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Ballett

Kultur

Doda/Goecke/Duato @ Komische Oper Berlin

(Staatsballett Berlin; Marco Goecke; Foto: Fernando Marcos )

Erst war es noch Romeo & Julia, d.h. klassische Kost für jedermann, jetzt bewegen wir uns in deutlich abstrakteren Gefilden. Nach Duato/Shechter oder Maillod/Millepied ist „Doda/Goecke/Duato“ eine weitere Produktion, bei der drei unterschiedliche Choreographen zeigen, was sie können. In diesem Fall sind das Gentian Doda, Marco Goecke und Noch-Intendant Nacho Duato. Eines vorweg: Unterschiedlicher könnten die drei Choreographien nicht sein, aber eins nach dem anderen. Continue Reading

Kultur

Drama Deluxe

(Staatsballett Berlin; Romeo und Julia; Foto: Fernando Marcos)

Auch wenn man in der Schule geschlafen hat und sich grundsätzlich nicht für Shakespeare interessiert: Romeo und Julia kennt man und weiß zumindest grob worum es geht. Zwei verfeindete Familien (Capulet und Montague) und Romeo und Julia, die aus jeweils einer der Familien stammen und sich natürlich ineinander verlieben. Am Schluss sind beide tot, alle sind traurig und Ende. Aber genauso unterschiedlich wie die Meinungen zum Stück sind es auch die Inszenierungen bzw. Verfilmungen. Continue Reading

Kultur

Tutus und Windmühlen

(Staatsballett Berlin „Don Quixote“ © Fernando Marcos)

Erstes Gespräch des Abends auf meinem Nachbarsitz: „Du, das ist doch falsch geschrieben hier überall. Den Don Quixote schreibt man doch mit J.“ Daher schaffe ich jegliche Unklarheiten über die Schreibweise gleich mal aus der Welt. Wie man Don Quixote nämlich schreibt, hängt tatsächlich vom Sprachraum ab. Während man ihn im spanischen Raum also „Don Quijote“ schreibt, ist in Frankreich von „Don Quichotte“ die Rede und in russischer Umschrift wiederum von „Don Kichot“. Im Deutschen wie ihr seht, fügen wir einfach das wundervolle „x“ ein. Gegen Windmühlen kämpft er aber überall, da ist man sich einig.
Don Quixote ist übrigens die allgemeinsprachliche Bezeichnung für den Roman „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes und eben auch der Name des Hauptdarstellers. Don Quixote soll unter anderem Ritterromane parodieren und auch vor Augen führen, wie deren übermäßige Lektüre den Verstand raubt. Aber genug von den Hintergründen. Continue Reading

Kultur

Männer im Korsett

(Foto: Yan Revazov)

Es gibt wohl niemanden, der nicht zumindest als Kind Dornröschen gelesen, oder einen der zahlreichen Verfilmungen gesehen hat. Dementsprechend gemischt war an diesem Abend auch das Publikum in der Deutschen Oper in Berlin. Besonders die sehr jungen Besucherinnen wollten Tschaikowskys Traum über Liebe, Magie und einer Menge Schlaf live erleben.
Zum Glück war die Inszenierung alles andere als modern interpretiert. Der Prolog startet in einem beeindruckenden Setting des Palastes von König Florestan und seiner Gemahlin. Die Kostüme sind dabei zum Teil bis zur Grenze des Kitsches besetzt mit Steinen und Spitze, aber dennoch immer noch wunderschön. Für Kostüm und Bühne ist Angelina Atlagic verantwortlich, die u.a. schon für das Bolschoi Ballett arbeitete. Die Detailverliebtheit und die Atmosphäre des Bühnenbildes sind durchgehend beeindruckend und immer ein Hauch „too much“. Continue Reading

Kultur

Duato / Shechter by Staatsballett Berlin @ Komische Oper Berlin

(Nacho Duato „Erde“; Foto: Fernando Marcos)

Ein Abend wie er in seinen zwei Teilen nicht unterschiedlicher sein kann. Auf der einen Seite der britisch-israelische Choreograph Hofesh Shechter, auf der anderen der Intendant des Staatsballetts Nacho Duato.
„The Art of Not Looking Back“ beginnt mit einer Stimme und einer im Zeitraffer abgespielten Lebensgeschichte. Am Ende die Worte: „My mother left me when I was two“. Was dann folgt, fegt ein paar ältere Zuschauer kurz aus den Sitzen und selbst ich musste kurz mal meine Sinne sortieren. Kreischen, Hysterie und ein tonales Durcheinander. Was man vielleicht erst einmal belächeln möchte, berührt einen im Laufe des Stückes zunehmend und spiegelt die innere Zerrissenheit perfekt wieder. Continue Reading

Kultur

„Die Tänzer sind es, die das Gedicht schreiben. Ich erwecke es nur zum Leben.“ x „Maillot / Millepied“ in der Deutschen Oper Berlin

(Altro Canto; Foto: Yan Revazov)

Chefchoreograph und künstlerischer Leiter des Balletts de Monte-Carlo Jean-Christophe Maillot und Benjamin Millepied, ehemals selbst Tänzer beim New York City Ballett, bis vor kurzem Ballettdirektor der Opéra National de Paris und nebenbei noch mit Natalie Portman zusammen (die beiden lernten sich am Set von „Black Swan“ kennen). Wenn zwei solche Namen aufeinandertreffen und ein Teil der Kostüme zu allem Überfluss noch von Karl Lagerfeld entworfen worden sind, ist eine ausverkaufte Premiere meist vorprogrammiert. So auch an diesem Abend in der Deutschen Oper in Berlin. Continue Reading

Kultur

Neues Knacken x „Der Nussknacker“ getanzt vom Staatsballett Berlin @ Deutsche Oper

(Foto: Fernando Marcos)

Es ist bei Ballett-Reviews schwer, als „Laie“ große Reden darüber zu schwingen, wie professionell etwas getanzt oder wie originalgetreu das Stück war. Was man jedoch bisher in den Medien über den Intendanten Nacho Duato lesen konnte, war alles andere als positiv. Die Feuilletonisten rümpften die Nase. Das Niveau sei heruntergegangen, er kenne sich nicht mit klassischem Tanz aus. Und das waren noch mit die freundlichsten Dinge. Diese Art von Diskussionen überlassen wir jedoch lieber den Leuten, die sich damit auskennen. Wir bewerten hier wie immer rein nach Unterhaltungswert und darum soll es ja letztendlich auch gehen, denn sein wir ehrlich: Was bringt ein noch so toll ausgefeiltes Tanzbein, wenn Klamotte und Bühne hässlich oder einfallslos ist. Continue Reading

Gewinnspiel Kultur

Bling Bling, Kultur und Karten – mit HORSTSON zu „Jewels“ in die Deutsche Oper Berlin

(Foto: Carlos Quezada)

Wir sind ja nicht nur Fashionlover, Music-Addicts und Antihipster-Hipster. Nein, wir sind auch wahnsinnig kulturell veranlagt und wollen euch das auch nahelegen. Insofern haben zwei kulturinteressierte und möglichst in Berlin ansässige Leser jetzt die Chance, zwei Karten für George Balanchines „Jewels“ am 19.06.2016 in der Deutschen Oper in Berlin zu gewinnen. Balanchine wurde in den 60er Jahren übrigens vom Funkeln der Diamanten in den Schaufenstern der New Yorker 5th Avenue inspiriert. Das Ballett „Jewels“ hat keine direkte Handlung, denn es möchte vielmehr „die Sinne durch eine perfekte Kombination von Musik und Bewegung betören.“ Das finden wir spannend und schauen uns das natürlich auch an. Continue Reading

Kultur

Pas De Deux … Rudolf Nurejev und Miss Piggy tanzen Schwanensee

Auch im leider viel zu kurzen Leben des besten Tänzers der Welt gab es solche und solche Momente …. Mal waren es die großen Tänzerinnen Maja Michailowna Plissezkaja und Margot Fonteyn … die federleicht neben ihm glänzten, dann hatte sich eine gewisse Miss Piggy selbstbewusst als Prima Ballerina Assoluta ausgegeben und die Rolle der Rollen in Swan Lake auf Anhieb bekommen ….
Aber seht einfach selbst! Continue Reading