Manchmal sind es die simplen Dinge, die Großes bewirken: Kilian Kerner schickte beim Finale seiner Modenschau (hier geht’s zur Aufzeichnung) die Models und Mitarbeiter mit Hoodies über den Laufsteg – „Peace“, so die klare Botschaft.
Nun ist der Wunsch nach Frieden (nicht nur) wegen des Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt, groß und entsprechend war dann auch die Nachfrage nach dem Hoodie enorm. So kam der Designer dann auf die Idee, daraus eine Hilfsaktion für die Ukraine ins Leben zu rufen.
News
Foto: Will Grundy; Courtesy of C.P. Company
Bei dem Gedanken an Clarks Originals kommen mir in erster Linie Schuhe in den Sinn, etwas später dann allenfalls noch Liam Gallagher, der vor über zehn Jahren eigene Clarks Originals designt hat. Der Ex-Oasis-Sänger verpasste damals einem schmalen Desert Boot ein neues Design. An diese glorreiche Zusammenarbeit musste ich denken, als die News, dass die britische Schuhmarke Clarks Originals und C.P. Company kooperieren, in mein Postfach flatterte. An Kleidung musste ich hingegen gar nicht denken. Um so mehr dann aber die Überraschung, dass sich in der „C.P. Company x Clarks Originals“-Capsule neben zwei Schuhmodellen auch zwei Jacken finden.
Bild: Barbour
Die Marke Ally Capellino ist in Deutschland nicht unbedingt jedem bekannt. Wie konnte das passieren? Gegründet wurde das Designlabel schon 1980 von Alison Lloyd und Jonathan Platt – damals als reine Accessoire-Firma, was auch den Namen erklärt, der grob aus dem Italienischen übersetzt für „kleiner Hut“ steht.
Heute ist Alison Lloyd allein für Ally Capellino verantwortlich. Die Handschrift der britischen Designerin soll aber weiterhin die Sensibilität der Kleidungsherstellung aus den Anfangsjahren der Marke widerspiegeln. Dass nun eine Kooperation mit Barbour ins Haus steht, kommt nicht von ungefähr: Die Kollektionen von Ally Capellino sind meist hergestellt aus Materialien wie pflanzlich gegerbtem Leder, Nylon sowie gewachster britischer Baumwolle. Zudem besteht, ähnlich wie bei Barbour, eine gesunde Skepsis gegenüber vorübergehenden Trends. Bis heute lassen sich die Kollektionen von Barbour von den Archiven des Unternehmens inspirieren, die bis ins Jahr 1910 zurückreichen – jede Saison werden die klassischen Designs in zeitgemäße Silhouetten neu interpretiert.
(Mr. Porter Resell; Bild: Mr. Porter)
Während einer Pandemie macht sich irgendwann Langeweile bemerkbar, so zumindest mein Erkenntnisgewinn. Doch was macht man, wenn sich scheinbar sämtliche Streamingdienste gegen einen verschworen haben? Dinge wie Frühjahrsputz oder Unterlagen für die Steuererklärung raussuchen liegen zwar nahe, sind aber nicht sonderlich reizvoll. Warum also nicht den Kleiderschrank zuerst auf- und später dann Kleidung rausräumen?
Um gebrauchte Luxuskleidung zu kaufen bzw. zu verkaufen, gibt es dann auch wieder viele Möglichkeiten – seit einigen Tagen gesellt sich eine neue hinzu: In Zusammenarbeit mit Reflaunt hat nun Mr. Porter einen Wiederverkaufsservice, „Mr. Porter Resell“, angekündigt. Kunden bekommen hierdurch die Möglichkeit, ihre Artikel aus den Bereichen Konfektionskleidung, Accessoires, Taschen, Schmuck und Schuhe weiterzuverkaufen. Das Geld bekommt man überwiesen oder im Austausch Guthaben für den Shop des Luxusonlinehändlers – dann mit einem zusätzlichen 10-prozentigen Anreiz.
(Levi’s x Die Simpsons; Bild: Levi’s)
Die Zusammenarbeit zwischen den Simpsons und Balenciaga ist gerade mal ein halbes Jahr her, schon folgt der neueste Streich aus Springfield: Levi’s lanciert eine „Die Simpsons“-Kollektion. Ein entscheidender Unterschied ist, dass Homer dieses Mal nicht von den Preisen abgeschreckt werden dürfte: Der Familienvater wollte Marge unbedingt etwas von Balenciaga schenken – wobei es ihm egal war, was: Ein Schal, ein Preisschild, Hauptsache, es ist erkennbar von dem Luxuslabel. Ein weiterer Unterschied ist natürlich, dass es sich um eine haptische Kollektion handelt.
Langston Uibel für G-Star Raw; Bild: G-Star
Kurz notiert: Langston Uibel ist das Gesicht der neuen G-Star-Raw-Kampagne. Der in Berlin lebende Schauspieler dürften den meisten Horstson-Lesern durch die Netflix-Serien „Unorthodox“ und insbesondere „How To Sell Drugs Online (Fast)“ kennen. Nachdem Uibel in den letzten Jahren für den Young Icon Award nominiert wurde, ist er auf dem besten Weg, zu einer festen Größe der internationalen Filmszene zu werden. Ein Engagement als Model gehört zwar nicht zwangsläufig dazu, kann aber auch nicht schaden: Prominentes Beispiel ist aktuell Macaulay Culkin, der für die „Love Parade“-Schau von Gucci gelaufen ist. Bei den deutschen Schauspielern wird es hingegen etwas knapp, zumindest dann, wenn man von Diane Kruger für Chanel und Günter Pfitzmann für „Edle Tropfen“ absieht.
Gucci, Cartier, Chanel: Immer mehr Labels und Konzerne schließen Stores in Russland
Posted on 5. März 2022(Auch Gucci-Stores in Russland werden vorübergehend geschlossen)
Als Erstes reagiert Giorgio Armani auf den Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt. Der Designer ließ seine Models während der Mailänder Modewoche ohne Musik über den Laufsteg laufen. Zwischenzeitlich gab das Unternehmen bekannt, 500.000 Euro an die United Nations Refugee Organization spenden zu wollen.
Hermès teilte gestern mit, seine Stores in Russland zu schließen – zumindest vorübergehend. Jetzt ziehen immer mehr Luxushäuser nach: Die Konzerne Kering (unter anderem Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, Alexander McQueen, Brioni, Boucheron und Girard-Perregaux), Richemont (unter anderem Cartier, Yoox-Net-A-Porter und Van Cleef & Arpels) und LVMH (unter anderem Christian Dior, Givenchy und Bulgari) werden vorerst ihre Verkäufe stoppen, Chanel ebenso, wie die Luxusmarke auf LinkedIn bekannt gab.
Hermès schließt vorerst als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine sämtliche Filialen in Russland – das teilte der französische Luxuskonzern auf seiner LinkedIn-Seite bekannt. „Tief besorgt über die derzeitige Situation in Europa haben wir mit Bedauern die Entscheidung getroffen, unsere Geschäfte in Russland vorübergehend zu schließen und alle unsere kommerziellen Aktivitäten ab dem 4. März abends einzustellen“, wie Hermès auf der digitalen Business-Plattform mitteilt. „Wir werden unseren lokalen Teams weiterhin zur Seite stehen.“
Können die Luxusmarken auf Russlands Oligarchen, Multimillionäre und deren Entourage verzichten?
Posted on 3. März 2022(Kaufhaus GUM in Moskau; Bild: Horstson)
Um es gleich vorwegzunehmen, auch in der Ukraine gibt es zahlreiche Oligarchen, die ihr sagenhaftes Vermögen ähnlich wie die Kollegen in Russland zur Zeit Jelzins und Putins angehäuft haben dürften und aktuell weiter vermehren. Wir sollten also auch nach deren Engagement gegen die Not der Landsleute fragen.
Aber hier geht es um die Haltung der Luxusmarken in der Angelegenheit des Krieges, den Russland gegen den Nachbarn führt.
(Raf Simons für The Smiley Company; Bild: PR)
Als Hamburger habe ich einen ganz besonderen Bezug zu Smileys: Der Graffiti-Künstler Oz war es, der die Hansestadt mit unzähligen lachenden (und zum Teil auch traurigen) Gesichtern verschönerte. Selbst heute, sieben Jahre nach seinem Tod, finden sich immer noch Werke des Sprayers und sorgen für ein flüchtiges Schmunzeln – Oz wollte „die Menschen zum Lächeln bringen“, wie ihn die TAZ zitierte.
Wer den Smiley „erfunden“ hat, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen – schon vor Jahrhunderten wurden vereinfachte Skizzen von Gesichtern zur Kommunikation oder zum Ausdruck von Gefühlen genutzt.


