Browsing Tag

Buchtipp

Coffeetable Books

Buchtipp: „The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey'“

Briefcase containing all the components of a modern laptop computer (keyboard, camera, electronic stylus pen, modem, digital file storage module, and display screen), designed by Honeywell company for Heywood Floyd. Bild: © Stanley Kubrick Archives/TASCHEN

Es gibt Filme, die man eigentlich gesehen haben muss, die viele von uns aber noch nicht gesehen haben. Stanley Kubricks ‚2001: A Space Odyssey‘ ist so ein Fall – jeder wird mit dem Titel etwas anfangen können, den Film aber, wenn überhaupt, vor Jahrzehnten das letzte Mal gesehen haben. Vielleicht liegt es am nicht enden wollende Anfang, der mich immer wieder dran gehindert, den Science-Fiction-Film zu schauen.
1968 war es der Regisseur Stanley Kubrick, der zusammen mit Arthur C. Clarke das Science Fiction-Genre und das Kino an sich revolutionierte. Der Bildband „The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey'“ blickt nun hinter die Kulissen des Films, der ein ganzes Medium veränderte.

Continue Reading

Coffeetable Books

Buchtipp: Andy Warhol. Polaroids

15 Minuten Ruhm … Manchmal ärgere ich mich, dass ich nicht einige Jahre eher zur Welt gekommen bin. Anfang der 50er-Jahre hätte in diesem speziellen Fall gereicht. Denn dann wäre ich 1972 schon in einem Alter gewesen, um mich in der „Galerie in der Milchstrasse“ in Hamburg für relativ kleines Geld mit Bildern von Andy Warhol eindecken zu können – Gunter Sachs widmete dem Künstler, der damals als überaus talentiert galt, eine Ausstellung*. Die vornehmen Pöseldorfer sahen es anders: sie kamen zwar zahlreich, kauften aber so gut wie gar nichts. Weil es Sachs unangenehm war, dass keiner Warhols Arbeiten haben wollte, kaufte er ein Drittel der Exponate heimlich selbst. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte …

Continue Reading

Coffeetable Books

Buchtipp: PRADASPHERE

Bild: PRADA

Das Gute an Büchern ist, dass sie niemals aus der Mode kommen können. Wer also etwas von PRADA zuhause haben möchte und die Investition in eine Tasche oder einen kompletten Look scheut, kann sich nun zumindest ein Buch von PRADA ins Regal stellen – oder dekorativ auf den Tisch platzieren, schließlich handelt es sich allein schon aufgrund der Maße (28,5 x 40,0 cm) um ein klassisches „Coffee Table Book“.

Continue Reading

Coffeetable Books

Happy Gardening Books – Lust auf Garten

Buchcover „Redouté. Selection of the Most Beautiful Flowers“, Pierre-Joseph Redouté, Werner Dressendörfer, H. Walter Lack; Bild: TASCHEN-Verlag

Eines der schönsten Hobbys habe ich gerade frisch entdeckt – ausgelöst durch meinen Umzug nach Frankreich und dem kleinen Terrassengarten, der unserem Häuschen angeschlossen ist: das Gärtnern. Dabei macht man so manche Erfahrung mit dem, was man den „Grünen Daumen“ nennt und ich bilde mir ein, dass meiner zumindest in den Kinderschuhen zu stecken scheint …
Dass man aufgrund klimatischer Bedingungen und der Licht- und Schattensituation beim Gärtnern schnell an seine Grenzen stößt, schränkt die Gestaltung allerdings etwas ein. Da unser Garten nur sehr klein ist, haben wir uns für dekorative Pflanzen und ein paar Kräuter entschieden. Für einen Nutzgarten im Stile von „Potager du Roi“ im Park von Schloss Versailles, was eigentlich immer mein Traum war, ist leider kein Platz …

Continue Reading

Coffeetable Books

Buchtipp: FENDI by Karl Lagerfeld

Bild: © FENDI

Die Zusammenarbeit zwischen FENDI und Karl Lagerfeld ist nicht nur wegen der Entwürfe einzigartig: 50 Jahre schon arbeitet der Designer für das Luxuslabel. Ich bin mir nicht sicher, aber das dürfte die längste Kooperation von einem Modeschöpfer mit einem Modehaus sein, die es bisher gegeben hat. Für Karl Lagerfeld Grund genug, der Maison FENDI ein eigenes Buch zu widmen …

Continue Reading

Coffeetable Books

Buchtipp: „Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“

Fragt man heute Designer wie Vivienne Westwood, Marc Jacobs oder John Galliano, oder Künstler wie Boy George, wer sie nachhaltig beeinflusst hat, wird mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit ein Name fallen: Leigh Bowery.
Bowery (1961–1994) war auf den ersten Blick nur ein weiterer schrillbunte Star der Londoner Clubszene der 1980er-Jahre, ein Performer, der vor keinen Tabus und keinem Trash haltmachte. Doch auf den zweiten Blick offenbarte sich ein warmherziger Mann, der noch heute zu den größten Inspirationsquellen der vergangenen Jahrzehnte zählt.

Die Kunsthistorikerin Angela Stief legt mit „Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“ die weltweit erste umfassende Monografie zu Bowery vor, in der verschiedene Aspekte seines Schaffens von Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen untersucht werden. So gibt es Beiträge von Angela Stief, Martin Gayford, Thomas Mießgang, Katharina Sykora, Gertrud Lehnert, Sue Tilley und Anne Marsh – also allesamt Menschen, die in irgendeiner Verbindung zu Bowery standen, oder sich sonst einen Namen als Fachmann gemacht haben. Ich weiß nicht, ob es das wirklich braucht, um sich solch einem Mann zu nähern. Ich habe hingegen zwei Menschen, die Bowery sehr nahestanden, nach einem kurzen, aber persönlichen Statement gefragt: Amanda Lepore und James St. James.

Ich erinnere mich noch daran, als ich gemeinsam mit Leigh bei der Joan Rivers Show war. Er war so nervös: Bevor er auf die Bühne gekommen ist, hat er unglaublich gezittert und beinahe hyperventiliert. Ich fand das Ganze höchst sonderbar, dabei war er sonst so ein extrovertierter Mensch. In dem Moment, als er die Bühne betreten hatte, gehörte ihm die Show. Er war absolut brillant und man konnte nicht im entferntesten erahnen, dass er noch ein paar Minuten zuvor so aufgeregt gewesen ist.
Ich kann mich auch noch gut an einen gemeinsamen Morgen in Miami erinnern: nachdem wir die ganze Nacht durchgetanzt haben, sind wir zum Strand hinunter gegangen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Plötzlich steuerte er mit nichts als einer Kürbismaske und Reifrock auf die Wellen zu – das war mit Abstand der beste Trip meines Lebens …

James St. James

Leigh war für mich ein wahrgewordenes Kunstwerk – man konnte seinen Blick nicht von ihm lassen. Zudem war er auch noch unglaublich charmant: so beteuerte er bei jedem Treffen, dass ich mit der Zeit immer schöner werde …

Amanda Lepore

Den Auftritt in der Joan Rivers Show, wo neben Leigh Bowery, James St. James und Amanda Lepore auch Michael Alig und Ernie Glam zu Wort kommen, habe ich Euch rausgesucht. Ein schönes Zeitdokument, wie ich in vielerlei Hinsicht finde …

„Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“
Angela Stief (HG)
328 Seiten
543 Abbildungen, davon 457 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag

Format 21,5 x 27 cm
ISBN 978-3-905799-31-6
€ 48.50 (D) / € 49.90 (A)
SFr. 59,90 (UVP)

„Leigh Bowery – Verwandlungskünstler“ ist am 17. April im Piet Meyer Verlag erschienen.

Allgemein

Maskulines mit Mario Testino

Taber Schroeder, Paris, Visionaire, 1996
Taber Schroeder, Paris, Visionaire, 1996; Copyright © Mario Testino

Der Mann. Die Krone der Schöpfung … Es liegt nahe, Männern einen ganzen Bildband zu widmen. Wer schon keinen schönen Mann neben sich im Bett liegen hat, kann sich halt eine ganze Ansammlung schöner Männer in gebundener Form auf den Coffee Table legen. Das ist dann auch ungleich dekorativer, wenn die Bilder von einem der bekanntesten Fotografen der Welt stammen: Mario Testino.

Continue Reading

Allgemein

Buchtipp: My Buddy. World War II Laid Bare

world_war_ii_my_buddy_va_int_3d_02895_1407171025_id_795655
Dian Hanson: My Buddy. World War II Laid Bare; TASCHEN

Es gibt sie wirklich, die andere Seite des Zweiten Weltkrieges – eine Seite, die von den Soldaten selbst auf privaten Fotoapparaten festgehalten und die nicht in der Wochenschau gezeigt wurde. Wollte man bisher diese Seite sehen, musste man sich durch die Onlineauktionshäusern klicken und fand in der Kategorie „Militaria“ dann eine unerwartet hohe Zahl von Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die Spaß daran gehabt haben, die eigenen Kameraden nackt oder halbnackt abzulichten oder sich selbst hüllenlos vor die Kamera zu stellen – ob an den Stränden des Pazifiks oder in den Weiten Russlands. Der Grund für solche vertrauenvollen Aufnahmen ist ziemlich banal: Beim US-Militär wird schon in der Grundausbildung eine feste Verbundenheit zwischen den Soldaten durch ein „Buddy“-System gefördert: Rekruten werden in Zweierteams zusammengefasst und agieren – egal, ob beim gemeinsamen Essen oder bei Übungen – als Einheit. Im Kriegsfall gilt eine politische Weltanschauung wenig, wobei hingegen der Wunsch, den Kameraden beizustehen, hilft, die Linie zu halten. Wenn sie dann nicht gerade Seite an Seite kämpften, spannten sie zusammen aus und ließen bei ausgelassenen – und manchmal unbekleideten – Spielen Dampf ab …

Continue Reading