Courtesy of Crocs
Zwei Marken, die längst mehr sind als ihre Produkte, rücken enger zusammen. Der US-Schuhhersteller Crocs und die Lego Gruppe haben eine mehrjährige globale Partnerschaft angekündigt. Ziel der Kooperation ist es, Selbstverwirklichung, Spiel und Individualisierung zusammenzuführen – und daraus neue Produkte und Erlebnisse zu entwickeln. Der Schulterschluss zweier Popkultur-Ikonen folgt einem Trend, bei dem Alltagsobjekte zunehmend zu Projektionsflächen für Identität werden. Dass ausgerechnet ein Gummiclog und ein Kunststoffstein dafür Pate stehen, passt dabei besser, als es auf den ersten Blick scheint.
Aber irgendwie passt’s. Beide Unternehmen eint eine ungewöhnlich treue Fangemeinde. Lego steht seit Generationen für grenzenlose Fantasie und das Prinzip des „System in Play“, Crocs für ein Design, das lange belächelt wurde und heute modisch rehabilitiert ist. In der Partnerschaft treffen diese Welten aufeinander. Der klassische Crocs-Clog wird zur modularen Spielfläche, der Lego-Stein zum tragbaren Designobjekt. Individualisierung – etwa über Jibbitz-Anstecker – ist dabei kein Beiwerk, sondern zentrales Versprechen. Wer früher mit Bausteinen spielte, darf sie nun auch spazieren tragen.
Zum Start präsentieren die Partner den Lego Brick Clog, ein bewusst überzeichnetes Sammlerstück mit vier markentypischen Noppen, Lego-Logo und einer ziegelsteinähnlichen Laufsohle. Ergänzt wird das Modell durch eine Lego-Minifigur samt vier Paar Miniatur-Crocs – ein Detail, das weniger funktional als programmatisch ist. Der Schuh kommt am 16. Februar weltweit für 199,99 Euro in den Handel. Dass der Preis eher an ein Sammlerobjekt als an einen Hausschuh erinnert, dürfte Teil des Konzepts sein.
Es sollen mehrere Produkte folgen, darunter das bislang größte lizenzierte Jibbitz-Sortiment von Crocs sowie Modelle für Kinder und Erwachsene. Geplant sind zudem ausgewählte In-Store-Erlebnisse in wichtigen Märkten. Für Crocs und die Lego Gruppe ist die Kooperation damit mehr als ein einmaliger Gag. Sie ist der Versuch, zwei offene Systeme zusammenzuführen – nach dem Prinzip, dass es weder beim Bauen noch beim Tragen eine falsche Lösung gibt. Wer hier aneckt, hat vermutlich alles richtig gemacht …

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