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Musiktipp

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Sumie x „Lost In Light“

(Sumie x „Lost In Light“; Cover Artwork; Bella Union, 2017)

Den Spagat zwischen schwedischer und japanischer Volksmusik muss man erstmal hinbekommen. Sumie Nagano, Schwester von Yukimi Nagano (Sängerin von Little Dragon) beherrscht diese Disziplin. Auf ihrem zweiten Album „Lost In Light“, verbindet sich ihre leichte und verträumte Stimme mit Klängen die irgendwo zwischen poetisch und düster schwingen. So ist das wunderschöne „Divine Wind“ die vertonte, englische Übersetzung eines Gedichtes des schwedischen Dichters Daniel Klevheden. Selbst geschriebene Stücke wie „Leave Me“ oder „Fortune“, werden zudem von traditionellen Instrumenten aus Japan begleitet. Trotz aller verträumter Einflüsse ist es ein Album, was nicht umsonst ein Schwarz/Weißes Cover hat. Vielleicht will sie sich aber so auch nur von ihrer eher „bunten“ Schwester abgrenzen. Continue Reading

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Björk x „Utopia“

(Björk x „Utopia“; Cover Artwork; Bild: PR)

Was haben venezolanische Vögel, Nina Bonina Brown und Tinder gemeinsam? Richtig, alles kommt auf Björks neuem Album „Utopia“ zusammen. Aber eins nach dem anderen. Nachdem unser liebster isländische Weirdo mit „The Gate“ und „Blissing Me“ bereits zwei Singles des neuen Albums im Voraus veröffentlichte war klar: Es erwartet uns etwas Großes. Nachdem Björk auf „Vulnicura“ ihre Trennung vom Künstler und Vater ihrer Tochter Matthew Barney thematisierte, bezeichnet sie „Utopia“ nun als ihr „Tinder-Album“. Im Gegensatz zur allseits beliebten Bumsplattform allerdings, ist der Zustand des Verliebtseins bei Björk natürlich nicht rein körperlich. Vielmehr findet es auf einer mehr oder weniger subtilen Ebene statt. So geht es in „Blissing Me“ unter anderem um die Anfänge, in denen man Gemeinsamkeiten wie den gleichen Musikgeschmack entdeckt: Continue Reading

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Weihnachten mit Tom (Chaplin) und Katie (Melua)

(Tom Chaplin, „Twelve Tales of Christmas“; Cover Artwork; Bild: PR)

Ihr kennt das: Kaum steht der erste Lebkuchen im Regal, kramt irgendjemand im Freundeskreis die Wham! CD raus und fortan gibt es kein Entkommen mehr. Klar, der Klassiker hat natürlich aufgrund des Todes von George Michael in diesem Jahr einen faden Beigeschmack. Dennoch ist er nicht wegzudenken. Und auch wenn es in jedem Jahr neben Helene Fischer noch allerlei absurdere Weihnachtsplatten gibt, stellen wir euch in diesem Jahr zwei „Weihnachts“-Alben vor, die eine willkommene Alternative bieten. Continue Reading

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KLLO x „Downfall“

(KLLO; „Backwater“, Cover Artwork)

„Man hat das Gefühl in einem David Lynch Film gefangen zu sein“, sagte jüngst Highsnobiety über das Debutalbum des australischen Elektro-Pop Duos „KLLO“. Zusätzlich kann man vereinzelte Vergleiche mit The XX (unberechtigt) und James Blake vernehmen. Das ist etwas in die Irre führend, denn im Grunde klingen Chloe Kaul und Simon Lam eher ein wenig nach einem auf Mainstream getrimmten SOHN oder SBTRK. Das Debut der beiden klingt bei Songs wie der gleichnamigen Single „Downfall“ oder „Virtue“ unterhaltsam poppig, versucht bei „Backwater“ experimentell zu werden und wagt bei „Making Distractions“ sogar ein wenig R&B. Das ist unterhaltsam aber leider etwas kurzweilig. Wir sind gespannt ob da noch ein zweites Album folgen wird. Continue Reading

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Pet Shop Boys x „Catalogue 1985-2012“ – „Yes“ & „Elysium“ remastered + “Further Listening”

(Foto: Pet Shop Boys)

Mit remasterten Alben ist das ja so eine Sache. Man denkt immer man braucht sie nicht und dann kommen sie mit tollen Schubern und Booklets daher, dass man sie doch haben will. So auch bei der „Catalogue 1985-2012“–Serie der Pet Shop Boys. Als eingefleischter Fan für mich eh ein Muss. Allerdings bieten die „Further Listening“-CD’s, die den remasterten Alben beiliegen, auch eine Menge Bonus-Material, welches definitiv hörenswert ist. Nach den Alben „Nightlife“, „Release“ und „Fundamental“ wurden nun die Alben „Yes“ und „Elysium“, für die beiden fast schon Spätwerk, remastered.
„Yes“ (2009), ein Album das mit Songs wie „Love Etc.“ oder „Did You See Me Coming“ damals bei mir rauf und runter lief, bietet auf insgesamt 3 CD’s Bonus-Material wie u.a. Remixe, aber auch bisher komplett unveröffentlichtes Material wie Songs aus einer Young Vic-Theaterproduktion „My Dad’s A Birdman“. Besonders erwähnenswert ist „The Loving Kind (monitor mix)“ und das Mash-Up von „Viva La Vida/Domino Dancing“, welches auch auf ihrer Tour gespielt wurde. Continue Reading

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Melanie de Biasio x „Lilies“

(Melanie de Biasio; Foto: Eric de Redelijkheid; CC BY-SA 2.0)

Es ist in der Tat schwierig Melanie de Biasio musikalisch einzuordnen. Vergleiche mit Nina Simone deuten auf Jazz hin, dann wiederum hört man auf „Lilies“ Songs wie ihre neue Single „You’re Freedom Is The End Of Me“ und möchte sagen: Blues. Gar nicht so einfach. Die Stimme der fast 40-jährigen, aus Belgien stammenden Sängerin zieht sich konstant klar und geheimnisvoll durch jeden ihrer Songs auf „Lilies“. Im Vergleich zu ihrem 25-minütigen Konzept-Stück „Blackened Cities“ (nur an Regentagen zu empfehlen), gibt es auf „Lilies“ nun auch Stücke die mit schnelleren Beats („Gold Junkies“ oder „Let Me Love You“), sowie auch James Blake Ansätzen („And My Heart Goes On“). Continue Reading

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Insta Romantic – Ady Suleiman x „Not Giving Up“

(Ady Suleiman; Bild: PR)

Ady Suleiman hat es erkannt: Heute schreibt man keine Lovestories mehr, sondern vielmehr Insta- oder Snapchatstories. Kein Wunder also, dass er als neues Wunderkind gefeiert wird. Dies kommt vor Allem aber daher, dass er bei Gilles Peterson’s Worldwide Awards zum “Breakthrough Act of the Year” gekürt wurde. Seitdem war er u.a. Support für Acts wie Michael Kiwanuka oder Lianne Le Havas. Und auch wenn der Sound klingt, als würde er Mädchen in Grund und Boden schmachten, ist „Not Giving Up“ nur ein kleiner Vorgeschmack seines großen Könnens, was ihm bereits Fans wie u.a. Chance The Rapper einbrachte. Continue Reading

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Fergie x „Double Dutchess“

(Foto: Mert and Marcus)

Wer ist Fergie? Ist sie die Musikerin, die ohne die Black Eyed Peas niemanden interessiert hätte? Ist sie die latent nuttige MILF aus ihrer ersten Single? Oder ist sie die ehemals drogenabhängige Frau, die jetzt als Mutter ihre Bestimmung gefunden hat? Um das zu klären, eignet sich natürlich nichts besser als ein Videokonzept-Album (Hi Beyoncé!). Continue Reading

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Bruno Major x „A Song For Every Moon“

(Bruno Major x „A Song For Every Moon“; Cover Artwork; Bild: PR)

Denkbar einfacher Gedanke: Zwölf Songs pro Jahr, ein Song pro Monat. Das trotz dieses selbst auferlegten Drucks ein wunderschönes Album entstehen kann, zeigt uns Bruno Major. Der hat nämlich über zwölf Monate hinweg eben jeweils einen Song pro Monat geschrieben. Das gesamte Werk hat er „A Song for Every Moon“ genannt um es etwas esoterischer (und wahrscheinlich auch geheimnisvoller) klingen zu lassen. Herausgekommen ist ein abwechslungsreiches und dennoch in sich harmonierendes Album voller Herzschmerz, wie auf „Places We Won’t Walk“ oder „schnellere“ Stücke wie „Cold Blood“. Dabei schwankt er immer zwischen James Blake und Damien Rice. Continue Reading