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Wer hat denn eure Kleider gemacht? X 24.04.2014: FASHION REVOLUTION DAY!

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Bild: Fashion Revolution

Tragt eure Kleider bitte heute bitte, bitte verkehrt herum – mit den Labels und Hersteller Etiketten nach außen. Das ist die schlichte Aufforderung zu einer Initiative, die große Wellen schlagen kann. Auch wenn ihr schon tiptop angezogen seid, dreht die Klamotten gleich um. Daisy und ich machen da ganz konsequent mit, weil das sicher Gesprächsstoff ergibt und wir ohne dieses aufmerksamkeitsstarke Zeichen ganz gewiss nicht mit so vielen neuen Menschen ganz offen über das Thema sprechen könnten …

Gedenktage wie der erste des Einsturz des Rana Plaza in Savar, die Ansprachen und der Sturm im Blätterwald sind irgendwann wieder vorüber. Entscheidend ist, was machen wir alle nachher. Welche Schlüsse ziehen wir aus den Unachtsamkeiten und Fehlern der Vergangenheit. Insbesondere die, die wir Modeverrückte sind oder sogar drüber bloggen.

Noch immer arbeiten ja alleine in Bangladesch vier Millionen Menschen in der Textilindustrie. Dort, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Unser Bewusstsein und Veränderungen in unserem handeln machen dann nach und nach den Unterschied in den Lebens- und Arbeitsbedingungen dieser Mitmenschen.

Auf Initiative der Organisation Fashion Revolution findet heute der erste weltweite FASHION REVOLUTION DAY statt, mit vielen Veranstaltungen wie flashmobs und Vorträgen auch in Deutschland.

Fashion Revolution Day USA Introduction

Verantwortung und Nächstenliebe bedeuten, dass einem auch die Menschen nicht egal sind, die man nicht kennt und vermutlich nie treffen wird. Deren Leben man aber mehr Würde geben und einfacher machen kann. Ich bin sicher, das macht uns glücklich, wenn wir in einigen Monaten (hoffentlich) oder in wenigen Jahren erfahren, dass es zu keinen Verletzungen und Todesfällen mehr kam und, dass man auch als Textilarbeiter in Bangladesch, China oder wo auch immer, ein Leben in Würde und bescheidenem Wohlstand führen kann. Das sind wir diesen Menschen schuldig!

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  • peter
    24. April 2014 at 10:34

    Ich trage konsequent nur Dinge die in Europa hergestellt sind….das ist meine Konsequenz um nicht nur die Arbeitsbedingungen in solchen Ländern nicht zu unterstützen,sondern auch die Arbeitsplätze in Mitteleuropa zu erhalten.

  • Daisydora
    24. April 2014 at 11:17

    Zwischenbereicht: Ich habe schon mit sechs wildfremden Menschen Gespräche gehabt, trage einen uralten Seidenrock mit Ajourstickerei von John Galliano, ein Top von Strenesse und ein Hemd von Donna Karan verkehrt herum und werde ständig angelacht und angesprochen … sehr tolle Idee! 🙂

  • Siegmar
    24. April 2014 at 11:30

    ich werde das in der Mittagspause testen und dann berichten!

  • Siegmar
    24. April 2014 at 16:37

    ich nehme es dann mal witzig hatte nur mein Hemd und Cardigan verkehrt herum, wurde nur 3 x darauf hingewiesen das die Etiketten aussen sind und hatte eher das Gefühl ausgelacht anstatt angelacht zu werden.

  • Daisydora
    25. April 2014 at 13:48

    Für mich war der Tag bis in die Nacht hinein sehr interessant und lustig obendrein … habe mich dann für abends noch mal extra umgezogen und bin mit Freunden in die „Altstadt“ … so viele lustige Vögel und kommunikative Mitbürger habe ich an einem Tag noch nie gesprochen …

    Ich weiß nicht, ob ich das durchhalte, weil ja schon viele leute erst mal nur darauf aufmerksam machen, dass man beim Anziehen nicht aufgepasst hat, aber ich würde das am liebsten öfter im Jahr wiederholen … 😉