeben und erst kürzlich in New York vorgestellt. Wir wissen nur leider nicht wem, denn das ging trotz einiger Minuten Sendezeit nicht aus dem knallhart-journalistisch gestalteten Bericht hervor. Ein echter Prinz ohne Contenance aber mit Talent zur Nervensäge gefällt sich in der Rolle des Parfumpaten – für das RTL Mittagsmagazin und andere verzweifelte Hausfrauenmagazine wie taff Grund genug, dem kamerageilen Nachbarn kostenlose Werbezeit für seine Promotion zur Verfügung zu stellen. Seht selbst, wie bedeutsam diese Nachricht für uns alle ist.
Ich frage mich das im Übrigen schon seit Jahren, wie man das anstellt, von den Privaten für deren Fernsehgewächsgarten entdeckt zu werden. Da tummeln sich dann neben Prinz Mario Max Unternehmer wie der schrullige Normalbürgerschreck Alfredo Pauly, ein Pelzdesigner aus der internationalen Modemetropole Bad-Neuenahr-Ahrweiler, der seine absolut pelz-, juwelen und kitschverliebten Kundinnen auf Kreuzfahrten und Modepräsentationen mit so klingenden Namen wie Champus zuerst in absolute Verzückung und dann in pathologischen Kaufrausch versetzt. Und immer sind die richtigen Kameras dabei. Das muss man wirklich mal gesehen haben, mit welcher Konsequenz RTL, Pro7 und Sat1 das Geschäft dieser Leute besorgen. Da würde jeder seriöse Jungunternehmer mit einer wirklich guten Geschäftsidee vor Freude im Dreieck hüpfen, wenn er nur zwanzig Prozent der Sendezeit all der TV-Prinzen und Luxusdesigner wie Alfredo Pauly – auch kostenlos – zur Verfügung gestellt bekäme. Für alle unter euch, die mittags oder um 17 Uhr leider nicht gucken können, haben wir da ein paar der exclusiven Leckerbissen herausgesucht, mit denen das durchweg weibliche Publikum bei Laune gehalten wird. Ein Schelm, der dabei denkt, Frauen hätten es nicht so mit echten Nachrichten. Wer weiß, vielleicht ist das ja wirklich interessant und irgendwie unterhaltsam, obwohl ich es nicht verstehe. Lieber Horst, entkommen dir die berühmten ha ha ha Horst Lacher, wenn du Mario Max zu Schaumburg Lippe in seinem eigenen Video TV Channel dabei zuguckst, wie er sich zum Affen macht? Vielleicht fehlt mir ja der typisch weibliche Sinn für das wirklich Schöne und Edle. So oft ich einen von denen sehe, denke ich mir: Wie viel zahlen die Privaten pro Monat? Man will schließlich wissen, wie hoch das Gehalt eines Fernsehgewächs ist, von dem Monat für Monat neue Schnipsel gesendet werden. Und wer weiß. Vielleicht löst der bestens bezahlte Traumberuf Maz-Darsteller bei den Privaten ja irgendwann die aktuellen Traumberufe Topmodel, Moderator und Popstar ab. Horstson wird euch sicher davon berichten. Ach ja: Über Alfredo Pauly, seine mitunter hellblauen, geschorenen Nerze und übergroßen Klunker sollten wir unbedingt mal unter modischen Gesichtspunkten berichten. Ihr habt ein Anrecht darauf, zu wissen, welche schillernden Pauly-Kollektionen von Bad Neuenahr-Ahrweiler ihren Weg in das weltweite Glizzbizz nehmen…
Ich sehe schwarz. Also natürlich bin ich kein Pessimist, aber wenn ich mir die Schau von Dior in ganzer Länge anschaue, fällt eins ins Auge: Kreativchef Kris Van Assche mag gerne unbunte Farben. Und damit ist er nicht allein: Karl Lagerfeld war auch vor Ort, und konnte dem ganzen Spektakel mit Musik aus dem Film „2042“ von der Frontrow aus folgen. Die Gesamte Schau dauert etwas über 10 Minuten, und es lohnt wirklich, auf „Play“ zu klicken.








