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Interview Music

„Unsere Musik ist die größtmögliche Übertreibung unserer Persönlichkeiten“ x Jan Who trifft (MS) MR.

Bereits seit ihrer ersten Single „Hurricane“, die sich dank des Internets rasend schnell verbreitete, fragten wir uns: Wer sind diese MS und dieser MR? Viele hartnäckige Recherchen und eine vorliegende Pressemitteilung später habe ich es geschafft. An diesem Tag ist es „MR“ Max Hershenow der mir gegenüber sitzt. Seine „MS“ Lizzy Plapinger ist in einem anderen Hotelzimmer und gibt ebenfalls ein Interview. So neu und schon so ausgebucht. Ein gutes Omen also genauso wie die Tatsache, dass Max und ich heute die gleichen Farben tragen.

JS: Jetzt wollte ich mit einer Haarfarben-Frage anfangen und nun sitzt Lizzy gar nicht hier mit uns …

MAX (lacht): Ja ihre Haarfarbe ändert sie wirklich oft. Ich bleibe ja eher blond oder schwarz.

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Westbam x „Götterstrasse“

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Bild: CMS

Erster Gedanke: Westbam? Zweiter Gedanke: Westbam mit Kanye West und Iggy Pop? Alles Weitere musste beim Hören geklärt werden. Und was stellte sich heraus? Die spannendsten Kooperationen sind meiner Meinung nach die am wenigsten Gelungenen. Dennoch herrscht dank Rush Hour auf der Götterstrasse eine Menge Abwechslung auf dem Album. Inga Humpe (2Raumwohnung), Brian Molko (Placebo) oder Bernard Sumner (New Order) sind nur einige Namen die dem Gott huldigen.

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Liebeleien aus längst vergangenen Zeiten x Raffaella Carrà „A far l’amore Comincia tu“

In meinen jungen Jahren bekomme ich ja musikalisch gar nicht alles mit was vor meiner Zeit so passiert ist. Zum Glück hängt man ab und an angetrunken vor YT rum und bekommt von Freunden Perlen, ach was sage ich DIAMANTEN musikalischen Liedgutes der 70er Jahre gezeigt, bei denen man audiovisuell einiges geboten bekommt. In diesem Fall geht es um Raffaella Carrà.

Die mittlerweile 68-jährige italienische Granate hatte 1977 mit „A far l’amore comincia tu“ die deutschen Charts fest im Griff (Platz 4 für 23 Wochen) und lieferte zeitgleich die Vorlage für „Tanze Samba mit mir“ von Tony Holiday (ebenfalls 1977). Während dieser aus dem heutigen Gesichtspunkt aber eher schleimig daherkam, ließ sich die Frau mit einem Namen, der mit Sicherheit nicht unbeabsichtigt einem Naschwerk ähnlich ist, in ihrem Video nicht lumpen. Gleich dreimal ist sie dort zu sehen (eine für damals sicher aufwendige Technik) und ich kann mir keine tollere Bewegung auf der Tanzfläche vorstellen, wie die Raffaella sie beim Refrain zeigt.

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Wer ist hier der Boss x Bos Angeles – „Days of Youth“

Zugegeben: Sieht man sich das Profilbild des Bos Angeles Frontmanns auf der Facebook-Fanpage der Band an ist man zuerst ein wenig erschrocken. Und beim Anschauen des Videos zu „Days of Youth“ wohl auch. Aber das soll mich und natürlich auch euch nicht abhalten, dieses doch kleine Meisterwerk an Surf-Indie-Rock-Something Musik laut aufzudrehen und mit dem Rad raus in die Sonne zu fahren! P.S.: Hedi Slimane verpflichtete die Band ebenfalls. Alte L.A. Bekanntschaft wahrscheinlich …

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Pleite x Phoenix „Bankrupt!“

Bankrupt
Bild: PR

Es geht sicher nicht nur mir so: Hypes um CD`s, Songs oder sonstiges stören mich nicht, so lange man es ansatzweise nachvollziehen kann. Momentan habe ich da eine Single und ein Album mit dem ich mich etwas schwer tue. Zum einen „Get Lucky“ von Daft Punk von dem ich noch immer nicht so ganz überzeugt bin, da es in meinen Augen für Daft Punk Verhältnisse sehr unspektakulär (von der Garderobe mal abgesehen) herkommt. Aber da warten wir am besten mal das Album ab. Das ist bei Phoenix vor kurzem schon erschienen. Und „Bankrupt!“ ist ein Album mit dem ich mich trotz (fast) durchgehend guter Kritiken schwer tue. Und ein bißchen Ironie ist es schon, dass das Album zu allem Überfluss auch noch so einen Titel trägt.

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Dreimal Ja x YEAH YEAH YEAH’S – „Mosquito“

„Ich hasse Mücken, warum gibt es nicht mehr Songs gegen Sie“ sagte Karen O(rzolek), Sängerin der Yeah Yeah Yeahs jüngst in einem Interview. Sollte sie die nervigen Blutsauger so sehen, wie es auf dem aktuellen Cover von „Mosquito“, ist ihre Abneigung nachzuvollziehen. Aber keine Sorge. Auf dem neuesten Werk der Yeah Yeah Yeahs geht es nicht nur um rumfliegendes Zeug. Fest steht aber: nachdem man sich den Auftritt des Trios beim diesjährigen Coachella Festivals angeschaut hat, weiß man, dass beim nächsten Konzert auf jeden Fall wieder die Fetzen von Frontfrau Karen Orzolek rumfliegen werden.

Seit 2009, als sie mit „Heads will roll“ und zusätzlich durch den A-Trak Remix von ebendiesem auch das Mainstream-Publikum erobert hat, war es ruhig um die Band geworden. Lediglich die koreanisch-polnische Frau O machte eigene Soundtracks („Wo die wilden Kerle wohnen“), steuerte Songs zu Soundtracks bei („Verblendung“) und schrieb eine Oper namens „Stop the Virgens“. Stellt sich die Frage: ist davon etwas auf dem Album zu hören? Nicht wirklich.

Das Album startet mit „Sacrilege“, einem Song, dessen grandioses Gospelfinale seinesgleichen sucht. Das folgende „Subway“ nimmt seinen Beat vom Fahrgeräusch der New Yorker U-Bahn. Durch die wabernde und nachhallende Stimme wird es zu einem fast bedrohlich klingenden Mitternachtssoundtrack, bei dem man nicht unbedingt allein auf dem Bahnsteig stehen möchte. Es erinnert vom Thema her ein wenig an „In the cold light of morning“ von Placebo, in dem man am Anfang übrigens das Geräusch einer anfahrenden Berliner S-Bahn vernehmen kann. Das aber nur nebenbei. Dann endlich kommt man zu „Mosquito“, bei dem man förmlich merkt: dazu klatsch die O ihre Mücken platt. („Mosquito sing, Mosquito cry, Mosquito live, Mosquito die, Mosquito drink most anything, whatever’s left, Mosquito scream „I’ll suck your blood“ (…)“). Das macht Spaß. „These Paths“ klingt für die YYY’S ungewöhnlich aber dank Rhythmus und kontinuierlich ansteigender Tonhöhe Karen O’s Stimme einer meiner Lieblingssongs. Für „Area 52“ fehlen mir wahrscheinlich die ersten beiden Alben „Fever to Hell“ und „Show your bones“ um es gut zu finden. So wirkt es auf mich etwas überladen, unkoordiniert und ein wenig nach Garagenband was sie ja aber zu Beginn ihrer Karriere waren. „Buried Alive“ bekommt Unterstützung von Rapper Dr.Octagon, ist zynisch („Free yourself that leach is long long long“) und O vermittelt nur durch ihre Stimme den fiesen Bösewicht der wen auch immer einfach mal unter der Erde vergräbt. „Always“ ist wiederum bewundernswert, kommt es doch mit „Forget the time, forever mine, impossibility is possible to me. To me and you, we’ll see it through“, plus grob geschätzten 48x „Always“ aus und ist dennoch nicht nervtötend. „Wedding Song“ schließlich ist ein würdiges „Balladenfinale“ des Albums („With every breath I breath, I’m making history. With your name on my lips the ages fall to bits …“)

Karen O sagt über Mosquito übrigens selbst: „Es geht um positive Gefühle (…) Wir haben so viel in die neuen Songs gelegt, es war, als ob eine Strickleiter zu uns in die Tiefe gelassen wird, damit wir hinaufklettern und uns den Staub von den Klamotten klopfen.(..)“. Ich weiß nicht wie es euch geht aber Songs wie „Buried Alive“ oder „Slave“ („The keys are gone my slave (…) ), klingen für mich jetzt nicht nach positiven Gefühlen. Aber vielleicht fühlt sich Karen O ja einfach besser unter der Erde. Dort gibt es schließlich auch keinerlei stechendes Getier.

Hörtipps:

Sacrilege

These Paths

Always

Buried Alive

Subway

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Daft Punk x SAINT LAURENT x Pharell x Pailletten – „Get lucky“

Kurz nachdem die neuen Kampagnenmotive der SAINT LAURENT Music Campaign mit Daft Punk veröffentlicht wurden, gibt es nun einen SNL („Saturday Night live“) Werbespot mit den Jungs zusammen mit Pharell (natürlich alle in SAINT LAURENT). Im Spot zu hören: Ein erster Vorgeschmack auf ihr am 17.5.2013 erscheinendes Album „Random Access Memories“ (ja, es handelt sich um eine Anspielung auf den Arbeitsspeicher in Computern). Im Spot zu sehen: Disko-Blazer und die für das Duo typischen glänzenden Metallhelme. Shiny and fabulous also.

Mehr Infos zum Album gibt es natürlich bald hier.

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Endlich mal wieder Französisch x La Femme „Le Podium #1“

Sie sehen unglaublich angesagt aus, kommen zu allem Überfluss auch noch aus Paris und ich habe sie glücklicherweise wieder in meiner Playlist entdeckt. Und siehe da: La Femme haben dieses Jahr bereits ihre dritte EP mit dem Namen „Hypsoline“ veröffentlicht. Darauf ist unter anderem auch ihre Single „Sur la planche“ in einer sehr gelungenen Version von 2013.

Den Kauf der EP „Le Podium #1“ (2010) lege ich euch ebenfalls nahe. Allein schon wegen Songs wie „La Femme Ressort“. Die Musik des Quintetts klingt wie eine Mischung aus Stereo Total, Surfrock und Synthesizer Musik. Warum ich mir die EP damals gekauft habe? Grund war das anstößige Cover. Aber seht und hört selber.

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Immer die aus’m Norden x Cold Mailman

HORSTSON ist ja sowieso Fan der Skandinavier. Daher wundert es nicht, dass ich euch nun schon wieder etwas Nordisches vorstelle. Cold Mailman sind ein ähnliches Phänomen wie MOMOFOKO. „Heavy Hearts“ ist schon das vierte Album aber erwähnt man den Namen wird man fragend angeschaut. Dabei haben die Jungs für ihr Video zur Single „My recurring dream“ extra den momentan angesagtesten Musikvideo-Regisseur Norwegens Andre Chocron mit ins Boot geholt. Wenn das nicht hilft die fragenden Gesichter zu beseitigen, dann weiß ich auch nicht! Aber schaut selbst.

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Models auf dem Scheiterhaufen x YEAH YEAH YEAHS – „Sacrilege“

Neid auf Models ist ja weit verbreitet. Sie deshalb aber gleich verbrennen zu wollen ist neu. Aber keine Sorge – Lily Cole hat im Video zur neuen Single „Sacrilege“, was soviel wie Kirchenschändung bedeutet, mehr getan als die falsche Haarfarbe zu haben. Sie hat nämlich mit der gesamten Population eines zugegeben sehr kleinen Städtchens geschlafen. Dafür sitzt sie dann, angebunden an einen Pfahl, neben ihrem Ehemann und muss sozusagen brennen.

Die Doppelmoral des Ganzen ist: alle Ankläger haben auch mit ihr geschlafen. Das ist einerseits bedrückend und erschreckend aber auf Grund der Tatsache, dass die Yeah Yeah Yeahs wieder da sind, auch sehr erfreulich. Die 2000 gegründete Kombo bleibt ihrem Stil treu. Frontfrau Karen O(rzolek) kreischt wieder gewohnt künstlerisch ins Mikro und sieht, wie ihr am Pressefoto sehen könnt, mal wieder hinreißend aus. Nach ihrem letzten Album „It’s Blitz“ (2009) war es sehr ruhig um die Band geworden. Lediglich Karen O hat mit Projekten wie zum Beispiel dem Soundtrack zu „Wo die wilden Kerle wohnen“ unter dem Namen „Karen O and the kids“ von sich Reden gemacht. Jetzt besinnt sie sich wieder auf rauere Töne und wir sind gespannt auf „Mosquito“, dem mittlerweile vierten Album. Und wer weiß, vielleicht wird sie ja auch Testimonial für SAINT LAURENT? Passen würde es ja.

„Mosquito“ erscheint am 12.4.2013