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ESC

Meinung

ESC-Kitsch? X oder das Festival der weißen MusikerInnen

Deutschland im ESC-Rausch (Symbolbild); Bild: Horstson

Deutsche würden das vermutlich niemals beim Namen nennen. Man hat gelernt, auch dort auf jede noch so absurde Zuschreibung von R……s zu achten, wo dieser ganz offen von anderer Seite ausgeübt wird.
Die schlechte Platzierung Deutschlands könnte auch etwas damit zu tun haben, dass man die Bundesrepublik nicht leiden kann, da sie auf vielen Gebieten erfolgreich ist (Nachbarn und Nichtnachbarn gerne gute Ratschläge erteilt).
Ich darf das, bin Migrantin. Finde den ESC schon seit immer musikalisch und stilistisch irgendwie cringe und unterirdisch; allerhöchstens dazu gut, einen lustigen feuchtfröhlichen Abend mit Freunden zu haben, sich nicht darum zu scheren, was Musik- und ESC-Kenner orakeln. Denn Deutschland kann allerhöchstens irrtümlich gewinnen, so wie 2009.
Wenn ich etwas mit zu entscheiden hätte, sollte Deutschland seine Teilnahme einige Jahre aussetzen, um diesen Bauchladen des schlechten Geschmacks und Mangels an Talent finanziell aushungern zu lassen. Guckt mal, wie gut es sich ohne das Geld, das Deutschland dazu beiträgt, dieses Volksfest der Beautyful Lies eines geeinten Europas, in dem sich alle Nationen liebhaben und mit Respekt begegnen, mit durchzufüttern, noch feiern lässt.

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Music

ESC 2015 – Einheitsbrei mit schwedischem Topping

Was war das für ein Abend. Herzschmerz, Weltfrieden, Mord und die drei Tenöre. Früher hatte man sich neben den Outfits während der Punktevergabe noch auf ein paar nuttige Fummel gefreut oder wie im letzten Jahr auf polnische Pornopuppen, die sicher nicht nur die Butter auf der Bühne hart gemacht haben. Das ist vorbei. Dieses Jahr war es „politisch“ und dramatisch bis zum Erbrechen. Früher übergab man sich höchstens nach dem ganzen Sekt und den Massen an Knabberzeug, was man über den Fernsehabend hinweg konsumierte. Dieses Jahr musste man zwischendrin wegschalten, damit man nicht konstant aufgrund des Balladen-Einheitsbreis aufstoßen musste. Und als man gerade dachte, man könne mal wieder in die gerösteten Nüsschen greifen, kamen die drei Tenöre.

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