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Filmtipp: „Saint Laurent“ von Bertrand Bonello

Saint_Laurent_-_Poster

Gab es nicht erst vor einigen Monaten einen Film über Yves Saint Laurent? Ja, denn bei „Saint Laurent“ handelt es sich um die zweite filmische Biografie über den legendären Modedesigner Yves Saint Laurent in nicht mal einem Jahr. Allerdings wurde „Saint Laurent“ im Gegensatz zu „Yves Saint Laurent“ nicht offiziell von Pierre Bergé begleitet und spielt lediglich in der Zeit von 1967 und 1976. Man wird, wenn man dann im Herbst im Kino sitzt, insgeheim Vergleiche zwischen beiden Werken ziehen – wer spielt Saint Laurent besser, Gaspard Ulliel oder Pierre Niney? Wie war der Designer wirklich? Die Wahrheit liegt, wie so oft, vermutlich irgendwo in der Mitte, wobei beide Filme primär nur ein Ziel haben: den Zuschauer gut zu unterhalten und eben keinen Anspruch auf dokumentarische Vollständigkeit. Zumindest nach dem Trailer zu urteilen, wird „Saint Laurent“ auch diesem Ziel gerecht. Aber bildet Euch am besten selbst ein Urteil:

Regie führte bei „Saint Laurent“ Bertrand Bonello, der Schauspieler Gaspard Ulliel spielt Yves Saint Laurent, seine Musen Betty Catroux und Loulou de la Falaise werden von Aymeline Valade Léa Seydoux, Jérémie Reiner ist Pierre Bergé und Louis Garrel Jacques de Pascher. Etwas überraschend für mich ist, dass die Wahl des alten Saint Laurent auf Helmut Berger gefallen ist, kann mir aber vorstellen, dass der Schauspieler der Rolle einen ganz eigenen Schliff gegeben hat …
„Saint Laurent“ kommt vorraussichtlich am 24. September 2014 in die französischen Kinos. Wann der Kino in Deutschland startet, ist noch nicht bekannt.

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  • Siegmar
    23. Juli 2014 at 14:26

    Der erste Saint Laurent Film hatte schöne Bilder, war aber eher langweilig und eine Lobhudelei auf Pierre Bergé.

  • Junikäfer
    23. Juli 2014 at 15:34

    Den ersten Film fand ich ebenfalls eher enttäuschend. Einerseits wegen der Lobhudelei, andererseits weil der Film mittendrin anfängt und mittendrin aufhört und sich alles hauptsächlich um erotische Eskapaden und Drogen dreht. Möglicherweise authentischer, weil Zugang zum Archiv?

    Ich denke, in diesem Film – soweit der Trailer Rückschlüsse zulässt – wird der Schwerpunkt ähnlich gesetzt. Schade!

  • PeterKempe
    23. Juli 2014 at 16:12

    Den ersten Saint Laurent Film fand ich genial, weil er nicht nur (@Junikäfer) Zugang zum Archiv hatte, sondern auch geschickt dort aufhörte, wo Schauspielerwechsel oder sehr alt Schminken der Schauspieler nötig gewesen wäre. Da bin ich gespannt, wie das in dem Film gelöst wird.
    Wer eine historische Chronologie bei solchen Filmen erwartet, wird bei solchen Filmen enttäuscht, weil es in anderthalb Stunden darum geht, eine Dramaturgie einer guten Geschichte zu entwickeln und nicht eine Doku zu drehen. Den Liebhabern von Saint Laurent’s Geschichte sei das Porträt von David Teboul ans Herz gelegt.

  • Siegmar
    23. Juli 2014 at 17:15

    @PeterKempe
    das Porträt von Teboul ist wirklich klasse und bei dem 1.Film war einfach die Einflussnahme von Bergé zu gross und hat mich nicht in seinen Bann gezogen im Gegensatz zu dem Teboul_portrait

  • Andrea P.
    23. Juli 2014 at 19:43

    Bei dieser Traum-Besetzung freue ich mich schon sehr auf den Film. Notfalls kann man den sicher als Import-DVD erwerben. Gelungen fand ich übrigens auch die Dokumentation „L’amour fou“ von Pierre Thoretton aus dem Jahr 2010.

  • Junikäfer
    23. Juli 2014 at 21:04

    @PeterKempe:
    Eine chronologische Abhandlung habe ich keinesfalls erwartet. Ich hätte mir aber gewünscht, dass der Schwerpunkt auf sein modisches Schaffen und nicht auf seine Sex- bzw. Drogenexzesse gelegt wird. Das kommt im Kino natürlich besser an…

  • Die Woche auf Horstson | Horstson
    27. Juli 2014 at 12:54

    […] über Yves Saint Laurent ins Kino. Den ersten Trailer zu “Saint Laurent” gibt es hier zu sehen. 4) Julian fragte bei Miguel Gutierrez, internationaler Barber und besser bekannt als […]

  • thomas
    31. Juli 2014 at 16:13

    na, vom trailer ausgehend würde ich jetzt schon meine, dass die erste verfilmung wesentlich besser und in meinen augen stimmiger, authentischer ist…mal von der schauspielerischen leistung abgesehen, die einfach grandios von g. gallienne und p. niney war.

    @ siegmar – berge ist nur ein einziges mal am set während der dreharbeiten gesehen worden – in wie fern er sich ins drehbuch einmischen durfte – wer weiß…