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Sieben Jahre und eine Mohnblume später x Garbage sind zurück

Was auch immer Garbage uns mit „Blood for Poppies“ oder auch wörtlich übersetzt „Blut für Mohnblumen“ sagen wollen ist unklar. Das Video zur ersten Singleauskopplung aus ihrem neuen Album ist jedenfalls alles andere als rot sondern kommt dadaistisch angehaucht in schwarz/weiß daher.

Sieben Jahre hat es gedauert, bevor die Band rund um die schottisch-rothaarige Frontfrau Shirley Manson nun mit „Not your kind of people“ zu uns zurückkehrt. Nach „Garbage“, „Version 2.0.“, „Beautifulgarbage“ und „Bleed like me“, ist dies bereits das fünfte Album. Bisher konnte man in den neuen Streich Album noch nicht reinhören, aber nach „Blood for Poppies“ bin ich davon überzeugt: Das Comeback trägt dieses Jahr Rot!

„Not your kind of people“ erscheint am 11.5.2012

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Spezielle Musik für spezielle Menschen – Karl Lagerfeld empfiehlt Django Django

Karl Lagerfeld vergisst ja manchmal für was er alles designt (Breuninger). Und wer soviele Ipods besitzt wie er, der verliert sicher auch mal den Überblick darüber, was er gut findet und was nicht. Anders kann man sich nach erstmaligem hören von Django Django die Empfehlung dieser Band nicht erklären. Aber der Meister sprach während des Interviews bei Markus Lanz in der letzten Woche über das britische Psychedelic Quartett Django Django als seine Lieblingsband. Sie würden ihn ein wenig an die Beach Boys erinnern. Also haben wir mal reingehört, denn nach Bands wie Cat Power und Devendra Banhart weiß man des Meisters (bzw. Michel Gauberts) Musikgeschmack zu schätzen.

Drei Songs von Django Django sind Online anzuhören. Lagerfelds Lieblingssong „Default“, die gleichzeitig auch die erste käufliche Single ist, hat mit Sicherheit Fashionshowpotential. Zum Hören nebenbei ist sie aber weniger geeignet. Zuviel verzerrte Stimmen im Hintergrund, zuviel Tasten auf dem Keyboard gleichzeitig gedrückt. „Storm“ und „Waveforms“ sind da schon eher etwas für das von „Default“ geplagte Gehör. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Ritterschlag von Karl Lagerfeld als Lieblingsact empfohlen zu werden. Warten wir also das ganze Album ab und fällen dann unser endgültiges Urteil über Karls Musikgeschmack und Django Django’s Album.

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Boing Boom Tschak – Kraftwerk-Retrospektive im MoMA


© by Peter Boettcher; via ASV

1 2 3 4 5 6 7 8 – so heißt die derzeit stattfindende Kraftwerk-Retrospektive im New Yorker Museum of Modern Art und man fragt sich, was die Zahlen zu bedeuten haben. Nicht viel, nur das Kraftwerk an acht aufeinander folgenden Abenden jeweils eins ihrer insgesamt 8 Alben vorstellt: Autobahn (1974), Radio-Aktivität (1975), Trans Europa Express (1977), Die Mensch-Maschine (1978), Computerwelt (1981), Techno Pop (1986), The Mix (1991) und Tour de France (2003) heißen die Meisterwerke, die die Musikgeschichte revolutioniert haben und vermutlich jeden Musiker in irgendeiner Form beeinflusst haben.

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Kurioses zu Ostern x Wenn die Sprache eiert

Concertgoers

Es klingt, als hätte die neunte Klasse noch immer nicht verstanden, dass man englische Vokabeln einfach vom deutschen ableiten kann. Optisch ist es eine Herausforderung zum Aussprechen und man fragt sich: Warum ist so ein Wort entstanden und wer war dieser betrunkene Engländer (Amerikaner)? Da man sich Etymologische Abhandlungen aber auf dieser Plattform eh nicht bis ganz unten durchliest, hier nun die ungeschönte Wahrheit: „Concertgoers“.
Es schmerzt. Es tut weh. Der geneigte englische Besucher einer sehr großen Stätte für orchestral-musikalische Darbietungen in der ich dieses Wort fand, mag sich nicht weiter über dieses Wort in der Anrede zum Saisonprogramm wundern. Begrüßungen werden nämlich in Jahresprogrammen eh gern übersprungen. Guten Tag liebe … wir freuen uns … es ist uns eine besondere Ehre … daher erhöhen sich die monatlichen Beiträge um … usw. . Wenn man aber zwischen Rachmaninov und Korsakov eine Minute Hustenpause hat und durch das Programm blättert, fängt man eben beim Vorwort an und kann sich in diesem Fall gar nicht mehr richtig auf „Schéhérazade“ konzentrieren.
Ob sie wohl auch ein Concertgoer war?

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Da ist der Ohrwurm drin x Melodien zum Belohnen

Homosexuelle Castingshow-Gewinner, die mit österreichischen Dramaqueens als Frau verkleidet an einem schwülen Sommertag ein ziemlich dickes Comeback feiern. So in etwa lässt sich die nun folgende vollkommen willkürliche Musikzusammenstellung beschreiben. Fangen wir also gleich an und reden mal nicht um den heißen Brei drumherum.

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HORSTSON testet x Jan Who hat Metall im Ohr

Liebe Leser. Der Tag sollte kommen an dem ich nicht nur etwas zu dem schreibe, was in euer Ohr gelangt, sondern auch über das, was eben diese Tonfolgen in euer Ohr befördert. Nun ist es soweit. Ich durfte die „Super Darts + Remote“ – Kopfhörer von Atomic Floyd testen. Nichts leichter als das, höre ich doch eigentlich permanent Musik, sogar die zwei Minuten beim Müll runterbringen. Hier also der Test:

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Zweiter Aufguss: Lana Del Rey ‚Blue Jeans‘

Manchmal schmeckt aufgewärmte Suppe auch besser und so gibt es halt nun ein zweites Video zu Lana Del Rey’s zweiter Single ‚Blue Jeans‘. Das klingt nicht nur merkwürdig, sondern fühlt sich auch merkwürdig an und ein näherer Sinn erschließt sich mir nicht – dir vielleicht?
Nach dem nicht enden wollenden Lana Del Rey Hype im letzten Jahr hätte ich mir ein ruhiges Jahr 2012 gewünscht, denn zuviel des Guten muss nicht immer wunderbar sein. Dieser Wunsch wird mir anscheinend nicht erfüllt …

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Emeli Sandé – „Our version of events“

Bereits vor einem Monat berichtete ich über die „schwarze Robyn“. Nun ist Emeli Sandés Debut „Our version of Events“ erschienen und hält das, was die Single „Heaven“ versprochen hat. Laut EMI Music als „neues Oktavenwunder“ gehandelt, macht sie dieser Bezeichnung alle Ehre und klingt bei Songs wie „My kind of love“ sogar ein bißchen wie Mariah Carey, nur eben cooler. Die mit dem „Critics Choice BRIT Award“ 2012 ausgezeichnete Sängerin, bietet aus ihrem Debut neben starken Balladen wie „Clown“ (großartig: „I guess ist funnier from where you’re standing, cause from over here I’ve missed the joke“), „Suitcase“ oder „Hope“ auch fernab melancholischer Kerzenlichtstimmung Hörbares. Etwa für R`N`B – Liebhaber. Hier überzeugen vor Allem „Daddy“ oder „Lifetime“.

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Lustige Pillen und gebrochene Herzen x „Happy Pills“ von Norah Jones

Wisst ihr noch? Als man mit seinem/seiner Liebsten zu „Don’t know why“ gemütlich gekuschelt hat und sich in den Armen lag? Und irgendwann zu „Sunrise“ an einem Sommersonntag auf dem Balkon gelegen und das Wetter genossen hat? Tja. Aus die Maus. Obwohl mit der Maus, in diesem Fall mit „Danger Mouse“ (bürgerlich Brian Joseph Burton), Produzent und mit Sänger Cee Lo Green auch als „Gnarls Barkley“ bekannt, ist es eben nicht aus. Erst 2011 nahm Frau Jones nämlich mit eben diesem Nagetier sowie Daniele Lupi (Filmmusikkomponist u.a. für „Nine“) und White Stripes Sänger Jack White das Album „Rome“ auf, eine Hommage an die italienische Filmmusik.

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Ketten, Kerle, Kirmes x Die wilde alte Madonna

Hätte man mich gefragt ob zum neuen Sound von Madonna etwas Schlechtes schreiben könne hätte ich bis vor kurzen wohl noch verneint. „Give me all your Luv“ erweckte zumindest bei mir Lust auf das Album MDNA, da es sich eben nicht dem ganzen Kirmes-Dancesound (den ich zwischendrin jedoch auch durchaus zu schätzen weiß) anschließt. Aber halt! Zu früh gefreut. Denn jetzt gibt es den Teaser zur kommenden Singleauskopplung „Girls gone wild“.
Und da ist Madonna ziemlich wild. Also zumindest denkt sie, dass sie das wäre.

Das Video wird, zumindest laut Trailer, ein teuer produzierter „Vogue“-„Justify my love“ Abklatsch mit zwei jungen Schönlingen die rummachen während eine hochtoupierte, lasziv rauchende ältere Frau (Madonna) sich in Ketten windet. Der Beat erinnert zu allem Überfluss auch noch ein ganz kleines Bisschen an „Celebration“. Sicher Zufall. Das mag jetzt zwar alles ganz zielgruppenaffin sein, aber im Grunde ist es ein weiterer Schritt in Richtung Belanglosigkeit. Ich für meinen Teil bereite mich darauf vor am 28.6.2012 eine hoffentlich gute Show zu sehen. Musik oder Hits sollte man dort, von den Klassikern mal abgesehen, aber nicht erwarten.

Das Album MDNA erscheint am 26.3.2012 bei Universal.