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Erleuchtet x „The Lumineers“

Wesley Schultz, Jeremiah Fraites und Neyla Pekarek können sich über ihren Karrierestart nicht beklagen. Bereits die erste Single „Ho Hey“ verkaufte sich über eine Million Mal und brachte Ihnen schon jetzt den ersten Platinstatus ein. Wer „Ho Hey“ mag, wird sich auch mit dem Debutalbum „The Lumineers“ anfreunden können. Sehr viel Folk mit viel rhythmischem Händeklatschen, Paukenschlägen, Tamburin und Banjo bzw. Gitarre. Bei Songs wie zum Beispiel „Charlie Boy“ auch einfach mal nur Gitarre und Gesang. Insgesamt ein sehr melancholisches Album, was nicht zuletzt an der wunderbar leidenden und markanten Stimme liegt.

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Drama in Indien x „Bajadere“ @ Deutsche Oper Berlin


„Die Bajadere“ Inszenierung&Choreographie: Vladimir Malakhov; Shoko Nakamura als Nikita; Elisa Cabrera als Hamsatti; Mikhail Kaniskin als Solor

Eine Liebesgeschichte ohne jegliche Art von Konversation hielt ich bisher für unmöglich. Drei Stunden in einer Ballettvorführung zu sitzen ebenfalls. Nun wurde ich dank des Staatsballetts Berlin eines Besseren belehrt. Das Staatsballett Berlin zeigt vor einem beeindruckenden Bühnenbild in opulenten Kostümen (beides von Jordi Roig) die Geschichte der Bajadere Nikia nach einer Inszenierung von Vladimir Malakhov.

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Colour me Bitch x Kreayshawn – „Go Hard“

„Hey Bitch, whats up? You know I really like do that but I don’t have any fucking money like I don’t have any fucking money“. Diese Konversation hört man in Berlin relativ oft. Dann aber nicht so großartig hingerotzt wie von Kreayshawn.
Die 23-jährige, aus San Francisco stammende Rapperin Natassia Gail Zolot aka „Kreayshawn“ machte sich in der Szene bereits als Musikvideoregisseurin für Lil B (wer auch immer das ist) einen Namen. Außerdem ist sie Mitglied des „White Girl Mob“, bestehend aus ihr, V-Nasty und DJ Lil’ Debbie und sieht aus wie eine Mischung aus Lady Gaga und Amy Winehouse. Aber wenn Kreayshawn und ihre Mädels dann steil oder auch „hard“ gehen, wie man das so in Amerika sagt, wirkt das als hätte sich Murakami mit einem Graffiti-Künstler getroffen. Aber damit nicht genug. Bereits vor der aktuellen Single „Go hard (LaLaLa)“, hat Kreayshawn eine sagen wir Hymne auf internationale Luxusmarken geschrieben. Ein Textauszug: „Gucci Gucci, Louis Louis, Fendi Fendi, Prada. Basic bitches wear that shit so I don’t even bother“. Und sie ist eben alles Andere als eine basic Bitch.

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Vi älskar Sverige x Mando Diao – “Infruset”

Gustaf Fröding war einer der wichtigsten Lyriker Schwedens. Mando Diao war/ist eine der wichtigsten Bands Schwedens. Also wurden die Jungs 2011 gebeten einige Werke des schwedischen Dichters zu vertonen. Das machte ihnen soviel Spaß, dass sie sich noch im selben Sommer fünf Tage in eine umgebaute Scheune in Dalafloda einschlossen und dort das Album „Infruset“ in ihrer Muttersprache aufnahmen. Ein Album auf Schwedisch: Das war schon immer eine Herzensangelegenheit der Band rund um Frontmann Gustaf Norén. „Wir haben keine besonders guten Texte in Englisch, weil wir die Sprache nicht zu 100% beherrschen. Somit war es geradezu magisch, sich den Texten in unserer Muttersprache zu widmen.“
„I’m falling in love with your favourite Song, I’m gonna sing it all night long, I’m gonna dance with somebody, dance with somebody, dance, dance, dance.“

Recht hat er.

„Infruset“ ist natürlich stark inspiriert von Gustaf Fröding und den romantischen aber zeitgleich auch knallharten Inhalten seiner Gedichte wie u.a. Alkoholmissbrauch oder Prostitution. Das Gute ist: Alle die kein Wort Schwedisch verstehen (und das sind hierzulande ja die meisten), hören auf „Infruset“ einfach schöne Lieder die nach Herbst klingen und vor Allem komplett anders als sämtliche Vorgänger Mando Diao’s.

Hörtipps:

„Sningelns Visa“
„Strövtåg i Hembygden“
„Titania“

„Infruset“ erscheint bei uns am 2.November.

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„Ich möchte nicht über meinen Style definiert werden, sondern über meine Musik“ x Miriam Bryant im Interview

Miriam Bryant gilt als große Neuentdeckung des Jahres. Bereits nach den ersten acht Monaten ihrer Gesangskarriere, bekam sie einen internationalen Plattenvertrag angeboten. Und nahm ihn an. Ihre Debutsingle „Finders Keepers“ ist dramatisch und gewaltig. Genau wie ihre Stimme die klingt als würde sie seit 19 Jahren rauchen – rau und erfahren eben. Ich sprach mit dem 21-jährigen Stimmwunder über die Backstreet Boys, zweimal Victor und Erwartungsdruck.

Man sagt du seist „das Beste aus drei Welten“. Was bedeutet das?

Ich glaube das bedeutet, dass ich die Melancholie aus Finnland mit dem Pop-Einfluss aus Schweden verbinde. Und was war das Dritte nochmal? (lacht) Ich habe das ehrlich gesagt gar nicht selber gesagt. Das war mehr nach dem Motto: Du bist das. Ich denke es kommen einfach mehrere Einflüsse zusammen die ein Ganzes ergeben.

Es wurde auch das musikalische Erbe deines Vaters erwähnt.

Ja das betrifft die Musik die mein Vater hörte als ich noch jung war. Also Pink Floyd, Deep Purple, Neil Young und Bob Dylan. Ich war sozusagen gezwungen diese Musik zu hören. Das hat mich natürlich sehr beeinflusst.

Kam dadurch auch deine frühe Musikbegeisterung?  

Ich habe generell sehr viel Musik gehört. Ich war totaler Backstreet Boys Fan. Die habe ich geliebt und ich war total in AJ verknallt.

Der Alkoholiker …

Ja genau der (lacht). Ich habe allerdings erst vor einem Jahr wirklich angefangen Musik selber zu schreiben.

Und woher nimmst du seitdem deine Inspiration?

Von Menschen die ich treffe, Musik die ich höre, insbesondere instrumentale Musik wie zum Beispiel Klassik.

Die in Stücken wie „Raised in Rain“  in Form des Klaviersolos rauszuhören sind. Spielst du selber?

Nein mein Freund Victor spielt Klavier. Er hat auf dem Album gespielt und auch live mit mir, aber ich habe nun einen neuen Victor.

Schon wieder einen neuen Victor?

Ja der heißt aber auch Victor.

Robyn hat mal in einem Interview gesagt, dass der Schreibprozess bei ihr wie eine Art Vulkan funktioniert. Das heißt wenn es aus ihr ausbricht muss sie alles schnell aufschreiben, sonst ist es weg. Wie schreibst du deine Songs?

Alle Songs sind sehr persönlich. Es geht um Leute die ich liebe, hasse bzw. gut oder schlecht finde. Ich entscheide aber im Voraus nicht über die Themen der Songs. Wenn etwas passiert worüber ich schreiben möchte dann tue ich das. Ich würde das nicht wie eine Art Vulkan bezeichnen. Ich denke sie meint damit alles zu skizzieren und zu notieren bevor man den finalen Text schreibt. Das ist wie Mindmapping. Was dir in den Kopf kommt schreibst du auf und zum Schluss fügst du die besten Stücke zusammen.

Und sitzt Miriam Bryant dann im Zimmer und schreibt ihre Songs?

Nein letztendlich ist es so, dass Victor am Piano sitzt, ein paar Akkorde spielt und ich dann darauf texte. So kommt alles zusammen.

Hast du musikalische Vorbilder?

Ich liebe Bon Iver und James Blake. Den finde ich großartig. New Wave und Instrumentalmusik sind wie gesagt auch große Inspirationen für mich.

Immer wenn ich deine Songs meinen Freunden vorgespielt habe hieß es: Wow die klingt ja wie Adele! Ich denke mal das hast du schon öfter gehört?!

Oh ja (lacht)

Nervt dich das?

Es gibt keinen Grund dass mich das nervt. Leute vergleichen immer neue Acts mit bereits Etablierten. Und ich bin natürlich sehr froh mit Adele verglichen zu werden. Sie ist wahnsinnig talentiert.

„Finders Keepers“ und insbesondere deine Stimme wird hochgelobt. Die Erwartungen an das Album sind dementsprechend groß. Setzt dich so etwas unter Druck?

Da mache ich mir gar keinen großen Stress. Ich bin ehrlich gesagt einfach nur wahnsinnig aufgeregt und stolz, da ich das Album ganz toll finde und jeden einzelnen Song liebe. Ich denke es wird den Leuten gefallen.

Wo wir gerade dabei sind: Wie wird es klingen?

Es ist ein Mix zwischen Pop, Klassik und elektronischer Musik. Zentraler Punkt sind meine Texte die mir sehr wichtig sind. Es wird Songs wie „Finders Keepers“ geben aber auch Songs die ganz anders klingen. Es gibt einen A capella Song der recht minimalistisch ausgefallen ist. Den haben wir am Laptop eines Freundes aufgenommen. Es wird viele Intros und Outros geben in denen vielerlei Einflüsse von Pop über Klassik bis hin zu Elektro zu finden sein werden.

Dennoch spiegelt „Finders Keepers“ die Seele des  Albums wieder.

Ich muss dich natürlich als Schwedin auch etwas über Fashion fragen.

Großartig! Schieß los.

Wie wichtig ist Fashion für dich und deine Musik?

Ich denke es ist wichtig immer bestmöglich auszusehen und dich so anzuziehen dass du dich wohl fühlst, aber letztendlich schaut man sich Musik ja nicht an sondern hört sie. Mode ist wichtig für das ganze drum herum. Der persönliche Style ist natürlich wichtig um einen Wiedererkennungswert zu haben wie zum Beispiel Lady Gaga. Ich denke jeder Künstler hat seinen Style aber ich möchte nicht über meinen Style definiert werden sondern über die Musik.

Und wie bezeichnest du deinen Style? Ich tippe auf Vintage.

Ja genau ich liebe Vintage Klamotten und versuche immer cooler zu sein als ich bin (lacht). Ich mag Urban Outfitters, American Apparel und mag diesen Print meiner Jacke (siehe Headerbild) aber auch viel Schwarz. Oh Gott ich bin es gar nicht gewöhnt über Mode zu sprechen.

Wenn du darüber bestimmen könntest: Wie würdest du deinen Freund anziehen?

Jeanshemd bis oben geknöpft, schwarze Jeans und DocMartens. Dazu einen Hut.

Ist er ab und zu dabei wenn du beruflich unterwegs bist?

Nein leider nicht. Aber er ist immer in meinen Gedanken … oh Gott das klang jetzt klischeehaft oder?

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HAIMweh x HAIM „Forever“

Drei Geschwister die Musik machen. Wer da jetzt auf Hanson hofft den muss ich enttäuschen. Vielmehr handelt es sich um drei Schwestern aus Kalifornien namens Danielle (22), Alana (19) und Este (24) deren Nachname Haim ist. Diese mischen Folk mit R’n’B und außerdem die Musikbranche auf. Damit bringen sie es nicht nur als „Band of the week“ auf vogue.com, sondern auch als Band des Tages auf HORSTSON!

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Placebo x B3

Erst neulich fragte ich mich was eigentlich mit Placebo los ist. Jetzt haben wir die Antwort. Natürlich waren sie im Studio und haben an „B3“ gearbeitet dem nach „Battle for the sun“ mittlerweile siebten Album der Band rund um Frontmann Brian Molko. Aber die Bezeichnung Album ist eigentlich falsch. Es ist vielmehr eine EP von der es allerdings keine Singleauskopplung geben wird. Vielmehr soll „B3“ als Ganzes stehen und die Wartezeit auf das neue Album verkürzen, welches im Jahr 2013 erscheinen wird.

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Solange x „Losing you“

Solange Knowles kannte man hierzulande bisher hauptsächlich als „die kleine Schwester von Beyonce“. Während sie sich mit ihren zwei bisher veröffentlichten Alben „Solo Star“ (2003) und „Sol-Angel and the Hadley St.Dreams“ (2008) in Amerika bereits als eigenständige Künstlerin Erfolge feiern konnte, blieben diese hierzulande bisher aus.
Mit „Losing you“ wird sich das jetzt hoffentlich ändern. Wir sehen eine sehr modische Solange die sich tanzend durch Kapstadt bewegt und ganz nebenbei den perfekten Sommersong im Herbst liefert. Das muss ihre Schwester erst einmal hinbekommen. Wir sind gespannt auf mehr.

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Ellie Goulding x Halcyon

Elli Goulding ist keine Frau des schnellen Songeinstiegs. Da kann es beim erstmaligen Hören von „Halcyon“ schon einmal passieren dass man sich nach knapp 1:20 fragt: Singt die auch mal? Nein, die britische Elfe mit dem Stimmenumfang einer Sopranistin und Alice Dellal Gedenkhaarschnitt ist wirklich mit keinem anderen Singer/Songwriter zu vergleichen.

Nach ihrem Debüt „Lights“ (2012) und dem Song „Starry Eyed“ der sie hierzulande bekannt machte, klingt „Halcyon“ nun deutlich anders als ihr Debüt. An zahlreichen Dubstep-Einschlägen bei Songs wie „Hanging On“, „Figure 8“, „Atlantis“ ist ihr aktueller Freund, der in Los Angeles geborene Skrillex, nicht ganz unschuldig (an ihrer Frisur übrigens auch nicht). Ihr Stimmumfang ist auf „Halcyon“ noch eindrucksvoller zu hören als auf ihrem letzten Album. So zum Beispiel bei orchestral unterlegten Balladen wie „Joy“ in denen sich Chorgesänge mit ihrer Stimme mischen. Mit „I know you care“ beweist sie dank ihrer unvergleichlichen Stimme, dass sie vollkommen ohne Elektro, Dubstep oder ähnlichem auskommt. Wahrscheinlich wird der Klang ihrer Stimme nicht jedem gefallen. Wir gehen aber stark davon aus dass ihr das herzlich egal sein wird.

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Adele x „Skyfall“

Gestern war es 50 Jahre her, dass der erste Bond-Film über die Kinoleinwand flimmerte. Damals waren es John Barry & Orchestra die den Titelsong lieferten und ohne gesangliche Untermalung auskamen. Nach und nach wurde der Bond-Song dann zum Ritterschlag für jeden Interpreten der ihn singen durfte. Nach Künstlern wie Shirley Bassey, Tom Jones, Duran Duran, Tina Turner, Garbage, Madonna und zuletzt Alicia Keys und Jack White gesellt sich nun Adele in die Reihe der Bond-Sänger(innen) und singt den Song zum kommenden Bondfilm „Skyfall“ (ab 1. November im Kino). Das Ergebnis hört ihr hier.