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William Penhaligon

Düfte

Der unnachahmliche William Penhaligon

(The Inimitable William Penhaligon; Foto: Penhaligon’s)

Als erstes der zwölf Tierkreiszeichen steht der Widder für Kraft und Selbstbewusstsein, also genau die Eigenschaften, die 1870 nötig waren, ein Parfumhaus zu gründen. Es war eine holprige Zeit, Frankreich steckte im Krieg mit dem Norddeutschen Bund, mit dem Bau der Brooklyn Bridge, die Manhattan und Brooklyn verbinden sollte, wurde begonnen und der britische Fußballverband, The Football Association, begrenzt die Anzahl der Spieler bei einem Fußballspiel auf elf.
Ob William Penhaligon im Sternzeichen des Widders geboren wurde, kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber charakterlich würde es passen. Immerhin braucht es eine gehörige Portion Mut, ausgerechnet da ein Geschäft zu eröffnen, wo damals die feine Gesellschaft einkaufte: Die Jermyn Street galt als das Who-is-who des Schneiderhandwerks, also das, was heute die Savile Row für Männer ist. Durch die räumliche Nähe zur damaligen High Society gelang es dem Barbier, eine illustre Kundschaft aufzubauen, die er charmant als Steigbügelhalter für seinen Erfolg zu nutzen wusste. Ja, selbst die Bitte um Ernennung zum königlichen Hoflieferanten erhielt rasch die königliche Zustimmung.

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Düfte

Neues vom Duftmarkt: Penhaligon’s „Brilliantly British“

(Foto: Penhaligon’s)

Der ein oder andere Leser wird sicherlich in den letzten Tagen die neueste „The Crown“-Staffel gesehen haben. Die Serie, das sei kurz erklärt, widmet sich dem Leben von Elisabeth II. seit ihrer Hochzeit mit Prinz Philip im Jahr 1947 und zeichnet in mittlerweile 40 Episoden das Leben der Queen, das manchmal einer Seifenoper gleicht, nach.

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Duftklassiker

Der Duft des Dukes

Früher war alles besser? Nicht unbedingt: Vor 150 Jahren war die Welt auch nicht komplett in Ordnung. Wir schreiben das Jahr 1870. Erbe, Empire und Porträtmalerei sind ebenso an der Tagesordnung wie Kriege und Schlachten. Romane wie Charles Dickens‘ „Große Erwartungen“ oder Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ sind wenige Jahre zuvor erschienen. Zu jener Zeit regierte Queen Victoria, der britische Arzt Joseph Lister entwickelte den Karbolsäure-Verband, einem Antiseptikum, und Knöchel galten noch als aufreizend.

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