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Helmut Newton

Werbung - In Kooperation mit Taschen Verlag

„Helmut Newton. Legacy“ – Helmut Newtons visuelles Erbe in Buchform

Thierry Mugler, American Vogue, Monte Carlo 1995; © Helmut Newton Foundation, Berlin

Vergangenen Jahr wäre Helmut Newton 100 Jahre alt geworden. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Helmut Newton Stiftung zum Anlass, den „professioneller Voyeur“, wie er selbst einmal sein Berufsbild beschrieb, mit einer großen Ausstellung im Museum für Fotografie zu ehren: „Helmut Newton Legacy“. Begleitend hierzu ist ein bildgewaltiges, gleichnamiges Buch im Taschen Verlag erschienen.
Ursprünglich sollte die Retrospektive pünktlich zum 100. Geburtstag eröffnet werden, doch die aktuelle Situation machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. Die Ausstellung läuft bis zum 22.05.2022, das Buch hingegen hat weit darüber hinaus Bestand.

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Bombastisches Buch: „Baby Sumo“

(Helmut Newton prüft einen Druckbogen während der Frankfurter Buchmesse, 1999; Foto: Mit freundlicher Genehmigung, Taschen Verlag)

„Wir wollen lieber nackte Frauen“, diese Antwort bekam Helmut Newton (1920–2004) sicher öfter zu hören, als er den Verantwortlichen von Magazinen, die seine Bilder zeigen wollten, Fotos angeboten hat und er darauf hingewiesen hat, dass er auch schöne von Blumen und Bergen habe.
Diese nackten Frauen, von dem Helmut Newton damals sprach im Interview mit „Spiegel Online“, fanden sich auch in dem legendären ersten Großbuch des Taschen Verlages: „Helmut Newton. SUMO“. SUMO ist hier sehr wörtlich zu nehmen, denn Verlagsgründer Benedikt Taschen mag ganz sicher Superlative genauso, wie der aus Japan stammende Form des Ringkampfs für Größe steht.

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20 Jahre SUMO

(Bild: © Helmut Newton Estate)

„Die Leute von den Magazinen sagen immer: Wir wollen deine Bilder zeigen. Und wenn ich dann antworte, dass ich schöne Bilder von Blumen und von Bergen habe, dann sagen sie: „Ach Helmut, das wollen wir nicht, wir wollen lieber nackte Frauen.“ – und eben diese nackten Frauen, von denen Helmut Newton im Interview mit dem „Spiegel“ sprach, gibt es bald in Berlin zu sehen.
Doch von Anfang an: 1999, also vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newton’s SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm auf den Markt, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle vom Fotografen persönlich signiert. Da ein solch großes Buch in kein Bücherregal passt, gehörte ein von Philippe Starck entworfener Buchständer dazu. Nur kurze Zeit später waren alle Bücher ausverkauft und vervielfachten ihren Wert – die Nummer eins, handsigniert von über 100 der in dem Buch abgebildeten Persönlichkeiten, wurde für damals 620.000 DM versteigert. Noch heute werden die Bücher der ersten Auflage zu hohen Preisen gehandelt.

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Ausstellung

Hui, Hui, Helmut!

(Mario Testino; Vogue Italia, Paris, 2000 © Mario Testino; www.mariotestino.com)

Wann immer ich in Berlin zugegen bin, versuche ich immer auch einen kurzen Stopp bei der Helmut Newton Stiftung einzulegen. Da muss man einfach gewesen sein, kein Witz. Ich kann mich noch bestens an meinen allerersten Besuch erinnern, damals sind mir fast die Augen aus dem Kopf gekullert: Schöne Körper, Nacktheit, Mode – alles ganz ästhetisch. Fortan sah ich überall potentielle Nachmacherfotografen, studierte die ikonischen Modestrecken Newtons oder war auf Krawall gebürstet à la „na, XYZ hat aber mit Sicherheit abgekupfert“!
Einer, der sein ganz eigenes Ding gemacht hat und von mir bei Ausstellungen mindestens genauso häufig wie bei Newton frequentiert wird, ist der Peruaner Mario Testino. Eben dieser zeigt jetzt in der Berliner Helmut Newton Stiftung, welch Ehre, juhu. Denn: die wenigsten wissen, dass die Stiftung parallel zu den Werken Newtons, auch anderen Fotografen ein Forum bieten – Newton selbst hatte dies bei der Gründung seiner Stiftung im Jahr 2003 verfügt, vielmehr festgelegt. Am 2. Juni eröffnet nun die Ausstellung „Mario Testino. Undressed / Helmut Newton. Unseen / Jean Pigozzi. Pool Party“.

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