Foto: Courtesy of Asics
Asics und das Miyake Design Studio (MDS) haben ihre erste gemeinsame Schuhkollaboration angekündigt. Unter dem Namen „Hyper Taping“ soll im Januar 2026 ein Sneaker erscheinen, der sporttechnische Forschung mit einem gestalterischen Ansatz aus der Mode verbindet. Der Verkaufsstart ist für den 22. Januar 2026 geplant.
Erstmals der staunenden Öffentlichkeit wurde „Hyper Taping“ schon bei der Paris Fashion Week Men’s zur IM-MEN-Kollektion Frühjahr/Sommer 2026. Im Zentrum des Designs steht das Prinzip des Tapings, bekannt aus dem Leistungs- und Rehabilitationssport. Ausgangspunkt ist ein ikonisches Gestaltungselement von Asics, die seitlichen Streifen, die hier neu interpretiert wurden. Breite, elastische Bänder umschließen den Fuß und sollen Stabilität sowie Halt bieten.
Technisch basiert der Schuh auf einem ungewöhnlichen Fundament. Ein Asics-Wrestlingschuh wurde erstmals in eine Sneaker-Struktur überführt. Die Sohle reicht bis in den unteren Bereich des Obermaterials und soll so zusätzliche Stabilität erzeugen. Asics verweist dabei auf eine Konstruktion, die vom Aufbau eines Geckofußes inspiriert ist und sowohl Grip als auch eine prägnante Optik liefern soll.
Dass also ein ursprünglich für den Ringkampf entwickelter Schuh nun den Weg in den urbanen Alltag finden soll, ist eine jener Modegeschichten, in denen sich die Erzählung, Funktion und Lebensstil treffen – auch wenn der Weg zum Supermarkt weiterhin eher selten über die Matte führen wird.
Für den Alltag wurde der ursprünglich schmale Leisten eines Ringkampfschuhs verbreitert. Eine spezielle Einlegesohle sowie Decksohle sollen auch bei längerer Nutzung für Komfort sorgen, trotz der insgesamt schlanken Sohlenkonstruktion.
Das Obermaterial kombiniert verschiedene Leder- und Mesharten. Angeboten wird „Hyper Taping“ in drei Farbvarianten: Schwarz/Schwarz, Grau/Grau sowie Grün/Blau. Die Zusammenarbeit knüpft an gemeinsame Werte beider Häuser an – technologische Präzision, Handwerk und Forschung – und versteht sich als langfristig angelegter Versuch, Sportfunktion und Design neu zusammenzuführen. Der Anspruch, sportwissenschaftliche Forschung und modische Zeitlosigkeit zu vereinen, ist hoch – doch spätestens beim Preis von 220 Dollar wird klar, dass sich geistige und körperliche Balance heute auch ökonomisch bewähren muss …

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